Der Sparküche-Blog.

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14. Juni

Zu einer Grillerei eingeladen zu sein ist immer was Nettes. Der Ablauf ist eh jedes Mal gleich: zuerst die größeren Fleischstücke (Schopfbraten, Bauchfleisch, im Extremfall Steaks), dann Hendlhaxerl, zum Schluss Würsterl. Die Erdäpfel legen wir nicht mehr in die Glut. Dauert urlang, bis sie durch sind, und schmecken trotzdem nicht besonders. Wir haben sie im Backrohr gemacht, auf meine Art: Erdäpfel in Spalten schneiden, in einer Auflaufform salzen und mit Öl beträufeln, gut durchmischen, bei 190 Grad eine halbe bis dreiviertel Stunde backen lassen. Wenn ich mich beherrsche und auf die Zugabe von Kräutern verzichte, isst sogar das Kind mit.

Das einzige, was diesmal neu war, waren die Bananen, die gegen Ende samt Schale auf den Griller kamen. Und dort so eine Viertelstunde bis 20 Minuten blieben. Dann den oberen Teil der Schale entfernen und die weiche Banane auslöffeln. Vielleicht mit Karamellsauce, Honig oder flüssigem Obers verfeinern.

Außerdem gibt es gerade eine temporäre Neuerung im Hause der Sparköchin. Nämlich einen Gast, der mitessen wird. Das heißt, ich werde mich in den nächsten Wochen ein bisserl zusammenreißen müssen. Heute hab ich als Abendessen die Sternderl-Suppe mit nachher einem Erdäpfel-Fisolen-Gröstl und Erdbeeren auf den Tisch gebracht. Aber ab Morgen gehts los.

Begonnen hat die Arbeit schon heute. Weil der Fischer in der Familie einen Karpfen geangelt hat. Und weil die Sparköchin nicht gut nose-to-tail-Kochen predigen und dann nur Filetstücke essen kann, hat sie die Reste vom Fisch mitgenommen und eine Karpfensuppe daraus gekocht.

Dazu habe ich die Teile (Rückgrat, Schwanz, Kopf) gewaschen und in Salzwasser eine Dreiviertelstunde lang gesiedet. Natürlich kam noch einiges dazu, nämlich zwei Knoblauchzehen, ein Lorbeerblatt, ein Stammerl Liebstöckl und eine ganze Tasse Suppengemüse, zugeputzt und gerichtet.

Das war der einfachere Teil der Übung. Nach dem Kochen nämlich bin ich dann noch eine gute halbe Stunde gestanden und habe das Fleisch möglichst grätenfrei von der Karkasse gelöst. Natürlich hab ich es einfach: sobald mein Interesse an der Anatomie des Cyprinus carpio nachlässt und einem flauen Gefühl in der Magengegend weicht, gebe ich mich mit dem bereits Erreichten zufrieden und deklariere die Reste spontan zu Hühnerfutter um. (Was mir mindestens das kleine bronzene Ehrenzeichen der Hühnerschar einbringt.)

Es ist trotzdem eine große Handvoll Karpfenfleisch übriggeblieben, das ich gleich einmal eingefroren habe. Drei Becher voll Suppe auch. Den Rest der Suppe werden wir in den nächsten Tagen verzwicken, mit dem geschnittenen Gemüse und ein bisserl Fisch als Einlage.

15.6.15 11:27

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