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noch immer 16. Mai: Eierspeis mit Spargel und Käse und kein Schoko-Mohr ohne Hemd

Weil wir schon bei den Fehlern sind. Gestern habe ich mir ein Buch ausgeborgt, das meine Erwartungen nicht im geringsten erfüllt hat, leider: "Party-Küche vom Feinsten. Mehr Spaß mit Fingerfood." von Jörg Wörther.

Jö, dachte ich mir, neue Ideen für Fingerfood.

Im Vorwort dann die Auflösung: Wörther hat Stanitzel, also Cones, erfunden, in denen er in seinem Lokal Fingerfood serviert. Was er aber auch gleich ins Vorwort schreibt: also erstens handelt es sich um eine streng geheime Teigrezeptur, die man zweitens zu Hause sowieso nicht nachmachen kann. Drittens sind demzufolge die meisten Rezepte im Buch kein Fingerfood.

Gehts noch?

Das einzige, wozu er sich herablässt, ist zu sagen, dass man aus Blätterteig kleine Rollen wickeln kann, analog Schaumrollen, allerdings gefüllt zum Beispiel mit Beef Tartare. Oder man wickelt das Essen in kreisförmig zugeschnittene Bananenblätter. (Die ja hierzulande an jeder Ecke herumliegen, oder?)

Eine lahme Idee kommt dann noch: man könnte es ja mit Erdäpfelteig versuchen, um gleich wieder abzuwinken: aber die werden sicher nicht knusprig genug und weichen gleich auf.

Ja sicher, mit den Rezepten, die er uns in dem Machwerk darbringt, auf jeden Fall. Bei fast jedem ist ein Fond oder zumindest eine Mousseline dabei. (Aus welchem ich mir eigentlich eine Bluse genäht hätte, aber bitte, man kann sie auch zu Brathendl servieren. Aber nicht ohne ein Saftl drüberzuträufeln.)

Erst am Ende der Lektüre ist mir bewusst geworden, dass das Buch im Verlag der Tageszeitung "Österreich" erschienen ist. Dann war mir alles klar:  außen alles versprochen, aber inhaltlich nix gehalten.

Das allerletzte Rezept könnte was sein, das merke ich mir hiermit: "Weißer Mohr" im Hemd mit Pfirsichspalten und Spumantegelee.

Für das Gelee weicht Wörther 2 Blatt Gelatine in kaltem Wasser ein, kocht 1/16 Liter Wasser mit 5 Deka Kristallzucker auf und löst darin die ausgedrückte Gelatine auf. Dann gießt er 1 dl Spumante, einen halbsüßen italienischen Sekt, dazu, leert die Flüssigkeit 1 cm hoch in eine flache Schale und lässt sie im Kühlschrank fest werden. Klein gewürfelt wird das dann als Deko verwendet, neben ein paar Spalten Kompott aus Weingartenpfirsichen.

Für die Souffles schlägt er drei Eiklar mit 4 Deka Kristallzucker zu einem festen Schnee und dann separat 4 Deka weiche Butter schaumig. Da hinein kommen nach und nach die drei Dotter und dann 4 Deka erweichte und abgekühlte weiße Schokolade sowie ein Esslöffel Rum. Dann den Eischnee zugeben und 2 Deka geriebene Mandeln unterheben.

Souffleförmchen oder Tassen werden mit weicher Butter ausgestrichen und mit Kristallzucker ausgestreut, da hinein kommt die Masse zu 2/3 voll. Förmchen in ein Geschirr füllen, kochendes Wasser ins Geschirr (so hoch wie der Teig drin ist) füllen und ins auf 180 Grad vorgeheizte Rohr schieben und dort ca. 35 Minuten backen.

Auf Teller tun, die Deko dazu, mit Staubzucker bestreuen und servieren.

 

Kauft es nicht, das Buch, kann ich euch nur raten.

Und jetzt versuche ich eins von den Schmor-Tascherln zu kosten.

16.5.18 12:23

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Kelly / Website (17.5.18 08:08)
Meterweise Kochliteratur steht nutzlos bei mir herum.

Nach all der Schlemmerei in der letzten Zeit fällt mir das Wirken in der Küche etwas schwer.
Vielleicht hole ich mir noch etwas Spargel zu Mittag...
Das *Perfekte Dinner* bei Vox gestern war eh illusionsraubend und dekadent, die Köstlichkeiten überschreiten mein Budget und Fähigkeiten.
Liebe Grüße!


sparköchin / Website (21.5.18 12:08)
Das ist das Schlimmste: die Dekadenz.
Tröste dich: auch mir gehts grad schlecht in der Küche, ich bin fehleranfällig und überhaupt nicht motiviert.
Heute ist der erste Tag, wo ich was weiterbringe ... Spargel gibts heute bei uns auch, geschnorrten Weißspargel ...
Alles Liebe!

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