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3. November: Gemüse-Eintopf mit Lammstelze, Blätterteig-Schnecken

Es ist immer gut, wenn man alles aufhebt. Aus unterschiedlichsten Resten habe ich heute einen Gemüse-Eintopf mit Lammstelze und Weißbrot komponiert. Außerdem habe ich das vermeintliche Mittagessen für morgen vorbereitet. Weil sich aber herausgestellt hat, dass ich den Auswärts-Termin morgen doch nicht habe, werden die Blätterteig-Schnecken zum heutigen Abendessen umdefiniert.

Für den Eintopf hab ich zwei Schluck von dem Olivenöl, in dem ich den Schafkäse und die getrockneten Paradeiser eingelegt hatte, ins Reinderl gegeben und drin drei gewürfelte Erdäpfel und vier Mini-Karotten (insgesamt eine mittlere) in Scheiben angebraten. Nach einigen Minuten habe ich mit Salz und Paprikapulver gewürzt und mit einem Rest gekochter Paradeiser (vielleicht drei Esslöffel) abgelöscht.

Dazu kamen dann etwa zwei Handvoll Zucchiniwürfel und ein Esslöffel Kürbiswürfel sowie heißes Wasser, bis alles bedeckt war. Umgerührt, Deckel drauf, schmurgeln lassen. Nach einer Viertelstunde habe ich eine Handvoll geschnittener blanchierter Mangoldstiele sowie die kleine Lammstelze von vorgestern, ebenfalls klein gewürfelt, hineingegeben, um sie zu erwärmen.

Gebunden hab ich die Sauce mit einem Schuss Obers und einem Gmachtl aus einem gehäuften Teelöffel Speisestärke und einem Schluck Wasser. Das Weißbrot hat gut dazu geschmeckt. Dem Kind waren es anteilsmäßig zu viele Erdäpfel, aber den Geschmack hat es sehr gelobt. Das Gastkind hat sein Schüsserl schweigend geleert, aber Schweigen ist bei diesem Kind bei Tisch als Zustimmung zu werten.

Parallel dazu und zwischendurch habe ich aus einem Teil der geschenkten Äpfel einen Apfelkuchen aus Mürbteig gemacht. Dies deshalb, weil der erst in zwei Tagen genussreif sein wird und wir bis dahin sowieso noch den Allerheiligenstriezel vernichten müssen.

Und die erwähnten Blätterteig-Schnecken. Lieber Himmel, ich sollte beim Einkaufen besser achtgeben. Ich hab nämlich irrtümlich nicht die viereckige, sondern die runde Version erwischt, was die Schnecken ziemlich unterschiedlich hat werden lassen. Aber eigentlich waren es eh Nicht-Schnecken, was ich da produzierte.

Schon in der Früh hatte ich fünf kleine mehlige Erdäpfel gedämpft und auskühlen lassen. Die habe ich durch die Presse gedrückt und mit Salz und Muskatnuss gewürzt und mit einem kleinen Ei, geriebenem Käse und gewürfelten Speck-Resteln angereichert. Auf Gemüse hab ich diesmal verzichtet (wir werden Salat und Paradeiser dazu essen).

Als ich den Teig zu einer Maxi-Palatschinke aufrollen wollte, war er schon etwas aufgeweicht. Deshalb blieben die Streifen, die ich schnitt, auch nicht schnecken-rund, sondern quatschten zu einer Art schmaler Tascherl zusammen, die ich aber ohne Zögern ebenfalls aufs Blech (mit Backpapier) legte und bei 180 Grad Heißluft goldbraun buk.

Das Kind lauerte schon die ganze Zeit, ob es wohl heute schon eins schnorren konnte, aber jetzt ist ihm seine Portion als Abendessen ja gewiss.

3.11.19 13:17

bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


kelly (4.11.19 07:08)
Ein reichliches Frühstück und dann hier lesen...
Moin in die Küche mit einer Frage,
warum ist der Apfelkuchen auf Mürbeteig erst in zwei Tagen richtig?
Soll er durchweichen?
Mein Bruder nannte ihn den *Suchsuchkuchen* weil die krossen Stücke gern vom Teller hüpften.
Mein Exmann mochte gerade die harten Kanten und mir war es egal .
Ich wünsche gelungene Novemberüberraschungen!
Herzlichst Kelly


Sparköchin (5.11.19 22:58)
Ja, liebe Kelly, unsere Familie mag den Apfelkuchen wirklich weich und mürbe. Keine krossen Kanten, kein knuspriger Belag, einfach nur süßer fetter weicher Gatsch. Dann ist er richtig.
Für uns halt.
Aber ich mag ja auch kein Shortbread oder Sandbäckerei. Was im Mund landet, soll anstandslos auf der Zunge zergehen. Kauen ist überschätzt.

Alles Liebe
von der Sparköchin


kelly (6.11.19 06:33)
Prima - wenn sich alle einig sind !
Dann will ich nun gleich los um den richtigen Biss zu bekommen, dank der Pürierstäbe und Mixer sind die Zähne wirklich überbewertet .
Bleibt nur noch das Leben zum Durchbeißen!
LG Kelly

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