Der Sparküche-Blog.

Werbung

Gratis bloggen bei
myblog.de

Archiv

1. April: Erdäpfel-Kohlsprossensprossen-Auflauf

Kein Scherz, kein Schreibfehler. Gestern hab ich im elterlichen Gemüsebeet wieder geerntet. Vor allem hab ich die auswachsenden Kohlsprossen-Pflanzen gekappt und mich zu Hause gestern noch damit beschäftigt. Die kleinen Blütentriebe, die statt der Kohlsprossen jetzt in den Blattachseln wachsen, hab ich abgezupft und blanchiert, aus den kleinsten hab ich im Bratrückstand der Blunze mit Wasser und Erdäpfeln - und natürlich am Ende Obers - eine Kohlsprossensuppe gezaubert. Die Stängel mit den großen Blättern dürfen die Hendln verarbeiten.

Haha, die Hendln. Jetzt fangen endlich alle ins Legen an. Vorgestern hatte ich von den vier Damen sogar fünf Eier. Aber an der Größe müssen drei der vier noch arbeiten. Größere Taubeneier lagern derzeit in unserem Kühlschrank. Einige werde ich ausblasen, die machen sich sicher nett am Osterbaum.

Zurück in die Küche. Die blanchierten Triebe hab ich für heute aufgehoben. Und da passierte das folgende: erstmal hab ich vier speckige Erdäpfel bissfest gekocht. Danach hab ich in dieselbe Auflaufform wie gestern - mal sehen, ob das Kind sie heute auch wieder ausputzt! - Öl gegeben und drei der geschälten Erdäpfel hinein scheibliert. Salz drüber, dann die Kohlsprossensprossen drauf drapiert, gesalzen, gepfeffert, mit Hing bestäubt. Der vierte Erdapfel kommt in die Abendsuppe - der Brokkoli ist längst fällig.

Das größte vorhandene Ei, ein wirklich großes noch von einer der alten Hennen, hab ich mit ungefähr 70 ml Obers verquirlt, dann mit Milch auf 1/4 Liter ergänzt und das Ergebnis über den Erdäpfel-Kohlsprossensprossen-Auflauf gegossen. Drüber noch eine Handvoll geriebenen Parmesan verteilt und das ganze bei 180 Grad Ober- und Unterhitze dem Backrohr überlassen.

Für den Nachtisch hab ich ein Glas Marillenkompott aus dem Keller geholt. Bei Bedarf kann auf jede Portion noch ein Schluck Obers draufkommen. Das Kind hat sicher Bedarf.

 

Außerdem hab ich eine Portion Mangoldblätter aus dem Beet mitgenommen, die hab ich heute gleich auch blanchiert und gehackt. In der Kinder-Kochzeitschrift hab ich nämlich ein Rezept für einen Spinatschmarren entdeckt, na, den werde ich morgen ausprobieren. Da können wir wieder einen feschen Salat dazu essen (einen Radicchio hab ich nämlich auch ausgerissen, den hab ich mit meiner Mutter geteilt).

1.4.20 11:06, kommentieren

2. April: Mangoldschmarren mit Kräuterrahm und Salat, danach Bratäpfel

Weil das Kind heute kocht, hab ich nicht den genauen Überblick, wie es den Schmarren macht. Ich kümmere mich nur um Kräuterrahm und Salat. Und um die Bratäpfel. (Die Äpfel müssen langsam weg. )

Den vorgestern geernteten halben Radicchio hab ich geputzt und zerzupft, es ist noch was für morgen übrig  geblieben. Und wieder ein paar Vogerln dazu. Aber den Sojasprossensalat hab ich uns heute erspart. Mariniert habe ich mit Balsamico.

Für den Kräuterrahm hab ich den Rest vom Rahm, den das Kind nicht gebraucht hat, siehe unten, genommen und Salz, Paprikapulver, Schnittlauch und wenig gehackten Oregano eingerührt.

Die Hauptarbeit hatte das Kind: zuerst von einem großen Ei das Klar mit etwas Salz zu Schnee schlagen. Dann hat es im anderen Becher 5 Deka gehackten Mangold, noch ein ganzes Mini-Ei, 10 Deka Sauerrahm und etwas geriebene Orangenschale - Zitrone hatten wir grad keine - gut verrührt, mit Salz, einer Prise Muskatnuss (die hab aus Sicherheitsgründen ich gerieben) und Pfeffer gewürzt, 5 Deka griffiges Mehl eingerührt und den Schnee untergehoben.

Diese Masse hab ich in die heiße Handgeschmiedete gegossen, in der schon ein Esslöffel zerlassene Butter war. Danach weiter wie üblich: auf der Unterseite backen lassen, vierteln, wenden, kurz weiterbacken lassen und dann in Stücke zerzupfen und noch einige Minuten auf abgeschalteter Herdplatte ausdampfen lassen.

Das Kind war ganz begeistert von seinem Mangoldschmarren mit Kräuterrahm und Salat. Weniger gemundet hat ihm der Bratapfel. Ich war da schon angetan. Der Vorratslage folgend bestand die Fülle aus Rosinen, gehackten Mandeln, einem Löffel geriebenem Mohn und ebensoviel Dirndlmarmelade. Die Äpfel standen in einer mit Kokosfett ausgeschmierten Form und blieben ziemlich lang im Rohr, fast eine Stunde, allerdings nach einer halben Stunde bei abgeschalteter Hitze.

 

Den Schmarren werden wir ins Was-mach-ich-mit-so-viel-Mangold-Repertoire aufnehmen. Ab morgen wirds hier wieder mehr fleischig rot, denn heute ist die Lieferung von Labonca gekommen, und ich brauch wieder einmal dringend Platz im Tiefkühler!

2.4.20 12:48, kommentieren

3. April: Hühnerleber nach Art der Sparköchin mit Reis, danach Nicht-Pistazien-Eis

Es sind immer noch viele Äpfel mit runzliger Schale da. Platz im Tiefkühler brauch ich nach der gestrigen Lieferung auch. Also gab es heute Hühnerleber nach Art der Sparköchin mit Reis. Danach erlaubte ich uns eine Kugel hellgrünes Eis, das nach Pistazieneis schmeckte. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass dieses Eis an Pistazien nicht einmal vorbeigetragen wurde. Aber egal.

Nach einer Nasen-Mund-Schutz-Nähaktion (zehn Stück sind es vorerst geworden) war es schon ziemlich spät, also hab ich gach den Reis zugestellt und mich dann der Leber, einen halben Kilo hatten wir, gewidmet. Die noch nicht ganz aufgetaut war. Hat mir aber wurscht sein müssen. also hab ich sie so wie sie war in die Handgeschmiedete mit erhitztem Sonnenblumenöl getan und scharf angebraten. Es kann Zufall gewesen sein, aber ich hatte den Eindruck, dass sie diesmal weniger spritzte als sonst.

Nach einigen Minuten hab ich die Leber wieder rausgenommen und zwischengelagert und zwei große Zwiebelhapperln und 3 Äpfel, beides gewürfelt, mit einem Rosmarinzweig und einem Lorbeerblatt in die Pfanne geschupft und gesalzen und gepfeffert. Das hat wieder einige Minuten gebraten, dann hab ich mit einem mittleren Glas (vielleicht 450 ml) gekochte Paradeiser abgelöscht, das Glas mit einem Achterl Wasser gespült und das auch noch dazu gegossen und alles einmal unter Rühren aufgekocht und dann die Leber wieder zugegeben.

So. Jetzt einen Deckel auf die Pfanne, Herdplatte abschalten und die Leberpfanne mittels Restwärme noch 10 - 12 Minuten schmurgeln lassen.

Dem Kind hats wieder geschmeckt. Diesmal auch die Leber selbst, von der es sich normalerweise nur ein einzelnes Alibi-Stück nimmt - lieber ist ihm die Sauce. Sogar die Aussicht, dass wir den Rest ohne vorherige Suppe heute Abend werden essen müssen, hat es erfreut. Grad bin ich sehr froh, dass ich ein kulinarisch unkompliziertes Kind bekochen kann.

3.4.20 12:58, kommentieren

4. April: Ofenkürbis mit Feta, dazu Couscous

Muss ich? fragte das Kind, als es darum ging, sich beim Couscous zu bedienen. Dabei hatte es sich diesen extra angeschafft, nachdem er das Thema der dieswöchigen Kinder-Kochsendung gewesen war. Weil es sich aber das Öl vom Kürbis drüberträufeln durfte, war es dann doch zufrieden.

Schnelle Küche war es heute, denn Wohnungsputz war nach längerer Zeit wieder einmal angesagt. Nicht, dass ich schon fertig wäre, aber der unangenehmste Teil ist erledigt. Und nebenbei hat sich Ofenkürbis mit Feta und Couscous  beinahe selbst zubereitet.

In die Auflaufform kam großzügig Sonnenblumenöl (dessen Haltbarkeitsdatum bereits Geschichte ist) und da hinein Kürbisscheiben vom Langen von Neapel. Die hab ich gesalzen und gepfeffert und mit des Kindes Kräutersalz gewürzt und ein halbes Packerl Feta, also ca. 8 Deka, drüber gebröselt. Noch ein paar Tropfen Öl drauf, und bei 180 Grad Ober- und Unterhitze ins Rohr.

Nach einer guten halben Stunde hab ich das Backrohr abgedreht, nach weiteren zehn Minuten hab ich den Kürbis rausgenommen und über ein halbes Schüsserl gesalzenen Couscous eine hinreichende Menge an kochendem Wasser geschüttet.

Und nach weiteren acht Minuten haben wir uns drüber gestürzt.

Als Nachspeise habe ich Kompott aus geretteten Birnen serviert, wenig gezuckert und mit Nelken gewürzt, in mein Schüsserl durfte zusätzlich eine Kardamomkapsel. Am Abend gibt es eine Gemüsecremesuppe aus Karotten, Knoblauch und Erdäpfeln, in die püriere ich den restlichen Mangold hinein. Und das würzige Öl aus der Auflaufform vom Mittagessen kommt natürlich am Ende auch hinein.

Ein weiteres Experiment habe ich heute vor. Im Kühlschrank hat das Kind - mir wäre das gar nicht aufgefallen, o Schande! - einen Becher Obers mit MHD 22. März gefunden. Wuhaa! Bin schon gespannt, ob mir was entgegenwabert, wenn ich den am Nachmittag öffne.

4.4.20 12:43, kommentieren

5. April: geschmorte Schweinsbackerl in Sauce mit Semmelknödeln

Neulich sind mir im Tiefkühler sechs Mini-Semmelknöderl mit Speck, essfertig, untergekommen. Nach einigem Nachdenken habe ich beschlossen, die am Donnerstag von Labonca gelieferten Schweinsbackerl wieder aus dem Tiefkühler zu stemmen und ein Schmorgericht zu fabrizieren, zu dem die Knödeln gut passen könnten.

Also hab ich im beschichteten Reinderl Öl erhitzt und ein kleines rotes geschnittenes Zwiebelhapperl, eine ebensolche Knoblauchzehe sowie Rosmarin und Lorbeerblatt drin angebraten, dann die vier kleinen Backerl zugegeben und beidseitig resch angebraten. Jetzt eine gute Handvoll Wurzelgemüse dazu, Salz, Pfeffer und ein Haucherl Thymian, mit heißem Wasser aufgegossen, bis alles bedeckt war, ungeschmorten Schweinsbackerl in Sauce mit Semmelknöderl d zugedeckt schmurgeln lassen.

Das schmurgelt immer noch vor sich hin. In der letzten halben Stunde werde ich die Knöderl auf die Sachen im Reinderl drauflegen und so hoffentlich erhitzen können. Andernfalls müsste ich sie entweder ins Backrohr tun oder im Nebenreinderl unter Dampf erwärmen. Außerdem werde ich natürlich am Ende das Fleisch aus dem Reinderl nehmen (und die Gewürze hoffentlich auch), die Sauce pürieren und mit Obers binden.

Die Schmurglerei unserer geschmorten Schweinsbackerl in Sauce mit Semmelknöderl sollte insgesamt zwei Stunden dauern, hab ich mir gedacht. Inzwischen gibt es also reichlich Zeit, um in der Sonne zu sitzen. Und um einen Nachtisch zu komponieren, natürlich. Ich habe mich heute dafür entschieden, den Rest vom Couscous, etwas mehr als eine Handvoll, mit dem restlichen griechischen Joghurt, einem Schuss Ahornsirup, Zucker und Vanille-Extrakt zu verrühren und in zwei Gläser zu füllen. Aber nicht ganz voll, denn oben drauf kamen noch ein paar Esslöffel Pfirsichmus. 

Das zieht jetzt vor sich hin. Verzieren werde ich die Sache vermutlich mit Streusel.

1 Kommentar 5.4.20 11:19, kommentieren

6. April: Shakshuka mit Gebäck

Völlig asaisonal habe ich heute eine Shakshuka mit Gebäck serviert. Leider ist sie mir ein wenig danebengelungen, vor allem weil sich die Eier nicht wohlverhalten haben. Aber der Reihe nach.

Neulich ist mir ein halbes Packerl rohe Zucchiniwürfel im Tiefkühler aufgefallen. Gekochte Paradeiser gibts im Keller, ein Rest Ketchup war auch noch da, und, vor allem, ein offenes Glas gebratener Zucchini mit viel Öl und Knoblauch. Bevor wir uns das alles unverdünnt aufs Brot schmieren, werde ich ein bisserl was davon verkochen. Dachte ich mir. 

Also hab ich drei Löffel von dem Zucchini-Öl in die Pfanne getan und erhitzt und dann eines der Riesen-Zwiebelhapperl von den Nachbarn zerschnitten und angebraten. Gewürzt hab ich mit Salz, Thymian und Oregano. Rosmarin hab ich vergessen.

Nach ein paar Minuten hab ich mit einem halben Glas gekochte Paradeiser und dem Ketchup-Rest abgelöscht, das Glas zur Hälfte mit Wasser gefüllt und das auch noch in die Pfanne gegossen. Das war offensichtlich der erste Fehler. Das ganze wurde nämlich zu flüssig.

Während alles ohne Deckel geschmurgelt hat, hab ich mit einem kleinen Messer in drei frische Mini-Eier je zwei Löcher gehackt, oben und unten. Dann kamen die Tiefkühler-Zucchini und ein großer Löffel von den Glas-Zucchini in die Pfanne und köchelten ein paar Minuten mit.

In der Zwischenzeit hab ich eine halbe Mozzarella-Kugel klein gewürfelt und auf der Shakshuka verteilt, und, richtig geraten, die Eier ebenfalls zugegeben, indem ich sie ausgeblasen habe. Statt, wie vorgesehen, aufgeschlagen und vorsichtig im ganzen hineingleiten lassen.

Auf das ganze kam der Deckel, die Herdplatte wurde abgedreht und alles durfte noch ein paar Minuten stocken. Tat es aber nicht. Wir hatten allerdings Hunger, und so schnappten wir uns die Pfanne und aßen das erste Ei völlig zerronnen und halb roh, aber trotzdem sehr wohlschmeckend. Der Mozzarella war super geschmolzen und zog sich durch die Gegend, aber das nahmen wir in Kauf.

Mit der Zeit stockte der Rest der Eier doch noch ein bisschen, so dass das Ende der Shakshuka - wir aßen sie restlos auf - fast schon professionell aussah.

Sehr professionell sieht der Apfelkuchen aus, den das Kind am Nachmittag mit dem längst überfälligen Obers gebacken hat. Das Kind musste aktiv werden, weil wir die letzten zwei Stücke des aktuellen Kuchens als Nachspeise verzehrt haben.

Wie der Neue schmeckt, werden wir morgen ausprobieren.

6.4.20 19:15, kommentieren

7. April: Salat, danach Powidltatschkerl in Butterbröseln

Da riechts wie am Christkindlmarkt! enthusiasmierte sich das Kind. Das tat es tatsächlich. Ich hatte nämlich in die Butterbrösel, weils im Rezept stand, ein Packerl Vanillinzucker gemischt - von dem wir immer noch unglaubliche Vorräte haben.

Für die fast tadellos gelungenen Powidltatschkerln in Butterbröseln hab ich mir im Geiste eh auf die Schulter geklopft. Während man mich um zwei Uhr früh wachrütteln und von mir einen Germteig verlangen kann, den ich dann auch problemlos aus dem Ärmel schüttle, ist der Erdäpfelteig nicht mein Freund. Erinnert euch nur an die Schupfnudeln von neulich. Sehr unerfreulich.

Vielleicht hat geholfen, dass ich mich heute ans Rezept gehalten habe. Also: größtenteils. Mehr oder weniger. Aber immerhin lag das Kochbuch auf der Arbeitsplatte. Ein älteres übrigens, aus der THEA-Reihe mit dem Titel "Reis, Nudeln, Erdäpfeln" - ich weiß gar nicht, ob das heute noch erhältlich ist. Ich habs vor mehr als 25 Jahren von einer Arbeitskollegin geschenkt bekommen und ehrlich schon sehr viele sehr brauchbare Rezepte da rausgeholt.

Jedenfalls hab ich 35 Deka mehlige Erdäpfel gekocht und hab in der Zwischenzeit in zwei Pflanztrögen auf der Terrasse den Vogerlsalat gerodet. Aus dem wilden Haufen hab ich zwei Suppenteller voll Vogerlsalat gerettet. Das Kind hat den Salat vollendet, indem es auf jedem Teller je drei halbierte Kirschparadeiser und gekochte Wachteleier platziert hat und die restliche halbe Mozzarellakugel klein gewürfelt und drüber gestreut hat. Dann fehlten nur noch Himbeeressig, Fleur de Sel und ein kleines Stück Gebäck.

Ich hab derweil die gekochten Erdäpfel geschält und durch die Presse gedrückt, auf 12 Deka Universalmehl gegeben (das Rezept sagte: griffiges Mehl), 4 Deka weiche Butter und ein sehr kleines Ei (das Rezept sagte: 2 Dotter) sowie ein bisserl Salz zugegeben und alles zu einem Teig geknetet.

Das hat auch geklappt! Den Teig hab ich dann relativ dünn ausgerollt (das Rezept sagte: 4 mm dick, aber wer hat schon in der Küche ein Maßband) und nicht, wie das Rezept sagte, Kreise ausgestochen, sondern ihn in 12 Vierecke geschnitten. Für Spielereien war keine Zeit mehr.  Auf jedes Viereck kam ein Löffel Powidl, selbstgemachter natürlich, und dann hab ich die Vierecke zusammengeklappt und die Ränder gut verschlossen.

Optisch waren die Dinger jetzt keine Bereicherung, muss ich sagen, aber ich hab sie trotzdem vorschriftsgemäß in kochendes Salzwasser eingelegt und dann zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen.

In der Zwischenzeit hab ich eben ein paar Deka Butter mit ein paar mehr Deka Semmelbröseln in die Handgeschmiedete getan und dort geröstet und dann den Vanillinzucker untergemischt. Da kamen die fertigen, wie durch ein Wunder nicht zerfallenen Tatschkerln hinein. Bei Tisch haben wir uns der Optik wegen noch ein bisserl Zucker über die Powidltatschkerln gestreut.

 

Was sich zwischendurch auch noch ausgegangen ist, war die heutige Abendsuppe. Beim Roden sind mir nämlich zwei Mini-Fenchelpflanzen in die Hände gekommen, die ich ausgerupft habe, weil ich dachte, sie wachsen aus. Hätten sie aber gar nicht vorgehabt, habe ich später beim Zerlegen bemerkt. Die haben offensichtlich bei mir überwintert.

Ich hab sie jedenfalls klein gewürfelt und mit einem Erdapfel in Salzwasser gekocht, das Grün hab ich geschnitten und eingefroren. Am Abend muss ich die Suppe nur noch pürieren und mit Milch verlängern.

4 Kommentare 7.4.20 12:59, kommentieren

8. April: gebackener Kürbis mit Kräuterrahm

Gleich in der Früh hab ich eine Hühnersuppe auf den Herd gestellt und dem eigentlich eh nicht unterbeschäftigten Kind einen Keksteig vorbereitet. Für Ostern. So einen ganz einfachen Mürbteig aus 30 Deka Mehl, 20 Deka Butter, 10 Deka Staubzucker und zwei Dottern. Und einem Packerl Vanillinzucker, damit der wegkommt. Die verbliebenen Eiklar werden am Abend als Wolken in der Suppe landen.

Mittags kocht dann das Kind, nämlich werde ich ihm vom Kürbis eine Scheibe abschneiden und die in handliche Stücke schneiden, und das Kind wird sie panieren. Das Herausbacken im - zugegeben schon etwas seltsam riechenden - Sonnenblumenöl bleibt dann wieder mir überlassen.

Ebenfalls meine Arbeit ist der Kräuterrahm zum gebackenen Kürbis, den sich das Kind gewünscht hat: einen halben Becher Rahm mit allerhand Kräutern aus dem Beet, Salz und wenig Paprikapulver vermengen. Fertig.

Wenn ich genug Energie habe (was grad meist nicht der Fall ist, leider), fabrizier ich vielleicht einen Pudding. Was auch auf dem Programm stünde, ist ein Mohnkuchen mit irgendeinem Obstbelag, aber der geht sich vielleicht erst morgen aus. Wo auch das Eierfärben ansteht. 

Werden sehen.

4 Kommentare 8.4.20 08:34, kommentieren

Gründonnerstag: Mangoldgemüse mit Braterdäpfeln und Spiegeleiern

Zunächst eine Bemerkung zur gestrigen Kocherei: ich hab mich umentschieden und die Eiklar nicht in die Suppe getan, sondern das Kind hat sie, vermengt mit einem Löffel Obers, zum Panieren verwendet. Die Panier war viel knuspriger als sonst. Wollte ich nur gesagt haben.

Die Hühnersuppe hat übrigens drei Stunden geköchelt und war der Hit. Gestern haben wir ein bisserl Fleisch und ein paar Rest-Suppennudeln drin gehabt - ich hab für meine Eltern welche fabriziert, die ich ihnen zu Ostern schenke - und für heute hab ich Grießnockerl aus dem Tiefkühler genommen.

Heute gibts traditionelles Essen: Mangoldgemüse mit Braterdäpfeln und Spiegeleiern. Gestern hab ich vergessen, aus dem elterlichen Gemüsebeet Mangold mitzunehmen, aber im Tiefkühler gibts noch jede Menge davon zu ernten. Der ist sogar schon blanchiert.

Den Mangold werde ich mit Salz und Milch zum Kochen bringen und mit einem Gmachtl aus Milch und Speisestärke binden, eh wie immer. Die Erdäpfel koche ich jetzt schon, die kommen mittags in die große Pfanne und werden in Öl rundum knusprig gebraten. Gleich in die Pfanne dazu gebe ich auch die restlichen fünf Wachteleier und ein normales Ei als Spiegelei.

Da ist am besten, alle Eier zuerst aufzuzwicken und in ein Gefäß zu geben und dann gemeinsam in die Pfanne zu tun, weil das Öffnen eine Fitzelei ist, meiner Meinung nach. Nur das große Ei wird zack! dazugeschlagen.

Gesalzen werden Erdäpfel und Eier dann miteinander.

 

Außerdem steht heute Eier färben an, was ich mit Zwiebelschalen einerseits und Kurkumapulver andererseits erledigen werde. Mehr gibts ohnehin nicht zu verschenken, und diese beiden Varianten funktionieren am schnellsten.

9.4.20 08:00, kommentieren

Karfreitag: Karpfen auf Topinambur mit Salat

Noch eine kurze Bemerkung zu gestern: dass ich um einen Erdapfel zuviel gekocht hatte, passte genau für mein Abendessen. Das Hühnerfleisch aus der Suppe hab ich in einer Schüssel mit dem gewürfelten Erdapfel, vier geviertelten Kirschparadeisern, Salz, Pfeffer und zwei Löffeln Mayonnaise vermengt, das ganze Abendessen genannt und verspeist.

Heute wird küchentechnisch das folgende passieren: die gestern schon dem Tiefkühler entrissenen Karpfenstücke werde ich waschen und würzen. In eine Auflaufform werde ich Öl tun und acht Stück rohe gewaschene Topinambur in dünne Scheiben hineinschneiden.

Darauf lege ich die Karpfenstücke und bedecke sie aus einer Masse, die ich aus Semmelbröseln, gehackten Kräutern, geriebenem Parmesan und Rahm komponieren werde. Ei will ich heute keines reintun.

Dann tu ich die Form bei 180 Grad Ober- und Unterhitze ins Rohr und lasse sie dort eine gute halbe Stunde, aber ich werde die Hitze vermutlich schon nach 20 Minuten abdrehen.

In der Zwischenzeit werde ich den letzten Trog von den eh schon auswachsenden Vogerln befreien und davon zwei Portionen für uns retten, dazu kommt wieder ein bisserl vom Sojasprossensalat. Aber heute werde ich testen, ob die Hendln den vielleicht auch fressen, denn langsam kann ich ihn auch nimmer sehen. 

Außerdem werde ich, ebenfalls aus einem Pflanzkübel, die ersten beiden heurigen Radieschen ziehen und auf dem Salat dekorieren.

Und so kommen wir zu Karpfen auf Topinambur mit Salat.

10.4.20 09:37, kommentieren

Karsamstag: Linsen-Gemüse-Curry mit Basmatireis

Eigentlich wollte ich für die heutige Abendsuppe - gestern war es eine Kürbiscremesuppe vor Schinken-Käse-Toasts - einen Becher Uralt-Fisolen zu einem Supperl verarbeiten. Aber die Fisolen waren gar nicht uralt. Da hab ich beschlossen, sie ins heutige Linsen-Gemüse-Curry mit Basmatireis zu integrieren. Außerdem hab ich eine Portion gewürfeltes Suppengemüse aufgetaut. Vom Rest des Kürbis werde ich auch ein paar Würfel reintun.

Beginnen werde ich aber, indem ich die Gewürze trocken anröste - Ingwer, Rosmarin, Lorbeerblatt und natürlich Currypulver -, dann Öl oder Ghee dazugebe und ein geschnittenes Zwiebelhapperl. Und es kommt wieder ein Löffel von den gebratenen Zucchini dazu, die mit dem vielen Knoblauch. 

Nach einigen Minuten forschen Bratens wird mit einem Brieferl Sojasauce und dem restlichen halben Paradeiserglas von neulich abgelöscht. Dann kommt das Gemüse dazu (der Kürbis zuletzt, der braucht am wenigsten lang zum Garen), vielleicht noch ein bisserl Wasser sowie je eine Handvoll Rosinen und rote Linsen. Und Salz natürlich.

Kleiner Exkurs: neulich hab ich mir eingebildet, grobkörniges Salz kaufen zu müssen - das einzige österreichische Salz, das nicht jodiert ist. Aber es hapert immer noch mit der Dosierung. Anfangs hab ich viel zuwenig erwischt, in den letzten Tagen salze ich schwungvoller, was oft - hui! - zuviel ist. Naja. Die Packung hat eineinhalb Kilo, ich hab noch etwas Zeit zu üben.

Das Curry köchelt jedenfalls insgesamt eine halbe Stunde, und genau diese Zeit braucht auch der Basmatireis, der auf der Nebenflamme vor sich hin dämpfen wird. Erdnüsse sollten auch ins Curry, gibts bei uns aber grad nicht. Pinienkerne oder Mandeln könnte ich anbieten, und natürlich Haselnüsse, aber das passt meiner Meinung nach alles nicht.

Und schon ist das Mittagessen fertig. Weil ich gestern zu den abendlichen Toasts kein Ketchup serviert, sondern ein Glas Chutney von der lieben E geöffnet habe, werde ich dieses dazustellen, das passt sicher gut dazu.

Als Nachspeise gönne ich uns ein Joghurt mit Erdbeermarmelade.

Übrigens: für die heutige Abendsuppe habe ich einen Mini-Becher Lauchscheiben aus dem Tiefkühler gefischt. Gibts halt heute eine Lauchcremesuppe!

11.4.20 08:13, kommentieren

Frohe Ostern mit Bauchfleisch mit Trallala

Für nur zwei Personen war natürlich wenig Trallala zum Bauchfleisch nötig. Den Rest vom gestrigen Reis hab ich mit wenig Wasser und Butter aufgewärmt. Zum Fleisch hab ich zwei geschälte und zerteilte Erdäpfel ins Rohr gegeben. Das Kind hat alle möglichen Reste und Kostproben - Bittersalat, Vogerln, Hirschhornwegerich, Rucola, Kirschparadeiser, eigene Radieschen, gerettete Bio-Oliven - in Schüsseln drapiert und mit Himbeeressig beträufelt.

Das Fleisch hab ich in die große Auflaufform, wo heißes Wasser drin war, zwei Zentimeter hoch, kopfüber reingetan, also mit der Schwarte nach unten. Das kam für eine Viertelstunde ins ausnahmsweise auf 180 Grad vorgeheizte Backrohr. 

Dann hab ich das Fleisch umgedreht und die Schwarte eingeschnitten und in die Schnitte Salz und gehackten Knoblauch getan, Kümmel draufgestreut, die Erdäpfel dazugelegt und das ganze wieder ins Rohr geschoben. Da blieb es dann für eineinhalb Stunden, wobei ich nach einer guten Stunde das Rohr abgedreht habe. Die Restwärme hat genügt.

Leider war das Schwarterl nicht zum Derbeißen, aber wir haben es natürlich aufgehoben, um es bei Gelegenheit in einer Suppe mitzukochen. Ein Erdäpfelstück ist übrig geblieben, den hab ich zum Rest des gestrigen Curry getan, alles mit Wasser verlängert und nachgesalzen, püriert und mit Milch verfeinert und abends als Suppe serviert. Gar nicht schlecht. Sagte sogar das Kind. Außerdem aßen wir beim Bauchfleisch weiter, kalt diesmal mit Senf und Brot. Den Rest hab ich aber eingefroren, sonst sterben wir noch an österlicher Herzverfettung.

 

Was heute sonst noch passiert ist? Ich hab drei Kohlsprossenpflanzen ausgerissen aus dem elterlichen Gemüsebeet, die verbliebenen Sprossen sowie die Blütensprosse am oberen Ende abgezupft, sortiert und blanchiert. Die Blüten lagern im Kühlschrank, den Rest hab ich eingefroren für spätere Gelegenheiten.

Außerdem haben wir den Tricolore-Osterkuchen verkostet - hab ich von dem erzählt? Der Teig für die Osterkekse ist nämlich nicht so gut geworden, war einfach nur bröselig. Also hat das Kind eine Kuchenform eingefettet und den Teig da hineingedrückt. Auf mein Geheiß hat es zwei Marmeladenreste - Feige und Powidl - aus dem Kühlschrank genommen und auf dem Teig verstrichen, es war aber noch Platz frei. Da musste die Uralt-Erdbeermarmelade herhalten, mit der wurde der restliche Teig bestrichen. Dann ab ins Rohr, und unser Spezialkuchen war fertig. Schmeckt super.

2 Kommentare 12.4.20 21:31, kommentieren

Ostermontag: Spirelli in Kohlrabi-Sauce mit gebratenen Zucchini

Weil ich mir heute gegenüber dem Kind unter Zuhilfenahme von ordentlich Lautstärke Gehör verschaffen musste, um einem erneuten Prokrastinationsschub die Hausaufgaben betreffend vorzubeugen, hab ich kurzerhand die geplanten Mohnnudeln verschoben (kein Zucker!) und auf Spirelli in Kohlrabi-Sauce umgesattelt.

Das ist jetzt nicht unser beider Lieblingsessen, schon gar nicht am Feiertag, aber der geraspelte Kohlrabi hat im Tiefkühler sowieso viel zuviel Platz weggenommen. Den Rest werden wir entweder nochmals als Gemüse haben oder als Suppe. So.

Während die Spirelli kochten, hab ich einen Teil des geraspelten Kohlrabi mit Salz, Pfeffer, Kümmel und Hing gewürzt und mit wenig Wasser zum Kochen gebracht und wenige Minuten geköchelt. Dann habe ich einen Rest Obers mit einem Löffel Mehl glatt gerührt und in den Kohlrabi eingerührt. Das hat nochmals zwei oder drei Minuten geköchelt.

Damit das Kind nicht die Teigwaren für sich reklamiert und auf das Gemüse pfeift, hab ich die fertigen Spirelli gleich in die Kohlrabi-Sauce eingerührt. Wer mag, darf sich bei Tisch den Rest von den gebratenen Zucchini im Glas drübertun.

Das mit der Nachspeise hat sich somit auch gleich erledigt.

13.4.20 12:10, kommentieren