Der Sparküche-Blog.

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noch immer 7. April

Vorhin beim Geschirr abwaschen hab ich vor mich hin sinniert. Und bin zu dem Schluss gekommen: Sparküche hat weniger mit dem Kochvorgang selbst zu tun, sondern mit der richtigen Vorratshaltung und dem achtsamen Umgang mit Resten.

Weil ich mir nämlich aktuell nicht sicher bin, ob die Hühnersuppe vom Donnerstag noch bis morgen Abend durchhalten wird, wo ich sie vor den gewuzelten Mohnnudeln mit Zwetschkenkompott servieren möchte.

Weil ich sie "nur" im Kühlschrank lagere. Eigentlich hätte ich sie in einen hinreichend großen Becher füllen und einfrieren müssen. Oder nochmals aufkochen und kochend heiß randvoll in ein Schraubdeckelglas füllen und sofort verschließen.

Gerade wenn ich ein Abendessen koche und nachher hundsmüde bin, kann es schon einmal passieren, dass ich mich um die Reste nimmer kümmern mag. Beim letzten Karpfen zum Beispiel war ich heilfroh, dass einer der eingeladenen Nachbarn das ganze Blech zum Weiteressen mitnahm und ich keine Arbeit mehr damit hatte.

Am Donnerstag hab ich es noch geschafft, die Hendl-Reste luftdicht verpackt in den Kühlschrank zu tun, detto am Mittwoch das Fleisch von den Suppenknochen. Über beides war ich letztlich froh, als ich im Kühlschrank nach Zutaten fürs nächste Mittagessen gegraben habe. 

Aber es klappt halt nicht immer. Ein Happerl Salat, nicht ordentlich ins Nylon verpackt, ist am nächsten Tag verwelkt. Die Topinambur wiederum, ordentlich ins Nylon verpackt (und für eine Woche im Gemüsefach vergessen) hätten fast schon zu schimmeln begonnen.

Besonders blöd ist, wenn die Kochpläne durcheinandergebracht werden. Die Nachbarn laden spontan zum Mitessen ein. Der angesagte Besuch kommt doch nicht. Eine unangekündigte Spende von Köstlichkeiten macht das Kochen für ein bis zwei Tage unnötig.

Und schon bleibt der Kühlschrank voll, und wenn die sensiblen Dinge wie Fleisch dann nicht kurzfristig versorgt werden, ist es manchmal zu spät.

Sparküche heißt also eher nicht "billig kaufen", sondern eher "nix wegschmeißen".

Was sich meiner Erfahrung nach eh von selbst ergibt: wer sein Gemüsebeet über Monate hinweg gehegt und gepflegt hat, bei jeder Wettervorhersage vor Sturm und Gewitter gebangt hat und im Herbst der Erde alles Mögliche entrissen hat und dann vielleicht auch noch in mühevoller Kleinarbeit für den Tiefkühler paketiert oder verkocht und in Schraubgläser gefüllt hat, der oder dem tut es bei dem Gedanken an die sommerliche Hackn eh meistens um jeden verschwendeten Bissen leid.

Nur die reinen Mein-Essen-kommt-aus-dem-Supermarkt-Menschen schmeißen leichthin Lebensmittel weg, die sie eigentlich nur auf Verdacht gekauft haben: könnt ja sein, dass ich das am Wochenende essen mag. Und wenn ich nicht mag, hau ich es weg.

Das ist dann definitiv keine Sparküche. Auch wenns zum Billigstpreis aus dem Diskonter kommt.

7.4.18 20:13

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Kelly / Website (9.4.18 06:45)
Grundsätzlich gebe ich dir recht!
Moin Christa,
Kücheneinrichtung wurde nach der Größe des Kühlschrankes gewählt und bei Besuch werden Reste mitgegeben.
Nachdem dann Teller, Schüsseln und Bleche weniger wurden in meinem Haushalt hab ich nun einen Vorrat an Papptellern und leeren Eisdosen.
Speziell die Hühnersuppe mit Petersilie ist heikel.
Und dennoch...
Gestern fand ich bei der Durchsicht eine Tüte bombierte Milchbären, Haltbarkeitsdatum ignoriert!
Auch wenn ich bei der Herstellung nicht mitgewirkt habe war es ärgerlich...
Sparsam bei Süßigkeiten ist nur ein Kleinteil in der Schatzkiste.
LG Kelly

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