Der Sparküche-Blog.

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4. - 6. August: nix gekocht

Wir lassen es krachen. Vom Dschungel Cafe über die Jause beim Gerstner bis zum Picknick im Tiergarten und Wiener Schnitzel bei Heurigenmusik war alles dabei.

Ab morgen sollte es etwas ruhiger werden, aber ob ich deswegen gleich den Herd anwerfen werde, steht in den Sternen.

Bleibt mir gewogen!

1 Kommentar 6.8.20 21:47, kommentieren

3: August: Mascherln mit Paradeissauce

Was ich heute gelernt habe: ein halber Kilo Teigwaren ist zuwenig für sechs Personen, auch wenn zwei davon Kinder sind. Unvermutet musste ich heute eine Mittagsmahlzeit zubereiten. Zum Glück kann ich auf Vorräte zurückgreifen. Aber Zwiebel sollte ich langsam nachschaffen.

Jedenfalls hab ich den halben Kilo Mascherln in Salzwasser gekocht. Währenddessen - jemand anders hat umgerührt, sonst wäre ich überfordert gewesen - habe ich im beschichteten Reinderl eine Standardsauce zubereitet: Speck in Streiferl geschnitten und ausgebraten, ein Zwiebelhapperl in Halbringe geschnitten und mitgebraten. Mit Salz, Pfeffer, Rosmarin und Thymian gewürzt, mit einem Dreiviertelliter gekochten Paradeisern aufgegossen.

Alles erhitzt, nachgewürzt. Derweil hat ein Dritter Parmesan gerieben, den wir uns bei Tisch drübergestreut haben, über unsere Mascherln mit Paradeissauce.

Dass nicht alle gänzlich satt wurden, machte aber gar nix, es war danach sowieso ein Besuch im Lieblings-Eissalon angesagt. Wo wir ganz schön geschlemmt haben.

3 Kommentare 3.8.20 21:36, kommentieren

31. Juli bis 2. August: sehr sommerlich

Heute, das gebe ich zu, sind wir beim Asiaten eingefallen und haben uns zwei Menüs bestellt. Die Reste haben wir eingepackt, die gibts morgen als Mittagessen.

Gestern hab ich uns einen Salatteller mit Gebäck verordnet, den das Kind ziemlich allein hergerichtet hat. Ich war nämlich damit beschäftigt, mehr als drei Kilo Ringlotten zu entkernen und mit Zucker zu vermengen. Schon am frühen Morgen durften wir sie uns holen, die Ringlotten, von einem Riesenbaum.

Die Marmelade, die ich fabriziert habe, ist leider nicht nachzuproduzieren, weil ich keine Ahnung von den genauen Mengen habe. Die entkernten Früchte hab ich in einem Küberl gesammelt und wollte dieses auf der Personenwaage abwiegen. Bei dem geringen Gewicht hat die Waage aber nicht einmal leise gehustet.

Also hab ich es mit der Brutto-Netto-Methode versucht. Erst ich mit Küberl, dann ich ohne Küberl, und dann die Differenz. Es kamen 3,3 Kilo raus, was ich der Waage nicht glaubte. Also hab ich meinen Vater um seine Federwaage geschickt, mit der er die Fische immer abwiegt.

Was soll ich euch sagen: 3,3 Kilo.

Also gut. Ich hab da erst einmal einen Kilo Zucker drübergeleert und alles durchgeschüttelt. Abends hab ich die Sache dann ins Reinderl getan und aufgekocht und über Nacht abkühlen lassen. Heute früh hab ich dann die Masse püriert, drei Packerl Quittin 2:1 zugegeben, unter ständigem Rühren den Brei zum Kochen gebracht, zwei Reste von Gelierzuckerpackerln 2:1, insgesamt vielleicht ein halber Kilo, eingerührt, nochmals aufgekocht und ein paar Minuten gekocht und dann wie üblich abgefüllt.

Ein ziemlicher Pfusch also. Allerdings ist die Marmelade vorschriftsmäßig geliert, was ich sehr nett von ihr finde, und sie schmeckt unerwartet köstlich. Zwölf Gläser hab ich befüllt, das reicht jetzt wieder auf länger. Eine Schüssel voll Ringlotten haben wir noch, aber die essen wir einfach so.

Aber eigentlich wollte ich vom Salat erzählen, für den das Kind ein halbes geschnorrtes Salathapperl gewaschen und zerzupft hat, zwei kleine Feldgurken geschält und scheibliert hat, beides zu Bergen auf zwei Teller aufgehäuft hat, und ich hab dann zwei Paradeiser zerteilt (je ein San Marzano und Ochsenherz) und gemeinsam mit ein paar Mini-Mozzarella-Kugerln auf dem Salat drapiert. Drüber kam Salz und Kernöl, dazu gabs Brot.

Nachdem wir den ärgsten Berg auf den Tellern abgearbeitet hatten, kamen noch ein paar Oliven drauf. Den Portulak hab ich vergessen.

Als Nachspeise gabs einen Rest Eis.

Ich fand das Mittagessen sehr gelungen, dem Kind war es zu gesund.

5 Kommentare 1.8.20 19:20, kommentieren

30. Juli: Gemüseeintopf mit Gebäck

Heute habe ich so gut wie alle Reste ins Reinderl geschmissen, die da waren, und schon war der Gemüse-Eintopf mit Gebäck fertig.

Ins beschichtete Reinderl hab ich zuerst einen kleinen Rest Butter getan und erhitzt. Da hinein kam ein geschnittenes Zwiebelhapperl sowie drei scheiblierte Mini-Karotten. Außerdem kam Rosmarin dazu, etwas Paprikapulver und ein Haucherl Hing. Gesalzen hab ich natürlich auch.

Dann ist mir eingefallen, dass ich noch ein paar rote Linsen habe - und schon waren sie drin. Das alles hab ich mit dem Würstelwasser von gestern aufgegossen und alles zum Kochen gebracht. In der Zwischenzeit hab ich einen Esslöffel voll Mini-Fisolen, die ich gestern vom Beet gezupft hatte, und einen weiteren Esslöffel Zucchinischeiberl geputzt und geschnitten. 

Manche Kürbisse oder Zucchinis bilden direkt an der Blüte schon kleine Früchte aus, die aber dann blöderweise nicht weiterwachsen, sondern eingehen. Wenn ich das merke, pflücke ich die gleich und verwerte sie. Wär ja schad drum.

Fisolen und Zucchini kamen dazu, kochten einmal auf und dann hab ich eine großzügige Handvoll geschnittene blanchierte Mangoldstiele, die Erdäpfel von gestern (zerteilt) und die übrig gebliebenen Würsterln (in Scheiben geschnitten) dazugegeben, alles noch einmal aufgekocht, dann die Hitze abgedreht, die beiden Speckknöderl von neulich oben drauf gelegt, den Deckel draufgetan und mit der Restwärme fertig gegart bzw. erhitzt. Dazu gabs zwei Gebäckreste von gestern.

Nachdem gestern kulinarisch alles nach den Wünschen des Kindes war, traute es sich heute nicht zu motschgern. Aber das Lieblingsessen wars definitiv nicht. Mir hats ganz gut geschmeckt.

Und ich hab die Übersicht im Kühlschrank wieder.

Nämlich. Weil ich heute schon wieder etwas Verschimmeltes entsorgen musste, hab ich mir die Einstellung des Kühlschranks genau angesehen. Und siehe da, jemand muss am Rädchen gedreht haben, denn er war nur zwischen Stufe 1 und 2 eingestellt. Ich hab das jetzt höher gedreht und hoffe das beste. 

Außerdem hab ich mir fest vorgenommen, nicht mehr so viele Vorräte im Kühlschrank anzuhäufen. Schau ma, ob ich das schaffen werde.

30.7.20 12:55, kommentieren

29. Juli: Würsterln mit Erdäpfeln und quasi Tsatsiki

Weil bei der gestrigen Schnorr-Aktion auch Würstelzeugs dabei war, konnte ich mir die Kocherei heute einfach machen. Die Würsteln, es waren zwei Paar Frankfurter und ein single Käsekrainer, hab ich in Wasser erhitzt (vom Wasser wird vielleicht am Abend ein Lackerl die Suppe verlängern, das weiß ich aber noch nicht).

Außerdem hab ich von den gekauften Erdäpfeln die kleinsten hergenommen und hab sie gedämpft. Und wisst ihr, was? Sie sind mir angebrannt. Ich hatte zwar ausreichend Wasser im Reinderl, der Deckel schloss aber nicht gut. Und schon hatten die Erdäpfel ein zartes Rauch-Aroma. Die Wohnung auch.

Zwei von unseren Eigenbau-Gurken - Feldgurken, kurz und bunkert - hab ich entkernt und geschält (kriegten die Wachteln) und grob geraspelt, mit einer gehackten Knoblauchzehe vermischt und wieder in den Kühlschrank gestellt. Kurz vorm Essen hab ich die Erdäpfel geschält und die Gurken ausgedrückt, gesalzen und mit drei gehäuften Esslöffeln griechischem Joghurt vermengt. Auf die Minze und den Thymian, die angeblich auch reinmüssen, hab ich verzichtet.

Von unseren Würsteln mit Erdäpfeln und Tsatsiki sind uns ein paar Erdäpfel und eineinhalb Frankfurter übrig geblieben. Folglich weiß ich schon, was ich morgen zu Mittag kochen werde: einen Gemüse-Eintopf mit Frankfurter.

Ha! Und dafür nehme ich das Würstelwasser von heute. Genau.

Vom Tsatsiki ist auch noch was da. Da muss ich mich auch drum kümmern. Auf der heutigen Suche im Kühlschrank hab ich nämlich ein halbes Joghurt entdeckt, das bunt verschimmelt ist. Offensichtlich hängt das mit den Sommertemperaturen zusammen. Ich muss echt aufpassen, dass mir so etwas nimmer passiert.


29.7.20 11:49, kommentieren

28. Juli: gebackener Karpfen mit Erdäpfelsalat

Gestern war mein Vater petrimäßig erfolgreich. Um in Übung zu bleiben, hab ich den Karpfen filetiert, nachdem er ihn geschuppt hatte. Heute hat das Kind die Filetstücke paniert, meine Mutter hat sie herausgebacken und den Erdäpfelsalat zum gebackenen Karpfen gemacht.

Rezeptmäßig eh wie immer. Vielleicht ist zu sagen, dass meine Mutter den Fisch vor dem Panieren mit Zitronensaft beträufelt und in die Pfanne zum Öl auch Zitronensalz gibt.

Das geschah alles, nachdem ich der Firma Interspar geschrieben hatte, wie sehr ich mich über den Spar-Bio-Blätterteig geärgert hatte. Weil der nämlich, drei Minuten nachdem ich ihn aus dem Kühlschrank genommen hatte, derart weich wurde, dass er sich mit dem Papier verheiratete und von selbigem nimmer zu trennen war.

Schifferl hatte ich machen wollen, mit Pfirsichspalten und einer Puddigcreme mit Vanille. Wobei mir schon der Pudding zu fest gelungen war und deshalb nur unförmig auf den Pfirsichen platziert werden konnte. Aber da kann jetzt der Blätterteig nix dafür.

Jedenfalls hab ich nach der Hälfte der Schifferl, die schon grauenhaft verbeult aussahen, den Teig nur mehr in Stücke geschnitten und für zehn Minuten in den Tiefkühler getan. Danach waren die Vierecke zwar vom Papier zu lösen, immerhin, aber mit Formen war nix mehr. Also Pfirsiche und Puddingklumpen direkt drauf und ab damit ins Rohr.

War ich froh, dass ich die Dinger nur für die Familie gebacken hatte, und nicht für Gäste!

Am Abend war bereits das Feedback vom Interspar da, da hab ich aber schön geschaut. Kein Schimmelbrief. Die Dame hat mein Schreiben genau gelesen und punktgenau drauf geantwortet. Temperaturschwankungen könnten die Ursache für das Fehlverhalten des Teigs sein, aber sie spricht mit dem Hersteller. - Da bin ich übrigens im Leo, denn wie oft im Sommer hatte ich meine Kühltasche beim Einkaufen mit.
Sie will mir den Blätterteig ersetzen und schickt einen Gutschein. Bin ich gespannt, ob und wann der ankommt, aber vom Beschwerde-Management des Unternehmens bin ich schwer begeistert und so gut wie versöhnt.

3 Kommentare 28.7.20 20:28, kommentieren

27. Juli: Speckknödel mit Blattsalat

Knödel kommen gleich nach dem Erdäpfelteig. Mit beiden bin ich nicht gut Freund. Leider hab ich die Knödel trotz böhmischer Urgroßmutter nicht im Blut. Ich versuchs trotzdem immer wieder, und sie machen, was sie wollen.

Wobei ich zugeben muss: es war nur sehr ungefähr nach Rezept gekocht. Wir haben viel zuviele Semmelwürferl, und Eier sowieso. Also komponierte ich um die heutige Kombination von Speck und Zwiebel die Knödel drumherum. Im Supermarkt lief mir gottseidank ein Bio-Salatduo über den Weg, weil unser eigener nur mehr als Hendlfutter taugt. Und auf den ersten Radicchio müssen wir noch ein bisserl warten, leider.

Ich hab also über zweieinhalb gewürfelte Semmeln ein knappes Achtel Milch geträufelt, mit Salz, Pfeffer und gehacktem Petersil gewürzt und alles stehen lassen. In der Pfanne hab ich 3 Deka Butter zerlassen, ein kleines geschnittenes Zwieberl drin gebraten, 10 Deka Speckwürfel (aus dem Tiefkühler) untergerührt. Das kam dann über die Semmeln, und zwei Eier und ein angetitschtes Wachtelei auch.

Alles verrührt und gedacht, die Sache ist in Ordnung, nur zuviel Salz hab ich erwischt. Zur Sicherheit noch einen gehäuften Esslöffel Grieß untergemengt und dann das erste Probeknöderl in Salzwasser eingelegt.

Und schon war es weg.

Kurz war ich ratlos, dann hab ich noch ein Ei und zwei gehäufte Esslöffel Mehl untergemischt. Das nächste Knöderl hat halbwegs gehalten. Ich hab dann insgesamt elf essbare Knöderl gehabt. Das Kind hat derweil den Salat gewaschen und zerzupft und mit Wiener Marinade übergossen. Und den Tisch gedeckt, so dass wir neun von den Speckknödeln mit Blattsalat verschmaust haben.

Dem Kind hats geschmeckt, trotz allem, schließlich war Speck und gebratener Zwiebel drin.

Als Nachtisch haben wir den Rest der Oreo-Schokolade erledigt.

Wenn man es positiv sehen will, hatte ich mit dem Kochwasser eine super Grundlage für ein geschmeidiges Supperl. Ich hab noch ein paar Selleriestängel geschnitten und eine ordentlich verformte Karotte klein gewürfelt und beides hineingegeben und nochmals eine Viertelstunde gekocht. Am Abend widme ich mich dem Ding und schaue, wie ich es verfeinern kann. Sollte mir aber gelingen.

2 Kommentare 27.7.20 14:00, kommentieren

26. Juli: Reispfanne, Variante 97, mit gemischtem Salat

Die Liste von gestern hab ich tatsächlich abgearbeitet, bis aufs Bügeln. Der Kuchen wurde ein Topfenkuchen mit Pfirsichen, Marke "zwei Listenpunkte in einem Arbeitsgang". Zwei Gläser Kompott hab ich aus den Pfirsichen auch noch gemacht.

Vom Reis hab ich leider vier Portionen dämpfen müssen, um einen Rest wegzukriegen. Was ich gestern nicht gegessen hatte, lungerte heute noch im Kühlschrank herum. Da hab ich ein Stück Speck aufgetaut, ein Zwieberl genommen, eine große gelbe Karotte, die ersten drei Paradeiser und ein verhungertes Salathapperl geerntet. Und Portulak hab ich gepflückt. Gurke hatte ich noch im Kühlschrank.

Dann gings los mit der Reispfanne mit gemischtem Salat. Den Speck hab ich in Streiferl geschnitten und in der Pfanne langsam ausgebraten. dazu kam der geschnittene Zwiebel, und etwas später die Karotte, in feinste Scheiberl gehobelt. Nach einigen Minuten des Bratens hab ich mit Salz und Pfeffer gewürzt und mit wenig Wasser aufgegossen und das ganze einige Minuten ohne Deckel schmurgeln lassen.

Inzwischen hab ich die Salatzutaten hübsch in zwei Schüsserln drapiert und mit mütterlicher Marinade übergossen. Gesalzen hab ich auch, und meine Portion gepfeffert.

Zuletzt hab ich den Reis zugegeben und alles gut vermischt.  Bei Tisch haben wir versucht, uns geriebenen Parmesan drüberzustreuen, aber die Reispfanne hat ohne fast besser geschmeckt.

Was den Nachtisch betrifft, sind das Kind und ich getrennte Wege gegangen: ich ein Fruchtjoghurt, das Kind einen Vanillepudding, beides geschnorrt.

 

Um euch auch mit meinen gärtnerischen Aktivitäten zu langweilen: neulich, als ich einige essreife Mangos retten konnte, hab ich die Kerne in mein Hochbeet geschmissen, das mir auch als Komposthaufen dient. Ein Kern ist tatsächlich gekeimt, gestern hab ich ein zwanzig Zentimeter hohes Baumerl ausgegraben und in einen Topf gesetzt. Letztes Jahr ist auch eine Dattelpalme gekommen. Die hat zwar die Übersiedlung überlebt, aber wächst nicht weiter. Das Zitrusding aber, ebenfalls von dort, schon. Langsam, aber doch.

Nein, ich würde ein Mangobäumchen im Zweifelsfall nicht von einem Avocadobäumchen unterscheiden können (davon ruhen auch Kerne im Hochbeet). Aber an dem Keimling war noch eine Hälfte vom Kern dran, und da erkenne ich die unterschiedliche Form schon.

Also, das hoffe ich zumindest. Vielleicht schreibe ich euch in ungefähr 21 Jahren, dass an meinem Mangobaum jetzt doch Avocados hängen. Dann hab ich mich heute geirrt.

2 Kommentare 26.7.20 16:50, kommentieren

25. Juli: gesundes Frühstück und gebratene Schwammerl mit Reis

Am Mittwoch war die liebe O bei uns, warf einen Blick in die Küche und meinte sinngemäß: na, das wird auch nix mehr mit den Schwammerln. Doch, sagte ich mit schlechtem Gewissen, ich muss mich nur endlich zusammenreißen und das Ding wieder in Ordnung bringen und bewässern.

Das Ding war der Schwammerl-Küberl, von dem ich anleitungsgemäß nach der Ernte den Deckel entfernt hatte und das Substrat austrocknen hatte lassen. Stürzen hätte ich den Inhalt sollen, aber - wäh! - im Kübel war das Substrat völlig von Myzel durchwuchert, was für Unbedarfte ziemlich wie vollends verschimmelt aussah. 

Ich habs also über eine Woche nicht angegriffen und mir gedacht: mir graust.

Auch Os Bemerkung hat mich nicht dazu gebracht, mich ums Küberl zu kümmern, aber als ich am Donnerstag ein paar getrocknete Eierschalen vom Fensterbrett pflücken wollte, um sie den Hendln zu füttern (fein gemörsert natürlich, sonst kommen sie noch auf den Geschmack und fressen ihre eigenen Eier), war die Überraschung da: nicht nur aus den drei seitlichen Löchern kamen die Punkterl, auch innen rundherum aus dem Zwischenraum zwischen ausgetrocknetem Substrat und Kübel.

Na, bin ich gleich um die Sprühflasche gerannt und hab die Punkterl angefeuchtet. Es sind natürlich nicht mehr so viele Schwammerl wie beim ersten Mal, aber für mein heutiges Mittagessen wirds reichen.

Soweit die langatmige Erklärung, warum es bei mir heute gebratene Schwammerl mit Reis gibt. Das Kind hat nämlich abgewunken, als es die Dinger wieder sprießen sah, und so nütze ich seine heutige Abwesenheit und bereite mir diese Köstlichkeit ganz für mich allein zu.

Sehr unkompliziert: in zerlassener Butter brate ich ein kleines geschnittenes Zwieberl, dann die Schwammerl dazu und gut braten, am Schluss salzen und vielleicht ein paar gehackte Kräuter drüber. Wahrscheinlich aber eher nicht.

Daneben dämpfe ich zwei Portionen Reis, den Rest werde ich sicher in den nächsten Tagen in irgendeiner Form brauchen können.

 

Für heute vormittags habe ich mir eine lange Liste mit Arbeiten geschrieben, die schon lange hätten erledigt werden müssen - bügeln zum Beispiel, den Riegel vom Wachtelgehege reparieren, die restlichen Pfirsiche verarbeiten, einen Kuchen backen und noch andere Kleinigkeiten. 

Da kam es mir entgegen, dass Banane und Pfirsiche weg müssen, und ein Rest Milch auch. So hab ich mir, seit langem wieder einmal, mein gesundes Frühstück gemacht: einen Löffel Haferflocken gemeinsam mit zerteiltem Obst und etwas Wasser aufkochen, vielleicht ganz wenig Salz und ein paar Nüsse hinein, das in eine Schüssel tun, einen Löffel Honig unterrühren und dann einen Schluck Obers - oder eben einen Rest Milch.

Die Portion ist zu groß geworden, aber natürlich vernichte ich sie trotzdem, also drückt mir die Daumen, dass ich danach überhaupt noch aus dem Sessel komme, um endlich mit den Arbeiten zu beginnen.

Und habt ein schönes Wochenende!

1 Kommentar 25.7.20 09:18, kommentieren

23. und 24. Juli: gefüllter Zucchino. Unter anderem.

Das Kind ist wieder auf lepschi, was mich vom Kochen befreit. Das Wetter ist derart hochsommerlich (samt Gewittern), dass ich mich auch gar nicht in die Küche stellen will. Meine Mutter tat dies für mich gestern und heute.

Gestern tischte sie cremigen Mangold mit Erdäpfeln und Spiegeleiern auf. Dazu gab es - hurra! - die ersten selbst geernteten Paradeiser, rund und rot gestreift. Dass man so ein einfaches Gemüse wie Mangold so unterschiedlich zubereiten kann ... Meine Mutter püriert ihn und kocht ihn mit Einbrenn und Obers. Und deutlich Knoblauch.

Heute hat sie einen gefüllten Zucchino mit Erdäpfeln zu Tisch gebracht. Da hab ich mich wenigstens ein bisserl eingebracht. Ihre Fülle macht sie nämlich ohne das Innere vom Zucchini, aber mit Faschiertem und eingeweichter Semmel. Ich hab für meine Hälfte noch eine Handvoll essfertigen Couscous untergemischt, so war es wenigstens weniger Fleisch.

Immerhin hat meine Mutter meinen Tipp beherzigt und in den Bräter ein kleines Glas gekochte Paradeiser, gewürzt mit Salz und Pfeffer, verlängert mit etwas Wasser, getan, statt des Öls. Den Rest der Füle sowie die geschälten Erdäpfel hat sie zwischen die Zucchino-Hälften in den Bräter gelegt. Ich hab auf meine Hälfte noch eine Käsescheibe getan.

Der Zucchino war eine ziemliche Keule, und so blieb tatsächlich noch etwas übrig. Geschmeckt hats wunderbar. Wir werden das öfter machen, haben wir ausgemacht.

2 Kommentare 24.7.20 15:31, kommentieren

21. und 22. Juli: Shakshuka mit Gebäck

Gestern haben wir uns mit der Traumkombination des Kindes den Bauch vollgeschlagen: der zweitliebste Eissalon serviert nämlich auch Pizzen. Normalerweise gierig, ist das Kind absolut damit einverstanden, sich mit mir eine Pizza zu teilen - allerdings ist es immer wieder schwierig, uns auf eine andere als Salamipizza zu einigen -, damit in der Folge noch Platz für ein Eis bleibt.

Am Nachmittag bekamen wir dann noch ein Stück Schokotorte, und abends aßen wir uns bei lieben Bekannten durch eine Brötchenplatte.

Heute gibts ein gesundes Essen, das könnt ihr mir glauben. Ich werde vorratsbedingt eine Shakshuka mit Wachteleiern und Weißbrot basteln. Den Paprika lassen wir weg, aber ich nehme ein Stück der vorgestern geernteten Zucchini-Keule und ein Glas gekochte Paradeiser (die heurigen wollen aufgrund des Wetters lieber nicht rot werden, ich verstehs eh).

Und natürlich ein Zwiebelhapperl, das ich grob schneide und in Öl anbrate, bevor die Zucchiniwürfel dazukommen und mitbraten. Gewürzt wird mit Salz, Rosmarin und, wenn ich ihn finde, mit Oregano. Und aufgegossen wird mit den Paradeisern. Das schmurgelt dann so lange, ohne Deckel, bis die Zucchini gar sind und die Flüssigkeit eingedickt ist.

Dann drücke ich ein paar Mulden in die Oberfläche und lasse jeweils ein rohes Wachtelei in eine Mulde gleiten, gebe den Deckel drauf und warte ein paar Minuten, bis die Eier durch sind.  In der Zwischenzeit kann ich ja schon das Weißbrot schneiden.

Die Wachteleier, ich glaube, das habe ich eh schon einmal erwähnt, muss ich zuvor alle aufmachen und sammeln und dann gemeinsam zügig in der Pfanne verteilen. Wenn ich die einzeln aufmache, ist das erste schon fertig, wenn ich das letzte reintu.

Natürlich wird das dem Kind zuwenig Essen sein. Laut wird es "Hunger!" schreien.

Vor allem deshalb, weil es genau weiß, dass noch ein Rest Torte im Kühlschrank wartet.

4 Kommentare 22.7.20 09:57, kommentieren

19. und 20. Juli: Fremdverpflegung und Schinken-Käse-Toasts

Heute hat sich das Kind einen Besuch im Prater gewünscht, und das inkludiert eine Stelze mit Trallala. Seit ich weiß, dass es sie in der Luftburg in Bio-Qualität gibt, haben wir im Prater ein neues Stammlokal. Wir haben uns allerhand Zeugs dazubestellt und den Gastro-Gutschein eingelöst, es war herrlich. Als Nachspeise haben wir uns erst Schokofrüchte gegönnt, die im Prater gottseidank reichlich angeboten werden - und das herbstliche Wetter lässt auch die Schokolade nicht zergehen! - und als Abschluss noch ein Eis beim Tichy.

Dementsprechend brauchten wir abends so gut wie kein Essen mehr, nur ich hab ein bisserl herumgenascht.

Morgen, das hat das Kind bereits angekündigt, soll es Schinken-Käse-Toasts geben, das passt mit meinem Wunsch nach Vorratsvernichtung gut zusammen. Wir haben hier immer noch ein paar Ich-verwöhne-das-Kind-Tage, aber demnächst wird das auslaufen, sonst komme ich überhaupt nimmer zu meinen eigenen Lieblingsspeisen ...

Habt eine wunderbare Woche!

3 Kommentare 19.7.20 22:24, kommentieren

noch immer der Achtzehnte

Jetzt ist es erst Mittag, und alles Küchentechnische - außer das Abwaschen - ist erledigt. Nur noch Bügeln und Aufräumen übrig, aber das lässt sich alles trefflich verschieben.

Das Obst für den Grießauflauf war eine Mischung aus Honigmelone, einem Eck einer Banane und einer Handvoll Erdbeeren, und der Auflauf schmeckte, wie bereits beim letzten Mal, köstlich. Nur ein bisserl zusammengefallen ist er, als ich das Backrohr öffnen musste, um den Bananenkuchen reinzuschieben.

Dieser übrigens wurde heute mit gekauften Cashews, eigenen Haselnüssen und ein paar Pinienkernen bestreut, drüber kam in Ermangelung von Milchschokolade ein Esslöffel Trinkkakaopulver. Der Kuchen ist noch im Rohr, das Backen dauert heute weit länger als beim letzten Mal. Ich darf ihn nur nicht vergessen rauszunehmen, bevor ich mich gleich zur Mittagsruhe begebe.

Den Salat hat das Kind wunderschön hergerichtet. Für mich gabs Gorgonzola, das Kind nahm sich Goudascheiben, die es aufrollte. Da mussten dann die Wachteleier nicht auch noch sein. Den Rest vom Fladenbrot haben wir jetzt auch vernichtet.Es herrscht schon fast wieder Übersicht im Kühlschrank.

Heute beim Einkaufen - im Supermarkt waren alle Bio-Eigenmarken um 25 % verbilligt - hab ich wieder auf Vorrat gekauft. Jetzt sind sie voll, der große und der kleine Tiefkühler. Sogar bei den Bio-Produkten aus dem Halbpreisregal haben sie die 25 % noch abgezogen, das finde ich mehr als fair.

Genug geplaudert, jetzt schau ich nach dem Kuchen. Habt ein schönes Wochenende!

1 Kommentar 18.7.20 13:18, kommentieren