Der Sparküche-Blog.

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5. April: geschmorte Schweinsbackerl in Sauce mit Semmelknödeln

Neulich sind mir im Tiefkühler sechs Mini-Semmelknöderl mit Speck, essfertig, untergekommen. Nach einigem Nachdenken habe ich beschlossen, die am Donnerstag von Labonca gelieferten Schweinsbackerl wieder aus dem Tiefkühler zu stemmen und ein Schmorgericht zu fabrizieren, zu dem die Knödeln gut passen könnten.

Also hab ich im beschichteten Reinderl Öl erhitzt und ein kleines rotes geschnittenes Zwiebelhapperl, eine ebensolche Knoblauchzehe sowie Rosmarin und Lorbeerblatt drin angebraten, dann die vier kleinen Backerl zugegeben und beidseitig resch angebraten. Jetzt eine gute Handvoll Wurzelgemüse dazu, Salz, Pfeffer und ein Haucherl Thymian, mit heißem Wasser aufgegossen, bis alles bedeckt war, ungeschmorten Schweinsbackerl in Sauce mit Semmelknöderl d zugedeckt schmurgeln lassen.

Das schmurgelt immer noch vor sich hin. In der letzten halben Stunde werde ich die Knöderl auf die Sachen im Reinderl drauflegen und so hoffentlich erhitzen können. Andernfalls müsste ich sie entweder ins Backrohr tun oder im Nebenreinderl unter Dampf erwärmen. Außerdem werde ich natürlich am Ende das Fleisch aus dem Reinderl nehmen (und die Gewürze hoffentlich auch), die Sauce pürieren und mit Obers binden.

Die Schmurglerei unserer geschmorten Schweinsbackerl in Sauce mit Semmelknöderl sollte insgesamt zwei Stunden dauern, hab ich mir gedacht. Inzwischen gibt es also reichlich Zeit, um in der Sonne zu sitzen. Und um einen Nachtisch zu komponieren, natürlich. Ich habe mich heute dafür entschieden, den Rest vom Couscous, etwas mehr als eine Handvoll, mit dem restlichen griechischen Joghurt, einem Schuss Ahornsirup, Zucker und Vanille-Extrakt zu verrühren und in zwei Gläser zu füllen. Aber nicht ganz voll, denn oben drauf kamen noch ein paar Esslöffel Pfirsichmus. 

Das zieht jetzt vor sich hin. Verzieren werde ich die Sache vermutlich mit Streusel.

1 Kommentar 5.4.20 11:19, kommentieren

4. April: Ofenkürbis mit Feta, dazu Couscous

Muss ich? fragte das Kind, als es darum ging, sich beim Couscous zu bedienen. Dabei hatte es sich diesen extra angeschafft, nachdem er das Thema der dieswöchigen Kinder-Kochsendung gewesen war. Weil es sich aber das Öl vom Kürbis drüberträufeln durfte, war es dann doch zufrieden.

Schnelle Küche war es heute, denn Wohnungsputz war nach längerer Zeit wieder einmal angesagt. Nicht, dass ich schon fertig wäre, aber der unangenehmste Teil ist erledigt. Und nebenbei hat sich Ofenkürbis mit Feta und Couscous  beinahe selbst zubereitet.

In die Auflaufform kam großzügig Sonnenblumenöl (dessen Haltbarkeitsdatum bereits Geschichte ist) und da hinein Kürbisscheiben vom Langen von Neapel. Die hab ich gesalzen und gepfeffert und mit des Kindes Kräutersalz gewürzt und ein halbes Packerl Feta, also ca. 8 Deka, drüber gebröselt. Noch ein paar Tropfen Öl drauf, und bei 180 Grad Ober- und Unterhitze ins Rohr.

Nach einer guten halben Stunde hab ich das Backrohr abgedreht, nach weiteren zehn Minuten hab ich den Kürbis rausgenommen und über ein halbes Schüsserl gesalzenen Couscous eine hinreichende Menge an kochendem Wasser geschüttet.

Und nach weiteren acht Minuten haben wir uns drüber gestürzt.

Als Nachspeise habe ich Kompott aus geretteten Birnen serviert, wenig gezuckert und mit Nelken gewürzt, in mein Schüsserl durfte zusätzlich eine Kardamomkapsel. Am Abend gibt es eine Gemüsecremesuppe aus Karotten, Knoblauch und Erdäpfeln, in die püriere ich den restlichen Mangold hinein. Und das würzige Öl aus der Auflaufform vom Mittagessen kommt natürlich am Ende auch hinein.

Ein weiteres Experiment habe ich heute vor. Im Kühlschrank hat das Kind - mir wäre das gar nicht aufgefallen, o Schande! - einen Becher Obers mit MHD 22. März gefunden. Wuhaa! Bin schon gespannt, ob mir was entgegenwabert, wenn ich den am Nachmittag öffne.

4.4.20 12:43, kommentieren

3. April: Hühnerleber nach Art der Sparköchin mit Reis, danach Nicht-Pistazien-Eis

Es sind immer noch viele Äpfel mit runzliger Schale da. Platz im Tiefkühler brauch ich nach der gestrigen Lieferung auch. Also gab es heute Hühnerleber nach Art der Sparköchin mit Reis. Danach erlaubte ich uns eine Kugel hellgrünes Eis, das nach Pistazieneis schmeckte. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass dieses Eis an Pistazien nicht einmal vorbeigetragen wurde. Aber egal.

Nach einer Nasen-Mund-Schutz-Nähaktion (zehn Stück sind es vorerst geworden) war es schon ziemlich spät, also hab ich gach den Reis zugestellt und mich dann der Leber, einen halben Kilo hatten wir, gewidmet. Die noch nicht ganz aufgetaut war. Hat mir aber wurscht sein müssen. also hab ich sie so wie sie war in die Handgeschmiedete mit erhitztem Sonnenblumenöl getan und scharf angebraten. Es kann Zufall gewesen sein, aber ich hatte den Eindruck, dass sie diesmal weniger spritzte als sonst.

Nach einigen Minuten hab ich die Leber wieder rausgenommen und zwischengelagert und zwei große Zwiebelhapperln und 3 Äpfel, beides gewürfelt, mit einem Rosmarinzweig und einem Lorbeerblatt in die Pfanne geschupft und gesalzen und gepfeffert. Das hat wieder einige Minuten gebraten, dann hab ich mit einem mittleren Glas (vielleicht 450 ml) gekochte Paradeiser abgelöscht, das Glas mit einem Achterl Wasser gespült und das auch noch dazu gegossen und alles einmal unter Rühren aufgekocht und dann die Leber wieder zugegeben.

So. Jetzt einen Deckel auf die Pfanne, Herdplatte abschalten und die Leberpfanne mittels Restwärme noch 10 - 12 Minuten schmurgeln lassen.

Dem Kind hats wieder geschmeckt. Diesmal auch die Leber selbst, von der es sich normalerweise nur ein einzelnes Alibi-Stück nimmt - lieber ist ihm die Sauce. Sogar die Aussicht, dass wir den Rest ohne vorherige Suppe heute Abend werden essen müssen, hat es erfreut. Grad bin ich sehr froh, dass ich ein kulinarisch unkompliziertes Kind bekochen kann.

3.4.20 12:58, kommentieren

2. April: Mangoldschmarren mit Kräuterrahm und Salat, danach Bratäpfel

Weil das Kind heute kocht, hab ich nicht den genauen Überblick, wie es den Schmarren macht. Ich kümmere mich nur um Kräuterrahm und Salat. Und um die Bratäpfel. (Die Äpfel müssen langsam weg. )

Den vorgestern geernteten halben Radicchio hab ich geputzt und zerzupft, es ist noch was für morgen übrig  geblieben. Und wieder ein paar Vogerln dazu. Aber den Sojasprossensalat hab ich uns heute erspart. Mariniert habe ich mit Balsamico.

Für den Kräuterrahm hab ich den Rest vom Rahm, den das Kind nicht gebraucht hat, siehe unten, genommen und Salz, Paprikapulver, Schnittlauch und wenig gehackten Oregano eingerührt.

Die Hauptarbeit hatte das Kind: zuerst von einem großen Ei das Klar mit etwas Salz zu Schnee schlagen. Dann hat es im anderen Becher 5 Deka gehackten Mangold, noch ein ganzes Mini-Ei, 10 Deka Sauerrahm und etwas geriebene Orangenschale - Zitrone hatten wir grad keine - gut verrührt, mit Salz, einer Prise Muskatnuss (die hab aus Sicherheitsgründen ich gerieben) und Pfeffer gewürzt, 5 Deka griffiges Mehl eingerührt und den Schnee untergehoben.

Diese Masse hab ich in die heiße Handgeschmiedete gegossen, in der schon ein Esslöffel zerlassene Butter war. Danach weiter wie üblich: auf der Unterseite backen lassen, vierteln, wenden, kurz weiterbacken lassen und dann in Stücke zerzupfen und noch einige Minuten auf abgeschalteter Herdplatte ausdampfen lassen.

Das Kind war ganz begeistert von seinem Mangoldschmarren mit Kräuterrahm und Salat. Weniger gemundet hat ihm der Bratapfel. Ich war da schon angetan. Der Vorratslage folgend bestand die Fülle aus Rosinen, gehackten Mandeln, einem Löffel geriebenem Mohn und ebensoviel Dirndlmarmelade. Die Äpfel standen in einer mit Kokosfett ausgeschmierten Form und blieben ziemlich lang im Rohr, fast eine Stunde, allerdings nach einer halben Stunde bei abgeschalteter Hitze.

 

Den Schmarren werden wir ins Was-mach-ich-mit-so-viel-Mangold-Repertoire aufnehmen. Ab morgen wirds hier wieder mehr fleischig rot, denn heute ist die Lieferung von Labonca gekommen, und ich brauch wieder einmal dringend Platz im Tiefkühler!

2.4.20 12:48, kommentieren

1. April: Erdäpfel-Kohlsprossensprossen-Auflauf

Kein Scherz, kein Schreibfehler. Gestern hab ich im elterlichen Gemüsebeet wieder geerntet. Vor allem hab ich die auswachsenden Kohlsprossen-Pflanzen gekappt und mich zu Hause gestern noch damit beschäftigt. Die kleinen Blütentriebe, die statt der Kohlsprossen jetzt in den Blattachseln wachsen, hab ich abgezupft und blanchiert, aus den kleinsten hab ich im Bratrückstand der Blunze mit Wasser und Erdäpfeln - und natürlich am Ende Obers - eine Kohlsprossensuppe gezaubert. Die Stängel mit den großen Blättern dürfen die Hendln verarbeiten.

Haha, die Hendln. Jetzt fangen endlich alle ins Legen an. Vorgestern hatte ich von den vier Damen sogar fünf Eier. Aber an der Größe müssen drei der vier noch arbeiten. Größere Taubeneier lagern derzeit in unserem Kühlschrank. Einige werde ich ausblasen, die machen sich sicher nett am Osterbaum.

Zurück in die Küche. Die blanchierten Triebe hab ich für heute aufgehoben. Und da passierte das folgende: erstmal hab ich vier speckige Erdäpfel bissfest gekocht. Danach hab ich in dieselbe Auflaufform wie gestern - mal sehen, ob das Kind sie heute auch wieder ausputzt! - Öl gegeben und drei der geschälten Erdäpfel hinein scheibliert. Salz drüber, dann die Kohlsprossensprossen drauf drapiert, gesalzen, gepfeffert, mit Hing bestäubt. Der vierte Erdapfel kommt in die Abendsuppe - der Brokkoli ist längst fällig.

Das größte vorhandene Ei, ein wirklich großes noch von einer der alten Hennen, hab ich mit ungefähr 70 ml Obers verquirlt, dann mit Milch auf 1/4 Liter ergänzt und das Ergebnis über den Erdäpfel-Kohlsprossensprossen-Auflauf gegossen. Drüber noch eine Handvoll geriebenen Parmesan verteilt und das ganze bei 180 Grad Ober- und Unterhitze dem Backrohr überlassen.

Für den Nachtisch hab ich ein Glas Marillenkompott aus dem Keller geholt. Bei Bedarf kann auf jede Portion noch ein Schluck Obers draufkommen. Das Kind hat sicher Bedarf.

 

Außerdem hab ich eine Portion Mangoldblätter aus dem Beet mitgenommen, die hab ich heute gleich auch blanchiert und gehackt. In der Kinder-Kochzeitschrift hab ich nämlich ein Rezept für einen Spinatschmarren entdeckt, na, den werde ich morgen ausprobieren. Da können wir wieder einen feschen Salat dazu essen (einen Radicchio hab ich nämlich auch ausgerissen, den hab ich mit meiner Mutter geteilt).

1.4.20 11:06, kommentieren

31. März: Salat mit gebratenen Blunzenradeln, Grießauflauf mit Äpfeln

Fast hätte ich uns heute, die Äpfel müssen nämlich weg, gebackene Apfelringe zugemutet, wenn ich nicht in der aktuellen Aufgabe der "Einfach Hausgemacht" ein Rezept für einen Grießauflauf entdeckt hätte. Der Grieß muss eh weg. Super.

Als Vorspeise habe ich einen Salat mit gebratenen Blunzenradeln komponiert, aus dem Rest Eissalat, ein paar Vogerln und, eh klar, Sojasprossensalat. Dekoriert hab ich mit je zwei halbierten Kirschparadeisern und ein paar Blattln (Löwenzahn, Rucola, Rote Rübe). 

Gestern hatte ich einen Kranz Blunzen zum Halbpreis erworben und dachte dabei ans Abendessen. Aber das Kranzl hatte einen halben Kilo, da wurde mir dann doch ein bisserl schwummrig. Also hab ich heute acht Radeln abgeschnitten, enthäutet und beidseitig in Semmelbrösel gewendet und im Reinderl in Ghee und Öl  beidseitig gebraten. Die hab ich dann oben auf den Salat getan. Schmeckt klasse, sagte das Kind.

Gemein ist dann natürlich, wenn es als Haupt-/Nachspeise auch noch was Gutes gibt. Entweder ist das ein gutes Rezept oder es war Anfängerglück. Der Grießauflauf mit Äpfeln - Äpfel müssen auch weg, original hätten es Orangen sein sollen - war flaumig und süß (ich glaub, da hab ich zuviel erwischt) und es sieht so aus, als würde das Kind gerade die Form leer essen, während ich das hier schreibe.

Der einzige Zwischenfall war, dass ich den Auflauf erst 30 Minuten zugedeckt backen sollte und dann 10 Minuten ohne Deckel. Leider klebte nach der halben Stunde der Auflauf bereits am Deckel, so dass das Abdecken entfiel. So ein Schas.

Hat ihm aber nicht geschadet, dem Auflauf, es ist beim Öffnen so gut wie nix am Deckel kleben geblieben. 

Wie ich ihn gemacht habe, den Auflauf? Ich hab ein Jenaer-Gschirrl mit Kokosfett ausgeschmiert und mit Semmelbröseln ausgestreut. Dann hab ich geschälte Äpfel in Spalten geschnitten und in der Form verteilt. Vorher schon hatte ich 6 Deka Grieß in Milch eingeweicht. 75 ml sollten es sein, aber das war zu wenig, ich hab fast das Doppelte genommen.

Jedenfalls hab ich zwei Eier getrennt und die Eiklar mit einer Prise Salz zu Schnee geschlagen. Danach hab ich die Dotter mit 5 Deka Zucker, einem Packerl Vanillezucker - muss auch weg! - und geriebener Orangenschale schaumig geschlagen, dann die Milch-Grieß-Mischung untergerührt und am Schluss den Schnee untergehoben.

Diese Masse kam über die Äpfel, und weil ich zufällig auch Pinienkerne zu Hause hatte, habe ich den Auflauf auch anleitungsgemäß mit einem Löffel voll Pinienkerne bestreut. Dann den Deckel drauf und bei 195 Grad Ober- und Unterhitze ins Rohr.

Tatsächlich. Der Auflauf ist komplett weg.

4 Kommentare 31.3.20 12:26, kommentieren

30. März: Beinfleisch mit Kohlrabigemüse und Kohlsprossen-Nudeln

Den Rest vom Beinfleisch habe ich heute gleich wieder in der Suppe aufgewärmt. Dazu habe ich eine kleine Portion Kohlrabigemüse gemacht, das mir recht gut gelungen ist:

Aus dem Tiefkühler hab ich zwei Handvoll geraspelte rohe Kohlrabi gezogen und mit wenig Wasser, Salz, Pfeffer, Hing und Kümmel ein paar Minuten ohne Deckel gedünstet. Dann hab ich einen Rest Obers mit einem Teelöffel voll Maisstärke verrührt und in den Kohlrabi gemischt, einmal aufkochen lassen, gut umgerührt und warmgestellt.

Aus der Gemüse-Lieferung meiner Eltern hab ich mir die Handvoll kleiner Kohlsprossen rausgesucht und geputzt. Im beschichteten Reinderl hab ich den letzten Schluck Olivenöl erhitzt und die Kohlsprossen mit Salz und einem Haucherl Hing angebraten. Nach einigen Minuten hab ich die gekochten Spirelli vom Freitag untergemischt und einen Löffel gehackten Petersil auch.

So hatten wir heute Beinfleisch mit Kohlrabigemüse und Kohlsprossen-Nudeln. Als Nachtisch hab ich ein Glas Pfirsichmus auf zwei Schüsserln verteilt und den Rest Rahm glatt gerührt und auf dem Mus verteilt.

Die abendliche Suppe werden wir heute getrennt essen. Das Kind bekommt die grüne Variante: den Rest vom gestrigen Püree werde ich mit einem Schöpfer Rindsuppe verdünnen und einige geschnittene Bärlauchblätter unterrühren.

Ich kriege den Rest der Rindsuppe mit ein paar Fleischresterln drin und je einem Löffel Schnittlauch und Petersil.

30.3.20 16:50, kommentieren

29. März: Beinfleisch mit grünem Pastinakenpüree und Salat

Was mit einer verlorenen Stunde anfängt und mit Mathe-Hausübungen weitergeht, kann schon kein schöner Sonntag mehr werden. Dann ist das Mittagessen auch schon egal.

Das Beinfleisch aus der gestrigen Suppe hab ich aufgewärmt und in Scheiben geschnitten. Dazu gab es ein Püree aus Pastinakenwürferln aus dem Tiefkühler und mehligen Erdäpfeln, in das ich den Rest des Mangolds von gestern eingearbeitet habe - das Grün,  des Kindes Lieblingsfarbe,  wird es besänftigen, dachte ich. Außer Salz war sonst nur noch ein Schluck Obers im Püree.

Für den Salat hab ich wieder einen Teil vom Eissalat in Streifen geschnitten, wieder eine Handvoll Vogerlsalat gepflückt und alles in zwei großen Salatschüsserln drapiert und auf jedes noch einen gegupften Löffel Sojasprossensalat getan. - Ja, der hält immer noch, aber immerhin bin ich bereits bei der zweiten Riesenschüssel. Mehr als drei Wochen werden wir von dem nimmer essen . Können. Müssen.

Ja, und so kamen wir beide heute sehr einfach zu Beinfleisch mit grünem Pastinakenpüree und Salat. Als Nachtisch warfen wir noch ein paar Kohlenhydrate in Form von Apfelkompott ein.

 

Den Rest vom Rindfleisch werden wir morgen verzwicken. Dann werde ich mir auch überlegen, was ich mit dem Gemüse aus dem elterlichen Gemüsebeet mache - je ein bisserl was an Kohlsprossen und Brokkoli sowie ein Portiönchen Petersiliengrün wurde uns gestern geliefert.

Mal sehen.

Belibt gesund und übersteht die nächsten Tage gut, die ja wieder spätwinterlich werden sollen!

29.3.20 14:17, kommentieren

28. März: Alles-was-ich-finde-Pizza

Das Kind wünschte sich eine Pizza, und für mich war das die Gelegenheit, einige Reste und Vorräte wegzukriegen.

Den Teig hab ich aus 15 Deka Dinkelmehl, frisch gemahlen, und 25 Deka Weizenmehl gemacht, mit Germ (samt obligatem Löffel Zucker), Wasser und Olivenöl. Leider ist vom Olivenöl noch immer ein Schluck in der Flasche, obwohl ich eh die fertig belegte Pizza noch ein bisserl damit beträufelt habe. Na, egal.

Der zweite Faux-pas war, dass ich statt der passierten Paradeiser ein kleines Glas Ketchup auf dem Teig verstrichen habe. Hat zu süß geschmeckt. Auch nicht schlimm, das Kind hats geliebt.

Danach kam ein geriebener Rest von irgendeinem französischen Schnittkäse drauf, dann fast ein Becher aufgetauter blanchierter Mangold, dann eine Kombination aus Pfeffersalami und Schinken. Oben drüber hab ich eine Burrata (heute zum Halbpreis erworben) verteilt, und eben das Öl.

Auf die Gewürze hab ich vergessen, fällt mir grad auf. Aber dem Kind wars so eh lieber.

Jedenfalls hab ich ausnahmsweise das Backrohr auf 230 Grad Ober- und Unterhitze vorgeheizt und die Pizza da reingeschoben und für 12 Minuten drin lassen. Der Teig war dicker als sonst, und der Belag üppig.

Für die Pizza, das sollte ich vielleicht erwähnen, hab ich nur die Hälfte vom Teig verwendet. Die andere Hälfte hab ich zu einer Rolle geformt und ins Rohr geschoben, nachdem wir die Pizza rausgezogen hatten. Dann hab ich abgedreht und das Brot mit der Restwärme gebacken. Ich bin schon gespannt aufs Ergebnis.

Pizza jedenfalls, meint das Kind, können wir ruhig öfter machen. 

Ja, eh.

28.3.20 12:32, kommentieren

27. März: Spirelli mit Pistazienpesto, Paradeisern und Salat

Zwischendurch darf es auch etwas geben, das nur mir schmeckt. Weil nämlich der Rest vom Pistazienpesto - würde ich auch nimmer kaufen - weg musste. Da hab ich es mir einfach gemacht und Spirelli mit Pistazienpesto und Paradeisern kombiniert, dazu, haha, einen Salat aus Vogerln und Sojasprossen. Den werden wir auch noch länger im Repertoire haben.

In der Früh habe ich ein paar getrocknete Paradeiser - vor Jahren selbst hergestellt - in heißem Wasser eingeweicht. Mittags dann, während die Teigwaren kochten, hab ich sie streifig geschnitten, sechs Kirschparadeiser halbiert und ein paar Blätter Basilikum geschnitten. 

In wenig Ölivenöl hab ich alles "schmelzen" lassen, das Pesto mit einem Löffel vom Kochwasser weich gerührt und zugegeben und nachgesalzen. Das Einweichwasser der Paradeiser kam zu den Nudeln (der Rest wird heute Abend zu einer Zucchinicremesuppe werden) .

Die fertigen Teigwaren kamen zur Sauce, wurden gut untergemischt und werden bei Tisch mit geriebenem Parmesan bestreut werden.

1 Kommentar 27.3.20 12:06, kommentieren

26. März: Kürbisrisotto mit Speck und Eissalat

Ein Rest Hokkaido-Würferl musste aus dem Tiefkühler. Hab ich gach einen Risotto (nur aus Reis, Wasser und Salz) auf den Herd gestellt. Derweil hab ich in der Pfanne daneben einen Rest vom Selchspeck ausgebraten, mit Olivenöl ergänzt und die Kürbis-Würferl zugegeben. Gewürzt habe ich mit Salz, Pfeffer und ganz wenig frischem Basilikum.

Das hat alles gebrutzelt und wurde mit der Restwärme vom Herd warmgehalten. Da war noch Zeit, um den Stammgast Eissalat zu halbieren, eine Hälfte in Streifen zu schneiden, mit Balsamico zu beträufeln und als Deko ein Vogerlsalat-Stückerl draufzusetzen.

Geriebenen Parmesan gibts bei Tisch zum Drüberstreuen.

Und schon war es ein Kürbis-Risotto mit Speck und Eissalat. Das Kind kriegte als Nachspeise Fruchtzwerge.

Den Bratensatz von Speck und Kürbis werde ich mit wenig Wasser nochmals aufkochen und als Basis für die heutige Abendsuppe verwenden. Aber das war euch vermutlich eh klar.

26.3.20 12:18, kommentieren

25. März: Gemüseeintopf mit Gebäck

Hoffentlich werden heute wieder einige Restln aus dem Tiefkühler wegkommen. Ich muss mich nur bemühen, alle zu finden.

Damit werde ich einen feschen Gemüseeintopf kochen, den das Kind nicht lieben, aber trotzdem essen wird. Danach können wir die von gestern gebliebenen Zwetschkenknödel verspeisen.

Ich denke, dass ich ein wenig Fett - vielleicht Ghee, oder auch Olivenöl - im Reinderl erhitzen werde und darin erst einmal ein geschnittenes Zwieberl anrösten werde. Danach kommen die Gemüse dazu, die länger zum Garen brauchen: vermutlich Sellerie und Pastinaken, kurz danach Karotten. Alles in kleine Würfel geschnitten, so wie sie halt eingefroren sind.

Zucchini- und Kürbiswürfel gibts auch, und Erbsen. Der vorletzte Schritt wird sein, dass ich eine Handvoll blanchierte Mangoldstiele in Stücken zugebe, und zuallerletzt kommen die übrigen Erdäpfel von vorgestern dazu und einige Stücke Leberkäse, die ich ja nur noch erhitzen muss. Wenn ich gut drauf bin, hole ich Schnittlauch aus dem Garten als Garnitur. Wenn der Frost nachlässt.

Dazu gibts Gebäck.

25.3.20 07:36, kommentieren

noch immer 24. März

Bevor ich meine Rezepte veröffentliche, sollte ich meine Küche durchsehen. Für den Salat habe ich zum Beispiel noch eine Handvoll Kirschparadeiser gefunden, die ich halbiert und auf dem Salat verteilt habe, und auch die Sojasprossen sind mir wieder eingefallen. Jeder kriegte einen Löffel voll.

Nachher wurden es Zwetschkenknödel, neun Stück. Vier konnten wir für morgen aufheben. Diese Aufmunterung wird morgen auch notwendig sein, denn ich plane einen stinknormalen Gemüseeintopf zu fabrizieren.

1 Kommentar 24.3.20 13:11, kommentieren