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11. März

Damit das heute auch tatsächlich ein Sonntagsmenü wurde, habe ich vorsorglich einen Mitesser eingeladen. Und dann eine Selleriecremesuppe und Marillenknödel serviert.

Für die Suppe habe ich ein ordentliches Stück Sellerie und zwei Erdäpfel geschält und klein geschnitten und in eher wenig Salzwasser zusammen mit einem Lorbeerblatt und ein paar getrockneten Knoblauchzeherl weich gekocht. Dann das Lorbeerblatt entfernen und den Rest pürieren und mit Milch oder Obers verdünnen. Eventuell pfeffern.

Als - etwas gewöhnungsbedürftige - Suppeneinlage habe ich gekeimte Sojabohnen verwendet. Die baue ich im Gemüsebeet an und ernte jedes Jahr eine Handvoll Samenüberschuss. Die Bohnen lassen sich einigermaßen gut keimen. Das Lästige ist, dass die Haut der Bohnen schlitzig und schwarz wird und (von jeder Bohne einzeln) entfernt werden muss. Da bin ich wieder froh, dass ich nicht für eine sechsköpfige Familie kochen muss. Jedenfalls habe ich die Bohnen eine Woche lang gekeimt (zuerst ein paar Stunden einweichen, aber danach nur mehr spülen und das Wasser abgießen, und das mehrmals täglich - die Bohnen bzw. Keimlinge sollen nur feucht, aber nicht nass sein), zwischendurch die Haut entfernt und heute einige Minuten in Salzwasser gekocht. Nicht roh essen, die Dinger!

Für die Marillenknödel habe ich mein übliches Rezept für einen Topfenteig genommen und ein bisserl gestreckt, damit keiner hungern muss hier. Original sind es 25 Deka Topfen, 12 Deka Mehl, 6 Deka Butter, ein Ei, eine Prise Salz und eine Handvoll Grieß, die zu einem Teig verarbeitet werden, der dann eine Stunde gekühlt ruhen muss und danach in kleinen Portionen um Marillen (oder Zwetschken oder was sonst halt da ist) gewickelt wird. Das geht am besten mit bemehlten Händen, sonst pickt das Zeug gnadenlos.

Die Marillen habe ich im Sommer eingefroren, und zwar so, dass ich immer soviele rausnehmen kann, wie ich gerade brauche. Im Winter ist das ein Labsal, so eine kulinarische Erinnerung an den Sommer ...

Aber ich schweife ab. Die Knödel werden in Mehl gewälzt und in siedendem Salzwasser gekocht. Wenn sie vom Boden aufsteigen: habt ihr frische Früchte verwendet, könnt ihr die Knödel rausnehmen. Waren es Tiefkühlfrüchte, dann noch zwei Minuten sieden lassen.

Ich serviere die Knödel in Butterbröseln, also Semmelbröseln, die in Butter goldgelb geröstet wurden.

12.3.12 12:10

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