Der Sparküche-Blog.

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22. Juli

Erinnert ihr euch noch an den zweifelhaften Kürbis von letztens? Der hat mir nicht geschadet. Also habe ich heute aus dem Rest und einigen anderen Überbleibseln einen Karpfen-Kürbis-Auflauf komponiert.

Gestern habe ich nämlich, was den Begriff "Ablaufdatum" betrifft, eine neue Dimension erklommen. Seit Wochen lagert ein originalverpackter Becher Bio-Schlagobers mit Ablaufdatum, also eigentlich Mindesthaltbarkeitsdatum, 06.06.12 in meinem Kühlschrank. Jeden Tag hab ich ihn angeschaut, aber mich nicht getraut, den Becher zu öffnen. Wer weiß, was mir da entgegenkommen würde.

Aber eben gestern war es soweit. In einem akuten Anfall von Heroismus verbannte ich das haushaltszugehörige Kind aus der Küche und stellte eine dramatische Entsorgung mit überstürzter Flucht zu den Mistkübeln in Aussicht. Das Kind verfolgte die Aktion mit Spannung, wurde aber grob enttäuscht. Denn weder Schimmelberge noch blubberndes Gefäule kamen mir entgegen. Der Obers hatte zwar, eh wie fast immer, die Fettschicht oben und unten den dünnflüssigen Rest - aber vom Geruch und vom Geschmack her war er tadellos in Ordnung.

Na dann.

Gestern habe ich schon das Püree damit verfeinert. Heute den Frühstückstee und jetzt den Auflauf. Und zwar so:

Meine kleine Auflaufform habe ich mit Butter ausgestrichen. Den Rest vom kleinen halben Kürbis habe ich grob geraspelt, gepfeffert und mit drei Esslöffeln vom dicken Obers vermengt und in die Form gedrückt. Die Oberfläche habe ich gesalzen und mit zwei noch nicht ganz aufgetauten Karpfenfilets belegt. Das ganze kam dann erst einmal bei 180 Grad Umluft ins Rohr.

Als nächsten Schritt habe ich den Rest vom gestrigen Couscous - etwa ein Häferl voll - mit zwei gehäuften Esslöffeln geriebenem Parmesan, einem Teelöffel gehacktem Petersil und einem kleinen Ei vermengt. Mit dieser Masse habe ich den Karpfen bedeckt und bei 200 Grad Ober- und Unterhitze nochmals ins Rohr geschoben.

Da bleibt er jetzt eine Dreiviertelstunde und sollte uns danach gut schmecken. 

StammleserInnen werden hier eine Abwandlung des Rezepts "Karpfen mit Kräuterkruste" erkennen. Durch den Couscous habe ich mir die Beilage erspart (an einem faulen Sonntag sehr in Ordnung). Und hätte ich gerade anderes Gemüse zur Verfügung gehabt, hätte ich ohne weiteres jenes verwendet.

22.7.12 11:40

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