Der Sparküche-Blog.

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11. Dezember: Schopfbraten in Obers-Sauce mit Polenta und Salat

Heute bin ich meinem Keks-Ziel entscheidend näher gekommen: die Vanillekipferl sind fertig. Der Teig für die Zuckersterne und die Kaffeekekse ruht bereits im Kühlschrank, also auch da bin ich guter Dinge.

Zwischendurch musste ich natürlich auch kochen. Im Tiefkühler hab ich zwei Scheiben vom Schopfbraten wiederentdeckt, die hab ich gach aufgetaut und in dünne Scheiberl geschnitten und in einem Löffel Schmalz (ihr vermutet richtig: der Rest vom Schmalz muss weg!) in zwei Portionen angebraten. Das Fleisch hab ich rausgenommen und den Bratrückstand mit heißem Wasser gelöst, reichlich Obers zugegossen und mit dem Kräutersalz, das das Kind selbst verfertigt hat, gewürzt.

Da hinein kam das Fleisch wieder und dünstete in der Sauce, die nebenbei gleich ein bisserl einkochte, noch 20 oder 25 Minuten leise vor sich hin. Einmal hab ich einen Teelöffel Mehl drüber gestäubt und untergerührt.

Während der ganzen Prozedur köchelte auf der Nebenplatte eine Polenta, aufgegossen mit Wasser und wenig Obers.

Außerdem hab ich die letzten vier Paradeiser (im Supermarkt erstanden fürs Gastkind, sonst mach ich sowas nicht!) geschnitten und ein Mini-Glas Sellerie julienne in Balsamico geöffnet und mit leiser Melancholie auf das Gastkind und mich aufgeteilt. (Weil die Firma den Balsamico-Aufguss leider nimmer erzeugt. )

Außer einer Portion Polenta ist nix übrig geblieben von unserem Schopfbraten in Obers-Sauce mit Polenta und Salat.

1 Kommentar 11.12.19 12:01, kommentieren

10. Dezember: Gemüse-Eintopf mit Leberkäse

Heute musste ich in der Früh wieder vorkochen und hab mich für einen Gemüse-Eintopf mit Leberkäse entschieden. Erst dachte ich, ich verwerte nur einige Resterln (zum Beispiel vier gekochte Erdäpfel von gestern, aber die sind dann, ähem, im Kühlschrank liegen geblieben), aber dann bin ich im Tiefkühler shoppen gegangen und hab Zeugs für ein ganzes Reinderl voll gefunden.

An Gemüse waren es zwei große Erdäpfel, eine große Karotte, ein Zwiebelhapperl, je eine Handvoll Pastinaken- und Kohlrabiwürferl, ein paar Selleriewürferl und eine Handvoll Mangoldstiele. Gewürzt habe ich nur mit Salz und dem roten Gewürz aus dem Regal, von dem ich echt nimmer sagen kann, was und woher es ist. Aber schmecken tuts gut.

Das Gemüse hab ich in einem Löffel Schmalz angeröstet und dann mit Wasser aufgegossen, bis es knapp bedeckt war. Das ganze hat dann eine knappe halbe Stunde geköchelt.

Dazu eine Scheibe Leberkäse aus dem Tiefkühler, ebenfalls in kleinen Würferln. Der kam ganz am Schluss dazu. Meine Portion hat noch ein bisserl Pfeffer vertragen, aber sonst hats wirklich gut geschmeckt, auch dem Gastkind.

 

Bei den Honigbusserln - ihr wisst ja: Weihnachtskekse! - hab ich heute eine interessante Entdeckung gemacht. Das Rezept hat mir vor fast zwanzig Jahren eine Arbeitskollegin gegeben. Ich mach die seither jedes Jahr, weil einige liebe Menschen in meinem Umfeld die gerne essen. 

Bisher war es immer so: Kugerl geformt, in die Mitte eine Haselnuss gestopft, gebacken. Fertigerweise sind die Dinger immer total auseinandergelaufen; große flache Pletschen,  und die Haselnuss ist etwas verloren oben drauf gelegen. Jedesmal beim Formen hab ich mir gedacht: warum können die Dinger nicht so schön bleiben, wie sie jetzt sind?!

Heute habe ich sie, aus Zeitnot, erstmals mit Heißluft statt Ober- und Unterhitze gebacken. Und wisst ihr was? Die Busserln sind fast überhaupt nicht auseinandergelaufen und schauen genauso aus, wie sie sollen.

Und ich hab fast zwei Jahrzehnte gebraucht, um das zu behirnen. Das hat mich ein bisserl geschreckt.

1 Kommentar 10.12.19 15:50, kommentieren

9. Dezember: lieber Himmel.

Gerade hat mich ein letzter Blick davor bewahrt, Quatsch zu machen. Nämlich war die zweite Aufgabe (erste: Geschirr waschen) für heute: reibe alle Nüsse/Kerne und die Schokolade für die noch ausständigen Weihnachtskekse. Als letztes waren die Kürbiskerne dran.

Die Kürbiskernkipferl beleben den Keksteller der Sparköchin wegen der intensiv grünen Farbe, die ohne Chemie zustandekommt. Sie sind aber ziemlich heikel in der Herstellung und haben mir schon oft Probleme gemacht. Jedenfalls hab ich die Packung schon geöffnet gehabt und wollte sie gerade in die Maschine leeren, als ich las "geröstet und gesalzen".

Na, das wäre eine Überraschung geworden. Dunkel hab ich in Erinnerung, dass es die - natürlich ungesalzenen - Kürbiskerne im Supermarkt auch gemahlen gibt. Wenn ich dort in den nächsten Tagen hinkomme, nehme ich welche mit. Ansonsten müssen die Kürbiskernkipferl heuer leider entfallen.

Was ich mit den gesalzenen Kürbiskernen machen werde? Muss mich mal in der Nachbarschaft umhören, ob die jemand gerne knabbert.

Schon fertig eingedost sind jedenfalls: Husarenkrapferl, Glückspilze, Früchtezwieback, Spritzgebäck, Marillenherzen, Kokosbusserl, Marzipankrapferl und Rahmstangerl. Für heute sind geplant: Admonter Krapferl und Schokostangerl.

Ich halte euch auf dem laufenden.

3 Kommentare 9.12.19 10:31, kommentieren

8. und 9. Dezember: Kaiserschmarrn und Kohlrabigemüse mit Erdäpfeln

Insgesamt war das Wochenende erfolgreich, aber auch sehr anstrengend. Immerhin ist es mir gelungen, zwischen den Weihnachtskeksen und der Lernunterstützung fürs Kind auch eine Pfanne voll Kaiserschmarrn mit Birnenkompott zu Tisch zu bringen.

Weil ich nicht wusste, ob wir heute am Vormittag zu Hause sein werden, habe ich sicherheitshalber schon in der Früh zwei Portionen Erdäpfel gedämpft und geschält und dazu ein einfaches Kohlrabigemüse vorbereitet. Das Gastkind könnte aber, wenn es das lieber mag, auch eine Portion Österreis dazu essen.

Ich habe die Kohlrabiwürfel (aus dem Tiefkühler) mit wenig Wasser, Salz und Hing gedünstet und am Schluss die Flüssigkeit mit einem Gmachtl aus Milch und Speisestärke gebunden. Da hinein hab ich auch gleich die zerteilten Erdäpfel gegeben, das wärme ich dann alles gemeinsam auf. Vermutlich werde ich entweder eine Scheibe Bärlauchbutter einrühren oder gehackte Kräuter zugeben zu unserem Kohlrabigemüse mit Erdäpfeln.

Wir sind übrigens doch nicht unterwegs, was gut ist für das Vorankommen mit den Keksen, und gekocht ist dann auch schon. Also ein entspannter Start in die Woche. Einen ebensolchen wünsche ich euch auch!

9.12.19 08:49, kommentieren

5. bis 7. Dezember: Selchfleischfleckerl und Reis mit Gemüse

Schon wieder bin ich im Hintertreffen mit meinen Eintragungen. Am Donnerstag habe ich einen Rauchschopf, der mir zugekommen ist, verwendet, um dem Gastkind und mir einen Haufen Selchfleischfleckerl zu servieren. Ich hab den letzten Rest vom Radicchio mit Balsamico dazu gegessen, dem Gastkind hab ich drei Paradeiser klein geschnitten.

Während die Fleckerl gekocht haben, hab ich im restlichen Schmalz von neulich ein kleines geschnittenes Zwiebelhapperl angebraten, den klein gewürfelten Selchschopf reingetan und mitgebraten und alles gesalzen und gepfeffert. Dann kamen die fertig gekochten Fleckerl dazu und alles wurde vermischt und auf die Teller geschaufelt. Und von dort direkt in die Baucherln.

Gestern waren das Gastkind und ich auf Kürbiscremesuppe und Zwetschkenknödel eingeladen. Das neidische Kind habe ich am Nachmittag mit einer Portion gebackener Garnelen von der Nordsee besänftigen können.

Heute wollte ich wieder einmal Österreis verwenden. Weil mir bewusst war, dass noch eine Portion frischer Kräuterseitlinge im Gemüsefach lagerten, hatte ich zuerst an einen Safranrisotto mit gebratenen Schwammerln gedacht. Als ich aber nach den Schwammerln grub, fielen mir die blanchierten Kohlsprossen von neulich in die Hände.

Positiv ist, dass der Kühlschrank jetzt wieder leerer ist. Andererseits musste ich die Kohlsprossen schleunigst loswerden. Also habe ich mich für Kohlsprossengemüse und gebratene Kräuterseitlinge mit Reis entschieden.

Den Reis hab ich gedämpft wie immer, allerdings deutlich länger als Basmatireis. In die kleine Pfanne und ins Reinderl hab ich den Rest vom Würzöl aufgeteilt, endlich ist das Glas leer. Die Schwammerl hab ich scheibliert und angebraten, gesalzen und gepfeffert und weitergebraten und zum Schluss drei Esslöffel Obers hineingecremt. Die Kohlsprossen wurden ebenfalls im Öl angebraten, gesalzen und gepfeffert und im Anschluss zehn Minuten zugedeckt mit wenig Wasser gedünstet.

Vom Reis ist eine Beilagenportion übrig geblieben, alles andere haben wir verputzt.

7.12.19 12:33, kommentieren

4. Dezember: Karpfen mit Kürbis und Erdäpfeln aus dem Ofen, Radicchio-Salat

Die Karpfenstücke habe ich gewaschen und beidseitig mit einem Fischgewürzsalz eingestäubt. Dann hab ich in unsere kleine Auflaufform mit würzigem Olivenöl großzügig eingefettet und drei große Erdäpfel, die ich in der Früh schon gedämpft und geschält hatte, hineinscheibliert.

Diesmal hab ich dran gedacht, die Erdäpfel zu salzen, immerhin. Drauf kam ein Stück vom Trombetta-Kürbis, in dünne Spalten geschnitten, und wieder etwas Salz. Jetzt waren die Fischstücke dran, und dann ab damit ins Backrohr mit dem Karpfen mit Kürbis und Erdäpfeln, bei 185 Grad Ober- und Unterhitze hab ich alles eine knappe halbe Stunde drin lassen. In der Zwischenzeit hab ich vom Radicchio die Hälfte geschnitten und mit Fleur de Sel und Balsamico, dem guten, verfeinert.

Wir haben alles aufgegessen. Von der Wirbelsäule hab ich das Fleisch nur teilweise runtergehoben (zu viele Gräten) und nach dem Essen alles mit Salz, Kräutern und Gewürzen ausgekocht. Danach hab ich das Zeug rausgenommen und ein paar Kohlrabiwürfel mit einer Prise Hing und zwei Portionen Sternchen drin gekocht. Hat uns gerade für heute Abend gereicht.

Natürlich habt ihr Recht: die Kohlrabiwürfel waren fehl am Platz. Aber als ich heute mit Gewalt ein allerletztes Gemüsepackerl in die Lade vom Tiefkühler dremmeln wollte, ist das Kohlrabi-Sackerl geplatzt und einige Würferl rausgekugelt. Die hab ich dann halt gleich mitgenommen mit einer gedanklichen Notiz, dass ich mich mit dem Gemüsezeugs im Tiefkühler auch wieder einmal auseinandersetzen werde müssen.

1 Kommentar 4.12.19 19:37, kommentieren

3. Dezember: Polenta und Semmelauflauf mit gedünsteten Bärlauch-Karotten

Zum Glück hatte ich heute die Option, ein großes Stück Zwetschkenkuchen nach diesem frugalen Mahl zu schnabulieren.

Schon in der Früh hatte ich im ausgebratenen Schmalz vom sonntäglichen Zwiebelkuchen ein kleines geschnittenes Zwiebelhapperl glasig gedünstet und danach vier klein gewürfelte Karotten - je zwei orangefarbige und violette - zugegeben, gesalzen und mit Wasser aufgegossen. So dünsteten die Karotten weich. Am Ende hab ich noch Reste der ältesten Bärlauchbutter-Charge drübergegeben (jetzt ist wieder ein Becher leer).

Außerdem hab ich die Reste von Polenta und Semmelauflauf aus dem Kühlschrank genommen, damit sie bis mittags Zimmertemperatur annehmen konnten. Und, aber das sage ich nur euch, ich bin in den Diskonter eingefallen und hab mir eine Dreierpackung Gabelbissen gekauft, von denen ich auch gleich einen gegessen habe. Sehr ungesund, aber für mein angeschlagenes Selbst genau das richtige Futter.

Aber vorher aßen wir Polenta und Semmelauflauf mit gedünsteten Bärlauch-Karotten. Für mich habe ich ein paar Blätter vom vermeintlichen Bittersalat geschnitten. Der hat sich übrigens als astreiner Radicchio (grüne Sorte mit roten Einsprengseln - ich erinnere mich dunkel daran, die vor einem Jahr ausgesät zu haben) entpuppt. Leicht bitter, aber sehr zart und insgesamt mild. War ich nicht beleidigt.

Die heutige Abendsuppe ist der Rest der gestrigen Zucchinicremesuppe (aus einem Glas aus dem Kühlschrank), verlängert um einen Erdapfel, ein paar Stängel von Sellerieblättern, Salz und Wasser. Das muss dann neu püriert werden und verlangt vielleicht nach Backerbsen.

Weil die Lücken im Tiefkühler schon wieder gut gefüllt sind, habe ich heute ein Packerl mit zwei Stück Karpfen rausgenommen und zum Auftauen in den Kühlschrank gelegt. Damit werde ich morgen kochen.

3.12.19 16:50, kommentieren

2. Dezember: Polenta mit Mangoldgemüse

Sehr einfach, sehr gut vorzukochen, sehr schmackhaft, gewürzt mit rötlichem Pulver mittlerweile unbekannter Herkunft aus einer Dose auf dem Regal. In die Polenta kam etwas Milch, zum Mangold etwas Obers, und hat schon gepasst.

 

Kleiner außerkulinarischer Exkurs: ... and suddenly found myself bingeing Schwarzwaldklinik. Die ich in den Achtzigern nie gesehen hatte. Jetzt ziehe ich mir alle Folgen in Rekordzeit rein, erkenne Schauspielergesichter, weiß aber die Namen nicht, grabe im Internet, schaue auf die Uhr: viertel Zwölf.

Morgen werde ich wieder nicht ausgeschlafen sein. Aber während ich jetzt gleich einzuschlafen versuche, werde ich drüber nachdenken, was ich morgen kochen soll.

2.12.19 23:13, kommentieren

1. Dezember: Zwiebelkuchen mit grünem Salat

Wir haben den ersten Adventsonntag vergessen. Hui! Naja, dafür haben wir Gastkinds Geburtstag gefeiert. Mit einem kleinen Kuchen mit knallblauer Zitronenglasur. Den haben wir zur Jause komplett vernichtet. Den Rest des Teiges hab icih zu einem stinknormalen Zwetschkenkuchen verarbeitet, der uns die kommenden Frühstücke versüßen wird.

Fürs Mittagessen hat das Kind ziemlich ohne Hilfe einen formidablen Zwiebelkuchen mit Käse und Speck gebastelt - ein dreifaches Hoch auf Kinder-Kochzeitschriften! -, und ich hab einen Teil vom aktuellen Bittersalat fein geschnitten und mit Wiener Marinade übergossen.

Das Kind hat eine Rolle Blätterteig in eine ofenfeste Form gelegt und da hinein eine Masse aus Ziegenfrischkäse mit Kräutern, etwas Rahm, wenig Salz und zwei Eiern hineingegossen. Da drauf wurde geriebener Parmesan gestreut; oben drauf kamen gebratene Speckwürferl und Zwiebel-Halbringe. Das Original-Rezept sagte partiell was anderes, aber so waren halt die häuslichen Vorräte.

Jedenfalls buk das Ding bei 180 Grad Ober- und Unterhitze eine knappe halbe Stunde. Der Zwiebelkuchen mit grünem Salat hat uns frisch aus dem Rohr hervorragend geschmeckt und war auch am Abend, bei Zimmertemperatur, durchaus köstlich.

Das können wir jetzt öfter machen, sagte das Kind. Aber wir haben uns drauf geeinigt, dass wir es mit selbstgemachten Teigen, Mürbteig oder Topfenteig, versuchen. Dann wird die Sache vielleicht eine Spur weniger ungesund.

2 Kommentare 2.12.19 07:32, kommentieren

28. bis 30. November: Geschmortes Rotkraut mit Semmelknödel. Theoretisch.

Ob die heutige Aktion eher Küchenschlacht oder Chaoskochen war, muss ich noch überdenken. Stressig wars auf jeden Fall.

Bis gestern haben wir am Zitronenhendl gegessen, gestern wars schon zu wenig Reis, da hab ich ein paar Erdäpfel dazugekocht. Im Kochwasser vom blanchierten Rotkraut übrigens, da hab ich nachher eine Erdäpfel-Knoblauch-Suppe draus entwickelt - die war auch noch lila, nachdem ich siie mit Milch verlängert hatte. Das Kind war entzückt.

Heute früh wollte ich das Mittagessen fertig haben, damit das Gastkind beim Heimkommen mit seinem Gebrüll nicht wieder die Wände wackeln lässt. Neulich hab ich bei ichkoche.at geblättert und bin auf ein Rezept für geschmortes Rotkraut mit Blauschimmelkäse gestoßen. Dem Prinzip bin ich gefolgt, aber den ganzen Firlefanz (Piment, Koriander, Zimt, Nelken, Orangenschale, Zucker, Essig) hab ich weggelassen. Für das Gastkind und mich gabs eine Version "straight". Als Beilage sollten es Semmelknödel mit Speck werden. Mit denen hab ich auch begonnen.

Im Reinderl hab ich ein paar Deka vom Lardo, klein gewürfelt, ausgelassen und drin ein geschnittenes Zwiebelhapperl glasig gedünstet. Die kamen in eine Schüssel. Dazu kamen etwa 12 Deka Semmelwürferl, ein großes Ei, etwas Salz, Pfeffer und gehackter Petersil und Milch. Und davon erwischte ich zuviel. 

Macht ja nix, ich hatte noch je einen Rest Semmelbrösel und Dinkelmehl, davon gab ich etwas dazu und ließ das ganze anleitungsgemäß rasten.

In der Zwischenzeit gab ich ins nämliche Reinderl noch etwas Schmalz und die vier Achtel vom Rotkrautkopf, die ich neulich aufgehoben hatte. Die wurden angeröstet und dann mit einem Rest Apfel-Trauben-Saft aufgegossen, leider nicht gesalzen (das hab ich später nachgeholt) und mit einem Stück Apfel, klein gewürfelt, versehen. Sonst war da, wenn ich mich recht erinnere, nix dabei. Deckel drauf, Hitze reduzieren, schmurgeln lassen.

Derweil in einem breiten Reinderl Salzwasser zum Kochen bringen und versuchen, mit nassen Händen kleine Knöderl zu formen. Als der erste ins Wasser kam, hat er sich ziemlich prompt in seine Bestandteile zerlegt. Panik! Noch Mehl und die Semmelbrösel dazugerührt und es wieder versucht, diesmal nur in siedendem, nicht sprudelndem Wasser.

Da haben sich sich - sechs Stück hab ich eingelegt - gleich wieder Flankerl gelöst, woraufhin ich einigermaßen verärgert ein kleines Jena-Gschirrl mit Kokosfett eingestrichen und den Rest der Knödelmasse da hinein verfrachtet habe. Den zerlegten Knödel hab ich rausgefischt, also seine Einzelteile, und hab sie als Topping auf die Masse geklatscht. Es soll nix verkommen! Backrohr auf, 190 Grad Ober- und Unterhitze eingestellt, Semmelmasse hineingestellt, und aus.

Währenddessen haben die Knödel vor sich hin geköchelt und gar nix mehr von ihrer Fassade verloren. Ich hab sie versucht zu wenden und fertiggekocht und dann rausgefischt. Aber ich fürchte, wenn die sich vom Teller selbständig machen, gibts Verletzte. Sie wirken durch das viele Mehl und die Brösel ziemlich kompakt.

Egal, ich musste mich ums Kraut kümmern. Das hab ich begutachtet und dann die Herdplatte abgedreht und das Kraut auf der Herdplatte auskühlen lassen. Das Backrohr hab ich nach etwa 25 Minuten auch wieder abgedreht, den Topflappen in der Tür verkeilt und die Form mit dem Semmelauflauf drin auskühlen lassen. Aus dem Knödelwasser werde ich natürlich wieder ein Supperl kreieren. Mir wird schon was einfallen.

Und das alles unter deutlichen Nebengeräuschen von Kind und Gastkind und mit einem Termin im Nacken.

Als ich mittags heimkam, genoss ich es sehr, dass ich nur den Semmelauflauf in Scheiben schneiden musste. Das Kraut hab ich aus dem Sud gehoben, diesen zum Kochen gebracht und mit einem Gmachtl aus Speisestärke und wenig Wasser gebunden. In diese Sauce hab ich das Kraut wieder eingelegt und wieder erhitzt. Abzüglich der Portion des Gastkinds, das isst ja alles nur in Zimmertemperatur.

Bei Tisch hab ich über meine Portion Teile vom Dolcelatte verteilt und das wirklich schmackhafte geschmorte Rotkraut mit Blauschimmelkäse und Semmelauflauf sehr genossen. Das Gastkind, käsefrei, übrigens auch - das Schüsserl hatte heute einen ordentlichen Gupf!

 

1 Kommentar 30.11.19 13:13, kommentieren

noch immer der 27. November: akuter Koch-Anfall

Es gibt Arbeiten, um die ich mich grad nicht sonderlich reiße. Folgerichtig habe ich mich in der Küche beschäftigt und das Rotkraut blanchiert, die Suppe für den Abend zubereitet, ein Zitronenhuhn mit Österreis fabriziert und einen gefüllten Striezel gebacken.

Natürlich war es wie immer eine multifaktorielle Geschichte. Einerseits sind mir beim Aufräumen des Tee-und-Gewürz-Regals die drei getrockneten Zitronen in die Hände gefallen, die ich von der lieben D aus dem Urlaub mitgebracht gekriegt hatte. Andererseits war heute Hendlfleisch mit Knochen wohlfeil.

Im Internet wurde ich zum Thema Zitronenhuhn zwar fündig, diie Rezepte behagten  mir aber alle irgendwie nicht. Also hab ich mir mein Zitronenhendl nach Art der Sparköchin mit Reis komponiert. Und zwar wie folgt.

Im breiten Reinderl hab ich einen großen Schluck Öl erhitzt und die gewaschenen Hendlteile beidseitig angebraten. Nach einigen Minuten, in denen die halbe Küche versaut wurde, hab ich das Fleisch rausgenommen und zwei große Knoblauchzehen und ein ebensolches Zwiebelhapperl, alles geschnitten, drin angebraten und ein Zweigerl Rosmarin und ein Lorbeerblatt  reingeworfen und den Rest der osmanischen Gewürzmischung drübergestreut. Das hat alles gebraten, bis ich ein wenig Wasser drübergeleert habe und es zum Kochen gebracht habe.

Da hinein kam wieder das Fleisch, eine getrocknete Zitrone und soviel Wasser, dass alles knapp bedeckt war. Hu, und dann ist mir aufgefallen, dass ich zu salzen vergessen hatte, das hab ich gleich nachgeholt.

Deckel drauf, Hitze reduziert, schmurgeln lassen, so ein halbes Stünderl vielleicht. Reis aufgesetzt - der österreichische, ich bin SOO stolz auf den Gregor Neumeyer von Österreis!  Als das Fleisch gut durch war, hab ich eine Mischung aus 150 ml Rahm und einem gehäuften Esslöffel Speisestärke glatt gerührt, das Fleisch rausgehoben, den Saft mit dem Gmachtl gebrunden, das Fleisch wieder reingelegt und alles zu Tisch gebracht.

Das Gute ist, dass viel übrig geblieben ist und ich morgen nix kochen muss.

Beim Striezel-Rezept hab ich die gekochten passierten Erdäpfel vergessen, aber ich habe ihn trotzdem mit Fülle gemacht (gehackte Trockenfrüchte in Met eingeweicht, Marzipanwürferl, Marmelade). Den Teig oval ausrollen, die Ränder streifig einschneiden, die Fülle in die Mitte tun und die Randstreifen abwechselnd über die Fülle klappen. Ist ein Rezept aus einem alten Thea-Kochbuch, das sich sehr bewährt hat. Der Germteig mit dem Obers statt Milch und Butter hat sich bewährt, das ist eine weitere Art, ein Zuviel an Obers zu verwerten.

Für das Supperl hab ich das Kochwasser von den Fleckerln genommen, eh klar, und einen großen Erdapfel und zwei große Karotten, beides gewürfelt, mit Salz und einer großen Knoblauchzehe (und einem kleinen Stück Ingwer, aber sagt das bitte dem Kind nicht!) geköchelt. Drei Korianderkörner hab ich auch reingeworfen.

Ich hab die Sache dann püriert und mit Wasser und Milch verdünnt, aber der Garnelen-Geschmack war immer noch da. Die Suppe hat unerwartet gut geschmeckt!

Das geschnittene Rotkraut hab ich blanchiert und eingefroren, aber das mach ich nimmer, denn ich hab das Gefühl, es hat dadurch die ganze Farbe verloren. - Aber natürlich hebe ich das Kochwasser auf, da wird die Suppe für morgen draus.

4 Kommentare 27.11.19 18:08, kommentieren

26. und 27. November: gewöhnungsbedürftige Gemüsefleckerln

Gestern war wieder Fremdverpflegung angesagt, das heutige Mittagessen war, wohlwollend ausgedrückt, etwas eigenwillig. Weil aber genügend Hunger da war, haben das Gastkind und ich das Reinderl mit den Gemüsefleckerln leergeputzt.

Nämlich hab ich gestern bunte Karotten gekauft. Bei den orangefarbenen und gelben waren auch lilafarbene dabei. Darf ja auch einmal sein. Außerdem hab ich gestern wieder einen Haufen Garnelen zum halben Preis erstanden, und das hat nur auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun.

Weil ich die Garnelen nämlich gekocht habe, geschält habe und die Schalen im Kochsud ausgekocht habe. Und diesen Sud, gesalzen, habe ich für das Kochen der heutigen Teigwaren, vegane Fleckerl waren es, verwendet habe. Und sich etwas vom Geschmack in den Fleckerln verfangen hat.

Bevor ich die Teigwaren ins kochende Wasser gegeben habe, hab ich mir einen Schöpfer davon genommen und ein paar getrocknete Kirschparadeiser, vintage, drin eingeweicht.

Im beschichteten Reinderl habe ich Öl erhitzt und ein Mini-Zwiebelhapperl sowie drei Karotten, klein gewürfelt, angebraten. Nach einigen Minuten kamen die mittlerweile gehackten Paradeiser samt Wasser, Salz und eine Prise vom African Rub dazu. Letzteren hab ich im Sommer bei den Afrika-Tagen erworben und heute erstmals ausprobiert. Nicht schlecht, muss ich sagen.

Das alles ist durch die eine blöde lila Karotte in ein Rotbraungrau gefärbt worden, so dass man die Karotten gar nimmer erkannt hat. Ganz zu schweigen vom Zwiebel. Aber egal, ich hab das Gemüse ohne Deckel noch ein paar Minuten köcheln lassen, so dass der Saft so gut wie verkocht war.

Am Schluss sind die Fleckerl dazugekommen, alles wurde vermischt und flott auf die Teller gehäuft; wie gesagt, der Hunger war groß.

Die Garnelen hab ich übrigens eingefroren, die werden uns bei Gelegenheit den Tag verschönern. Außerdem habe ich das anwesende Rotkrauthapperl geteilt, bevor es gänzlich welkt. Eine Hälfte hab ich samt Strunk geviertelt, das gibts morgen geschmort, wenn ich das so hinbringe, wie das Rezept sagt.

Den Rest werde ich heute noch essfertig kochen und entweder für übermorgen aufheben (das Kind ist nicht begeistert) oder für bessere Zeiten einfrieren.

Außerdem versuche ich heute, unter welchen Bedingungen ein Germteig noch funktioniert. Das Mehl ist Weizen und selbstgemahlener Dinkel gemischt, das Ei groß, Zucker ist reichlich dabei und statt der Mischung aus Milch und Butter verwende ich einen halben Becher Obers, der unbedingt heute noch wegmuss, sonst wirds wieder Frischkäse, und auf den hab ich grad keine Lust.

Jetzt muss ich nur  noch gach in den Keller gehen und im Regal nach einem Glas Powidl graben, dann steht meinen Impro-Buchteln nix mehr im Weg.

27.11.19 12:06, kommentieren

25. November: Couscous mit Hühnerfleisch und Gemüse

Klingt ziemlich ähnlich wie am Samstag, aber ich habe anders gewürzt und hoffe auf geschmackliche Abwechslung.

In der Früh, auf der Suche nach ein paar Rindsknochen für eine Suppe, hab ich im Tiefkühler zwei allerletzte Hendlrücken gefunden. Super, gibts Hühnersuppe heute und morgen Abend, mit den Knöderln von gestern. Ich hab die Suppe aufgesetzt und köcheln lassen und nach zwei Stunden die Hendlstücke rausgenommen und das Fleisch von den Knochen geklaubt, die Haut natürlich auch.

In zwei Esslöffeln Öl habe ich im beschichteten Reinderl ein kleines geschnittenes Zwiebelhapperl angebraten und zwei geschenkte klein gewürfelte Karotten zugegeben. Nach ein paar Minuten habe ich gesalzen und mit Kurkuma und wenig Kreuzkümmel gewürzt, danach mit ein paar Esslöffeln von der Hühnersuppe aufgegossen und das ganze zugedeckt bei mittlerer Hitze eine Viertelstunde schmurgeln lassen. Nicht, weil das Gemüse so lange braucht, sondern weil ich Arbeiten zu erledigen hatte.

Dann kam eine Handvoll blanchierter Mangoldstiele, geschnitten, dazu, das Fleisch und der Couscous, wurde gut vermengt und zu Tisch gebracht. Auf meine Portion des Couscous mit Hühnerfleisch und Gemüse hab ich mir noch einen streifig geschnittenen Glockenpaprika gestreut.

Sollte die Menge nicht ausreichen, könnte ich mir ein griechisches Joghurt mit Marmelade vorstelen.

 

25.11.19 10:56, kommentieren