Der Sparküche-Blog.

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18. April

Aufgrund verschiedener äußerer Gegebenheiten war ich heute die personifizierte Dysthymie. - Erspart euch das Nachschlagen: ich hatte einfach wirklich schlechte Laune.

Um nicht in einem Tag mit Computerspielen und Salamibrot in mich hineinstopfend zu enden, beschloss ich mir etwas Gutes zu tun. Ich stellte mich in die Küche, um mir ein Essen mit eigenem Grünspargel zu kochen.

Dortselbst erlebte ich zwei herbe Enttäuschungen. Die eine über mich selbst, die ich die neulich erworbenen Zwiebeln in einem Plastiksackerl aufbewahrt hatte. Einige der Dinger waren in einem erbarmungswürdigen Zustand. Die zweite über den Biosupermarkt, der die Erdäpfel als österreichisch ausgelobt hatte. Eine Prüfung des Etiketts, leider erst jetzt vorm Kochen, wies sie als ägyptisch aus. Frechheit, eigentlich.

Begonnen habe ich mit einer einfachen Aufgabe: ich habe eine Suppe aus Rindsknochen zugestellt. Knochen und zugeputztes Suppengrün aus dem Tiefkühler nehmen, in reichlich Salzwasser legen und mit einigen Knoblauchzehen, Heckenzwiebelschlotten und Rosmarinnadeln sowie einem Lorbeerblatt würzen. Stundenlang köcheln lassen.

Dann stellte ich ein paar von den weitgereisten Erdäpfeln zum Dämpfen hin.

Über das Angebot des "erntefrischen Spargels" am Bauernmarkt kann ich natürlich nur lachen, denn meiner war genau fünf Minuten vor der Verarbeitung geerntet, nämlich dem Gemüsebeet entrissen worden.

Wie immer teilte ich ihn auf: die Oberteile und geschälten unteren Enden wurden in Salzwasser blanchiert. Am Schluss werden im selben Wasser die Schalen und Abschnitte gut ausgekocht für kommende Suppen und Speisen.

Leider hatte ich zwischendurch die grundsätzlich gute Idee, doch auch eine gestiftelte Karotte zu blanchieren (weil der Spargel doch sehr wenig zu sein schien), was mich ins Trudeln brachte, woraufhin ich prompt - das muss einer erst einmal gelingen! - die zu dämpfenden Erdäpfel vergass und sie somit anbrannten, obwohl ich die ganze Zeit vorm Herd stand.

Egal. Nachdem auch die Karotte durch war, kamen Karotten- und Spargelabfälle zum Auskochen ins Wasser. Dann widmete ich mich den Zwiebeln und richtete die zum Einlegen als Essigzwieberl her (weil ich sie durch großzügiges Schälen verkleinert hatte) und schmiss zwei oder drei Austriebe auch noch in die Brühe. Und ein kleines Thymianzweigerl, mit dem ich mir davor einen Tee gekocht hatte.

Jetzt kam der große Moment fürs Gemüse: in wenig Öl briet ich die Spargel- und Karottenstücke kurz an, staubte sie mit wenig Mehl, rührte gut um und löschte mit einem Schuss Obers ab. Nachdem ich gesalzen hatte, stellte sich heraus, dass sich zuwenig Flüssigkeit bildete, also gab ich noch einige Esslöffel der gerade fertigen Gemüsebrühe dazu. Während das alles noch einige Minuten einkochte, schälte ich die Erdäpfel. Und servierte mir im Anschluss gekochte Erdäpfel mit Spargel-Karotten-Gemüse in Obers-Sauce.

Ägypten hin oder her, es schmeckte köstlich.

18.4.16 12:06

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