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28. Juli: gebackener Karpfen mit Erdäpfelsalat

Gestern war mein Vater petrimäßig erfolgreich. Um in Übung zu bleiben, hab ich den Karpfen filetiert, nachdem er ihn geschuppt hatte. Heute hat das Kind die Filetstücke paniert, meine Mutter hat sie herausgebacken und den Erdäpfelsalat zum gebackenen Karpfen gemacht.

Rezeptmäßig eh wie immer. Vielleicht ist zu sagen, dass meine Mutter den Fisch vor dem Panieren mit Zitronensaft beträufelt und in die Pfanne zum Öl auch Zitronensalz gibt.

Das geschah alles, nachdem ich der Firma Interspar geschrieben hatte, wie sehr ich mich über den Spar-Bio-Blätterteig geärgert hatte. Weil der nämlich, drei Minuten nachdem ich ihn aus dem Kühlschrank genommen hatte, derart weich wurde, dass er sich mit dem Papier verheiratete und von selbigem nimmer zu trennen war.

Schifferl hatte ich machen wollen, mit Pfirsichspalten und einer Puddigcreme mit Vanille. Wobei mir schon der Pudding zu fest gelungen war und deshalb nur unförmig auf den Pfirsichen platziert werden konnte. Aber da kann jetzt der Blätterteig nix dafür.

Jedenfalls hab ich nach der Hälfte der Schifferl, die schon grauenhaft verbeult aussahen, den Teig nur mehr in Stücke geschnitten und für zehn Minuten in den Tiefkühler getan. Danach waren die Vierecke zwar vom Papier zu lösen, immerhin, aber mit Formen war nix mehr. Also Pfirsiche und Puddingklumpen direkt drauf und ab damit ins Rohr.

War ich froh, dass ich die Dinger nur für die Familie gebacken hatte, und nicht für Gäste!

Am Abend war bereits das Feedback vom Interspar da, da hab ich aber schön geschaut. Kein Schimmelbrief. Die Dame hat mein Schreiben genau gelesen und punktgenau drauf geantwortet. Temperaturschwankungen könnten die Ursache für das Fehlverhalten des Teigs sein, aber sie spricht mit dem Hersteller. - Da bin ich übrigens im Leo, denn wie oft im Sommer hatte ich meine Kühltasche beim Einkaufen mit.
Sie will mir den Blätterteig ersetzen und schickt einen Gutschein. Bin ich gespannt, ob und wann der ankommt, aber vom Beschwerde-Management des Unternehmens bin ich schwer begeistert und so gut wie versöhnt.

28.7.20 20:28

bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


"Rex-Mama" / Website (29.7.20 06:01)
Das beeindruckt mich auch, hebt sich doch wohltuend ab von den Schemabriefen, die man sonst gern als Antwort erhält, und ich bin sicher, dein Gebackenes wird trotz seiner Form sicher gut geschmeckt haben, oder?
Wie macht man in Wien denn eigentlich den Kartoffelsalat? Verutlich ähnlich wie in Süddeutschland, also mit einer Essig/Öl-Marinade statt in Mayonnaisenpampe, wie man ihn weiter nördlich so gern isst?

Hab einen schönen Tag und lG


kelly (29.7.20 06:29)
Petri Heil!
Fisch sollte immer frisch sein, als Küstenkind kenne ich mich ziemlich gut aus.
Bremerhaven wird auch Fischtown genannt.
Bei Süßwasserfischen leicht überfragt, Karpfen kenne ich nur vom Urlaub in Franken.
In welchen Gewässern wird bei euch geangelt?

Kunde König !
Hier ist ebenfalls ein unbequemes Exemplar, feines Gespür bei Beschwerden verdient Hochachtung.
In diesem Sinne - liebe Grüße!


Sparköchin (29.7.20 09:42)
Guten Morgen, und Petri Dank!

Meine Mutter kocht die Erdäpfel (sollten original "Kipfler" sein, die gibts aber nur höchst selten, also nimmt sie andere Speckige), schält sie noch heiß und schneidet sie in Scheiben, gibt geschnittenen Zwiebel (original: rot) drauf und begießt das ganze - immer noch mindestens lauwarm - mit Wiener Marinade, die ein Gemisch aus Wasser, Essig, Salz und Zucker ist. Öl tut sie manchmal, aber nicht immer dazu. Ich glaube wir mögen die Fettaugen nicht.
Der Salat muss ein bis zwei Stunden durchziehen. Aber was nicht gegessen wird, wird meist nicht aufgehoben. Kriegen die Hendln. Es bleibt aber eh so gut wie nie was übrig.

Meine Eltern leben an einem Teich, der vom Fischereiverein mit Süßwasserfischen besetzt wird: Karpfen, Teichforellen, Hechte. Ein paar Welse sind auch im Teich, und das Kleinzeug, wer mag (Rotfedern, manchmal Goreisl und Schleie). Alpenlachs hat sich leider nicht bewährt, vermutlich ist das Wasser zu warm.
Österreich liegt leider beim besten Willen nicht am Meer, aber in den kühleren Gegenden wie dem Waldviertel (rechts oben) oder der Steiermark (ziemlich mittig) gibt es große Karpfenteiche. Da ist eher das Abfischen Tradition.
Forellenfischen in Bächen oder Zuchten geht auch immer.

Herzliche Grüße!

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