Der Sparküche-Blog.

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11. September

Weil ich grad eine Arbeit habe, vor der ich mich gerne drücken möchte, erzähle ich euch ein bisserl länger, wie das heutige Mittagessen war. Spät war es, vor allem, weil ich draufgekommen bin, dass ich die Haselnüsse völlig vergessen hatte und dringend heute Vormittag Haselnüsse klauben gehen musste. Und mich dann verzettelt habe, weil das echt eine Hackn ist, das Klauben.

Davor war ich am Markt meines Vertrauens - wo ich beim Mistplatz ein encounter der besonderen Art hatte, aber davon mehr im Augustin -, um Hühnerleber einzukaufen. Frische, nicht abgepackte, dunkelrote Hühnerleber. Ein Viertelkilo erstand ich für mich, 20 Deka hätten auch genügt. Jedenfalls verkaufen die dort auch Hendlknochen. Eigentlich zum Kochen als Tierfutter (nur das Fleisch, eh klar), aber ich hab so ein Kilo-Sackerl um einen Euro genommen, zu Hause portioniert und eingefroren für die kommenden Hühnersuppen.

Nach dem Haselnüsse-Klauben großer Hunger, also statt der Erdäpfel lieber Couscous mit der Hühnerleber nach Art der Sparköchin kombiniert. Couscous mit Salz in die Schüssel, mit kochendem Wasser aufgießen, ziehen lassen.

Derweil das beschichtete Reinderl aufheizen, einen Löffel Schmalz hineingeben und ein eher grob zerschnittenes Zwiebelhapperl dazu. Anbraten und die gewaschene, möglichst trockene Leber dazugeben - ihr könnt sie zerteilen, ich hab sie ganz gelassen -, zwei Minuten scharf anbraten. Weil das Kind nicht mitisst, durfte es ein ordentlicher Schuss Madeira zum Ablöschen sein. Wenn der Alkohol nicht, wie immer behauptet wird, beim Kochen verdampft, wird das ein interessanter Nachmittag werden.

Das war jedenfalls der Moment, um zu salzen, reichlich zu pfeffern, ein paar Rosmarinnadeln drüberzustreuen und ein kleines Schüsserl mit gekochten Birnenstücken zuzugeben. Weil es sich um Fallobst gehandelt hat, sind die Birnen beim Kochen nicht wirklich weich geworden. Außerdem hatten sie im Kühlschrank schon Überzeit, also hab ich eben statt der Äpfel heute Birnen verwendet. Und wisst ihr, was? Die Leber schmeckt mir mit Birnen noch besser.

Weiters im Kühlschrank fand sich eine Handvoll gemischter Paradeiser, die ich schnell los werden wollte, nachdem ich gestern eh schon wieder drei Kilo frische in die Küche gebracht hatte. Die kleinen hab ich ganz lassen, den größeren zerteilt, und alle zur Leber ins Reinderl gegeben.

In der Zwischenzeit hat sich ein veritables Safterl gebildet, das wurde durch die Paradeiser durchaus nur besser. Ich hab alles noch zwei weitere Minuten schmurgeln lassen und dann verputzt. Alles, komplett. Weils so gut geschmeckt hat.

Die Leber hatte genau die richtige Kombination von außen dunkel gebräunt und innen rosa, so dass sie auf der Zunge zerging.

Als Nachspeise habe ich mir dann noch einen Rest vom Zwetschkenkompott mit einem Schuss Obers gegönnt. Und jetzt ist der Bauch leider viel zu voll fürs Arbeiten. Ähem. 

11.9.15 14:21

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