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22. und 23. Oktober: Zwetschken-Schmarren als Notlösung

Gestern haben wir alles vernichtet, was an Rindfleisch und Mangoldgemüse noch da war. Vom Reis ist ein Patzerl übrig geblieben, den haben wir heute zur Leber nach Art der Sparköchin gegessen; die hatte ich nämlich neulich eingefroren und heute früh aus dem Tiefkühler genommen.

Es wäre uns beiden eh zuwenig gewesen.

Weil wir eigentlich zur Nachbarin E auf ein Frühstück gehen wollten, habe ich in der Früh gach noch einen Schlagoberskuchen mit Zwetschkenbelag ins Rohr geschoben. Dann hatte ich anderes zu tun, und als ich nach einer knappen halben Stunde wieder ins Rohr schaute, traf mich fast der Schlag.

Es gibt für alles ein erstes Mal. Heute ist der Rost aus seiner rechten Verankerung gerutscht und auf dieser Seite auf den Boden des Backrohrs gefallen, und die Kuchenform mit ihm gerutscht. Das Gastkind hat mir höchst interessiert über die Schulter geschaut, als ich bei mittlerweile ausgeschaltetem, aber immer noch heißem Rohr vor demselben kniete und alles rausbeförderte, was Gefahr lief, das Backrohr wieder zu versauen. So lange ist die letzte Putzaktion nämlich noch nicht her.

Der Teig hatte sich also der schiefen Ebene angepasst. Die flacheren Teile auf der linken Seite waren bereits fertig gebacken, allerdings waren die Zwetschken nach rechts davongeschwommen. Dort war die Form natürlich übergegangen, und ein Teil des Teigs war im Rohr gelandet. Diese Teile waren übrigens auch fertig gebacken.

Blieb der Gatsch in der rechten Ecke der Form. Den hab ich einige Sekunden betrachtet und mich dann entschieden, ihn nicht zu entsorgen. Ich hab die Handgeschmiedete vom Haken genommen, ein kleines Stück Butter drin erhitzt - der Teig ist durch den Obers eh fett genug! - und den flüssigen Teil des Teigs in die Pfanne geleert.

Dann hab ich auf Kaiserschmarren-Manier weitergemacht: ständig geschaufelt und gerührt. Weil ja im Teig auch Zucker war, und der brennt sehr gern an. Das ist quasi sein Lieblings-Hobby. Sobald ich den Eindruck hatte, das Ding ist halbwegs durch, hab ich die Pfanne von der heißen Platte gezogen und wir sind ohne Kuchen abmarschiert, aber nicht in Richtung Frühstück, weil der Nachbarin eh was dazwischengekommen war.

Als Mittagessen hat sich der Zwetschken-Schmarren dann vorzüglich geeignet.

23.10.19 14:06

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


kelly (24.10.19 06:53)
Ohjemineh…
Meine Bedenken wenn ich einen Auflauf in den Backofen schiebe, sollte meine geliebte Jenaer Glasform plötzlich zerbrechen - was dann?
Zweifacher Jammer!

Diese unnötige Arbeit bleibt allen Kantinenessern erspart.
Aber - sie bekommen auch kein Zwetschken-Schmarren, ha!

Meine Sorgen betreffen die Zutaten für abgeflammte Cremespeisen, das Lieblingsdessert meiner Enkelin, ob es gelingt *und* mir die Vanille nicht doch zu teuer erscheint?
Alles Gute für alle Vorhaben in den Sparküchen !
LG Kelly

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