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22. Juni: Nudelauflauf mit grünem Salat

Was die Küche betrifft, wars schon ein ereignisreicher Vormittag. Beim Einkaufen hab ich einen Liter wirklich gute Bio-Milch zum Halbpreis gefunden, die heute aufzubrauchen war. Beim Einräumen der Beute in den Kühlschrank dann ein Schrecken. Offensichtlich hat den Vorräten in Glasschüsseln das Kühlschrank-Putzen letzte Woche nicht gut getan: sowohl das Bratenfett als auch der geriebene Parmesan und der Rest vom Speck waren geschimmelt. Es war insgesamt wahrscheinlich nicht einmal ein Viertelkilo, aber trotzdem hat mir das Herz wehgetan beim Wegschmeißen, muss ich sagen.

Liebe Nachbarn wollten den Hendln einen Haufen Käferbohnen gönnen. Die fressen die Hendln aber leider nicht. Außerdem waren die wohl zuwenig lang gekocht worden, denn so, wie sie waren, haben sie mir auch nicht geschmeckt.

Ich hab dann einen Probelauf gestartet und eine Portion nochmals eine halbe Stunde in Salzwasser gekocht, und siehe da: patzweich und gschmackig waren sie. Waren, weil ich die über den Vormittag verteilt vernascht hab, einfach so. Außerdem hab ich eine zweite Portion mit Petersilstängeln, ein paar Pastinakenwürferln aus dem Tiefkühler und Gewürzen (Kurkuma, Kreuzkümmel) als Suppe angesetzt. Wieder alles geköchelt, später wird püriert und mit Obers ergänzt.

Das Wasser für die Suppe kam von den Teigwaren, die ich für den heutigen Nudelauflauf mit grünem Salat gekocht hatte. Weil ich zwar die Gelegenheit beim Schopf gepackt hatte, um das letzte Packerl Vanillepudding-Pulver weiterzubringen, danach aber trotzdem noch Milch da war.

Hab ich sie gewinnbringend in eine fesche Bechamelsauce investiert: zuerst in drei Deka Butter ein halbes Zwiebelhapperl angebraten, dann mit ordentlich Mehl gestäubt und eine lichte Einbrenn geschaffen und dann mit der Milch aufgegossen und die Bechamel gerührt. Zum Glück ist mir rechtzeitig aufgefallen, dass noch Salz fehlt, und dann hab ich gleich auch Muskatnuss hineingeschabt.

Die Sauce hatte dann ein bisserl Zeit um auszukühlen, weil noch eine Resteverwertung anstand. Nämlich hatte meine Mutter ein neues Rezept für ein Maisbrot ausprobiert - wie kommt man eigentlich auf so eine Idee, wenn einem Mais nicht schmeckt? - und uns ein Stück davon mitgegeben. Die Scheiben, die das Kind gestern fürs Abendessen abschnitt, zerbröselten uns unter den Händen weg.

Weil das Brot zusätzlich noch süßlich schmeckte, hab ich mich gach entschlossen, das überfällige Topfenpackerl zu nehmen und einen kleinen Topfenkuchen zu backen. Ich hab den Brotrest zerbröselt (was durch einen scharfen Blick von mir bereits erledigt war), mit Milch, zerlassener Butter und Zucker angereichert, alles gut vermatscht und in die kleine gefettete Auflaufform gedrückt.

Auf diesen Boden hab ich ein paar entkernte Kirschen getan und dann einen Guss aus dem Topfen, zwei angetitschten Eiern, Zucker, Obers, einem Esslöffel Stärke und einem Packerl Vanillinzucker gerührt. Der kam über die Kirschen und das ganze dann ins Rohr und buk dort bei 180 Grad Ober- und Unterhitze eine knappe Dreiviertelstunde.

In der Zwischenzeit hab ich neuen Parmesan gerieben, neuen Speck angetaut und fein geschnitten, Petersil gehackt und Speck und Petersil in die Bechamel getan, samt den gekochten Teigwaren. Ab dann wars Standard: alles gut vermengen, in eine gefettete Auflaufform drücken, mit geriebenem Parmesan bestreut und gleich ins noch heiße Rohr geschoben.

Den Salat hat das Kind geputzt, gewaschen und geschnitten und mit Himbeeressig beträufelt. Demnächst sollte der Auflauf aus dem Rohr gezogen werden können - obwohl: ich hab keinen Hunger, ich hab ja mein Käferbohnen-Baucherl. Aber das Kind mosert schon sehr. Und einen Pudding will es auch als Nachtisch.

Mal sehen, ob ich mich überreden lasse.

22.6.20 12:09

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