Der Sparküche-Blog.

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15. November: Pizza. Hoffentlich.

Die Aussicht auf drei Wochen enges schulisches Zusammenarbeiten lässt beim Kind und mir den Hausfrieden bröckeln. Eigentlich war geplant, dass ich einen Pizzateig fertige und das Kind, als Überraschung gedacht, die Pizza nach Art des Hauses belegen darf. Leider ist das Kind gerade schimpfend und brüllend aus dem Zimmer gestampft, weil ich mir erlaubt hatte einzufordern, was es mir versprochen hatte: Geschichte lernen nämlich.

Jetzt haben wir zwei Möglichkeiten: entweder (meine favorisierte Variante) ich belege die Pizza selbst oder ich warte, bis es doch noch lernt und nach einer diesbezüglichen kurzen Überprüfung an der Pizza zu werken beginnt. Zum Glück haben wir erst spät gefrühstückt, da gibts noch ein bisserl zeitlichen Puffer.

In der Zwischenzeit habe ich mir schon die Zeit vertrieben und das gestern gezupfte Kleingemüse in Augenschein genommen. Also, wir haben einen kleinen Zucchino, zweimal sieben Zentimeter unreife Kürbisse und zwei Mini-Blüten vom Zucchino samt dünnem Stängel. Den "richtigen" Zucchino wollte ich nicht in einer Suppe verschwenden, dafür gibts im Tiefkühler genug an gewürfeltem Material.

Aber die beiden Kürbisse hab ich mit einem Erdapfel und einer Knoblauchzehe sowie Salz in dem Wasser geköchelt, in dem ich gestern den Kürbis vorgekocht hatte und dann heute die Käse-Bröselknöderln (aus den Resten vom gestrigen Panieren mit Parmesan und Salz). Das wird abends püriert, mit Milch oder Obers ergänzt und nachgewürzt.

Als Suppeneinlage wird es die beiden Mini-Blüten geben, die ich gesalzen und in Öl beidseitig bissfest gebraten habe. (Und mit dem Öl wird mir auch noch was einfallen. )

Den Germteig habe ich wie üblich überhaps gemacht, aus glattem Mehl, Salz, Olivenöl, Wasser und einem Dampfl aus Germ, Zucker, Wasser und Mehl. Der rastet halt jetzt weiter vor sich hin und sollte irgendwann auf einem mit Backpapier belegtem Blech ausgerollt und belegt werden und dann im auf 230 Grad Ober- und Unterhitze aufgeheizten Rohr landen. Dann wird das Rohr abgeschaltet und der Teig bäckt mit der Restwärme. So stell ich mir das zumindest vor.

Mittlerweile hat sich das Kind beruhigt. Die Chancen sind also groß, dass es mir was über die Reformation erzählt und dann die häuslichen Vorräte auf dem ausgerollten Germteig verteilt. Es gibt ein Glas gekochte Paradeiser, Bergkäse zum Reiben (im Notfall aber auch den bereits geriebenen Parmesan), drei Scheiben Toastschinken, ein halbes Zwiebelhapperl, ungefähr 12 Deka Mozzarella und im Prinzip auch ein kleines Glas Sardellenfilets. Die das Kind aber hasst. Ein Glas Oliven könnte ich auch aus dem Keller holen, und für mich selber hab ich schon mit einem Viertel Radicchio spekuliert. 

Damit sollte sich doch was anfangen lassen.

15.11.20 12:12

bisher 6 Kommentar(e)     TrackBack-URL


"Rex-Mama" / Website (15.11.20 16:30)
Das stelle ich mir anstrengend vor, wenn man ein Kind zum Lernen animieren muss.
Ich kann mich gar nicht entsinnen, dass meine Eltern überhaupt gewusst hätten, was wir in der Schule gerade durchnahmen.
Anfänglich fragte meine Mutter mich einige Male Vokabeln ab, weil sie es selber gern lernen wollte, aber ansonsten war ich wohl schulmäßig eher ein Selbstläufer, der Freude an guten Noten hatte und was dafür tat, wenn es denn mal nötig war.
Bei meinen Geschwistern hatten sie es dann nicht mehr ganz so einfach, schätze, das ist wohl von Kind zu Kind ganz unterschiedlich.

Mein Mitgefühl haste jedenfalls und auch meinen Mitappetit auf die Pizza.

Hab einen schönen Abend!


Sparköchin (15.11.20 18:26)
Das ist es ja. Ich denke, du und ich, wir waren einander ähnlich, was Schule und Lernen betrifft. Meine Mutter hatte schulmäßig mit mir überhaupt nix zu tun - und mein Vater sowieso nicht, der hat nur die Zeugnisse unterschrieben.

Das Kind fordert ständige Betreuung ein.

Danke für dein Mitgefühl! Vierzehn Schultage sinds, hat uns der Bildungsminister vorgerechnet. Das wird ja wohl zu schaffen sein ...

Lieben Gruß und schönen Abend auch dir!


"Rex-Mama" (15.11.20 18:36)
Dann hoffen wir mal, dass es wirklich bei diesen 14 Tagen bleibt.
Hier sind die Schulen zwar noch größtenteils offen, aber es wird allerorten diskutiert, ob man das nicht ändern und wie lange die Lockdownerei überhaupt gehen sollte.
Mich beschleicht mehr und mehr das Gefühl, dass uns der Spaß erhalten bleibt, bis es im Frühjahr wärmer wird.


lifeminder (15.11.20 18:59)
Hallo, liebe Sparköchin!

Ich plädiere ja seid Jahren dafür, das man Kinder/Jugendliche montags mit Hausaufgaben, Tests und Klassenarbeiten verschont. - Die jungen Menschen haben mittlerweile teilweise Tagesabläufe wie Erwachsene.
Wenn die Kids/Jugendlichen von Dienstag bis Freitag zu lernen haben, sich um ihr Schulzeug kümmern würden, wäre das nicht nur für die Kinder Jugendlichen entspannter, sondern auch für die Eltern. Auch die Lehrer könnten von entspannten Klassen profitieren.

Dennoch wird man trotzdem, ab und an seine Kinder/Jugendlichen ermahnen müssen zum lernen. - Deswegen sind es nun mal kinder/Jugendliche und noch keine Erwachsene.


Auf Pizza hätte ich auch gerade große Lust!


Hab einen entspannten Restsonntag



Liebe Grüße
Vom lifeminder


kelly (16.11.20 07:36)
Ihr Bedauernswerten ,
den Aufruf zum *blauen Montag* würde ich erfahrungsgemäß sofort unterstützen.
Das Schulprogramm würde ich nach Möglichkeit mit den derzeitigen Mitteln aus dem TV unterstützen, fehlte mir und auch bei der Beschulung meiner Kinder. Klar gab es ähnliche Reibereien wenn es Fragen gab und mein Interesse oder die Zeit klein war.
Möglichkeiten für den Belag einer Pizza wurden mir erst durch die Studentenzeit vom Sohn Nr. 1 offenbart . Italienische Küche wurde vom Familienoberhaupt nur widerwillig geduldet.
Ihr seid da schon Längen weiter .
Liebe Grüße von der Kelly


Sparköchin (16.11.20 15:52)
Den freien Montag seh ich mit gemischten Gefühlen, weil es sich dann an den vier Schultagen stauen würde. Ich bin ja als Kind noch von Montag bis Samstag in die Schule gegangen. Da waren die Stunden mehr aufgeteilt.
Dass die Kinder wochentags schon fast den ganzen Tag in der Schule sind, halte ich auch für völlig übertrieben. Es geht dann eh nix mehr rein in die Kopferln!
Bei uns geht das Gerücht, dass der Lockdown in Deutschland bis Weihnachten angedacht ist. Das wünsche ich euch nicht, muss ich sagen.

Im Gegenteil wünsche ich euch eine möglichst entspannte Zeit, macht es euch schön!

Liebe Grüße
schickt die Sparköchin

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