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2. Juni: Mangoldpackerl auf Paradeisern

Gestern hab ich tatsächlich aus dem Rest der Sauce von den Backerln, einem übrig gebliebenen gekochten Erdapfel, zwei Schluck Milch und einem Schluck Wasser eine Suppe gebastelt. Das heutige Essen hab ich schon in der Früh gemacht.

Zuerst habe ich für die Abendsuppe allerhand Kleinigkeiten an Gemüse zusammengesammelt und klein zerteilt: ein Esslöffel Erbsen, das Grün von einem Jungzwiebel, einen Erdapfel, zwei Mini-Karotten, je einen gehäuften Esslöffel Sellerie- und Pastinakenwürfel. Dazu ein Schluck aus dem Glas gekochte Paradeiser, das ich heute brauchte, zwei Esslöffel rote Linsen, Salz, Pfefferkörner und Rosmarin.

Wenn das Kind nicht so ein Suppennudel-Hasser wäre, würde ich auch noch welche einkochen - aber vielleicht wäre das dann sowieso zuviel das Guten.

Für die Hauptspeise musste ich auf ein Rezept des Standardrepertoires zurückgreifen: Mangoldpackerl auf Paradeisern. Normalerweise hätte ich uns - mit dem Rest vom Risotto - gefüllte Weinblätter gemacht, aber auch die liebt das Kind nicht. Und an einem Tag zweimal schlecht essen müssen, das kann selbst die Sparköchin nicht von einem Kind verlangen.

Also hab ich gestern, neben dem Salat und einer Menge Hendlfutter, ein paar Erbsen und fünf Kleinst-Karotten, auch ein paar von den letzten großen Mangoldblättern gepflückt, heute blanchiert und abtropfen lassen. Zum Risotto-Reis hab ich ein Ei und zwei Esslöffel geriebenen Parmesan getan und nachgesalzen und alles zu einer Masse gerührt, die ich dann auf vier Portionen aufgeteilt und auf den breiteren Rand der ausgebreiteten Mangoldblätter (den Stielansatz hab ich ausgeschnitten) geklatscht habe. Manche Blätter, weil löchrig, hab ich doppelt genommen (also: zwei Blätter übereinander). 

Die befüllten Blätter hab ich zu Packerln aufgerollt und in die Auflaufform auf die gekochten Paradeiser gelegt, die schon mit Salz, Pfeffer und Zucker gewürzt waren. Die Oberseite hab ich mit Basilikumöl bestrichen, die Form ins Backrohr geschoben und dem Kind aufgetragen,  pünktlich den Ofen aufzudrehen, damit wir essen konnten, als ich wieder zu Hause war.

Ich hatte unter Mühen ein Körberl Bio-Erdbeeren erstanden, da hab ich gleich den Rest vom griechischen Joghurt und zwei Löffel Rahm genommen und die Erdbeeren mit Zucker und dem weißen Zeugs verrührt und aufgeteilt.

Super hats geschmeckt!

 

Heute im Bus ist mir wieder eingefallen, dass ich doch vor einigen Tagen ein Kilo heurige Erdäpfel erworben habe. Die sind mir völlig aus dem Blick geraten. Sollte ich die wieder finden, muss ich was mit Erdäpfeln einplanen für einen der kommenden Tage!

2.6.20 13:27

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


lifeminder (2.6.20 23:44)
Liebe Sparköchin!

Wenn man dich ließt, verliert man sich völlig in deine Blogeinträgen.
Die durch das Österreichische - dass hier Miteinfließt - alle samt von einer wohltuenden Gemütlichkeit geprägt sind.

Ich wusste nicht, dass es Suppenudelhasser gibt. Für mich sind Nudeln in der Suppe immer Höhepunkt.

Schön auch der kleine Cliffhanger zum Schluss, mit der Vorschau auf die Erdäpfel die du vielleicht morgen - in welcher Former auch immer - zubereitest und servierst.

Bin sehr gespannt, was uns morgen bei dir erwartet?


Liebe Grüße
Vom lifeminder


Sparköchin (3.6.20 21:02)
Jössas! Die Erdäpfel, die hab ich schon wieder völlig vergessen ... lang darf ich sie aber nimmer im Kasterl lagern, sonst verderben sie.
Hiermit verspreche ich dir und mir, dass ich sie am Freitag in Angriff nehmen werde!

Danke für deine netten Worte. Wenn ich weiß, dass meine Einträge auch gelesen werden, macht mir meine Rezept-Sammlung noch viel mehr Freude!

Liebe Grüße
von der Sparköchin

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