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23. August

Heute hab ich unabsichtlich ein Buffet auf den Tisch gebracht. Nämlich wollte ich P fragen, ob er - weil er grad viel zu arbeiten hat - mitessen mag mit uns. Ich dachte mir, ich bemesse unsere Portion etwas großzügiger, und geht schon.

Allerdings brachte P seine beiden Kinder mit, und dann hätte das nie gereicht. So, und jetzt? Für die Notlösung (Risotto) hatte ich zuwenig Reis da, also vielleicht noch eine Polenta dazu? Die Suppe von neulich reicht auch nicht für fünf. Und die Hirse von gestern gehört sowieso irgendwie verwertet. (Und Gemüse gibts in Mengen, aber das ist euch eh klar.)

Ich habe dann - und das in nur 75 Minuten, ich bin sehr stolz auf mich! - Fenchelcremesuppe, überbackene Melanzani auf Schmorparadeisern, Zucchinirisotto, Gurken-Paradeis-Salat und Gemüsepolenta zubereitet.

Die Suppe musste ich nur noch mit Obers verfeinern. (Apropos Obers. Neulich hab ich ein wirklich biologisches gekauft, das mittlerweile längst abgelaufen ist. Normalerweise wird es ungenießbar. Aber dieses entwickelt sich gerade zu einem Mittelding aus Mascarpone und Pecorino - schmeckt SUPER! Ein Hoch auf die Hoflieferanten!)

Die Melanzani in passender Größe habe ich längs durchgeschnitten. In eine Auflaufform kam ein halber Kilo halbierter Kirschparadeiser rein, die habe ich mit Salz, Pfeffer und sehr wenig Zucker gewürzt. Da hab ich die Melanzani mit der Schnittseite nach oben draufgelegt und eine Masse aus der Hirse von gestern, dem letzten Ei, einem Esslöffel Parmesan, etwas Salz und einem Teelöffel Paradeisertartar drüber verteilt. Ein paar Tropfen Olivenöl kamen auch noch drüber. Das briet bei 200 Grad Ober- und Unterhitze fast eine Stunde.

Dann kam der Salat dran: eine kleine Feldgurke habe ich streifig geschält und dünn gehobelt. Gelbe und rote Paradeiser habe ich mundgerecht geschnitten (kindermundgerecht, denn der war eigentlich nur fürs Kind gedacht, aber dieses teilte eh gerne.) und zusammen mit einer halbierten Knoblauchzehe in ein Schüsserl gegeben, gesalzen und mit Balsamico beträufelt, durchgemischt und ziehen lassen.

Das nächste war der Zucchinirisotto. In dem Reinderl, in dem ich vorher schon den Kukuruz gedämpft und die klein geschnittenen Fisolen blanchiert hatte, hab ich einen Esslöffel Olivenöl erhitzt, zwei Messerspitzen Curry Oriental drin gebraten, den Rest Rundkornreis drin angeröstet, gesalzen und mit heißem Wasser aufgegossen. Dann kam ein klein gewürfelter Zucchini dazu (bis auf einen kleinen Rest) und ein ordentlicher Schluck Obers. Hitze reduziert, zugedeckt, köcheln lassen und immer wieder mit etwas heißem Wasser aufgegossen. Irgendwann abgedreht und einige Minuten ziehen lassen.

Und dann, zack, die Polenta. Salzwasser zum Kochen gebracht, Maisgrieß einrieseln lassen, aufkochen lassen (bistudeppert, das spritzt!), Zucchini, Fisolen und einige Kukuruzkörner dazu, zwei Messerspitzen Osmanische Gewürzmischung hinein und, no na, ein Schluck Obers - nein, zum Kochen nehme ich natürlich das frische Obers. Das Vintage-Ding habe ich mir für ein Dessert auf. - Jedenfalls köchelte das auch eine Weile, bevor ich die Hitze wegnahm und die Sache noch zehn Minuten quellen ließ. Und als die Gäste kamen, rührte ich gach noch einen gehäuften Esslöffel geriebenen Parmesans hinein.

Ein Schüsserl Parmesan auf den Tisch, und es konnte losgehen mit der Fresserei!

23.8.14 14:50

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