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6. Juni: Stelze mit Trallala

So, aber heute dampfts in der Sparküche wieder. Schon um viertel zehn, also kurz nach neun, hab ich versucht, Schnitte ins Schwarterl der Stelze zu schneiden. Leider hab ich verabsäumt, mein Messer schleifen zu lassen, also hab ich das Ding lediglich gekitzelt. Ich schwöre: sie hat mich ausgelacht, die Stelze.

Jedenfalls hab ich sie mit Salz eingerieben, ein paar Mini-Knoblauchzehen irgendwo dazwischengesteckt und auf den Kümmel verzichtet. Ist eh im Krautsalat welcher drin. Krautsalat gibt es heute zweierlei: roh und gekocht. Außerdem habe ich einen Kilo heurige Erdäpfel gedämpft und geschält, die werden kurz vorm Essen zerteilt und in zerlassener Butter erhitzt, die ich mit gehacktem Petersil anreichere. (Nebenbei gesagt ist ein Erdapfel übrig geblieben, und die Petersilerdäpfel werden wir auch nicht zusammenessen. Für die kommenden Cremesuppen ist also gesorgt. )

Außerdem ist mir im Kühlschrank - neben den beiden Speckknödeln, die leider immer noch im zweiten Fach von oben wohnen - eine Portion Reis vom Asiaten aufgefallen. Die hab ich in ein kleines feuerfestes Gschirrl getan, gesalzen und oben ein Stück Butter draufgelegt, Das werde ich in der letzten Viertelstunde vorm Essen zur Stelze ins Rohr schieben und hoffen, dass man den Reis auf diese Art essen kann.

Zur Sicherheit werde ich auch Senf, Ketchup und Weißbrot auf den Tisch stellen; da wird das Kind nicht beleidigt sein.Ob ich auch wieder ein Glas Zwiebelchutney aufmache, überlege ich mir noch.

Mit dem rohen Krautsalat hab ich gestern schon begonnen: drei Achtel von einem ziemlich großen Krautkopf hab ich gehobelt, gesalzen und mit Kümmel bestreut und gut durchgeknetet. Teller auf die Schüssel und über Nacht kühl gestellt. Heute hab ich mit Wiener Marinade aufgegossen. Wäre es zuviel Saft gewesen, hätte ich einiges abgegossen. Aber es hat eh gepasst.

Heute hab ich wieder drei Achtel Kraut gehobelt - Frage an das Kind: wieviel ist vom Krautkopf noch übrig? - und mit Essig, Wasser, Zucker, Salz und wenig Kümmel gekocht, bis das Kraut weich war.

Natürlich hätte es die Variante gegeben, für den rohen Krautsalat die Marinade aufzukochen, im Pfanderl Speckwürfel auszubraten und beides heiß über das Kraut zu gießen. Aber dann hätte uns beim Essen vermutlich der akute Verfettungstod ereilt.

Nachspeise gibts nach unserer Stelze mit Trallala keine, aber ich habe den Verdacht, dass das Kind am Nachmittag mit Omaopa auf ein Eis gehen wird.

6.6.20 11:10

bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


lifeminder (7.6.20 05:31)
Liebe "Sparköchin"!

Es dampft Endlich wieder. Das aus allen Blogrohren.
Man hat ein wenig das Gefühl, in den letzten Tagen hat dir tatsächlich das in der Küche stehen gefehlt?

Heute habe ich durch deinen Blogeintrag gelernt, was eine Stelze ist! - Schon, bin ich wieder ein Stückchen schlauer wie zuvor.


Erneute habe ich mich besten - beim Lesen - unterhalten gefühlt!


Liebe Grüße
Vom lifeminder


kelly (7.6.20 06:47)
Fröhliches Moin in die Sparküche,
Festtagsessen am Sonnabend .
Pragmatisch überlege ich ob eine Cremesuppe aus 2/8 Weißkohl und den Resten möglich wäre ?
Die Haxe (ohne Wörterbuch) hat der Schlachter auch vorbereitet, meine ich zu erinnern, als Beilage hätte ich ähnlich verfahren.
Aber - es war einmal.

Soeben die Feststellung: Kühlschrank fast leer und für die 5 Minuten - Reinigung gut vorbereitet .
Einen feinen Sonntag wünsche ich!
LG Kelly


Sparköchin (7.6.20 09:18)
Guten Morgen, ihr Lieben!
Ja, ich steh tatsächlich gern in der Küche, weil ich, wir alle in der Familie, auch gern gut essen. Wenns jetzt ein heißer Sommer wird, wirds eher wieder schnelle Küche werden.
Theoretisch ist Cremesuppe aus Kraut ein guter Gedanke, aber praktisch mit dem ansässigen Kind nicht zu vereinbaren. Vermutlich werden es Krautfleckerl werden, irgendwann in den nächsten Tagen, wenn wir mit Resten und Ernte durch sind.
Mein Schweinefleisch krieg ich ja von steirischen Freilandschweinen, und da ist leider nix mit Vorbereiten durch den Fleischer. Rein ins Vakuum und ab die Post!

Habt einen wunderbaren Sonntag!
Liebe Grüße
von der Sparköchin

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