Der Sparküche-Blog.

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14. und 15. Jänner: Spaghettinester mit Salat

Zuerst ein kleiner Nachtrag zu den gestrigen Zwetschkenknödeln: außerhalb  der Saison mache ich die immer mit eingefrorenen Zwetschken aus eigener Ernte. Dazu friere ich die im ganzen ein. Bei uns kommt aber auch kein Würfelzucker statt des Kerns hinein. Auch die Butterbrösel sind ungezuckert. Wir streuen uns bei Tisch Staubzucker drüber.

Wichtig bei den Tiefkühl-Zwetschken ist, dass sie noch in gefrorenem Zustand in die Knödelhülle kommen. Beim Kochen gebe ich dann, nachdem die Knödel im Wasser aufgestiegen sind, noch fünf Minuten Kochzeit dazu. Würde ich die Zwetschken - oder anderes Obst - auftauen lassen, würde alles letschert werden, weil die Früchte viel zu feucht würden und sich keine Knödel mehr rollen ließen.

Zum heutigen Mittagessen - Spaghettinester mit Salat - ist zu sagen, dass es nicht die Sparköchin wäre, würde sie sich beim zweiten Mal noch genau ans Rezept halten ... aber jetzt kenne ich ja das Prinzip, also kann ich das Rezept nach der häuslichen Vorratslage abwandeln. Obwohl ich mich sogar dazu überredet habe, gach in den Supermarkt um einen Mozzarella zu rennen.

Das ganze wird also folgendermaßen ablaufen: zuerst werde ich das neulich versehentlich geerntete kleine Zwieberl samt dem Grün klein schneiden und mit einer gehackten Knoblauchzehe, Salz, Pfeffer, Muskatnuss und dem Großteil vom aufgetauten Mangold vermischen. Dazu kommt dann auch noch Gervais und ein Eiklar, das mir neulich übrig geblieben ist (eigentlich soll es ein ganzes Ei sein, aber wir müssen sparen, denn den Damen ist grad wieder ein bisserl zu kalt fürs Eierlegen), was insgesamt eine cremige Masse ergeben soll.

Eine halbe Stunde vorm Essen werde ich dann die Spaghetti kochen und mit der Hälfte der Masse vermengen. Diese Spaghettimasse setze ich in zwei Haufen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und drehe sie mit einer Gabel ein, auf dass sich "Nester" ergeben. In die Mitte drücke ich eine Mulde und gebe dort die zweite Hälfte der Masse hinein und bestreue die Nester mit insgesamt einer halben Kugel Mozzarella, klein gewürfelt.

Dann kommt der heikelste Teil: ich schlage in jedes Nest ein frisches Ei hinein, wobei mir hoffentlich der Dotter nicht aufplatzen wird. Und dann kommen die Nester ins Backrohr und werden bei vielleicht 160 Grad Ober- und Unterhitze auf Sicht gebacken, bis die Eier halbwegs gestockt sind - was das letzte Mal etwa eine Viertelstunde gedauert hat.

In der Zwischenzeit schneide ich den restlichen Eissalat in Streifen und hoble den Rest der Gurke, die ich aber vorher schälen werde. Mariniert wird mit Wiener Marinade. Ob ich den Salat direkt auf unsere Teller gebe und die Nester draufsetze oder ob ich ihn in einem separaten Schüsserl serviere, überlege ich mir noch. Wobei, wenn der Salat mariniert ist, sitzt er vermutlich im Schüsserl besser.

Nicht vergessen darf ich jedenfalls den Rest von der Kresse, die ich über die fertigen Nester drüberschnipseln möchte.

Obwohl da heute schon viel Eiweiß dabei ist, werden wir trotzdem als Nachspeise den Rest der sonntäglichen Terrine aufessen, mit ein bisserl flüssiger Marillenmarmelade garniert, und, wenn ich gut drauf bin, weil das Kind wieder fleißig war, auch ein bisserl Zuckerstreusel oder so.

Den Rest vom Mangold werde ich in der heutigen Abendsuppe verwursten.

 

Morgen bleibt die Sparküche kalt, denn ich hab uns erlaubt, dass wir uns was Asiatisches bestellen. Zwischendurch darf das auch einmal sein.

 

Hier gehts am Samstag weiter - habt eine schöne Zeit!

14.1.21 09:10

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


"Rex-Mama" / Website (14.1.21 10:20)
Oh, da ist ja tatsächlich das einzig Fleischliche heut das Verwursten des Mangolds, aber lecker klingt es trotzdem.

Beim Asiatischen fällt mir ein, dass ich auch mal wieder gebratene Nudeln auf thailändische Art machen könnte.
Da, schon bekomme ich Appetit, wie gemein, wo ich doch noch bis fünfe warten muss. Aber dann ...

Wünsche glückliches Speisen und dir morgen einen feinen küchenfreien Tag!


kelly (14.1.21 14:11)
Hab herzlichen Dank für die Hilfestellung bei den *Zwetschkenknödeln*, ähnliches hatte ich vermutet.

Für den heutigen Tag und den folgenden *Freitag* alles Gute!
LG Kelly

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