Der Sparküche-Blog.

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13. Oktober: Hühnersuppe, gefüllte Melanzani mit Salat, Mango Lassi

Weil heute Sonntag ist, habe ich mich ins Zeug gelegt und war im Keller einkaufen. Unter anderem habe ich eine Portion Hühnerrücken und ein kleines Suppengrün aus dem Tiefkühler gezogen, ein paar Pfefferkörner und zwei Knoblauchzehen dazugetan (das Lorbeerblatt hab ich vergessen) und mit Salz und Wasser eine Hühnersuppe geköchelt. Fürs Mittagessen haben wir in einen Teil davon den letzten Rest der hausgemachten Nudeln eingekocht.

In der Früh schon habe ich auch eine Portion Couscous mit Salz mit kochendem Wasser übergossen und ziehen lassen. Dann hab ich die letzte vorrätige Melanzani, ein ziemlich kleines Ding, längs geteilt, das Innere herausgeschnitten und die beiden Hälften in heißem Öl beidseitig angebraten. Die Hälften hab ich dann, mit der Innenseite nach oben natürlich, in eine Form mit Olivenöl gelegt und gesalzen und auskühlen lassen.

Das herausgekratzte Innere hab ich klein gewürfelt, eine Knoblauchzehe dazugeschnitten und ebenfalls in der Pfanne gebraten und auch auskühlen lassen. Die Fülle hab ich aus folgenden Zutaten komponiert: dem Melanzanifleisch, einem Drittel vom Couscous, zwei Löffeln geriebenem Parmesan, einem kleinen Ei und etwas Kräutersalz. Damit hab ich die Melanzani bedeckt und bei 190 Grad Ober- und Unterhitze für eine knappe Dreiviertelstunde im Rohr lassen.

Aber erst, nachdem ich vorher noch einen schnellen Rhabarberkuchen gebacken hatte. Als Nachspeise hatten wir Mango Lassi, allerdings gekauft aus dem Becher.

Für den Salat zu den gefüllten Melanzani hab ich die letzte Gurke geschält, halbiert, entkernt und gehobelt und dann auf zwei Schüsseln aufgeteilt. In meine kam wieder ein fein geschnittener Glockenpaprika, in beide die ersten Vogerln der Saison, Salz und Wiener Marinade.

Am Nachmittag hab ich mich dann mit der Suppe auseinandergesetzt. Erst hab ich das Fleisch von den Knochen gezupft, den Großteil davon in eine Schüssel, die kleinen Flankerl ins Suppenreindl. Von den Karotten hab ich drei zerteilt und zum Fleisch gegeben, die restlichen in die Suppe getan. das restliche Gemüse kriegten die Hendln. Dann habe ich zum Fleisch in der Schüssel noch den Großteil vom Couscous getan sowie noch etwas Salz, einen Hauch Curry und reichlich Mayonnaise. Das alles hab ich gut vermischt und Hühner-Mayonnaise-Salat getauft, das krieg ich zum Abendessen. Das Kind darf kosten, wenn es mag.

In die Suppe mit den Karotten und dem bisserl Fleisch kam der kleine Rest vom Couscous als Einlage. Und somit ist alles verwertet.

 

13.10.19 17:02, kommentieren

noch immer der 12. Oktober ...

Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, habe ich aus dem Teigwaren-Kochwasser eine Suppe für den Abend gebastelt. Dafür hab ich zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen und aus dem Tiefkühler je eine Handvoll Kohlrabi- und Karottenwürfel sowie ein kleines Packerl Mangold genommen, alles ins Wasser getan, leicht nachgesalzen und alles weich geköchelt.

Dann weiter wie üblich: Püriert und mit Milch verlängert. - Das war insgesamt offensichtlich zuwenig Würze, da muss ich mir fürs nächste Mal was einfallen lassen.

Immerhin sind zwei kleine Packerl aus dem Gefrierschrank weg. Außerdem haben wir das Glas mit den Oliven geleert und ich ein kleines Glas mit Ribiselmarmelade, an dem ich seit gestern gearbeitet hatte.

Morgen werde ich heroisch darauf verzichten, zum Bäcker zu fahren. Ich werde ein Stück Brot aus dem Tiefkühler nehmen. Außerdem hoffe ich, dass ich dazukomme, eine Suppe zu kochen. Entweder ich verkoche das Schweinsherz oder eine Portion Hühnerjunges, was mir zuerst in die Hände fällt, aber jedenfalls mit einer Portion Suppengrün.

Oh. Hab ich euch erzählt, dass ich vor zwei oder drei Wochen meine selbstgetrockneten Paradeiser zusammen mit Feta-Würfeln  sowie und Kräutern in griechischem Olivenöl eingelegt habe? Das sollte mitlerweile gut durchgezogen sein, weshalb ich mir vorgenommen habe, damit das morgige Abendessen damit zu bestreiten. Das Kind fürchtet sich schon.

12.10.19 22:53, kommentieren

12. Oktober: Pasta mit Saiblingspesto und Gurkensalat

Manchmal bin ich sehr froh, Fertig-Lebensmittel im Haus zu haben. Weil meine Beschäftigung mit dem Kind länger dauerte als angenommen, kochte ich fürs Mittagessen zwei Portionen schwarze Linguine.

Währenddessen schälte ich eine der letzten Gurken und hobelte sie, teilte sie auf zwei Schüsserl auf, salzte und gab Marinade drüber und auf meine Portion einen geschnittenen Glockenpaprika. Die Dinger sind wirklich anarchistisch. Manche Bissen schmecken süßlich nach Paprika, andere Bissen vom selben Glockerl sind höllisch scharf. Von außen nicht erkennbar, also unvorsehbares Essen.

Über die Nudeln gaben wir uns je einen großen Löffel von Grossauers Saiblingspesto, da brauchten wir gar keinen geriebenen Parmesan drüber, über unsere Pasta mit Saiblingspesto und Gurkensalat.

1 Kommentar 12.10.19 12:28, kommentieren

11. Oktober: Kaiserschmarren mit Hollerkoch

Wir haben mehr Kompott als Marmelade, also hab ich mich umentschieden auf Kaiserschmarren mit Hollerkoch (antik, aus 2015).

Den Teig habe ich aus zwei Eiern gemacht, mit etwa einem Vierterl Milch und entsprechend Mehl, sowie einer Prise Salz. Den Schnee hab ich extra geschlagen und am Schluss untergehoben. Gebacken hab ich den Schmarren mit Butter.

Das kleine Glas Hollerkoch haben wir zusammengegessen, das Apfelkompott mussten wir leider nicht einmal öffnen ...

Vorher gab es den Rest der Zucchinicremesuppe, dafür gibts abends keine Suppe mehr.

11.10.19 14:17, kommentieren

10. Oktober: Karpfen-Couscous-Bowl

Dass ich mal so was Modernes esse!

In Wirklichkeit hab ich in der Müesli-Schüssel eine Portion Couscous mit Salz vermischt und mit einer hinreichenden Menge an kochendem Wasser übergossen. Während der Couscous gezogen hat, habe ich den vorrätigen Rest an Karpfen entgrätet und zerzupft und die letzten vorhandenen Paradeiser zerteilt.

Beides hab ich auf den Couscous gegeben, mit einem Esslöffel Olivenöl beträufelt und Karpfen-Couscous-Bowl genannt und mit Genuss verzwickt.

Als Nachtisch gabs eine Mini-Portion Vanille-Kardamon-Pudding, so habe ich nämlich heute früh den Rest der Milch verwertet.

Fürs Abendessen habe ich mir den letzten großen gelben Zucchino geholt, den werde ich mit mehligen Erdäpfeln, Salz, Knoblauch und Wasser köcheln, einen Teil dieser Basis kochendheiß in ein Twist-Off-Glas füllen und den Rest mit Obers verfeinern. Ein Rest Eiklar ist auch noch da, das koche ich in die Suppe, die wir heute essen, ein.

Morgen werde ich ein paar Eier verwerten müssen, und Marmelade gibts auch noch jede Menge - na klar. Palatschinken wird das Kind morgen mittags bekommen, wenn es sich heute halbwegs ordentlich benimmt ...

1 Kommentar 10.10.19 17:47, kommentieren

9. Oktober: wo ist der Mantel des Schweigens?

Ich kann euch erzählen, dass ich gestern noch einen Striezel gebacken habe, der mir sehr gut gelungen ist: weich und flaumig (sonst nicht meine Stärke), weder roh noch verbrannt, super.

Weiters kann ich euch erzählen, dass ich heute aus allem, was so da war, eine Art Pußta-Salat gemacht und in zwei Twist-Off-Gläser gefüllt habe. Weil ich nämlich unlängst ein Krauthapperl gerettet hatte. Grüne Paradeiser gab es auch ein paar, eine Karotte war da und ein Happerl Zwiebel sowie eine Mini-Gurke (zu sonst nix mehr nutz).

Hab ich von der Terrasse noch zwei Pfefferoni und einen Glockenpaprika gepflückt und gut wars. Also hab ich für die Marinade 200 ml Hesperidenessig, 300 ml Wasser, 15 Deka Zucker und 2 Deka Salz ins Reinderl gegeben - das ist mein persönlicher Geschmack. Der angebliche "Wiener Geschmack" ist je 200 ml Wasser und weißer Balsamico, 8 Deka Zucker und 12 Gramm Salz. Aber wie ich das gekostet habe, hats mir alles zusammengezogen. Wobei, wichtig: ich hatte keinen weißen Balsamico, sondern meinen Hesperidenessig genommen.

Jedenfalls kam in die Marinade ein halber geschnittener Krautkopf und die scheiblierte Karotte. Das kochte dann ordentlich auf, während ich den Rest zerkleinerte und nach und nach dazutat. Unterwegs hab ich ein paar Mal gekostet, ob das Kraut schon weich ist. Ich denke nach 15 - 20 Minuten wirds soweit gewesen sein. Dann hab ich das Gemüse in die Gläser gestopft und mit der Marinade aufgefüllt. Jetzt zieht das eine oder zwei Wochen durch und kann dann verspeist werden.

Genau. Aber das heutige Mittagessen war von der Sorte ich-esse-zwischendurch-und-nebenbei-alles-was-so-zu-finden-ist. Der Fisch ist noch im Kühlschrank, aber die Teigwaren sind schon weg. (Was das morgen für ein Mittagessen werden wird, will ich mir noch gar nicht ausdenken. )

Und jetzt such ich was Nettes im Kuchlkastl, um damit einen Pudding zu fabrizieren. Damit die Milch wegkommt. - Und dann geh ich wieder einkaufen

2 Kommentare 9.10.19 14:52, kommentieren

8. Oktober: hausgemachte Teigwaren mit Mangold und Gorgonzola

Reste allerorten, und ich mittendrin. Heute habe ich die Teigwaren verarbeitet, die mir neulich danebengelungen waren. Ich hab die Teigplatten einfach in halbwegs kleine Stückerl gebrochen und so in Salzwasser gekocht. Hat blöd ausgeschaut, aber ganz normal geschmeckt. Eh klar.

Im beschichteten Reinderl hab ich derweil einen Rest vom blanchierten geschnittenen Mangold mit Salz und Milch erhitzt, dann den Herd abgedreht und auf den Mangold einen Rest Gorgonzola samt Rinde gelegt. Deckel drauf, Käse schmelzen lassen.

Die Teigwaren hab ich aus dem Wasser auf einen Teller gehoben, eine Portion ist für morgen übrig geblieben. Den Mangold samt Käse hab ich auf die Teigwaren gleiten lassen, einen Löffel vom ungarischen Teufelszeugs dazu geklatscht und das ganze als Teigwaren mit Mangold und Gorgonzola verspeist.

Jetzt hats aber erst angefangen. Ich hab nämlich Abfälle von einem Karpfen bekommen. Also habe ich den Gemüsefond von gestern mit dem Teigwaren-Kochwasser von heute zusammengegossen, ein bisserl gesalzen und ein Lorbeerblatt sowie zwei Knoblauchzehen hineingegeben und die Fischstücke. Das hab ich alles langsam zum Köcheln gebracht, was es dann eine halbe Stunde getan hat.

Von der Suppe habe ich abends einen guten halben Liter abgeschöpft, und das Kind hat eine Portion Suppennudeln drin eingekocht. Danach habe ich zwei Portionen Käsestückchen im Speckmantel in wenig Öl erhitzt und auf zwei Teller mit allerhand Salat (der Rest vom Grünen, der Rest der Mini-Gurke, ein paar Paradeiser, ein paar Oliven) verteilt. Dazu aßen das Kind und ich Weißbrot. Es mundete uns vorzüglich.

Den Rest der Fischsuppe werden wir morgen mit Backerbsen drin essen. Und eine Portion vom Fischfleisch hab ich mir auch vom Hendlfutter abgezweigt, das werde ich morgen entgräten und dann was Nettes damit komponieren.

1 Kommentar 8.10.19 19:17, kommentieren

7. Oktober: bunte Salatschüssel mit Gebäck

Heute war mir nach Vitaminen und Resteverwertung. Von meiner Mutter hatte ich ein halbes Kopfsalat-Happerl geschnorrt. Davon die Hälfte bildete die Grundlage für mein Mittagessen. Außerdem kamen ein paar Paradeiser und die Hälfte einer Mini-Gurke, beides scheibliert, dazu.

Mariniert habe ich mit Balsamico und Fleur de Sel. Vor dieser bunten Salatschüssel gab es einen Rest Suppe, und dazu ein dünnes Cabanossi-Stangerl und einen Rest Olivenbrot. Danach hab ich ein Schüsserl Kirschenkompott verzwickt.

Außerdem habe ich wieder Mangold und Kohlrabi eingefroren und aus diversen Resten zuerst eine Gemüsecremesuppe mit Broccoli als Einlage gekocht und dann die Schalen und Abschnitte zu einem Gemüsefond ausgekocht. Die kann ich morgen gut verwenden!

8.10.19 19:16, kommentieren

6. Oktober: Hirn mit Ei, dazu Erdäpfel, Bärlauchbutter, Salat

InnereienphobikerInnen bitte nicht weiterlesen. Vom Lieblingsfleischer Thum hab ich mir ja Innereien bestellt, sonst wären wir am Donnerstag ja nicht zur Leber gekommen. Ein Schweinsherz hab ich eingefroren, das werde ich demnächst verarbeiten (hab ich mir zumindest vorgenommen), und die zwei Schweinshirne gabs heute als Hirn mit Ei, dazu Erdäpfel, Bärlauchbutter und gemischten Salat. Eigentlich hätte es als Nachspeise ein Stück vom Ribiselkuchen sein sollen, aber grad sind wir ziemlich voll. Vielleicht verschieben wir das.

Jedenfalls hab ich am Vormittag den Rest vom Bittersalat in feine Streifen geschnitten und in Wiener Marinade ertränkt, dazu die Mini-Gurken und die letzten vorrätigen Paradeiser geschnitten, alles gesalzen und vermischt und ziehen lassen.

Zwei Portionen mehlige Erdäpfel hab ich auch gekocht und geschält, und derweil ist es schon losgegangen: Die Hirne musste ich nimmer von der Haut befreien, das hat der Fleischer schon gemacht; ich war ihm dankbar. Also nur mehr gewaschen, super.

In der Pfanne von den gestrigen Wachtel-Spiegeleiern mit Speck (hin und wieder geht sich am Abend so ein Luxus aus) hab ich, mit noch einem Löffel Schmalz dazu, ein geschnittenes Zwiebelhapperl glasig gedünstet, dann das Hirn zugegeben und mit dem Pfannenwender grob zerteilt, gesalzen und unter Wenden gebraten.

Nach einigen Minuten kamen zwei verschlagene Eier drüber, wurden in die Masse gerührt und durften stocken. Auf Petersil und Pfeffer hab ich verzichtet, dafür gabs - aus dem Tiefkühler, immerhin - Bärlauchbutter und für mich Pfeffer.

Ich glaube, wir schaffen den Kuchen jetzt doch noch!

 

6.10.19 12:29, kommentieren

4. und 5. Oktober: in Wirklichkeit nur Erbsensuppe

Gestern hat einer Freundin und mir die Kurkonditorei Oberlaa wieder ein schmatziges Frühstück serviert. Das hat, abgesehen von zwei oder drei Lachs-Maki, ausgegeben bis zum Abendessen, bei dem wir unter anderem eine Portion Mangoldcremesuppe vernichteten. Weil ich doch schon wieder Mangold geerntet hatte. Den Mangold hab ich zuerst blanchiert, dann geschnitten und mit einem mehligen Erdapfel und Salz sowie einem Hauch Curry in relativ wenig Wasser gekocht. Das wurde dann püriert und mit einem Rest Obers vollendet.

Heute wünschte sich das Kind einen Besuch in der Nordsee. Weil wir gerade Gutscheine von dort haben, hab ich ihm den Wunsch erfüllt. Backfisch kriegte ich, Garnelen das Kind, Erdäpfel und Saucen wir beide. Und für die Hendln sind auch zwei Bissen übrig geblieben, natürlich nur von den Erdäpfeln.

Fürs Abendessen hab ich schon in der Früh eine Handvoll italienische Slow Food Erbsen eingeweicht. Gerade köchelt ein Supperl daraus, das wir abends verzehren werden. Dafür hab ich zu den Erbsen einen gewürfelten mehligen Erdapfel, Wasser, Salz und Hing gegeben, ein Lorbeerblatt, eine Prise Thymian und einen klein gewürfelten Zipfel einer Prosciutto-Salami, der viel zu hart zum einfach-so-essen war. Nach einer Weile ist mir eingefallen, dass eigentlich auch noch Knoblauch hinein müsste. Also hab ich eine Zehe klein geschnitten, und dann, weil ich schon dabei war, drei Karotten aus dem Tiefkühler auch noch. Und zwei Mini-Zucchinis und drei Kubikzentimeter Mini-Gurke. Was halt so die Oktober-Ernten noch sind. (Eher die Abfälle ... )

Das alles köchelt jetzt, und in einer Viertelstunde hole ich das Lorbeerblatt raus und püriere alles und gieße einen kleinen Rest Milch dazu. Wenn dem Erbsensupperl dann noch Würze fehlt, kann ich mir Kurkuma und Kreuzkümmel vorstellen.

 

Ich habe heute nur ein kleines Glas gemahlene Vanille geöffnet, weil ich sie für einen Kuchen - mit weißen Ribiseln und Schaumkrone - brauchte. Aber die Ribiseln kamen ebenso aus dem Tiefkühler wie die drei Karotten für die Suppe.

1 Kommentar 5.10.19 17:29, kommentieren

3. Oktober: Leber nach Art der Sparköchin mit Reis

Neulich hab ich beim Lieblings-Fleischer wieder Innereien bestellt. Heute waren sie abholbereit. Die Schweinsleber, knapp ein halber Kilo, hab ich gleich, für meine Eltern und mich, zu einer Leber nach Art der Sparköchin mit Reis verarbeitet.

Der Reis war ein Rest, den meine Mutter noch im Kühlschrank hatte, der wurde nur aufgewärmt. Von meinem Vater schnorrte ich einen letzten kleinen Rest Whisky, und dann bereitete ich alles zum Kochen vor: ich schälte und würfelte zwei Äpfel, zerteilte drei Handvoll zweitklassige Paradeiser und schnitt Zwiebel in Stücke. Zuletzt teilte ich die Leber in mundgerechte Happen.

Dann gings los. In ein großes beschichtetes Reinderl kamen ein paar Esslöffel Rapsöl (was halt so die Vorräte in unterschiedlichen Haushalten sind), darin wurde zuerst einmal ein bisserl Rosmarin und Thymian angebraten. Als nächstes kam die Leber dazu und durfte ein paar Minuten brutzeln, alles bei größter Hitze.

Jetzt war der richtige Zeitpunkt, die Zwiebeln dazuzugeben und mitzubraten und danach mit dem Rest Whisky abzulöschen. Die Äpfel und Paradeiser kamen dazu, Salz und Pfeffer auch, und dann hab ich die Flasche noch mit ca. 100 ml Wasser gespült und das zugegossen. Gut umgerührt, Deckel drauf, einige Minuten schmurgeln lassen, bis Äpfel und Paradeiser weich waren.

Und zack! auf den Tisch damit.

 

3.10.19 18:07, kommentieren

1. und 2. Oktober: gratinierten Karpfen auf Erdäpfeln

Gestern hab ich den Rest vom herbstlichen Eintopf gegessen, danach einen Rest Kuchen und Pfirsichkompott mit Rahm.

Heute früh hab ich ein Packerl mit einem kleinen Stück rohen Karpfens aus dem Tiefkühler genommen. Der taut jetzt auf, während bereits folgendes passiert ist: ich habe eine Portion speckige Erdäpfel gedämpft und geschält. In einer Auflaufform hab ich den Boden mit Olivenöl bedeckt und die scheiblierten Erdäpfel verteilt, gesalzen und einen kleinen Glockenpaprika - hoffentlich nicht allzu scharf - fein geschnitten und drüber verteilt. Einen Zweig Rosmarin hab ich auch drübergelegt.

Der aufgetaute Fisch wird dann noch gewaschen, gesalzen und mit geriebenem Käse bestreut. Das ist heute die einfache Variante, ich hätte den Käse auch mit Semmelbröseln, gehackten Kräutern und Ei vermengen können und so eine komplette Kruste für den Karpfen basteln können. Ein anderes Mal.

Das alles kommt dann ins Rohr und wird bei ca. 180 Grad, vielleicht ein bisschen weniger, mindestens 20 Minuten gegart. Vermutlich werde ich diesen gratinierten Karpfen auf Erdäpfeln mit grünem Salat essen. Gestern konnte ich nämlich ein kleines Happerl vom Bittersalat ernten.

Als Nachtisch werde ich den Rest vom Pfirsichkompott essen, wieder mit einem Löffel Rahm.

Übrigens hab ich heute auch ein paar Glaserln Ketchup eingekocht. Nur aus Paradeisern, ohne sonstigem Gemüse, mit Zucker und Kräutern - letztere hab ich nach einer Stunde Kochen allerdings rausgenommen, damit das Aroma nicht zu intensiv ist. Weil die Paradeiser halt in Wien und nicht in Süditalien gewachsen sind, haben sie weniger Süße und einen Bitterton. Es wird uns trotzdem schmecken!

2.10.19 10:25, kommentieren

30. September: nochmals der Herbstliche Eintopf, Variante 2

Viel habe ich mir nicht erwartet von der Kombination Mangold-Karotte-Erdapfel-Paradeiser. Und zugegeben: der Eintopf ist mir angebrannt. Davon abgesehen hat er uns ganz hervorragend geschmeckt.

Weil es eh noch Mangoldstiele und Karotten gibt, Erdäpfel auch immer da sind - von den Paradeisern rede ich erst gar nicht - und mir sowieso nichts anderes eingefallen ist, habe ich den Herbstlichen Eintopf nochmals probiert und ein bisserl variiert.

Nämlich habe ich ja gestern aus Markknochen und Suppengrün eine Suppe geköchelt. Da habe ich heute das Fett abgeschöpft und im beschichteten Reinderl erhitzt. Dann wieder Knoblauch und aufgetaute Karotten drin angebraten, Erdäpfel, Paradeiser und Mangoldstiele dazu, und, das hab ich mich gestern nicht getraut, einen fein geschnittenen kleinen Glockenpaprika.

Dann hab ich gesalzen und mit einem Teil der Suppe aufgegossen (war eh zuviel fürs Abendessen). Geköchelt hats wie gestern, aber am Schluss hab ich ein Drittel eines Schlagobersbecherinhalts mit einem gehäuften Esslöffel Speisestärke verrührt und dieses Gmachtl in den Eintopf gerührt. Einmal aufkochen lassen, ein paar Minuten ziehen lassen.

Zwei Portionen werde ich einfrieren, in meinen Teller habe ich einen letzten Zipfel der Käsewurst, klein gewürfelt, untergemischt. Der Glockenpaprika war zum Glück nicht allzu scharf, aber doch würzig. Auch diese Variante geht also durch!

Als Nachtisch habe ich mir etwas aus dem Riesenglas Pfirsichkompott ins Schüsserl geschaufelt, und einen Rest Kuchen werde ich auch verzwicken. Hab heute früh eh schon einen neuen gebacken.

30.9.19 12:25, kommentieren