Der Sparküche-Blog.

Werbung

Gratis bloggen bei
myblog.de

21. Dezember

Heute habe ich mich zusammengerissen und eine gebratene Stelze mit warmem Krautsalat mit Speck und Reis auf den Tisch gestellt. Sehr ausgiebig und sehr köstlich. Von den Resten werde ich morgen auch noch gut leben.

Seit den Siebzigerjahren, als sie modern wurden, liebe ich die Bratfolien. Ich muss nix aufgießen, das Backrohr ist nachher nicht versaut, die Krusterln sind genau richtig bissfest und resch - super. Ich habe also die ziemlich wertvolle Stelze vom Sonnenschwein (labonca.at) schwartenseitig leicht eingeritzt und das Ding rundum mit einer Mischung aus Salz und gehacktem Knoblauch eingerieben. Ein bisserl vom Kümmel hab ich auch draufgestreut.

Jetzt kam die Stelze  ordnungsgemäß in die Bratfolie und wurde bei vorgeheizten 220 Grad (das stand zwar in der Anleitung, war der Folie aber zuviel, leider) drei Stunden dort belassen. Danach löste sich das Fleisch super vom Knochen, muss ich sagen. Und der Saft schmeckte auch wunderbar - und ergab einen Tag später ein köstliches Bratlfett. Der einzige Wermutstropfen war die Tatsache, dass die Folie an der Oberseite zerbröselte, aber das hab ich ihr verziehen, schließlich lag die Packung schon seit zehn Jahren im Kuchlkastl. Wir haben die Flankerl weggezupft, und ging schon.

Zum Reis muss ich, glaub ich, nichts weiter sagen. Aber der Krautsalat war eine neue Herausforderung. Zuerst hab ich ein halbes Kilo vom eigenen Kraut nudelig geschnitten, gut eingesalzen (mit der Wahnsinnsmenge an Salz, für meine Verhältnisse), mit wenig Kümmel bestreut und dann alles mit der Hand gut durchgeknetet.

Das ruhte dann etwa eine Stunde, aber es war mir eh nicht fad in der Zeit. Da hab ich nämlich aus Einlegeessig, Zucker und Wasser eine süße Wiener Marinade gerührt und außerdem 7 Deka Jausenspeck in feine Streifen geschnitten, die in einer Pfanne langsam ausbraten lassen, sie aus dem Fett gehoben, in dieses Fett die Marinade gegossen und mit dieser ziemlich warmen Marinade später das Kraut übergossen.

Vorher hab ich das Kraut allerdings gut ausgedrückt und den Saft abgegossen. (Und nachher kamen die Grammeln noch oben auf den Salat.)

Außerdem hatten wir eine Schüssel voll Vogerlsalat, ganz saisonal.

23.12.14 18:12

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)

Die Datenschuterklärung und die AGB habe ich gelesen, verstanden und akzeptiere sie. (Pflicht Angabe)


 Smileys einfügen