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9. Jänner: Braterdäpfel mit geräucherter Zunge

Manchmal bin ich zu optimistisch. Vor einigen Monaten habe ich nämlich einen Orangenbaum adoptiert, und heute sollte die erste Zehn-Kilo-Kiste Orangen eintreffen. Das Wetter ist auch schlecht, was lag also näher, als den Tag zum Haushaltstag zu erklären und auf die Orangen zu warten?

Natürlich kam die Kiste nicht, vermutlich war dem Spediteur das Handling zu mühsam und er zwingt mich zur Abholung bei irgendeiner weit entfernten Abgabestation. Oder er ist, von Westen kommend, auf der Strecke im Tiefschnee stecken geblieben.

Die Bügelwäsche liegt immer noch da, aber in der Küche war ich produktiv. Begonnen habe ich damit, mir die Zutaten für einen Erdäpfelzopf mit Fruchtfülle herzurichten. Das ist ein Rezept aus einem älteren Thea-Kochbuch - welches übrigens insgesamt ganz phänomenale Ideen bereithält, muss ich sagen. Ich kann die Margarine ja durch Butter ersetzen, nicht wahr?!

Im Prinzip handelt es sich um einen Striezel-Germteig, erweitert um ein Viertelkilo gekochter passierter mehliger Erdäpfel. Die Fülle besteht aus getrockneten Früchten und Marzipan, ich gebe immer zwei Löffel Marmelade dazu. Für die Fülle bin ich allerhand Restln losgeworden.

Für den Teig hab ich unter anderem ein angefangenes Butter-Packerl weich werden lassen. Da sind dann ein paar Deka übrig geblieben. Das kam mir gelegen, weil ich gestern Abend die Dose Sardinen in scharfem Öl nicht geschafft habe. Eine Sardine ist ungegessen geblieben. Die habe ich heute mit einer Gabel zerzupft, gesalzen und mit dem Klacks weicher Butter gut zu einem Brotaufstrich verrührt. Eine Kostprobe hab ich mir mittags gegönnt: köstlich!

Weil das Mittagessen nämlich heute nicht so ausgiebig war. Gestern war ich auf der dringenden Suche nach vier Palatschinken, die ich im Tiefkühler glaubte, um Fritatten für die Suppe zu schneiden. Die Palatschinken muss ich wann anders gegessen haben, jedenfalls waren sie nicht auffindbar. Wir haben Buchstabensuppe gegessen.

Aber was ich auf dieser Entdeckungsreise im Eis gefunden habe, war eine geräucherte Schweinszunge, auch nimmer die Jüngste.

So. Die hab ich aufgetaut und heute in dünne Scheiben geschnitten, die wird die heutige Kaltverpflegung bereichern. Was nicht ins kleine Schüsserl gepasst hat, hab ich in Streifen geschnitten und beiseite gestellt. Von gestern war noch ein großer Erdapfel übrig, von heute zwei kleine - also mussten es nochmals Braterdäpfel werden. Da hinein kam auch die Zunge, und etwas Salz. Und schon wieder war ein Mittagessen fertig. Als Nachspeise lasse ich mir gerade einen Rest Powidl schmecken. (Schon wieder ein Glas leer. )

Zwischendurch hab ich den Erdäpfelzopf ins Rohr geschoben. Zwei Eckerl vom Teig hab ich zwengs der Optik weggeschnitten. Die hab ich gemeinsam zu einer kleinen Kugel gedreht und als Weckerl mitgebacken. Der fertige Zopf sieht ganz wunderbar aus und wird uns morgen zur Jause schmecken!

Jetzt sind alle Marmeladereste vom Keksbacken weg, und ich kann ein neues aufmachen. Vielleicht gibts ja dann morgen die Palatschinken, endlich.

 

9.1.19 13:02

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