Der Sparküche-Blog.

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11. Juni: Reisauflauf mit Obst nach einem Salatteller

Der Bananenkuchen schmeckt besser als erwartet. Den Nussring hab ich noch nicht verkostet. Das Kind ist begeistert von seinem Kuchen, aber vielleicht nicht völlig objektiv. Für heute hat es sich etwas Süßes als Mittagessen gewünscht. Das ist gar nicht so schlecht, weil ich da wieder einen Salatteller vorher hinstellen kann.

Entschieden habe ich mich für einen Reisauflauf mit Obst, weil es eh genug Österreis gibt, und Obst sowieso: von den Erdbeeren nehme ich was, und eine Stange Rhabarber werde ich auch verwenden. Schon vor dem Frühstück hab ich einen kleinen Becher Reis mit zweieinhalb Bechern Milch (wo ein Rest vom alten Schlagobers dabei war), einer schwachen Prise Salz, wenig Zimt, zwei Kardamomkapseln und ein paar Tropfen Vanilleessenz aufgekocht und halbwegs weich gedünstet.

Der kühlt jetzt aus. Mittags werde ich aus mindestens zwei Eiern, vielleicht 6 Deka Butter und ordentlich Zucker einen Abtrieb bereiten. Wenn ich gut drauf bin, trenne ich vielleicht sogar die Eier und hebe den Schnee von den Eiklar erst am Schluss unter.

Die Hälfte der Masse kommt dann in eine gefettete Auflaufform, dann eine Lage Obst drauf, dann der Rest der Masse. Vielleicht einige Butterflockerl drauf, und bei 190 Grad Ober- und Unterhitze ins Rohr, so für 40 - 45 Minuten.

Der Salat vorher besteht großteils aus Blattsalaten und vielleicht einem Glas irgendwas, da muss ich erst die Vorräte durchsehen. Als Dekoration werden es vermutlich Parmesanspäne werden, und vielleicht, aber nur vielleicht, jeweils ein pochiertes Ei.

(Aber bevor das alles stattfindet, hab ich noch einen Büßer-Vormittag vor mir. Das Kind muss Mathe lernen. )

11.6.20 09:03, kommentieren

noch immer der 11. Juni

Also.

Ja, ich habe die zwei Eiklar für den Reisauflauf zu Schnee geschlagen. Weil mir die Creme aus Dottern, Zucker und Butter zu fest schien, hab ich noch ein drittes kleines Ei, ungetrennt, dazugeschmissen. Dann wars richtig.

Wie dann der Auflauf im Rohr war, ist mir aufgefallen, dass ich den Schnee nicht untergehoben hatte. Hoppala.  Der Auflauf schmeckt auch ohne Schnee köstlich, ich hab letzteren im Kühlschrank geparkt, den werde ich sicher noch verwenden. Irgendwas fällt mir ein.

Die Eier für den Salat hab ich auch pochiert, aber herausgekommen sind sehr verlorene Eier. Dabei dachte ich, dass ich an jeden Trick gedacht hatte: Schuss Essig im Wasser, Strudel gerührt, vorsichtig aus einem Schüsserl hineingleiten lassen ... trotzdem total zerfranst.

Was uns eh wurscht war, weil der Salat samt Schwarzbrot auch mit zerfranstem Ei sehr gut geschmeckt hat.

Essig war deshalb im Wasser, weil ich heute endlich den viertel Krautkopf salatiert und eingeglast habe. Den Rest von der Marinade, in der ich das Kraut gleich gekocht hatte, hab ich mit Wasser verdünnt und gleich für die Eier verwendet.

Und jetzt entschuldigt mich bitte. Wie immer haben wir beim Reisauflauf ausgiebig zugeschlagen und müssen jetzt verdauen.

 

11.6.20 12:54, kommentieren

12. Juni: adeliges Essen

Diesen sehr passenden Ausdruck habe ich mir von Kelly geborgt. Das heutige Essen ist VON gestern. Erstens ist uns gestern Abend ein halber Teller Suppe übrig geblieben, und zweitens hat das Kind es wider Erwarten nicht geschafft, den gesamten Reisauflauf aufzuessen. Mit großem Bedauern in den Augen stimmte es zu, dass ich den Rest heute als Mittagessen haben darf.

Fad wird mir trotzdem nicht werden in der Küche. Erstens muss ich die Spuren des gestrigen kindlichen Werkens beseitigen - es hat Kekse für den Vatertag gebacken, eh löblich! - und zweitens hab ich wieder zwei Handvoll Erbsen gepflückt, die ausgelöst, blanchiert und eingefroren werden wollen.

Und der Eischnee, mittlerweile mit etwas angegriffener Optik, steht ja auch noch im Kühlschrank.

Außerdem wurde in der Familie wieder ein Karpfen gefangen, da hab ich gestern die Abschnitte bekommen und gleich in wenig Wasser für die Hendln gedämpft. Vielleicht kann ich aus den schöneren Stücken mit dem Sud zwei Teller Suppe basteln.

Vielleicht ist heute auch, weil schönes Wetter, Arbeit im Gärtlein angesagt - der beste Dünger ist der Schatten des Gärtners, sagen die Asiaten. Gestern hab ich schon im Gemüsebeet gewerkt: Karotten vereinzelt, Unkraut gehackt, mit Grasschnitt gemulcht und mich an den kräftigen Pflanzen und ersten grünen Paradeisern erfreut, die schon zu sehen sind. Karotten gäbs auch wieder zu ernten, eh nur ein paar, aber ich brauche grad keine und lasse sie weiter wachsen.

 

4 Kommentare 12.6.20 07:45, kommentieren

13. und 14. Juni: Salatteller vor gebackenen Apfelringen mit Zimt und Zucker

Man konnte meinen, sie trainieren für den Zirkus, die Gehäuseschnecken, die auf meinen Erbsenblättern balancierten, um gekonnt die Erbsen aus den Schoten zu raspeln. Dem habe ich heute ein Ende gesetzt. Einerseits kriegten die Hendln den einen oder anderen Snack. Andererseits hab ich alle Erbsenpflanzen ausgerupft und die Schoten, die noch da waren, runtergepflückt und ausgelöst und blanchiert bzw. die kleinen flachen kurzerhand als Kaiserschoten deklariert und im ganzen blanchiert und alles eingefroren. Damit wir im Tiefkühler Vielfalt in der Gemüselade haben.

Das war noch vor dem Krachgewitter.

Was sich hier so flockig in einem etwas längeren Satz schreibt, war in Wirklichkeit eine Stunden dauernde Fuzlerei, die mich ordentlich grantig gemacht hat. - Oder war es doch die fortgesetzte Mathe-Lernerei, die parallel dazu lief?

In dem Wasser vom Blanchieren hab ich dann allerhand Schalen ausgekocht und danach für den Abend den Spargel zu einer Spargelcremesuppe verarbeitet. Dass ich die Croutons, die ich als Einlage in der Handgeschmiedeten geröstet habe, etwas verbrannt habe, hat mir das Kind übel genommen.

Aber der Reihe nach. Gestern hab ich im Supermarkt nämlich wieder einiges zum Halbpreis erstanden, Fertigsalat und Knoblauchgarnelen. Den Vital-Salat hab ich mir mit zwei Scheiben Krustenbrot und einer Ergänzung mit hauseigenem Blattsalat gestern als Mittagessen gegönnt, da das Kind fremdversorgt wurde.

Am Nachmittag ging ich dann wieder einmal schnorren und brachte allerhand nach Hause, das meiste fürs kalte Abendessen, aber auch zwei kleine Portionen Schwarzwurzelsalat mit Schinken. Na, da war der heutige Salatteller schon vorprogrammiert. Musste mir nur noch eine Mehlspeise für hinterher einfallen. 

Da erinnerte ich mich, dass H, von der ich einiges an Obst bekommen hatte, gemeint hatte: die Äpfel heißen nix, die musst verkochen.

Na genau, und schon waren die gebackenen Apfelringe mit Zimt und Zucker geplant. Die hat übrigens das Kind gefertigt., sehr schmackhaft, nur am Tempo müssen wir noch arbeiten. Der Kompromuss war dann, den Salat vorab zu essen, um den ärgsten Hunger zu stillen. Diesmal war es eine Kombination aus Blattsalat, Schwarzwurzelsalat mit Schinken, gekochten Erdäpfeln, je drei Wachteleiern, einem Kirschparadeiser und einem halben Radieschen.

Für die Apfelringe hat das Kind einen Teig gerührt aus 1/4 Liter Milch, einem Ei und dem Rest-Eiklar vom Reisauflauf, einer Prise Salz, einem angetitschten Wachtelei und ca. 12 Deka Mehl. Während der geruht hat, hat das Kind die zwei nämlichen Äpfel geschält und das Kerngehäuse ausgestochen, die Äpfel in Ringe geschnitten und in der Handgeschmiedeten reichlich Sonnenblumenöl erhitzt (das Öl muss weg!).

Dann hat es die Apfelringe in den Teig geschmissen und danach in die Pfanne, und hat sie beidseitig goldgelb gebacken und auf einen Teller platziert. Dass jetzt auch schon das Werken am Herd ohne Probleme klappt, hat mich doch einigermaßen erstaunt. Eh gut, denn ich stand in den Erbsen und hätte gar nicht helfen können.

Bei Tisch haben wir uns Zimt und Zucker draufgestreut. Weil Teig übrig geblieben ist, hab ich nach dem Essen nochmals den Herd angeworfen und acht Palatschinken gebacken, von denen ich drei als Frittaten und die restlichen im ganzen eingefroren habe.

Jetzt sind fast alle Vorräte verarbeitet, nur die kleine Portion Karpfenfleisch im Kühlschrank macht mir noch Sorgen. Die wollte ich irgendwie zu einer Suppeneinlage verarbeiten, hatte aber tatsächlich weder Zeit noch Energie. Mal sehen, ob ich den Karpfen morgen noch verwenden kann oder ob ich ihn den Hendln füttern muss.

3 Kommentare 14.6.20 20:09, kommentieren

15. Juni: Stelzen-Reste mit Reis und Kohlsprossen/Selleriesalat

Ui jegerl. Weil der Kühlschrank geputzt wurde, musste er vorher ausgeräumt werden. Dabei fand sich Mitte links hinten ein Schüsserl mit Erbsenpüree. Wann hatten wir denn das überhaupt auf dem Tisch? Auch schon ein paar Tage her ...

Es sieht aber gut aus, riecht unauffällig und schmeckt ganz normal, also werde ich heute Abend eine Suppe daraus werden lassen, indem ich mit Wasser verlängere und nachwürze.

Auch der Sparköchin passiert sowas hin und wieder.

Für das heutige Mittagessen habe ich, weil das kleine Gefrierfach ja auch geleert werden musste, gleich das Packerl mit den Stelzenresten rausgenommen und im Reinderl langsam aufgetaut und erhitzt, und in den letzten Minuten dann auch noch eine Portion Kohlsprossen, die hab ich einfach dazugelegt, für das Kind. Für mich habe ich ein kleines Glas Sellerie in Balsamico aufgemacht. Auch zum Sentimental-werden, denn diesen Balsamico-Aufguss der Firma Pick gibts leider nicht mehr. Schade!

Daneben habe ich derweil zwei Portionen Basmati gedämpft. Das Kind kriegte nach dem Essen noch drei Makronen, weil es gestern so fleißig war. Ich selbst hab mir einen geschnorrten Schoko-Pudding genehmigt, aber das darf das Kind nicht wissen, sonst hängt wieder der Haussegen schief ...

Wenn ich mich morgen nimmer melde, war das Erbsenpüree doch nimmer genießbar

2 Kommentare 15.6.20 15:37, kommentieren

16. und 17. Juni: Käsekrainer mit Erdäpfeln und Paradeis-Gurken-Salat

Gestern habe ich mich spontan entschlossen, das Kind zu Pizza und Eis einzuladen, samt bestem Freund, weil es in den letzten Tagen also wirklich fleißig war. Grad ärgere ich mir einen hohen Blutdruck, weil die LehrerInnen glauben, in den letzten Wochen vor den Ferien noch die strengen Herren rauskehren zu müssen. Echt jetzt.

Heute bin ich schon wieder fast nicht in der Lage, was Ordentliches auf den Tisch zu stellen, weil ich aufgrund eines außerordentlichen Vormittags derart ermattet bin, dass ich, nach einem Schlaferl, am liebsten gleich noch eines anhängen würde.

Immerhin hat es dazu gereicht, zwei Käsekrainer aus dem Tiefkühler zu ziehen und eine Gurke und Paradeiser zu kaufen. Letzteres hab ich gewürfelt und in Schüsserln getan, da kommt Essig drüber. Außerdem hab ich ein paar Heurige gekocht, die werden geschält und einfach so serviert. Und die Würsteln kamen auf den Plattengrill und werden hoffentlich demnächst fertig gebraten sein.

Als Nachspeise nach diesen Käsekrainern mit Erdäpfeln und Paradeis-Gurken-Salat (und einem Rest Ketchup) gönne ich dem Kind einen Eismarillenknödel. Ob ich auch einen essen werde, überlege ich noch.

Aus dem Erdäpfel-Kochwasser werde ich heute noch eine Broccoli-Cremesuppe entwickeln, dann sind die Erdäpfel weg und ich muss neue kaufen.

Gestern hab ich noch drei kleine Gläser Erdbeermarmelade gemacht, auf die klassische Art. Ich kann das nämlich  nicht leiden, wenn ich praktisch nur geliertes Wasser auf dem Brot habe. Also hab ich die zerkleinerten Erdbeeren mit dem Zucker so lange geköchelt, bis sie auch ohne Geliermittel zu einer Marmelade eindickten. Jetzt sind Farbe und Konsitenz so, wie ich mir das vorstelle, aber die Menge ist natürlich gegenüber der Geliermittel-Methode stark reduziert.

Haha, als ich heute den Broccoli im Kühlschrank verstaute, sind mir die vor mehreren Tagen gepflückten Weinblätter in die Hände gefallen, die ich eigentlich blanchieren und füllen wollte. Zum Glück wachsen noch vieleviele draußen im Gärtlein.

Sparköchin not at her best!

2 Kommentare 17.6.20 14:45, kommentieren

18. Juni: Käsespätzle mit Mozzarella

Es gibt wieder Erdäpfel im Haus, aber keine Suppe. Nach einem ausladenden Termin am Vormittag habe ich mich entschlossen, das Mittagessen samt Kind im Cafe Latte einzunehmen.

Als wir uns endlich geeinigt hatten, die Käsespätzle zu nehmen, schüttelte der Kellner bedauernd den Kopf: die Käsespätzle sind leider aus, also nicht die Spätzle, aber es ist uns der Bergkäse ausgegangen.

Dann nehmen Sie halt irgendeinen anderen Käse! meinte ich, haben Sie vielleicht einen Mozzarella oder so? Wissend, dass Mozzarella zu den Lieblingskäsesorten des Kindes gehört.

Ja, doch, runzelte der Kellner die Stirn, aber ich weiß nicht, ob der Koch das macht. Zu den Spätzle muss ein würziger kräftiger Käse dazu!

Hab ich mich sehr zusammengerissen, um dem jungen Herrn nicht was aus meinem erweiterten Wortschatz zu erzählen und ihn stattdessen freundlich gebeten, sich doch bitte beim Koch um eine Ausnahme auf ausdrücklichen Wunsch der Kundin zu verwenden.

Hat auch geklappt. Das waren die mildesten, cremigsten, köstlichsten Käsespätzle von ganz überhaupt. Wir haben gegessen, bis wir echt nimmer konnten, und uns den Rest eingepackt. Nur eines hatte das Kind zu bemängeln: Die haben aber echt wenig Salat hier!

Weil wir blöderweise vor den Spätzle noch eine Karfiolcremesuppe mit Karottenchips gelöffelt hatten, passte auch keine Nachspeise mehr in uns rein. Und, positiver Nebeneffekt, ich musste auch abends kein Supperl mehr kochen. Eine Suppe am Tag genügt, meinte das Kind.

Wir  haben auch kein Abendessen mehr gegessen, allerdings am Nachmittag doch Schokolade zugeführt. Und das Kind hat einen Rhabarberkuchen gebacken - und hat den Rhabarber auch selbst im Gärtlein gefunden, verletzungsfrei gepflückt (es musste an der Strauchrose vorbei) und verarbeitet. Ich konnte den aktuellen Roman fertiglesen und mir den fertigen Kuchen unter die Nase halten lassen.

Ein sehr entspannter Nachmittag!

3 Kommentare 18.6.20 19:23, kommentieren

19. Juni: Reste. Aber auswärts.

Da wäre mir echt was entgangen, wenn ich mich nicht heute zum dritten Mal aufgemacht hätte Richtung Kirschenbaum. Vor zwei Wochen waren ja erst ganz wenige reif. Anfang dieser Woche war das Wetter bescheiden, Mitte der Woche fuhr der Zug mit eineinhalb Stunden Verspätung ab und endete zwölf Kilometer vor dem Baum. Ich musste unverrichteter Dinge zurückfahren.  - Wenigstens das konnte ich noch, bevor das Chaos überhand nahm.

Nach einer schlechten Nacht brauchte ich heute früh zehn Minuten für die Entscheidung, mich noch einmal in den Zug zu setzen und es zu versuchen. Eh wusste ich nicht, ob die Kirschen überhaupt noch oben hängen (Vögel, Nachbarn) oder vielleicht schon verfault sind ob des feuchten Wetters.

Aber dann großes Erstaunen: alle noch da, wunderbar dunkelrot und riesengroß. Der viele Regen und das nicht zu heiße Wetter haben sie bis eineinhalb Mal so groß werden lassen wie in den Vorjahren. Ich war entzückt.

Dann hab ich eineinhalb Stunden lang gepflückt, aber nur mit der kurzen Leiter. Die obersten Etagen hab ich den Vögeln und Wespen hinterlassen. Es war ohnehin ein Korb voll, was ich da heimschleppte.

Meiner Mutter, der ich Kind und Kocherei aufgedrängt hatte, war leicht überfordert und schmiss allerhand Reste in die Pfanne: längs halbierte Knackwürste, zwei riesige Fleischlaberl, und aus dem Tiefkühler zog sie geraspelte Zucchini und machte mit einer Einbrenn und Rahm eine Zuspeis draus. Salat gabs frisch geerntet, und ein fescher Erdäpfelschmarrn fehlte auch nicht.  Vorher servierte meine Mutter noch eine gebundene Erdäpfelsuppe mit zwei Stück Schwarterl. Sie hatte es aufteilen müssen, sonst hätten das Kind und der Opa drum gestritten.

Es war so reichlich, dass wir gar nicht alles aufessen konnten.

Nach der Baumkraxlerei war ich aber doch wieder müde und arbeitete am Nachmittag nur noch kurz im Gemüsebeet. Von den Kirschen nahm ich grad eben jede einzelne noch einmal in die Hand, damit mir ja keine verfaulte ins Schüsserl rutschte. Ich hab die alle im Kühlschrank gelagert und die Verarbeitung auf morgen Vormittag verschoben. Da habe ich dann hoffentlich wieder mehr Energie.

Habt ein angenehmes Wochenende!

4 Kommentare 19.6.20 18:20, kommentieren

20. Juni: Sardinen aus der Dose.

Das ist der Plan. Weil das Kind auswärts nächtigte und jedenfalls erst nach dem Mittagessen wieder zu erwarten ist. Da gönne ich mir eine Dose geschnorrte Sardinen und muss im Supermarkt nur noch auf die Suche nach dem geeigneten Geback gehen.

Außerdem, und langsam wird das zwider, haben wir hier zu viele Eier. Als erste Maßnahme habe ich 16 Wachteleier gekocht, weil man die immer wieder wo dazuessen kann. Wenn sich jemand geopfert und die kleinen Dinger geschält hat.

Zweitens plane ich für heute Abend ein Omelett mit Gebäck, in das ich hoffentlich drei bis vier Eier pflanzen kann. Und ein bisserl was vom Broccoli, von dem immer noch ein Stück da ist. Den Rest blanchiere ich auch gleich mit, den werde ich morgen brauchen können.

Teigwaren könnte ich auch wieder einmal produzieren, da muss ich aber erst sehen, wie viel Energie am Nachmittag noch da ist.

Und ich habe in der Supermarkt-Zeitschrift ein Rezept für ein Schoko-Biskuit gefunden, wo fünf Eier gefragt sind. Eigentlich wollte ich einen Kakaokuchen machen und entkernte Kirschen drauf verteilen, aber dieses Rezept verlangt nur nach einem Ei. Was passiert eigentlich, wenn ich ein zweites und drittes in den Teig schmeiße und dafür den Anteil an Milch reduziere? Vielleicht sollte ich das mal ausprobieren.

Aber so um die zehn Eier sollten heute schon mal weg, Hühnereier nämlich. Wenn ich dann noch zehn verschenken kann, sollten wir hier wieder zu einer vernünftigen Vorratslage kommen können.

Von den Kirschen habe ich bisher nur am Rande gesprochen. Aber so geht es mir auch gerade. Ich hab auf die Dinger keine Lust. Sie lagern im Kühlschrank und halten hoffentlich noch so lange durch, bis ich mich aufraffen und sie auf den Kuchen und in Gläser tun werde.

Vielleicht sind wirklich die Tage besser, an denen ich ein fixes Programm habe und an denen mir erst gar keine Zeit bleibt, darüber nachzudenken, ob ich verschiedene Dinge erledigen will oder nicht. Hopp-hopp, zack-zack, und los gehts!

20.6.20 09:20, kommentieren

noch immer der 20. Juni: Kakaokuchen mit Kirschen

Nur damit ihr wisst, wie es in der Sparküche so zugeht.

Das Rezept sagt: 25 Deka Zucker, 1 Ei, 6 Deka Butter, 1 Packerl Vanillezucker, 4 Deka Kakao, Zitronenschale, etwas Rum; 25 Deka Mehl, 1 Packerl Backpulver, ca. 1/4 Liter Milch.

Ich hab mit dem Kuchenbacken begonnen, indem ich die Kirschen von den Stängeln gezupft und in warmem Wasser eingeweicht habe. Dann hab ich die Backform mit Kokosfett gefettet, mit Mehl ausgestäubt. und mir die Zutaten hergerichtet:

Beim Zucker nehme ich erstmal den Rest vom Kristallzucker und dann erst für den Rest den Staubzucker, ich brauch nämlich das leere Zuckersackerl für den nächsten Biomüll. Den Vanillinzucker (immer noch viel zuviel davon vorhanden) gleich dazu und alles in die Schüssel. Weil wir doch so viele Eier haben ... könnte ich nicht drei davon nehmen und dafür die Milch reduzieren, damit der Teig nicht zu flüssig wird?

Und weil wir schon dabei sind: im Kühlschrank steht noch ein Rest Obers samt Fettabsatz oben. Den könnte ich doch statt der Milch nehmen. Aber das Obers ist ja auch fett - na gut, dann nehm ich weniger Butter. Wenn aber drei Eier im Teig sind, brauche ich eigentlich nicht ein ganzes Packerl Backpulver, da sollte ein halbes auch reichen.

Zitronenschale? Hab ich keine. Aber Orangenschale, abgerieben und getrocknet, die hab ich. Passt sicher auch zum Kakao. Ha! Und statt Rum nehme ich einen Schuss vom Met! (Leider ist nachher immer noch drei Zentimeter hoch Met in der Flasche. )

Bei den Kirschen war der befürchtete Massen-Exodus nicht zu bemerken, die Zahl der geflüchteten BewohnerInnen bewegte sich im kleinen einstelligen Bereich. Ich habe spontan beschlossen, mein Schicksal nicht weiter herauszufordern, habe die Kirschen per Erlass für wurmfrei erklärt und entkernt.

Dann hab ich den Teig gerührt, in die Form geklatscht, die Kirschen drauf verteilt und das Ding bei 175 Grad Ober- und Unterhitze ins Rohr geschoben. Nach etwa einer Dreiviertelstunde sollte der fertig sein.

Als ich gerade beim Geschirr abwaschen war, kam das Kind nach Hause, mit einem Biskuitkuchen mit Kirschen drauf, mit der Oma gebacken. Manchmal sind wir nicht gut koordiniert.

3 Kommentare 20.6.20 14:59, kommentieren

Sommerbeginn: Salatteller mit Garnelen und Wachteleiern

Der gestrige Nicht-Kakaokuchen schmeckt erstaunlich gut. Als Nachspeise bekommt jeder ein Stück davon, habe ich mir überlegt. Auch überlegt habe ich mir, dass wir nach dem Salatteller mit Garnelen und Wachteleiern als Zwischengang ein kleines Schüsserl Kirschen essen könnten. Wenn wir schon welche haben.

Das war offensichtlich schlecht überlegt, denn das Kind kam mittags in die Küche, sah die Kirschen und hatte für den wunderschön bunten Salat keine Augen mehr. Kirschen als Nachtisch, greinte es fassungslos.

Dabei hatte ich mir mit dem Salat wirklich Mühe gegeben. Zuerst habe ich die Teller mit Eissalat ausgelegt. Darauf kamen, jeweils in appetitlichen Hauferln: der Rest von der Salatgurke in Scheiben, ein paar zerteilte Kirschparadeiser, eine halbe Karotte in Scheiben, drei Wachteleier, der Rest der blanchierten Broccoliroserln und acht Garnelen pro Person. Dazu gab es Brotreste, dünn aufgeschnitten.

Eigentlich lauter Sachen, die dem Kind sehr munden, bis auf die Karotte vielleicht. Aber angesichts der Kirschen - von denen es heute beim Frühstück noch gemeint hatte, sie schmeckten wunderbar - motschgerte es lautlos vor sich hin. Lautlos deshalb, weil ich mir beim Essen durch Motschgerei nicht den Appetit verderben lassen will. Das Kind kann dann gern im eigenen Zimmer warten, bis ich fertig gegessen habe, und dann weiteressen.

Nein, übrigens, gegessen wird bei uns nur beim Esstisch. Nicht auf der Bank, nicht im Zimmer, nicht sonstwo in der Wohnung. Auf der Terrasse (beim Tisch) schon, aber da können wir ja seit Wochen nimmer raus.

Den Salat hat das Kind ohne weiteren Kommentar vernichtet (was grundsätzlich ein gutes Zeichen ist), mit den Kirschen kämpft es gerade und merkt an, dass alle verwurmt sind. Heute früh muss es eine komplett andere Stichprobe erwischt haben ...

Wie haltet ihr es mit den Kirschen? Macht ihr jede einzelne auf und esst nur die unbewohnten? Oder verzichtet ihr auf die Information und lasst sie euch schmecken? Ich, als einzige in der Familie, gehöre zur zweiten Gruppe. Nur nicht nachdenken beim Genießen.

4 Kommentare 21.6.20 12:35, kommentieren

22. Juni: Nudelauflauf mit grünem Salat

Was die Küche betrifft, wars schon ein ereignisreicher Vormittag. Beim Einkaufen hab ich einen Liter wirklich gute Bio-Milch zum Halbpreis gefunden, die heute aufzubrauchen war. Beim Einräumen der Beute in den Kühlschrank dann ein Schrecken. Offensichtlich hat den Vorräten in Glasschüsseln das Kühlschrank-Putzen letzte Woche nicht gut getan: sowohl das Bratenfett als auch der geriebene Parmesan und der Rest vom Speck waren geschimmelt. Es war insgesamt wahrscheinlich nicht einmal ein Viertelkilo, aber trotzdem hat mir das Herz wehgetan beim Wegschmeißen, muss ich sagen.

Liebe Nachbarn wollten den Hendln einen Haufen Käferbohnen gönnen. Die fressen die Hendln aber leider nicht. Außerdem waren die wohl zuwenig lang gekocht worden, denn so, wie sie waren, haben sie mir auch nicht geschmeckt.

Ich hab dann einen Probelauf gestartet und eine Portion nochmals eine halbe Stunde in Salzwasser gekocht, und siehe da: patzweich und gschmackig waren sie. Waren, weil ich die über den Vormittag verteilt vernascht hab, einfach so. Außerdem hab ich eine zweite Portion mit Petersilstängeln, ein paar Pastinakenwürferln aus dem Tiefkühler und Gewürzen (Kurkuma, Kreuzkümmel) als Suppe angesetzt. Wieder alles geköchelt, später wird püriert und mit Obers ergänzt.

Das Wasser für die Suppe kam von den Teigwaren, die ich für den heutigen Nudelauflauf mit grünem Salat gekocht hatte. Weil ich zwar die Gelegenheit beim Schopf gepackt hatte, um das letzte Packerl Vanillepudding-Pulver weiterzubringen, danach aber trotzdem noch Milch da war.

Hab ich sie gewinnbringend in eine fesche Bechamelsauce investiert: zuerst in drei Deka Butter ein halbes Zwiebelhapperl angebraten, dann mit ordentlich Mehl gestäubt und eine lichte Einbrenn geschaffen und dann mit der Milch aufgegossen und die Bechamel gerührt. Zum Glück ist mir rechtzeitig aufgefallen, dass noch Salz fehlt, und dann hab ich gleich auch Muskatnuss hineingeschabt.

Die Sauce hatte dann ein bisserl Zeit um auszukühlen, weil noch eine Resteverwertung anstand. Nämlich hatte meine Mutter ein neues Rezept für ein Maisbrot ausprobiert - wie kommt man eigentlich auf so eine Idee, wenn einem Mais nicht schmeckt? - und uns ein Stück davon mitgegeben. Die Scheiben, die das Kind gestern fürs Abendessen abschnitt, zerbröselten uns unter den Händen weg.

Weil das Brot zusätzlich noch süßlich schmeckte, hab ich mich gach entschlossen, das überfällige Topfenpackerl zu nehmen und einen kleinen Topfenkuchen zu backen. Ich hab den Brotrest zerbröselt (was durch einen scharfen Blick von mir bereits erledigt war), mit Milch, zerlassener Butter und Zucker angereichert, alles gut vermatscht und in die kleine gefettete Auflaufform gedrückt.

Auf diesen Boden hab ich ein paar entkernte Kirschen getan und dann einen Guss aus dem Topfen, zwei angetitschten Eiern, Zucker, Obers, einem Esslöffel Stärke und einem Packerl Vanillinzucker gerührt. Der kam über die Kirschen und das ganze dann ins Rohr und buk dort bei 180 Grad Ober- und Unterhitze eine knappe Dreiviertelstunde.

In der Zwischenzeit hab ich neuen Parmesan gerieben, neuen Speck angetaut und fein geschnitten, Petersil gehackt und Speck und Petersil in die Bechamel getan, samt den gekochten Teigwaren. Ab dann wars Standard: alles gut vermengen, in eine gefettete Auflaufform drücken, mit geriebenem Parmesan bestreut und gleich ins noch heiße Rohr geschoben.

Den Salat hat das Kind geputzt, gewaschen und geschnitten und mit Himbeeressig beträufelt. Demnächst sollte der Auflauf aus dem Rohr gezogen werden können - obwohl: ich hab keinen Hunger, ich hab ja mein Käferbohnen-Baucherl. Aber das Kind mosert schon sehr. Und einen Pudding will es auch als Nachtisch.

Mal sehen, ob ich mich überreden lasse.

22.6.20 12:09, kommentieren

25. Juni: Kipferlschmarren mit Kirschen und Kompott

Schon zum zweiten Mal hat mir Freundin H einen Haufen Semmelwürferl gebracht und auch ein Sackerl mit in Scheiben geschnittenen und getrockneten mürben Kipferln mit dem Hinweis "für einen Kipferlschmarren". Das letzte Mal  hab ich die Kipferln, trocken hin oder her, zwischendurch vernascht, aber diesmal will ichs wissen und hab bei ichkoche.at nach dem Kipferlschmarren gesucht.

Zwei Rezepte schlagen sie mir vor, eine im Ofen gebackene Version - dauert mir heute zu lange - und eine in der Pfanne. Für uns zwei werde ich die vorhandenen Kipferln mit einer Mischung aus 1/4 l Milch, etwas Obers, einem großen Ei oder zwei kleinen, etwas Zucker und ganz wenig Salz übergießen, eine knappe halbe Stunde ziehen lassen und zwischendurch umrühren.

Währenddessen nehme ich das Zwetschkenkompott von gestern aus dem Kühlschrank und entkerne ein paar Kirschen (solange wir welche haben, kommen sie überall rein, wo es halbwegs vertretbar ist) und erhitze die Handgeschmiedete und zerlasse eineinhalb Deka Butter (= ein Portionspackerl, von denen wir wieder Nachschub haben) darin.

Dann kommen die Kirschen in die Butter, braten dort kurz, bevor ich die Kipferlmasse drauftue und anbrate. Wenn die Masse zu bräunen beginnt, dreh ich sie um, bräune sie auch auf der zweiten Seite und beginne gleichzeitig, die Masse zu zerzupfen, so wie einen Kaiserschmarren.

Mit wenig Staubzucker bestreut und Kompott serviert, müsste der Kipferlschmarren mit Kompott eigentlich ein Erfolg werden können. Nur die Suppe vorher stört eventuell dem Kind seine Idylle.Aber ich habe Backerbsen vorbereitet, also dürfte es eigentlich keinen Grund zum Motschgern geben.

 

Außerdem: Ende der Faulheit. Für heute hab ich mir eine Liste geschrieben und arbeite die Punkt für Punkt ab. - Naja. Nicht in der angegebenen Reihenfolge. Aber ich habe fest vor, auch die unangenehmen Punkte zu erledigen.

Die nächstfolgende Arbeit wird es sein, den Rhabarber zu waschen, schneiden und in ein Tiefkühlsackerl zu stopfen und einzufrieren. Das muss genau jetzt sein, weil die langen Stangen die halbe Küche  einnehmen.

Was ich schon gemacht habe: eine Rindsuppe angesetzt. Zwei Portionen Käferbohnen zum Nachkochen aufgesetzt, mit Salz und Hing, denn ich plane einen Rindfleischsalat mit Käferbohnen und Kernöl. (Drückt mir die Daumen. )

Einen Brotteig mit Germ aus Weizen- und Dinkelmehl angesetzt. Mit einem Sechzehntel Olivenöl und einem Ei, damit was wegkommt. Vermutlich werde ich Weckerl backen und einen Teil einfrieren.

Reis für die Hendln gekocht, eine Handvoll abgezweigt, mit Chilipaste versetzt und als Jause verspeist, und danach musste es unbedingt eine Portion Erdbeeren mit Rahm sein, und ich hab ein Packerl Vanillinzucker reingetan. Muss auch weg.

Dann hab ich mir überlegt, wenn ich eh schon die Weckerl backe, könnte ich gleich auch einen Kuchen ins Rohr schieben. Dann kommen wieder ein paar Kirschen weg. Langsam mach ich mir um die nämlich Sorgen. Bei manchen fühle ich mich an Potemkin erinnert. Ich habe den Verdacht, die Hülle behält ihre Form nur noch aus Gewohnheit, und in Wirklichkeit sind sie innen von den Würmern schon hohl gefressen. Wäre doch schade drum. (Kleiner Nachtrag: der Belag wurde eine Mischung aus Kirschen und Rhabarber, von dem passte nämlich nicht alles ins Sackerl. )

Die Ribiseln halten im Kühlschrank noch ein paar Tage durch, hoffe ich, zu denen werde ich heute vermutlich nimmer kommen.

Also. Zurück zu meiner Liste. Habt einen feinen Tag!

 

Ach ja, und weil das grad so "in" ist, meine Musikliste für diesen arbeitsreichen Vormittag:
- Bonsai Garden Orchestra: Take One
- El misterio del Nilo (Soundtrack)
- Music from the Coffee Lands (A Putumayo Blend)
- Vaya Con Dios: Time Flies (ewig nicht mehr gehört!!)

1 Kommentar 22.6.20 16:26, kommentieren