Der Sparküche-Blog.

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1. Juni: Safranrisotto mit Speckfisolen und Spiegelei(ern)

Das ist der Plan für diesen endlich sonnigen Pfingstmontag: weil das Kind seine neue, noch gut verpackte Banktruhe zusammengebaut haben will, muss die Kocherei einfach sein. - Wobei, einfach ist relativ bei Safranrisotto mit Speckfisolen und Spiegelei(ern).

Ich werde also aus Österreis mit frisch geerntetem jungem Zwiebel von der Terrasse, Butter, Salz und Safran (aus eigener Ernte) einen Risotto bereiten. Im beschichteten Reinderl sollte der unbeaufsichtigt vor sich hin köcheln können. Aus dem Tiefkühler habe ich eine Handvoll junger blanchierter Fisolen genommen, die tauen gerade auf und werden vorm Essen in zwei Portionen geteilt.

Jede Portion wird mit einer der beiden letzten vorhandenen Scheiben vom Jausenspeck  umwickelt und in der Pfanne in Butter rundherum angebraten, gesalzen und an den Rand der Pfanne geschoben. In die Mitte der Pfanne werden die Spiegeleier getan.

Je nachdem, ob das Kind ohne Nebengeräusche brav mitgeholfen hat beim Zusammenbauen oder nicht, mach ich ihm die Freude (und mir die Mühe), für jeden drei oder vier Wachteleier zu Spiegeleiern zu braten. Sonst halt für jeden ein Hühnerei.

Wenn es die Wachteleier werden, habe ich mir einen Trick überlegt, der ganz gut funktioniert: den Inhalt der Eierleins zuerst in eine Schüssel gleiten lassen und von dort alle gemeinsam zügig in die Pfanne. Sonst ist das erste schon gebraten, bis ich das zweite aufgepopelt habe.

Der Nachtisch wird heute aus Himbeeren, Zucker und griechischem Joghurt bestehen, wir müssen die Reste essen, die gestern nimmer auf des Kindes Kuchen gepasst haben. Der schmeckt übrigens köstlich, und dass er speckig ist, geht uns am Popsch vorbei!

1 Kommentar 1.6.20 08:52, kommentieren

2. Juni: Mangoldpackerl auf Paradeisern

Gestern hab ich tatsächlich aus dem Rest der Sauce von den Backerln, einem übrig gebliebenen gekochten Erdapfel, zwei Schluck Milch und einem Schluck Wasser eine Suppe gebastelt. Das heutige Essen hab ich schon in der Früh gemacht.

Zuerst habe ich für die Abendsuppe allerhand Kleinigkeiten an Gemüse zusammengesammelt und klein zerteilt: ein Esslöffel Erbsen, das Grün von einem Jungzwiebel, einen Erdapfel, zwei Mini-Karotten, je einen gehäuften Esslöffel Sellerie- und Pastinakenwürfel. Dazu ein Schluck aus dem Glas gekochte Paradeiser, das ich heute brauchte, zwei Esslöffel rote Linsen, Salz, Pfefferkörner und Rosmarin.

Wenn das Kind nicht so ein Suppennudel-Hasser wäre, würde ich auch noch welche einkochen - aber vielleicht wäre das dann sowieso zuviel das Guten.

Für die Hauptspeise musste ich auf ein Rezept des Standardrepertoires zurückgreifen: Mangoldpackerl auf Paradeisern. Normalerweise hätte ich uns - mit dem Rest vom Risotto - gefüllte Weinblätter gemacht, aber auch die liebt das Kind nicht. Und an einem Tag zweimal schlecht essen müssen, das kann selbst die Sparköchin nicht von einem Kind verlangen.

Also hab ich gestern, neben dem Salat und einer Menge Hendlfutter, ein paar Erbsen und fünf Kleinst-Karotten, auch ein paar von den letzten großen Mangoldblättern gepflückt, heute blanchiert und abtropfen lassen. Zum Risotto-Reis hab ich ein Ei und zwei Esslöffel geriebenen Parmesan getan und nachgesalzen und alles zu einer Masse gerührt, die ich dann auf vier Portionen aufgeteilt und auf den breiteren Rand der ausgebreiteten Mangoldblätter (den Stielansatz hab ich ausgeschnitten) geklatscht habe. Manche Blätter, weil löchrig, hab ich doppelt genommen (also: zwei Blätter übereinander). 

Die befüllten Blätter hab ich zu Packerln aufgerollt und in die Auflaufform auf die gekochten Paradeiser gelegt, die schon mit Salz, Pfeffer und Zucker gewürzt waren. Die Oberseite hab ich mit Basilikumöl bestrichen, die Form ins Backrohr geschoben und dem Kind aufgetragen,  pünktlich den Ofen aufzudrehen, damit wir essen konnten, als ich wieder zu Hause war.

Ich hatte unter Mühen ein Körberl Bio-Erdbeeren erstanden, da hab ich gleich den Rest vom griechischen Joghurt und zwei Löffel Rahm genommen und die Erdbeeren mit Zucker und dem weißen Zeugs verrührt und aufgeteilt.

Super hats geschmeckt!

 

Heute im Bus ist mir wieder eingefallen, dass ich doch vor einigen Tagen ein Kilo heurige Erdäpfel erworben habe. Die sind mir völlig aus dem Blick geraten. Sollte ich die wieder finden, muss ich was mit Erdäpfeln einplanen für einen der kommenden Tage!

2 Kommentare 2.6.20 13:27, kommentieren

3. Juni: Speckknödel mit grünem Salat

Dass sich das Kind derart ins Essen legt, war nicht vorhersehbar. Andererseits: tu Obers und Speck ins Essen, und das Kind ist dein Freund.

Nämlich habe ich Semmelwürferl geschenkt bekommen. Speck gibts auch noch, und Eier sowieso. Und das Salathapperl sollte auch langsam aus dem Kühlschrank raus. Also hat es sich angeboten, Speckknödel mit grünem Salat auf den Tisch zu bringen. Als Nachtisch schnappte sich das Kind einen kleinen Schoko-Osterhasen, der mit vielen Brüdern und Schwestern in unserer Küche sein Dasein fristete.

Erschwerend kam heute hinzu, dass ich die Vorbereitungen bereits in der Früh treffen musste, und nach dem Nachhausekommen - ich hatte mich gnadenlos vertratscht - Turbokochen angesagt war, um den hungrigen Wolf abzufüttern, der kurz nach mir die Hütte betrat. Wenigstens ich hatte keinen Hunger; das war auch besser so, denn das Kind vertilgte meine Portion fast zur Gänze mit.

Dabei hatte es beim ersten Blick ins Reinderl die Nase gerümpft - es mag keine Knödel, in denen nicht nachweislich Obst versteckt ist - und dann, als ich ihm das Menu mitteilte: Knödel mit Salat, mich fassungslos angesehen und gegreint: Was? Nur Knödel und Salat?

Vegetarismus ist seine Sache nicht.

Aber da wusste das Kind ja noch nicht, dass in den Knödeln reichlich Speck drin war. Sobald es gekostet hatte, war es hochzufrieden und hörte gar nimmer auf mit dem Essen.

Rezept habe ich keines für euch, jedenfalls kein verlässliches. Weil ich aus Zeitnot darauf verzichtet  habe, bei ichkoche.at unter Speckknödel oder Tiroler Knödel nachzuschlagen und meine Knödel, übrigens die ersten seit mindestens drei Jahrzehnten, eher überhaps gemacht habe.

Des Morgens hab ich das letzte rote Zwiebelhapperl und eine Knoblauchzehe geschält und fein geschnitten. Ungefähr 15 Deka Speck hab ich klein gewürfelt und mit Zwiebel und Knoblauch in eher wenig Butter gut angebraten.

Mittags dann zackzack. Ein Achterl Milch zum Speck gegeben, alles auf lauwarm erwärmt, über gefühlt drei Handvoll Semmelwürferl gegossen, Salz, Kräutermischung und Pfeffer drübergestäubt, alles vermischt und ziehen lassen. In der Zwischenzeit den Salat gewaschen, zerzupft und in Wiener Marinade ertränkt. Im Reinderl Salzwasser erhitzt.

Dann zwei Eier und zwei Esslöffel Dinkel-Vollkornmehl zur Masse gegeben und alles gut vermischt. War ein bisserl pickig, hab ich Mehl zugegeben. Dann gings halbwegs. In der Zwischenzeit kochte das Wasser, ich hab aus der Masse kleine Knöderl geformt (in der Größe eines überfressenen Golfballs) und ins Wasser eingelegt und die Hitze zurückgenommen, so dass das Wasser nur mehr am Sieden war.

Weil der Teig immer noch zu weich war, haben die Knödel Tendenzen gezeigt, sich aufzulösen, haben dann aber die knappe Viertelstunde durchgehalten, die ich sie im Wasser ließ. Auf dreimal hab ich sie gekocht, es müssen ungefähr 12 Knöderl gewesen sein. Einen hab ich verkostet. Zwei sind noch übrig, die werde ich morgen zerteilen, in Butter anbraten, ein Ei drüberschlagen und einen Salat dazu essen. Das ist der Plan.

Ins Kochwasser habe ich noch Salz getan, Knoblauch und zwei Handvoll Kürbiswürfel aus dem Tiefkühler und hab ein Supperl draus gekocht, in das nach dem Pürieren ein sehr großzügiger Schluck Obers kam und von dem gottseidank noch was für morgen da ist.

3 Kommentare 3.6.20 20:57, kommentieren

4. Juni: beim Asiaten bestellt

Unsere Nachbarn liefern wirklich sehr gutes Ayam Satay (Hühnerspieße mit Erdnusssauce und Gemüse), leider hab ich mich zu leicht überreden lassen, die gerösteten Knödel auf morgen zu verschieben ...

Heute blieb die Küche kalt!

4 Kommentare 4.6.20 19:28, kommentieren

5. Juni: Champignoncremesuppe

Die gute Nachricht ist: morgen kriegen wir Besuch, und ich werde wieder kochen. Die schlechte: heute habe ich außer der Abendsuppe wieder nix gekocht. Die Termine waren gegen uns.

Gestern im Bio-Supermarkt habe ich uns 12 Deka braune Champignons geleistet. Die Hälfte davon hab ich heute geputzt und scheibliert und gemeinsam mit zwei gewürfelten mehligen Erdäpfeln, Salz und Kräutermischung zwanzig Minuten geköchelt, dann püriert und mit Milch verlängert.

Mit etwas gutem Willen ist für morgen Abend auch noch genug da, besonders dann, wenn ich den Bratrückstand der morgigen Stelze auch hineingieße, zumindest teilweise.

Bleibt mir gewogen!

1 Kommentar 5.6.20 20:47, kommentieren

6. Juni: Stelze mit Trallala

So, aber heute dampfts in der Sparküche wieder. Schon um viertel zehn, also kurz nach neun, hab ich versucht, Schnitte ins Schwarterl der Stelze zu schneiden. Leider hab ich verabsäumt, mein Messer schleifen zu lassen, also hab ich das Ding lediglich gekitzelt. Ich schwöre: sie hat mich ausgelacht, die Stelze.

Jedenfalls hab ich sie mit Salz eingerieben, ein paar Mini-Knoblauchzehen irgendwo dazwischengesteckt und auf den Kümmel verzichtet. Ist eh im Krautsalat welcher drin. Krautsalat gibt es heute zweierlei: roh und gekocht. Außerdem habe ich einen Kilo heurige Erdäpfel gedämpft und geschält, die werden kurz vorm Essen zerteilt und in zerlassener Butter erhitzt, die ich mit gehacktem Petersil anreichere. (Nebenbei gesagt ist ein Erdapfel übrig geblieben, und die Petersilerdäpfel werden wir auch nicht zusammenessen. Für die kommenden Cremesuppen ist also gesorgt. )

Außerdem ist mir im Kühlschrank - neben den beiden Speckknödeln, die leider immer noch im zweiten Fach von oben wohnen - eine Portion Reis vom Asiaten aufgefallen. Die hab ich in ein kleines feuerfestes Gschirrl getan, gesalzen und oben ein Stück Butter draufgelegt, Das werde ich in der letzten Viertelstunde vorm Essen zur Stelze ins Rohr schieben und hoffen, dass man den Reis auf diese Art essen kann.

Zur Sicherheit werde ich auch Senf, Ketchup und Weißbrot auf den Tisch stellen; da wird das Kind nicht beleidigt sein.Ob ich auch wieder ein Glas Zwiebelchutney aufmache, überlege ich mir noch.

Mit dem rohen Krautsalat hab ich gestern schon begonnen: drei Achtel von einem ziemlich großen Krautkopf hab ich gehobelt, gesalzen und mit Kümmel bestreut und gut durchgeknetet. Teller auf die Schüssel und über Nacht kühl gestellt. Heute hab ich mit Wiener Marinade aufgegossen. Wäre es zuviel Saft gewesen, hätte ich einiges abgegossen. Aber es hat eh gepasst.

Heute hab ich wieder drei Achtel Kraut gehobelt - Frage an das Kind: wieviel ist vom Krautkopf noch übrig? - und mit Essig, Wasser, Zucker, Salz und wenig Kümmel gekocht, bis das Kraut weich war.

Natürlich hätte es die Variante gegeben, für den rohen Krautsalat die Marinade aufzukochen, im Pfanderl Speckwürfel auszubraten und beides heiß über das Kraut zu gießen. Aber dann hätte uns beim Essen vermutlich der akute Verfettungstod ereilt.

Nachspeise gibts nach unserer Stelze mit Trallala keine, aber ich habe den Verdacht, dass das Kind am Nachmittag mit Omaopa auf ein Eis gehen wird.

3 Kommentare 6.6.20 11:10, kommentieren

7. Juni: Viel Spaß im Garten ...

... hatte ich heute in der Früh. Eigentlich war ich auf der Suche nach bereits reifen Erbsen zum Einfrieren. Das Kind wird heute auch welche mitbringen, da habe ich meine durchgepflückt, damit die restlichen Schoten besser wachsen können. Wobei das nur für die Terrasse gilt. Im Frühbeet, das schon einigermaßen im Dickicht liegt, kann eine Gehäuseschnecke leider nicht lesen und weiß daher nicht, dass sie eigentlich nur abgestorbenes Material frisst. Deshalb vernichtet sie ungeniert meine Erbsen. Vernichtete, muss ich wahrheitsgemäß sagen, denn ich hab, wenn schon keine Erbsen mehr, so wenigstens die Schnecke gepflückt und den sehr erfreuten Hendln zum Fraß vorgeworfen.

Weil ich schon so weit vorgedrungen war, hab ich gleich auch die ersten Malvenblüten für den Tee gepflückt, und dann hab ich mich gewundert, was da für ein mannshohes Unkraut zwischen den Himbeeren aufkommt. Bis ich draufgekommen bin, dass es sich um Spargelstangen handelt, denen der tagelange Regen wohl gut getan hat. Nach einer Schrecksekunde hab ich sehr gelacht, ein kleines Messer geholt und drei Stangen geerntet, die längste nur unwesentlich kürzer als ich. Wird wohl insgesamt fast ein halber Kilo sein.

Bei der Ernterei hab ich natürlich einen Ast von den Himbeeren demoliert, das macht aber nix, da lege ich die Blätter gleich mit den Malven zum Trocknen auf, das bereichert den Tee.

Was es heute zu essen geben wird? Das muss ich erst mit dem Kind beratschlagen. Eine Portion Wachteleier sollte weg, und die zwei Speckknöderl endlich auch, falls sich die nicht eh schon selber auf den Weg gemacht haben. Oh, und eine Handvoll sehr kleiner Champignons ist ja auch noch da.

Ich sehe schon, was das werden wird, und ihr befürchtet das vermutlich auch: ein Reste-Gröstl. Etwas vom gestrigen Bratlfett in die Handgeschmiedete, einen zerhackten Zwiebel von der Terrasse drin braten, und dann das restliche Zeugs dazu, also die zerteilten Knödel, die halbierten Schwammerl und ein paar Spargelstücke. Salzen und alles gut heiß werden lassen und dann die ausgelösten Wachteleier drüberschütten, gut einrühren und stocken lassen. Dazu gibts einen feschen Blattsalat, sofern der überhaupt noch halbwegs frisch ist.

Weil das insgesamt nicht sehr üppig werden wird, gemessen am Appetit des Kindes, werde ich mir eine Nachspeise einfallen lassen müssen. Vielleicht versuch ichs wieder mit einer Haferflockencreme mit Früchten, oder irgendwas mit Bananen, von denen hab ich nämlich neulich eine Menge geschnorrt.

Zuviel Arbeit sollte es jedenfalls nicht sein, denn ich will vor dem heutigen Gewitter noch ein Stünderl auf der Terrasse sitzen, mit einem Krimi über französische Trüffel ...

7.6.20 08:58, kommentieren

... noch immer das Reste-Gröstl

Natürlich gab es Planänderungen. Nämlich sind mir bei den Kirschparadeisern, eigentlich fürs Abendessen erstanden, einige Exemplare  aufgefallen, die sich nur noch zum Verkochen eigneten. Also hab ich die zerteilt und bei günstiger Gelegenheit in die Pfanne geschmissen.

Die Knödel waren noch gut, aber die Menge war halt doch zu wenig. Deshalb hat jeder von uns noch zwei Scheiben Weißbrot bekommen. Beim Salat war auch der Rest vom gekochten Krautsalat dabei, das Kind war nicht begeistert.

Bei unserem Vorrat an Wachteleiern hab ich heute aufgeräumt. Sechs Stück hab ich gekocht, kann man immer wieder als Dekoration oder Suppeneinlage verwenden. Zwölf hab ich - wieder als Spiegeleier übrigens - zum Knödel-Gemüse in die Pfanne geleert und zwölf zum Verschenken hergerichtet. Jetzt ist das Schüsserl wieder leer und ich beruhigt.

In dem Sud von den geschenkten Spargelabfällen hab ich übrigens noch die Erbsenschoten ausgekocht. Wenn die klein gehackt sind, picken auch die Wachteln sie auf. In der Zwischenzeit hab ich die drei Spargelspitzen für die nächste Gelegenheit beiseite gelegt und den Rest, teilweise geschält, in kleine Stücke geschnitten. Die schönsten kamen in die Pfanne, der Rest, nachdem auch diese Schalen ausgekocht worden waren, in den Sud. Gemeinsam mit dem übrig gebliebenen gedämpften Erdapfel von gestern, und Salz. Das hat eine Zeitlang geköchelt, kühlt jetzt aus und wird vor dem Verspeisen als Spargelcremesuppe püriert und mit Obers vollendet.

Das Kind verträgt keine Bananenmilch, sagt es, und hat lieber ein Erdbeerjoghurt eingeworfen. Auch gut, dann konnte ich in meinen Becher Bananenmilch auch einen Schuss Met gießen. Ich hab vor Urzeiten (also noch im letzten Jahrtausend) ein Flascherl geschenkt bekommen, erst vor einem knappen Jahr geöffnet und gieße seither, wann immer es geht, einen Schluck ins Essen oder in den Kuchenteig.

Wie ihr seht, geht es nicht besonders oft, denn die Flasche ist immer noch halb voll.

2 Kommentare 7.6.20 12:55, kommentieren

8. Juni: ähem. Reste.

Naja, das war aber eh klar, dass von der Stelze was übrig geblieben ist. Diese Reste, Stücke von der Stelze, ein paar Petersilerdäpfel und ein paar Löffel vom Bratensaft, habe ich in ein Glasschüsserl gestopft und im Kühlschrank gelagert.

Heute fürs Mittagessen des Kindes hab ich den Plastikdeckel entfernt, einen Silikondeckel draufgelegt und das ganze ins Backrohr gestellt. Das Kind hat sich sein Essen höchst selbst aufgewärmt, ich musste mich gar nicht drum kümmern.

(Deshalb hab ich auch übersehen, dass das Kind weder die Paradeiser noch den Krautsalat angerührt hat. Sehr wenige Vitamine heute!)

Das hat sich der Schwede gut überlegt, das System Glasbehälter plus verschiedene Deckel. Obwohl ich den Schweden sonst nicht gern lobe.

Ich? Ich hab ein gefülltes Weckerl gegessen, weil ich versucht habe, Kirschen zu kriegen. Leider waren nur wenige schon reif. Das schlechte Wetter der letzten beiden Wochen verzögert tatsächlich den Erntetermin. Muss ich irgendwann noch einmal hin ...

Aber morgen essen wir wieder was Anst#ndiges, alle beide.

Hoffentlich.

8.6.20 18:51, kommentieren

9. Juni: Pasta mit Mangold, Speck und Mozzarella

Der Mozzarella ist, obwohl noch nicht "abgelaufen", nimmer das Wahre - warum auch immer. Egal, dann kommt er ins heutige Mittagessen. Für dieses habe ich schon in der Früh vorgearbeitet. Nämlich habe ich ein paar Deka Speck in Streiferl geschnitten und diese im beschichteten Reinderl ausgebraten.

Dazu habe ich das Oberteil einer jungen Knoblauchpflanze fein geschnitten und mitgebraten. Außerdem kam ein Becher blanchierter geschnittener Mangold aus dem Tiefkühler dazu. Salz hab ich vergessen, aber das hole ich noch nach.

Mittags muss ich nur noch die Teigwaren kochen und alles zusammenmischen. Den Mozzarella werde ich in kleine Würfel schneiden und direkt auf die Teller geben. Meine Erfahrung ist, dass der Mozzarella, wenn er im Reinderl schmilzt, sich ordentlich verpickt. Und zusätzliche Arbeit will ich mit der Pasta mit Mangold, Speck und Mozzarella ja nicht haben.

Danach wäre eigentlich ein Erdbeerjoghurt fällig. Mal sehen, ob ich mich dazu aufraffen kann.

 

Was heute sonst noch passieren sollte: aus dem Kochwasser der Pasta möchte ich eine Rindssuppe entwickeln. Fleisch und Suppengemüse sind im Tiefkühler, Gewürze gibts sowieso immer. Außerdem sollten vier Eier gekocht werden, damit das Kind einen Eiaufstrich basteln kann. - Das könnte ich eigentlich gleich erledigen ...

Bis demnächst!

3 Kommentare 9.6.20 07:49, kommentieren

10. Juni: Erbsenpüree garniert nach Art der Sparköchin

Wenn das mit dem Regen noch lange weitergeht, können wir statt der Hendln bald Enten halten. Leider hängt meine Laune sehr vom Wetter ab. Keine gute Sache heute. Deshalb habe ich mir auch, weil es eh schon egal war, den Kühlschrank vorgenommen. Der soll nämlich nächste Woche abgetaut und geputzt werden, da wäre es hilfreich, möglichst wenig zu kühlen übrig zu haben.

Das musste weg: eine Handvoll blanchierter Erbsen von der Vorjahrsernte aus dem Tiefkühler. (Sind schon zwei neue kleine Becher von heuer drin, und es besteht die begründete Hoffnung, dass noch welche dazukommen. ) Die drei Spargelspitzen. Die letzten mehligen Erdäpfel. Der Krautsalat. Ein Rest Milch. Der seit vorgestern überfällige Schlagobers. Ein viertel Krautkopf.

Das konnte weg: ein halbes Salathapperl, gestern geerntet. Und die gestern geköchelte Hühnersuppe musste ich mir auch anschauen und in geordnete Bahnen bringen.

Der Einfachheit halber hab ich zuerst die Erdäpfel zum Kochen angesetzt und die Erbsen noch einmal in wenig Wasser aufgekocht. Den Sud hab ich zur Hühnersuppe geleert, was bei Licht betrachtet nicht die beste aller Ideen war, weil durch das heiße Wasser das oben schwimmende Fett durcheinandergebracht wurde, das ich eigentlich hatte abschöpfen wollen.

Hab ich halt nur die Hälfte abgeschöpft und fürs Kochen beiseite getan. Die Suppe hab ich gleich für zwei Mal Abendessen aufgeteilt. Einmal koche ich den endgültig letzten Rest der selbstgemachten Suppennudeln ein.  Für morgen wird mir eine Einlage einfallen müssen.

Die zwei Hühnerrücken sowie die Innereien meiner eigenen Hendln, die in der Suppe ruhten, hab ich von Knochen und sonstigem unnötigem Zeugs befreit und in Stücke geteilt. Dann hab ich von der Terrasse ein kleines Zwieberl geholt. Die Schlotten kommen in die nächste Suppe, das Zwieberl selbst hab ich zerteilt und im beschichteten Reinderl ohne Fett geröstet, das Hendlfleisch und die zerteilten Spargelstangen zugegeben, gesalzen und alles gebraten, mit einem großen Schöpfer Suppe aufgegossen und ein paar Minuten schmurgeln lassen. Viel war das nicht, kann ich euch sagen.

Mir selber hab ich den Rest vom Krautsalat verordnet, der dem Kind ein drittes Mal nicht zuzumuten war. Es hat sich einen halben Salatkopf von gestern zerzupft und mit Wiener Marinade übergossen.

Mittlerweile waren die Erdäpfel durch. Ich hab sie geschält und zerteilt, die Erbsen sowie Salz, Milch und wenig Obers zugegeben und alles zermanscht. (Wie der Pürierstab jetzt ausschaut, wollt ihr gar nicht wissen. )

Das Püree hab ich in die Teller gelöffelt, mit dem Spargel-Zwiebel-Fleisch-Gemisch dekoriert (mehr wars nicht) und die Salate dazugestellt.

Zum Glück  hatte ich wieder eine Haferflockencreme mit Zucker und Vanille geköchelt, auf zwei Gläser aufgeteilt und zerteilte Erdbeeren draufgelegt und gezuckert. Das war eine halbwegs sättigende Nachspeise nach unserem garniertem Erbsenpüree mit Salat.

Den Krautkopf habe ich mir für heute Nachmittag vorgenommen, aus denen wird gekochter Krautsalat, der ins Glas kommt. Dazu muss ich mich aber erst beruhigt haben, denn das Kind hat gerade online-Unterricht, und die Lehrerin find ich schlicht unpackbar.

3 Kommentare 10.6.20 13:30, kommentieren

noch immer der 10. Juni

Die Bananen hab ich euch unterschlagen. Die mussten auch dringend weg. Da hat es sich gut getroffen, dass in der Supermarkt-Kundenzeitschrift ein Rezept für einen Bananenkuchen mit Nuss-Granola stand. Hab ich doch gleich mit der halben Masse ausprobiert.

Allerdings bin ich schon am ersten Punkt gescheitert: 20 Deka Nussmischung  hätte ich gebraucht. Was ich im Kuchlkastl fand, waren je ein Rest Pinienkerne und Mandeln. Zu wenig. Also runter in den Keller und die Vorräte begutachtet. Ich hab mir drei Handvoll Haselnüsse geholt und 13 Walnüsse, beides selbst gesammelt. Die hab ich aufgeknackt und ausgelöst, während das Kind andere Reste verwertete und einen Nussring nach einem Familienrezept buk.

Also, Familienrezept ist übertrieben. Von der damaligen Backpulver-Firma König - kennt die wer? - gabs Mitte des vorigen Jahrhunderts kleine Rezepthefterln, und aus einem dieser Heftln ist das Rezept.

Wurscht, jedenfalls hatte ich nach einer mühseligen Stunde die Nussmischung beisammen und hab sie in einer Pfanne trocken geröstet, 2,5 Deka Zucker drübergestreut, alles gut durchgemischt und den Zucker schmelzen lassen. Dann vom Herd genommen.

Der zweite Schritt war, die trockenen Zutaten gut zu vermischen: 15 Deka Universal-Mehl, 15 Deka Zucker, Prise Salz, halbes Packerl Backpulver, Prise Natron, 1,5 Deka Kakaopulver. Außerdem hab ich mir 50 ml Wasser (hätte prickelndes Mineralwasser sein sollen, aber gibts bei der Sparköchin natürlich nicht) und 75 ml Öl abgemessen.

Dann hab ich 25 Deka sehr reife Bananen abgewogen und zerdrückt (die hätte ich mit Zitronensaft beträufeln sollen, den hatte ich aber nicht), zur Mehlmischung in die Schüssel gegeben, Öl und Wasser dazu und alles kurz mit dem Mixer traktiert. Den Teig hab ich in einer befetteten, mit Bröseln ausgestreuten Form aufgestrichen, die Nussmischung und 5 Deka zerbröselte Milchschokolade drübergestreut und das Ding bei 175 Grad Ober- und Unterhitze ins Rohr geschoben.

Nach 20 Minuten hab ich die Hitze abgedreht, jetzt war der Kuchen noch weitere 10 Minuten im Rohr, und JETZT! hol ich ihn raus!!!

Ich muss sagen: der schaut genauso aus wie auf dem Foto in der Zeitschrift. Liebe Rex-Mama, bei Gelegenheit werde ich mir das Thema Fotobearbeitung nochmals zu Gemüte führen, und dann wird das Ergebnis nachgeliefert. Wenn ich schon mal stolz auf die Optik sein kann ...

1 Kommentar 10.6.20 20:17, kommentieren

ein letzter Satz am 10. Juni ...

... mit einem Fernseh-Tipp.  Auf arte.tv hab ich mir eine Sendung übers Essen angeschaut. So ab Minute 38 gibts Infos zum Thema Sparküche. Nicht meine, sondern allgemein. Interessant fand ich die gesamten eineinhalb Stunden.

Hier der Link, falls ihr Interesse habt.

<https://www.arte.tv/de/videos/086137-000-A/anders-essen-das-experiment/>

Genießt morgen den Feiertag!

2 Kommentare 10.6.20 23:08, kommentieren