Der Sparküche-Blog.

Werbung

Gratis bloggen bei
myblog.de

7. April: Salat, danach Powidltatschkerl in Butterbröseln

Da riechts wie am Christkindlmarkt! enthusiasmierte sich das Kind. Das tat es tatsächlich. Ich hatte nämlich in die Butterbrösel, weils im Rezept stand, ein Packerl Vanillinzucker gemischt - von dem wir immer noch unglaubliche Vorräte haben.

Für die fast tadellos gelungenen Powidltatschkerln in Butterbröseln hab ich mir im Geiste eh auf die Schulter geklopft. Während man mich um zwei Uhr früh wachrütteln und von mir einen Germteig verlangen kann, den ich dann auch problemlos aus dem Ärmel schüttle, ist der Erdäpfelteig nicht mein Freund. Erinnert euch nur an die Schupfnudeln von neulich. Sehr unerfreulich.

Vielleicht hat geholfen, dass ich mich heute ans Rezept gehalten habe. Also: größtenteils. Mehr oder weniger. Aber immerhin lag das Kochbuch auf der Arbeitsplatte. Ein älteres übrigens, aus der THEA-Reihe mit dem Titel "Reis, Nudeln, Erdäpfeln" - ich weiß gar nicht, ob das heute noch erhältlich ist. Ich habs vor mehr als 25 Jahren von einer Arbeitskollegin geschenkt bekommen und ehrlich schon sehr viele sehr brauchbare Rezepte da rausgeholt.

Jedenfalls hab ich 35 Deka mehlige Erdäpfel gekocht und hab in der Zwischenzeit in zwei Pflanztrögen auf der Terrasse den Vogerlsalat gerodet. Aus dem wilden Haufen hab ich zwei Suppenteller voll Vogerlsalat gerettet. Das Kind hat den Salat vollendet, indem es auf jedem Teller je drei halbierte Kirschparadeiser und gekochte Wachteleier platziert hat und die restliche halbe Mozzarellakugel klein gewürfelt und drüber gestreut hat. Dann fehlten nur noch Himbeeressig, Fleur de Sel und ein kleines Stück Gebäck.

Ich hab derweil die gekochten Erdäpfel geschält und durch die Presse gedrückt, auf 12 Deka Universalmehl gegeben (das Rezept sagte: griffiges Mehl), 4 Deka weiche Butter und ein sehr kleines Ei (das Rezept sagte: 2 Dotter) sowie ein bisserl Salz zugegeben und alles zu einem Teig geknetet.

Das hat auch geklappt! Den Teig hab ich dann relativ dünn ausgerollt (das Rezept sagte: 4 mm dick, aber wer hat schon in der Küche ein Maßband) und nicht, wie das Rezept sagte, Kreise ausgestochen, sondern ihn in 12 Vierecke geschnitten. Für Spielereien war keine Zeit mehr.  Auf jedes Viereck kam ein Löffel Powidl, selbstgemachter natürlich, und dann hab ich die Vierecke zusammengeklappt und die Ränder gut verschlossen.

Optisch waren die Dinger jetzt keine Bereicherung, muss ich sagen, aber ich hab sie trotzdem vorschriftsgemäß in kochendes Salzwasser eingelegt und dann zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen.

In der Zwischenzeit hab ich eben ein paar Deka Butter mit ein paar mehr Deka Semmelbröseln in die Handgeschmiedete getan und dort geröstet und dann den Vanillinzucker untergemischt. Da kamen die fertigen, wie durch ein Wunder nicht zerfallenen Tatschkerln hinein. Bei Tisch haben wir uns der Optik wegen noch ein bisserl Zucker über die Powidltatschkerln gestreut.

 

Was sich zwischendurch auch noch ausgegangen ist, war die heutige Abendsuppe. Beim Roden sind mir nämlich zwei Mini-Fenchelpflanzen in die Hände gekommen, die ich ausgerupft habe, weil ich dachte, sie wachsen aus. Hätten sie aber gar nicht vorgehabt, habe ich später beim Zerlegen bemerkt. Die haben offensichtlich bei mir überwintert.

Ich hab sie jedenfalls klein gewürfelt und mit einem Erdapfel in Salzwasser gekocht, das Grün hab ich geschnitten und eingefroren. Am Abend muss ich die Suppe nur noch pürieren und mit Milch verlängern.

7.4.20 12:59

bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


kelly (8.4.20 07:01)
Fast eine Gemeinheit so etwas leckeres bereits am frühen Morgen zu lesen, ich kann es auch förmlich riechen...
Inspiration mit Abwandlung für die nächsten Tage, irgendwann Germknödel mit Zwetschgen (aus dem Glas).
Langsam muss ich übersichtlich hamstern, es wird eng im Keller durch Leergut.
Heute ergibt sich eine Exkursion durch den Discounter, angeblich ist es schwierig Mehl zu bekommen und ebenfalls lächerlich *Hefe*!
Ich kann es nicht glauben und werde mich davon überzeugen!
Notfalls aus einer Bäckerei - basta.
Weiterhin frohes Schaffen und Gesundheit!
LG Kelly


Sparköchin (8.4.20 08:39)
Um die Germknödel beneide wiederum ich dich, denn über die hab ich mich noch nicht drübergetraut.
Haha, ja genau. Bei der ersten Hamsterwelle waren es Nudeln und Klopapier, was die Menschen zuhauf heimschleppten.
In der zweiten Welle - jetzt wird ihnen langsam fad - das Mehl und die Germ. Bio-Mehl ist hierorts immer noch Mangelware. Bei Germ kann man mittlerweile schon wieder Glück haben ...
Alles Liebe wünscht
die Sparköchin


kelly (8.4.20 13:53)
Ich wollte es nicht glauben, Mehl ist nicht und wenn dann rationiert zu haben.
Irgendetwas hakt oder besser ist faul im Staate Dänemark .
Zum Glück bin ich um nichts verlegen...
Noch nicht !


Sparköchin (8.4.20 15:31)
Ich hab noch 10 Kilo Dinkelkörner im Keller und 20 Kilo Futterweizen für die Damen. Das kann ich notfalls alles vermahlen, also: mein Brot ist gesichert

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)

Die Datenschuterklärung und die AGB habe ich gelesen, verstanden und akzeptiere sie. (Pflicht Angabe)


 Smileys einfügen