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21. November: Salatteller vor Apfelspalten

Ist es nicht schön: ich sitze hier und beschreibe das Mittagessen, das das Kind gerade kocht. Die obligatorischen Vitamine, heute in Form von Salattellern, haben wir bereits inhaliert. Jetzt werkt das Kind an den Apfelspalten. Weil ich unterwegs war, hab ich dem Kind aufgetragen, sich im Internet nach einem Rezept für den Teig umzusehen. Leider hat es übersehen, dass die Mengen immer für vier Portionen angegeben sind. Also wartet hier eine Menge Teig. Wir machen es jetzt so, dass das Kind eine hinreichende Menge Äpfel im Teig herausbäckt und ich aus dem Rest Palatschinken backe, die ich teilweise im ganzen einfriere. Den Rest schneide ich in unsere beliebteste Suppeneinlage, in Frittaten nämlich.

Für die Salatteller habe ich heute früh schon vorgearbeitet. Drei winzige Rote Rüben hab ich aus dem Erntesack von gestern herausgefischt und gemeinsam mit sechs Mini-Erdapferln gekocht. Das Mini-Krauthapperl, das auch schon Langzeitkunde im Gemüsefach war, hab ich fein geschnitten, war eh nur eine Handvoll, und in Salzwasser gekocht. Das Kraut hab ich mit unserer üblichen Marinade übergossen. Die Roten Rüben hab ich geschält und grob geraspelt und mit einem ebensolchen Apfel sowie einem Rest Zitronensaft vermengt.

Ein paar Blätter Radicchio hab ich in feine Streifen geschnitten und ebenfalls mariniert. Das Kind hat dann noch Blattsalat zerzupft, die Erdäpfel geschält und in Scheiben geschnitten, alles angerichtet , mit Balsamico rosé beträufelt und mit Kresse und Cashews bestreut. Die Oliven haben wir leider vergessen.

Für den Teig der Apfelspalten hat das Kind eine Prise Salz, 25 Deka glattes Mehl, 250 ml Milch und ein Ei verrührt. Während wir gegessen haben, hat der Teig gezogen und jetzt kommen die geschälten Apfelringe zuerst in den Teig und dann in die Pfanne mit zerlassener Butter. Bei Tisch werden sie mit Staubzucker bestreut.

Herrlich! 

21.11.20 12:14

bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


lifeminder (21.11.20 20:41)
Hallo, Liebe Sparköchin!

Bei dir am Tisch zu sitzen muss eine Wonne sein. Das ist immer etwas los und alles was du anfasst klingt für meine Ohren nach einem Hochgenuss.

Frittaten was für ein großartiges Wort. Das ich zuvor noch nie gehört hatte. Dank der Suchmaschine weiß ich aber nun Bescheid - und finde das ganze noch leckerer als ohnehin.


Habe ein schönes Rest-Wochenende!

Liebe Grüße
Vom lifeminder


"Rex-Mama" / Website (22.11.20 05:45)
Guten Morgen,

nun musste ich gerade schmunzelnd daran zurückdenken, wie ich mich über meine Mutter wunderte, als sie sich Pfannkuchen-Streifen in ihre Suppe warf. Später bei den Schwaben lernte ich dann, dass das im Süden gar nicht so unüblich ist wie hier bei uns. Dort nannte man es Flädlessupp und ich denke, das entspricht dann euren Frittaten, nicht wahr?
Immer wieder interessant, wie sehr sich die Geschmäcker und Essgewohnheiten regional unterscheiden, und vor allem auch, wie viele Worte man sich oft hat einfallen lassen, um doch das Gleiche zu beschreiben.
Ich entsinne mich auch, wie sie uns einmal solch in Teig gebackene Apfelringe servierte, weil die sie an ihre fränkische Heimat erinnerten.
Ich selbst wäre wohl zu faul dazu, schneide die Äpfel lieber direkt in den Teig hinein und mache dann Appelpfannekuchen.
Übrigens sah ich gestern im Laden Rote Bete am Stück und mit Blättern in der Auslage, musste dabei an dich denken und nahm mir vor, mich demnächst dann endlich auch mal darin zu versuchen, mit ihnen irgendetwas anzufangen.

LG und hab einen schönen Sonntag!


kelly (22.11.20 06:33)
Zum Glück hatte ich gestern ebenfalls etwas Süßes, einen Pflaumenmusgermknödel mit Zwetschgenkompott, davor gab es nur den Rest der Blumenkohlsuppe vom Vortag.
Wie die Rexmama kenne ich den Apfelpfannkuchen, einzeln frittierte Apfelscheiben klingen schon nach Sterneküche .
Über Salat äußere ich mich nicht, ein Chinakohl schaut mich vorwurfsvoll an...
Liebe Grüße in den Sonntag!


Sparköchin (22.11.20 12:47)
Ihr Lieben,
Frittaten sind offensichtlich wirklich Flädle und des Kindes liebste Suppeneinlage. Wobei ich sagen muss, dass wir nach der Vernichtung der Apfelspalten noch drei Palatschinken verdrückt haben (gemeinsam) und daher nur vier übrig waren, die ich im ganzen eingefroren habe. Die werde ich bei Gelegenheit füllen und in der Auflaufform überbacken.

Ich finde, dass Apfelspalten nicht mehr Arbeit sind als Palatschinken. Nicht nur, wenn das Kind sie macht. Als Kind hab ich die Dinger heißgeliebt und das scheint sich aufs Kind übertragen zu haben.

Germknödel muss ich bei meiner Mutter auch unbedingt wieder einmal einfordern ... wenn dieser doofe Lockdown endlich vorbei ist!

Schaut der Chinakohl immer noch oder hast du dich seiner erbarmt? Aber die Dinger halten im Kühlschrank eh ein bisserl länger durch!

Einen schönen Tag
wünscht die Sparköchin

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