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noch immer der 18. November: Rahmherz mit irgendwas

Was ich euch nicht unterschlagen möchte: weil heute früh ja noch Zeit war, hab ich mich dem Stück Rinderherz gewidmet, das ich vorgestern mit Suppengrun, Salz und Gewürzen knapp drei Stunden gekocht hatte. Da hab ich mir von meiner Mutter gestern noch Ezzes geholt und heute früh das Rahmherz gekocht. Traditionellerweise gibt es Semmelknödel dazu, aber da bin ich mir bei uns noch nicht sicher. Reis, Teigwaren oder Polenta wirds im Notfall auch tun.

Nämlich hab ich das zweite halbe Zwiebelhapperl geschnitten und in einem Löffel Ghee glasig gedünstet und dann mit Mehl gestaubt. Ich hab - getreu dem Grundsatz: alles was gekocht wird, braucht griffiges Mehl, alles was gebacken wird, glattes Mehl - doppelgriffiges Mehl verwendet und war sehr zufrieden mit der entstandenen Einbrenn. Ich hab die dann mit dem Rest vom Kochwasser aufgegossen und das in dünne kleine Scheiben geschnittene Fleisch zugegeben. Das zerkleinerte Suppengemüse übrigens auch, bis auf Lauch, Sellerie und Petersilwurzel.

Das hab ich ordentlich gesalzen und mit Pfeffer, einem halben Lorbeerblatt (aus der Suppe) sowie Oregano und Thymian gewürzt und aufkochen lassen. Derweil hab ich einen halben Becher Rahm glatt gerührt, von der kochenden Sauce zwei Esslöffel zugegeben und eingerührt und dieses Gmachtl dann zur Sauce gegeben und gut eingerührt.

Das ganze hat dann auf der abgeschalteten Herdplatte noch ein paar Minuten durchziehen können.

 

Jetzt zu ganz was anderem.

Meine Lieblingsantwort auf die Frage beim Telefonieren im Büro "welche Klappe haben Sie?" war immer: "Eine große!"

Dieselbe führe ich ja auch heute noch, was zum Beispiel meinen Grundsatz betrifft, keine verarbeiteten Lebensmittel zu verwenden. Aber, wie ich in der Sommer-Ausgabe der Einfach Hausgemacht lesen musste, so gut bin ich da gar nicht.

Es gibt verschiedene Arten von verarbeiteten Lebensmitteln:

- Küchenfertige (geputztes Gemüse, zerlegtes Fleisch)
- Garfertige (Teigwaren)
- Verzehrfertige (Obstkonserven, Sushi)
- Regenerierfertige (Tiefkühl-Pizza)
- aufbereitungsfertige (Puddingpulver, Instantsuppen)

Muss ich in Zukunft den Mund halten, denn ein halbes Schwein hab ich noch nie zerlegt und Teigwaren mache ich auch eher selten selber.

18.11.20 11:17

bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


"Rex-Mama" / Website (18.11.20 12:35)
Oh, Baustellen mag ich gar nicht, viel zu oft haben sie uns hier schon rund ums Haus damit gequält.
Geschieht die Umgestaltung des Gartens denn auf dein eigenes Betreiben?
Habs irgendwie nicht richtig verstanden, glaube ich, aber da du die Arbeiter so großzügig bewirtest, nehme ich es mal an?

Rinderherz hab ich gar noch nie gegessen und auch nie davon gehört, dass jemand es aß.
So lernt man nie aus, schließlich muss es ja nicht immer Leber sein, wenns um Innereien geht.

Und nun denke ich an meine Bürozeiten zurück und grüble darüber nach, ob mich dort schon mal jemand am Telefon fragte, welche Klappe ich hätte.
Eindeutig nein - um was für eine Art Klappe handelte es sich denn bei dir ... abgesehen von der großen?

Fleisch zerlegen, dsa mache ich auch eher selten, erinnere mich aber, wie meine Eltern mal einen Achtel Ochsen direkt vom Bauern kauften. Eine riesige Wäschewanne voll war's und dann saß die ganze Familie da und war mit Eintüten und Beschriften beschäftigt.

Lasst es euch schmecken heut und hab gute Nerven!


lifeminder (18.11.20 13:32)
Hallo, Liebe Sparköchin!

Was für ein tolles Wort: "Ezzes". Habe ich vorher noch nie gehört und hätte ich wohl ohne diesen Beitrag nicht.

Was nicht ist kann ja noch kommen, ich bin sicher wenn es die Sparköchin packt wird sie sich zur gegebener Zeit auch dem halben Schwein und den Teigwaren widmen.

Ich habe sehr geschmunzelt über deine Antwort am Telefon. ... Bitte behalte "deine große Klappe" sie würde mir hier mittlerweile schon sehr fehlen!


Liebe Grüße
Vom lifeminder


kelly (18.11.20 18:00)
Wenn ich nun die Grundsubstanz des heutigen Tages außen vor lasse und gleich auf die Verallgemeinerung vom Kochen mit frischen Zutaten eingehe, ist es nach meiner Meinung ausreichend.
Im holländischen Supermarkt fand ich erschreckende vorgefertigte *frische* Lebensmittel inklusive Gewürze für ein Gericht.
Regenerierfertig, bisher unbekannter Begriff, möchte ich nicht.
Nudeln sind genehmigt, ab und zu in unterschiedlichen Formen, Kartoffeln im Originalzustand sind hier die Regel.
So streng bin ich nicht mit mir, behaupte weiterhin frisch zu kochen .
Einen erholsamen Feierabend wünsche ich!
LG Kelly


Sparköchin (19.11.20 09:52)
Ihr Lieben,
danke für eure Rückmeldungen!

Ich dachte ich wollte den Garten umgestaltet haben von Urwald zu zivilisiert, aber jetzt ist er leider komplett leer und ich bin unglücklich. Aber das wird schon wieder. Irgendwann.

Klappe ist bei uns eine Durchwahl, aber keine Angst, meine große Klappe geht mir nicht verloren.

Was das Tier-zerlegen betrifft, bin ich mit einem Karpfen und zur Not einem Hendl gut bedient, Größeres möchte ich nicht behandeln müssen

Teigwaren habe ich im letzten Halbjahr eh schon öfter gemacht. Ich hoffe ich kann diese neue Angewohnheit beibehalten.

Vor vielen Jahren in den USA war ich entsetzt, quasi fertige Brathendln im Kühlregal zu finden. Heute krieg ich das auch in Wien, und rohes gewürztes Fleisch ist sowieso fast Standard.

Manchmal stelle ich mir vor, wie ich von oben über Österreich drüberschaue und in jedem Haus, in jeder Wohnung wird gerade das genau gleiche gegessen. Das halte ich dann immer für ein armes Leben.

Apropos arm: das Kind hätte gern Ferien, muss aber am online-Unterricht teilnehmen und Hausaufgaben machen (was es gut beschäftigt hält - ich weiß nicht, was die LehrerInnen sich denken!). Ich hab für mich beschlossen, dass es trotzdem demnächst wieder Pizza geben wird. Heute aber ist das Rahmherz dran!

Liebe Grüße an euch!

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