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12. - 14. Oktober: Hühnergeschnetzeltes mit Couscous, Eis

Ich fürchte, heute habe ich mich verkocht. Mir hat mein Hühnergeschnetzeltes mit Couscous ganz hervorragend geschmeckt, aber die anderen vier waren sehr still und haben keinen Nachschlag verlangt. Mir egal, wir essen die Reste - trotz Protests des Kindes - am Sonntag auf. Naja. Vom Eis, das wir beim Italiener ausgefasst haben, ist natürlich nix übrig geblieben.

Weil ich mit Tieren an sich in der Küche nicht so gern umgehe, hab ich zuerst einmal die übrig gebliebenen gestrigen Erdäpfel hergenommen, einige fürs Mittagessen beiseite gelegt (und später mit dem Kürbis von gestern verzehrt, der wiederum sehr gut angekommen ist) und den Rest mit dem dritten Viertel vom Hokkaido sowie Wasser und vier Esslöffel Kokosmilch nochmals geköchelt. Ich habe dann noch nachgesalzen, aber ansonsten nimmer gewürzt. Am Schluss wurde püriert, und das entstandene Supperl hat uns am Samstag (der ansonsten nix Warmes brachte) mit Gebäck sehr gut geschmeckt.

Also dann doch irgendwann das Hendl. Eigentlich die Hendln, denn ich habe im Supermarkt zu Bio-Hendlbrust von zwei Tieren gegriffen, die um die Hälfte billiger war als das Filet. Was ich dann bei der Bearbeitung gemerkt habe: natürlich sind auch die Knochen noch dran. Ich hab also eine halbe Stunde herumgefitzelt, dass es eine Freude war.

Vor allem die Haut wollte sich selbst mit dem großen Messer nur unter maximaler Gegenwehr in kleine Stücke schneiden lassen. Die wollte ich nämlich im immer noch vorhandenen Melanzani-Öl zu Hendlgrammeln frittieren. (Habe ich auch gemacht, hätte ich aber lieber bleiben lassen sollen, denn das Zeug hat gespritzt wie überhaupt noch nie etwas in meiner Küche. Bistudeppert! Aber geschmeckt haben sie gut. )

Die Knochen habe ich gesammelt und eingefroren. Wenn mir das nächste Packerl Suppengemüse unter die Augen kommt, koche ich draus eine Suppe.

Ziemlich viel vom Frittier-Öl habe ich dann ins größte Reinderl getan, nochmals erhitzt und die Fleischwürfel rundum drin angebraten. Dann hab ich sie rausgehoben, etwas Fett ins Reinderl getan und zwei kleine Zwiebelhapperl grob ins Reinderl geschnitten. Eine Portion roher Karottenscheiben aus dem Tiefkühler kam auch dazu. Nach einigen Minuten hab ich gesalzen und gepfeffert, das Fleisch wieder hineingegeben, eine Handvoll blanchierter Erbsen und zwei Rosmarinzweigerl dazugeschmissen und etwa 150 ml Obers drübergeleert.

Wenn schon, denn schon.

Zugedeckt hat das ganze dann eine halbe Stunde vor sich hin geschmurgelt. Abends musste ich es nur noch aufwärmen und den gesalzenen Couscous mit kochendem Wasser übergießen und ziehen lassen. Und das Glaserl mit dem ungarischen Teufelszeugs auf den Tisch stellen.

14.10.18 10:58

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


kelly Doescher (15.10.18 05:42)
Die milde Variante als Frikassee ist mir bekannt und wird familiär *zerbombtes Huhn* genannt.

Moin Christa,
Couscous als Beilage in der Kombi ist mir nicht bekannt. Ja - und das Eis im Oktober schmeckt . In meinem Nettomarkt werden die Eisbestände verramscht, 6 Tüten für 1,18€, da bin ich dabei.
Heute ist der größte Discounter angesagt, nachdem ich durch meine Unternehmungen nur schnelle Gerichte machte ist nun vielleicht was herzhaftes gefragt, ich lass mich inspirieren.
LG Kelly


Sparköchin / Website (17.10.18 15:30)
Liebe Kelly,
zerbombtes Huhn, genau! So haben meine MitesserInnen das wahrscheinlich gesehen.
Jawohl, ran ans Eis! Ich möchte die letzten schönen Tage auch noch für ein Eis im Eissalon ausnützen.
Morgen grabe ich wieder ein "normales" Essen aus dem Tiefkühler, diese Nebenbei-Versorgung behagt mir gar nicht.
Liebe Grüße in den Norden
von der Sparköchin

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