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10. Juni: Brennnessel-Soufflé mit Garnelen in Sauce

Ein uraltes Rezept (Gusto 05a/2012) hab ich da ausgegraben, um die Brennnessel-Ecke vor dem Hendlgehege endlich auszuputzen. Es hat allen geschmeckt, ganz was Neues. Oder besser gesagt: es wurde alles aufgegessen. Das muss nicht unbedingt dasselbe sein.

Vorher hatten wir einen Salatteller (Blätter, Paradeiser, Radieschen, Portulak) und danach ein Joghurt mit Erdbeermarmelade.

Natürlich hab ich das Rezept leicht abgewandelt, auch um Geschirr zu sparen. Also: Erst hab ich die Brennnesseln gewaschen und in Salzwasser abgekocht, abgeschreckt und eher fein gehackt. Die gröbsten Stiele hab ich entfernt.

Im Reinderl hab ich wenig Butter erhitzt, ein kleines Zwiebelhapperl reingeschnitten und die Brennnesseln dazugegeben. Nach ein paar Minuten braten kamen sie in die Schüssel. Im selben Reinderl hab ich aus je 2 Deka Butter und Mehl sowie ein Vierterl Milch und ein Stamperl Obers eine Roux gekocht, sie mit Salz und Pfeffer gewürzt und etwas abkühlen lassen. Dann hab ich drei Eidotter und einen Teelöffel Zitronenschale eingerührt.

Inzwischen hab ich den Schnee der drei Eiklar geschlagen und die Brennnesseln gesalzen. Außerdem hab ich sechs Förmchen zu je 150 ml ausgebuttert und mit Semmelbröseln ausgestreut.

Dann kam die Sauce zu den Brennnesseln und der Schnee auch vorsichtig dazu. Mit dieser Masse hab ich die Förmchen gefüllt und bei ausnahmsweise vorgeheizten 180 Grad Ober- und Unterhitze auf die mittlere Schiene gestellt und dort 20 oder 25 Minuten backen lassen.

Jetzt wars aber Zeit, um den Salat zu richten und mich den Garnelen zu widmen. Die angetauten Garnelen hab ich in Butter beidseitig erhitzt und zur Seite gestellt. Von einem Viertelliter Garnelenfond - es ist ja immer gut, wenn man alles aufhebt! - hab ich den Großteil zum Bratensatz gegossen und zum Kochen gebracht. Zum Rest hab ich einen Schluck Obers getan und einen Löffel Speisestärke, und damit hab ich die Sauce am Ende gebunden.

Was die Gewürze betrifft, hab ich mich an mein Lieblingsessen bei Luis an der Algarve erinnert, der hat mit Korianderblättern und Lorbeerblättern gewürzt. Blätter hab ich im Garten leider keine mehr gefunden, dafür kamen ein paar Körner in die Sauce. Das hat dann einige Minuten geköchelt vor dem Binden, und der Geschmack war auch sehr gut.

Das Rezept ist zwar ein bisserl eine Patzerei und eine Extraladung Geschirr zum Abwaschen, schmeckt aber richtig gut und bringt auch etwas Abwechslung. Original sollte eine Kokossauce dabei sein (Kokosmilch, Weißwein und eine Knoblauchzehe), vielleicht probiere ich das beim nächsten Mal.

10.6.19 18:22

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