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31. Oktober

Heute verweigere ich Halloween und stifte euch an, dieses auch zu tun und für morgen einen traditionellen Heiligenstriezel zu backen.

Dazu macht ihr einen Germteig. Ich mache den immer nach Gefühl. Dementsprechend sind die Mengenangaben etwas vage. Also bereitet zuerst ein Dampfl, indem ihr in einem Häferl einen halben Würfel Germ mit einem Kaffeelöffel Zucker so lange rührt, bis das Zeug flüssig wird. (Ja, das wird es tatsächlich. Probiert es aus!)

Dann gebt zwei gehäufte Esslöffel Mehl dazu, vermischt das Ganze und gießt dann schluckweise mit lauwarmer Milch auf, bis das Gmachtl die Dicke eines Palatschinkenteigs hat. Das lasst stehen, bis es aufs Doppelte aufgegangen ist.

In der Zwischenzeit tut eine Prise Salz in eine große Schüssel, einen halben Kilo Mehl drauf, 12 dag Staubzucker drüber, ein oder zwei Eier dazu (aber hebt euch einen Schluck vom Eiklar auf fürs Bestreichen), 8 dag sehr weiche Butter (am besten auf dem Heizkörper gelagert) und, wenn ihr habt und wollt, ein bisserl Vanillemark oder Zitronenschale.

Wenn das Dampfl soweit ist, kommt es dazu und alles wird gut verrührt. Weil die Masse vermutlich noch zu trocken zum Kneten ist, tut ihr schluckweise lauwarme Milch dazu, bis ihr den Teig kneten könnt. Dann kommt er auf die Arbeitsfläche und wird brutal geknetet, bis er ganz seidig ist und Blasen wirft. Dann zurück in die Schüssel, Tuch drüber und ohne Zugluft im warmen Zimmer stehen lassen, bis er aufs Doppelte aufgegangen ist, dauert etwa eineinhalb Stunden.

Dann nochmals gut durchkneten und bei Bedarf eine Handvoll Rosinen einarbeiten. Den Teig in drei Teile teilen und in dünne Rollen wuzeln, die am Rand spitz auslaufen. Die drei zu einem Zopf flechten; Profis fangen in der Mitte an, aber das muss euch nicht kümmern. Die Enden jedenfalls gut sichern, damit sich der Zopf nicht beim Backen wieder auflöst. Am besten nach unten klappen.

Auf ein mit Backpapier belegtes Blech hieven, mit Eiklar bestreichen und für ganz liebe Leute mit Mandelblättchen oder Hagelzucker bestreuen. Dann nochmals ca. 20 Minuten gehen lassen, bis der Striezel aufs Eineinhalbfache aufgegangen ist, und dann ab ins Rohr. Ich tu ihn ins kalte Rohr und backe ihn mit Ober- und Unterhitze bei ca. 160 Grad vielleicht 20 - 25 Minuten, aber es gibt Menschen, die zu diesem Thema ganz was anderes behaupten.  Manchmal nehme ich auch 150 Grad Heißluft, aber da verlangt er unausgesetzte Beobachtung, sonst verkohlt er gnadenlos. Und er soll doch schön goldbraun werden!

4.11.10 20:55

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