Der Sparküche-Blog.

Werbung

Gratis bloggen bei
myblog.de

4. Jänner: Zunge mit Erbsenpüree

Wer Zunge mit Erbsenpüree liest, hat vermutlich eine bestimmte Vorstellung dieses Gerichts. Unser heutiges Mittagessen hatte damit nichts zu tun.

Ich habe nämlich heute den Vormittag damit zugebracht, acht Granatäpfel zu entkernen. Zwei Schüsseln voll Kerne waren es. Eine Portion hab ich mir für die kommenden Frühstücke aufgehoben, den Rest hab ich am Nachmittag gemeinsam mit Äpfeln entsaftet.

Das Kochen musste also heute schnell gehen, was mir schon in der Früh klar war, weshalb ich ein Schüsserl aus dem Tiefkühler genommen habe: "Zungenscheiben in Suppe". Allerdings handelte es sich um eine halbe Schweinszunge, die da in einem Viertelliter klarer Suppe eingefroren war. Das gerechte Aufteilen dieser Portion führte dazu, dass der heutige Fleischanteil am Mittagessen zur Dekoration verkam.

Machte aber nichts, zumindest mir nicht, denn ich liebe Erbsenpüree, das Kind nicht, aß es aber relativ brav, weil es einfach hungrig war. Obwohl auch das Püree nicht so aussah, wie Erbsenpüree normalerweise aussieht. - Kein Wunder, ich habs ja auch anders hergestellt.

Zuerst habe ich die letzten vorrätigen mehligen Erdäpfel sowie zwei speckige gedämpft. Dann hab ich zwei Handvoll Tiefkühl-Erbsen in einem halben Liter Milch aufgetaut. Als die Granatapfelkerne vor mir lagen und nachdem ich vergeblich versucht hatte, die Schweinerei zu beseitigen (die ganze Gegend ist rot gepunktet, inklusive mir), ging dann alles schnell: auf der einen Flamme die Zunge samt Suppe aufgewärmt. Die Erdäpfel geschält und gewürfelt und in die Erbsenmilch gegeben, mit reichlich Kräutersalz gewürzt (damit das Glas endlich leer wird, wir haben noch einen Riesenbecher in Reserve) und auf der anderen Flamme zum Kochen gebracht. Derweil zuerst die Erbsen und Erdäpfel gestampft (soweit die allgemeine Anleitung) und dann den Pürierstab reingehalten (was wirklich nicht empfohlen werden kann: der Pürierstab verklebt und das Püree wird zum Kleister).

Bei Tisch hab ich mir noch zusätzlich Gewürzmischung drübergestreut und das Kind Kräutersalz.

In den Rest vom Püree hab ich die Suppe hineingegossen und, weils eh schon wurscht war, nochmals den Pürierstab reingehalten. Das nenne ich Erbsencremesuppe und serviere ich uns am Abend, bevor ich mich übers selbst gemachte Beinahe-Hummus hermache und das Kind Salami knabbert.

Fürs Hummus koche ich gerade eine Portion eingeweichter Kichern. Zwölf Käferbohnen, die noch in der Kuchlkastllade herumkugelten, hab ich auch gleich dazugeworfen. Entweder ich fische die nach dem Kochen raus und tu sie demnächst in ein Essen oder ich püriere alles zusammen.

Dazu kommt jedenfalls ein Teil des Kochwassers, Kräutersalz (dann ist es weg!), Zitronensaft, eine Knoblauchzehe, etwas Kreuzkümmel und Olivenöl. Aufs Tahin verzichte ich großzügig.

4.1.19 16:10

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


kelly Doescher (5.1.19 07:10)
Es sah aus wie Zunge in Aspik und war auf Nachfrage geräucherte Entenbrust zur optischen Verbesserung meiner Aufschnittplatte.
Die große Herausforderung ist dann morgen am Sonntag, der Mehlpudding als traditionelle Weihnachtsspeise ist fällig.
Gedacht als Beilage zum Putenbraten, zusätzlich Salzkartoffeln, Rotkohl und Apfelkompott - na Mahlzeit, danach kann ich die Küchenrente beantragen...
oder einschneien und von den Resten leben .
Kurzfristig würde ein Lieferengpass mich auch nicht ängstigen, für meine Taille von Vorteil.
Den Pürierstab liebe ich auch, sehr dienlich...
LG Kelly


Sparköchin / Website (5.1.19 14:35)
Geräucherte Entenbrust hört sich aber auch seehr gut an.
Ich glaube, Mehlpudding habe ich überhaupt noch nie gegessen, nicht einmal gesehen. (Außer er hat bei uns einen anderen Namen ... )
Gerade habe ich bei ichkoche.at nachgesehen. Sehr witzig. Drei Rezepte gefunden, alle ohne Bild, zwei identisch und so durcheinander geschrieben, dass es unverständlich ist. Das dritte in historischer Schreibe: ich wüsste nicht, was genau ich thun soll
Gegen deine Kocherei ist meine stümperhaft. Ich gratuliere dir, den Gästen schmeckt es sicherlich!!
Ruhe dich nach dieser Anstrengung gut aus und mach es dir gemütlich.
Lieben Gruß
von der Sparköchin

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)

Die Datenschuterklärung und die AGB habe ich gelesen, verstanden und akzeptiere sie. (Pflicht Angabe)


 Smileys einfügen