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8. September: Brathendl mit Trallala

Weil ich dringend Platz im Gefrierschrank brauche, habe ich meine Eltern auf ein Brathendl mit Trallala eingeladen, diesmal mit Erdäpfeln, Paradeis- und Karottensalat, wenig Mangoldgemüse und Mangoldsoufflés. Das Hendl hatte ich seinerzeit am Verbrauchsdatum um den halben Preis gekauft und stantepede eingefroren.

Das Hendl war gut aufgetaut, das hab ich innen und außen gesalzen, außen mit osmanischer Gewürzmischung eingerieben Vorher schon hatte ich ein paar kleine Rosmarinzweigerl unter der Haut verteilt. Das Hendl kam in einen Bräter, wurde zugedeckt und kam bei 200 Grad Ober- und Unterhitze für eine halbe Stunde ins Rohr, danach schaltete ich auf 160 Grad zurück.

Der Karottensalat wartete fertig im Glas, da musste ich nur noch ein bisserl Schnittlauch und Zwiebelgrün fein schneiden und drüberstreuen. Der Rest vom Schnittlauch kam, gemeinsam mit Salz, über eine Schüssel klein geschnittener Paradeiser, die in Wiener Marinade ertränkt wurden.

Jetzt war es Zeit, die kleinsten Erdäpfel rauszusuchen und zu dämpfen. Wenn ich die roh geschält hätte, wäre das erstens das geworden, was die Wienerin a blöde Hackn nennt und zweitens wäre nix übrig geblieben. So hab ich die gedämpften geschälten Erdäpfel eine halbe Stunde vor dem Essen in den Bräter gegeben, zur gleichen Zeit wie ich die Mangoldsoufflés ins Rohr gegeben habe.

Da musste ich davor aber die Soufflés noch vorbereiten: eine Portion blanchierten geschnittenen Mangold (aufgetaut) habe ich in eine Schüssel gegeben und gewürzt. Dann habe ich mich aufgeschwungen und eine Roux aus je einem Esslöffel Butter und Mehl sowie 200 ml Milch bereitet. Unentwegt rühren, das ist das Geheimrezept. Auch während des Auskühlens noch ab und zu rühren!

Die abgekühlte Roux kam zum Mangold ebenso wie zwei Dotter (geriebener Käse in kleiner Menge hätte auch nicht geschadet). Im wesentlichen folgte ich also dem Rezept für Brennnessel-Soufflés aus dem Juni 2019.

Am Schluss habe ich jedenfalls den Schnee von zwei Eiklar untergehoben und die Masse auf vier ofenfeste Förmchen verteilt, die ich mit Kokosfett ausgestrichen und mit Semmelbröseln ausgestreut hatte.

Und eben eine gute halbe Stunde vor dem Essen, als ich das Hendl zum Bräunen abdeckte und die Erdäpfel zugab, stellte ich die Förmchen ins Rohr dazu und schaltete die Hitze wieder auf 180 Grad rauf.

Weil ich nicht den ganzen aufgetauten Mangold gebraucht hatte, habe ich den Rest in das Roux-Reinderl gegeben, mit wenig Milch aufgegossen und mit Salz und Curry gewürzt und das ganze einmal aufkochen lassen.

Am Nachmittag habe ich alle Knochen hergenommen, die nicht abgekiefelt worden waren und habe sie gemeinsam mit dem Hals und den Innereien (war separat abgepackt), einer Portion Suppengrün und verschiedenen Gewürzen zu einer Suppe ausgekocht. Die Fleisch-Fuzerln kamen wie das Gemüse zurück in die Suppe, die werden wir in den nächsten Tagen abends mit Backerbsen essen.

Vom Fleisch ist auch was übrig geblieben, das werde ich mir ebenfalls demnächst gönnen.

8.9.19 11:29

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


kelly / Website (9.9.19 07:01)
Moin nach Wien,
mit der Urlauberin werde ich nun oft zum Geflügelessen aus gesundheitlichen Gründen kommen.
… bestenfalls a la Card!
Zum Glück ist Kohlsaison und ich hoffe auf Verführung mit Gemüse.
Hähnchen gab es sehr oft früher bei uns, wirklich lecker war eins in der Westbank, es wurde u.a. mit Knoblauch unter der Haut zubereitet, erst skeptisch, dann restlos überzeugt vom Geschmack.

Nur für mich, noch nie für Besuch wagte ich Soufflés .
Alle Achtung!
LG Kelly

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