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24. März

Vom Hollerkoch ist ja noch was da. Da könnten wir doch, hab ich mir nach gestriger Diskussion überlegt, Semmelknödel mit Hollersauce machen.

Was die Hollersauce betrifft: da würde ich mein Hollerkoch 1:1 übernehmen. Ihr könnt aber gerne ein paar Löffel Saft in ein Häferl geben, den Rest zum Kochen bringen, den Saft mit ein bisserl Maisstärke glattrühren und das Gmachtl unter das kochende Hollerkoch ziehen.

Weil mir die Semmelknödel bisher meist danebengelungen sind, greife ich jetzt auf Christine Nöstlinger zurück, die neben den weltbesten Kinderbüchern auch ein Kochbuch geschrieben hat: "Mit zwei linken Kochlöffeln". Und aus dem zitiere ich nachfolgend.

Für einen Serviettenknödel (in der Menge von 8 Knödeln) stellen Sie bereit:

  • 5 Semmeln, altbacken (Knödelbrot von 5 Semmeln ginge auch, säuft dann aber etwas mehr als 1/8 l Milch)
  • 1/8 l Milch
  • 1 kleine Zwiebel
  • 6 dag Butter
  • etwas Petersil
  • 3 Eier
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss und: 1 großes Herrentaschentuch und etwas kochfeste Schnur

Und so wird geknödelt:

Die Semmeln schneiden Sie klein. Auf Würferln, Staberln oder dünne Blatterln.
Die Milch machen Sie warm und gießen Sie über die geschnittenen Semmeln. Bittschön so, dass alles gleichmäßig benetzt wird.
Den Zwiebel würfeln Sie kleinst und braten ihn in der Hälfte der Butter glasig an.
Den Petersil hacken Sie feinst und tun ihn zum glasigen Zwiebel.
Die Eier verschlagen Sie in einem Schüsserl mit ein bisserl Salz, Pfeffer und soviel Muskatnuss, wie Ihrer Neigung entspricht.
Dann tun Sie die verquirlten Eier und die abgekühlte Zwiebel-Petersil-Mischung über die aufgeweichten Semmelbröckerln.
Und nun vermengen Sie alles mit den Händen. Nur nicht zimperlich sein. Kneten Sie richtig durch! Bis Ihnen die Masse "einheitlich" vorkommt.
Dann gönnen Sie ihr eine halbe Stunde - oder auch länger - Ruhe.
Und ist die Ruhezeit um, bringen Sie in einem möglichst weiten Topf Salzwasser zum Sieden. (Ein gestrichenes Kaffeelöfferl Salz auf 2 Liter Wasser.)
Sie müssen das Wasser wenigstens zehn Zentimeter hoch im Topf stehen haben!
Jetzt nehmen Sie sich das Herrentaschentuch vr.
Sie legen es auf den Tisch, oder was immer Ihre Arbeitsfläche sein mag, und bestreichen es schön dick mit der restlichen Butter, so, dass 6 bis 7 cm ungebutterter Rand an allen Seiten frei bleibt.
Dann machen Sie Ihre Hände pitschnass, greifen sich den Knödelteig und formen aus ihm in der Mitte des Taschentuchs eine dicke Wurst.
Kommt nicht so drauf an, wie dick die Wurst ist. Jedenfalls darf sie nicht länger werden, als Ihr Kochtopf breit ist!
Haben Sie die Wurst geformt, wickeln Sie sie, ziemlich fest, in das Taschentuch ein. Und dann binden Sie die Wurst, die Sie nun haben, an beiden Enden mit einem Stück Schnur ab.
Und jetzt kommt die Knödelwurst ins kochende Salzwasser.
Das wird nun kurzfristig zu kochen aufhören, weil die kalte Wurst ja seine Temperatur reduziert.
Wenn das Wasser wieder sprudelt, schalten Sie auf kleinere Hitze. Das Wasser soll gerade so ein bisschen vor sich hinblubbern.
Aber da Sie ja Ihre Lang-Knödel durch das Taschentuch abgesichert haben, kann er nicht zerfallen, und es ist nicht so wichtig, ob Sie exakt die richtige Wassertemperatur hinkriegen.
Nach einer halben Stunden holen Sie die Knödelwurst aus dem Wasser.
Mit einer spitzen Schere - damit das Taschentuch keine Löcher kriegt - schneiden Sie die Schnur weg und rollen den Knödel aus dem Schneuzquadrat. Er müsste so flaumig sein, dass Sie ihn, statt mit einem Messer, auch mit einem 40er Zwirnsfaden auf Scheiben teilen könnten.

Soweit Christine Nöstlinger im Original. In Kombination mit der Hollersauce würde ich den Zwiebel, den Pfeffer und den Petersil weglassen und auch mit dem Salz eher sparsam sein.

 

23.3.10 22:15

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