Der Sparküche-Blog.

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1. März: Rotkrautstrudel mit Kräuterrahm und vielleicht Vogerlsalat

In der letzten Gratis-Kundenzeitschrift des örtlichen Supermarkts habe ich ein Rezept für einen Rotkrautstrudel mit Kräuterrahm gefunden. Natürlich werde ich das Rezept den häuslichen Vorräten anpassen und außerdem, so es nicht in Kürze zu schütten anfängt, ein wenig Vogerlsalat dazu servieren, aber grundsätzlich sollte es schon das werden, was unter der Überschrift steht.

Das hat sich gut ergeben, weil der Teig genau der ist, den ich für unsere Topfenkipferl verwende: jeweils ein Vierterl glattes Mehl, kalte Butter und Topfen sowie ein bisserl Salz. Weil das Kind den Strudel hoffentlich wenigstens einmal, aber ganz sicher nicht öfter essen wird, mache ich nur ein Zweiportionspackerl. Den Rest des Teigs schneide ich wie gewohnt in Quadrate, die ich mit Marmelade fülle und zu Kipferln forme und ebenfalls backe.

Für die Strudelfülle habe ich die zwei kleinsten Rotkrauthapperln aus dem Schuppen geholt, geputzt und fein geschnitten. Das Ergebnis passte in ein Viertelliterglas. Vom letzten Suppengrün war eine kleine Schalotte übrig, die hab ich fein geschnitten und in eine Pfanne mit Öl gegeben. Salz, Pfeffer und einen Löffel Zucker dazu, und eine Handvoll Speckstreiferl, die dringend weg mussten. Um das Kind zu besänftigen.

Das alles habe ich forsch angebraten, das Rotkraut zugegeben und weitergebraten und nach einigen Minuten mit einem kleinen Schluck Zitronensaft abgelöscht (hatte ich zufällig, weil ich ihn für die gestrige Avocado brauchte). Umgerührt, Deckel drauf, eine Viertelstunde dünsten lassen, in eine Schüssel zum Auskühlen umgefüllt.

In der Zwischenzeit habe ich drei Esslöffel vom geriebenen Parmesan (dem Rest werde ich in den kommenden Tagen den Garaus machen) mit zwei Esslöffeln Rahm und einem kleinen Dotter sowie Salz verrührt.

Das alles ruht jetzt. In einer halben Stunde wird, hoffentlich unfallfrei, das folgende passieren: Ich werde einen Teil des Teigs zu einem länglichen Viereck ausrollen, mit der Käse-Rahm-Paste bestreichen (und dran denken, einen Rand frei zu lassen) und das Rotkraut drauf verteilen. Außerdem gibt es eine Handvoll Mozzarella-Würfel (aus dem 50-Prozent-Nachlass-Regal), die ich drüber verteilen werde, wieder als Zugeständnis ans Kind.

Dann werde ich drei Seiten vom Teig einschlagen und in der Folge von der kurzen Seite her den Teig zu einem Strudel aufrollen, diesen ein paar Mal schräg einschneiden (die Forderung des Kindes, weil das auf dem Rezeptfoto auch so aussah) und mit einem Teil vom Eiklar bepinseln. Den Rest verarbeitet das Kind am Nachmittag zu einem Kuchen, wenn es eine Lernpause braucht.

Der Strudel wird dann bei vermutlich 180 Grad Heißluft etwa 15 - 20 Minuten backen. In der Zwischenzeit verrühre ich erstens einen halben Becher Rahm mit Salz und gehackten Kräutern und wasche zweitens den Haufen Geschirr ab, den ich für unser Sonntagsessen anpatzen musste. Und ich mariniere eventuell den Vogerlsalat, den ich zwischendurch pflücke. (Was dem Strudel die Gelegenheit geben wird, nach dem Backen noch einige Minuten zu rasten. )

Aber es ist ja Sonntag.

1.3.20 10:41, kommentieren

noch immer der 1. März

Nie hätte ich gedacht, dass dem Kind und mir der Rotkrautstrudel so gut schmecken könnte. Das Kind hat sich sogar eine Portion für morgen gesichert, was ich kaum glauben konnte.

Das Ersetzen des Feta durch Parmesan sowie der zusätzliche Speck und Mozzarella war tatsächlich die Idee des Tages.

Jetzt ist das Kind gerade in aller Ruhe dabei, die Vorbereitungen fürs spätere Kuchenbacken zu treffen. Alles ist besser als Lernen.

Aber wer kennt das besser als ich ...

 

Für die heutige Abendsuppe hab ich ein geschnorrtes Stück Lauch mit einem Erdapfel, Salz und Hing zu einer Lauchcremesuppe verkocht. Verfeinert habe ich mit Obers, der allerdings schon ein bisserl säuerlich und fest wurde - so essen wir ihn gerne aufs Brot, das Kind und ich. Die Suppe hatte also eine ungewöhnliche Note. Außerdem war sie eher flüssig, was uns dazu berechtigte, und Backerbsen in die Suppe zu leeren.

1.3.20 13:19, kommentieren

2. März: Erdäpfel-Bohnen-Gulasch mit Gebäck

Heute gehts den restlichen Bohnen an den Kragen. Aus einem Teil hab ich heute Früh mit Olivenöl, Knoblauch, Salz, Kreuzkümmel, Zitronensaft und wenig Wasser eine Creme fabriziert, die ich hoffentlich abends aufs Brot streichen werde können.

Die verbleibenden Bohnen werde ich mir fürs Mittagessen - das Kind bekommt noch einmal seinen Rotkrautstrudel mit Kräuterrahm und Vogerlsalat - ein Erdäpfel-Bohnen-Gulasch kochen. Da kann ich gleich das letzte halbvertrocknete Stück Weißbrot dazu essen.

Ich stelle mir das so vor: ich werde ein kleines geschnittenes Zwiebelhapperl und eine ebensolche Knoblauchzehe in Ghee anrösten, dann kommen Salz, Pfeffer, Hing, Rosmarin und Bohnenkraut dazu. Nach einigen Minuten werde ich die Bohnen und eine Handvoll Erdäpfelwürfel zugeben sowie Paprika- und Chilipulver, mit Wasser aufgießen und alles eine knappe halbe Stunde köcheln, die letzte Viertelstunde vermutlich ohne Deckel, damit die Flüssigkeit einkocht.

Vielleicht rühre ich mir einen Löffel Rahm ein, das muss ich noch schauen. Oder den Rest vom sauer gewordenen Obers.

Um Nachspeisen brauch ich mich grad überhaupt nicht kümmern, es warten diverse Kipferl und Kuchen ...

2.3.20 08:10, kommentieren

3. März: Fleischbällchen in Paradeissauce mit Trofie

Einem Wunsch des Kindes folgend habe ich heute Nudeln mit Paradeissauce gekocht. Schon gestern hatte ich beim Supermarkt Hühnerfaschiertes zum Halbpreis gefunden, aus dem ich spontan eine Portion Fleischbällchen gezaubert hatte.

Die 30 Deka Faschiertes habe ich mit Salz, einem Rest Würzmischung (Probepackung einer Veggi-Würze ohne Salz) und einem Ei vermischt und dann ein paar Löffel Semmelbrösel untergemengt. Aus der Masse hab ich mit nassen Händen kleine Kugerl geformt, die ich in eine Auflaufform mit Olivenöl gesetzt und bei 150 Grad Ober- und Unterhitze für 20 Minuten ins Rohr geschoben habe. Die waren diesmal lockerer als sonst und haben sehr würzig geschmeckt.

Deshalb hab ich die Paradeissauce nur mild gesalzen und nicht gepfeffert. Die passierten Paradeiser hab ich in ein Reinderl mit dem Bratensatz  getan, mit Salz und eher mehr Zucker versetzt und zum Kochen gebracht und mit einem Gmachtl aus Speisestärke und Paradeis-Flüssigkeit gebunden.

Außerdem hab ich die letzten Trofie gekocht, damit die endlich wegkommen. (Als die fertig waren, hab ich ins Kochwasser zwei Hendlrücken und eine Portion Suppengrün sowie Salz und Gewürze gegeben und hab ein Hühnersupperl draus gekocht. )

(Was sich ungünstig ergeben hat, weil ich etwas später nämlich drei Bund Spargel retten konnte, daraus noch eine Suppe kochen werde und mich in der Folge vor lauter Suppe nicht retten kann. Aber ich werde einen Teil davon einfrieren bzw. in Gläser abfüllen, zur baldigen Verwendung. )

Die Fleischbällchen habe ich in der Paradeissauce aufgewärmt und die heiße Sauce über die Teigwaren gegossen.

Von diesen Fleischbällchen in Paradeissauce mit Trofie habe ich für morgen auch noch eine Portion, da spare ich mir die Kocherei.

 

Das gestrige Bohnen-Erdäpfel-Gulasch hat übrigens super geschmeckt. Vorwiegend deshalb, weil mir ein Restl Speck in die Hände gefallen ist und ich dieses in Streiferl geschnitten und gleich am Anfang mitgebraten habe. Das Rezept muss ich mir merken!

4 Kommentare 3.3.20 16:34, kommentieren

4. und 5. März: Nudel-Spargel-Hühnerfleisch-Auflauf

Ja genau. Gestern hab ich die Reste gegessen. Heute mittags hab ich mich fremdverpflegt, dafür werde ich am Abend einen Nudel-Spargel-Hühnerfleisch-Auflauf zaubern.

Weil ich zwar vom geretteten Spargel eh nur die Spitzen genommen habe, aber selbst das zuviel für eine Suppe war und eine große Handvoll übrig geblieben ist. Und das Hendlfleisch von der Suppe auch irgendwie verwertet werden will, das ist eh auch nicht viel. Und zu guter Letzt immer noch Teigwaren da sind, die ich auch flott weiterbringen will.

Na, das mache ich ganz einfach. Zuerst aus Butterschmalz, Mehl, Salz und einem Rest Milch eine Roux fabrizieren (also eine nackerte Bechamelsauce, sozusagen) und überkühlen lassen. Dann werden die Bestandteile von oben untergemischt, eventuell gewürzt und die Masse in eine befettete Auflaufform geleert und verteilt. Vermutlich kommt oben noch der Rest vom gerieenen Parmesan drüber, dann ist der auch endlich Geschichte.

Das ganze kommt bei ca. 180 Grad Ober- und Unterhitze für eine gute halbe Stunde ins Rohr. Wenn ich gut drauf bin (und sich der Wind legt), pflücke ich wieder Vogerlsalat. 

Übrigens hab ich heute tatsächlich Himbeeressig nachgekauft. Man gönnt sich ja sonst nix.

5.3.20 15:25, kommentieren

6. und 7. März: Hüftsteak mit Erdäpfeln, Bärlauchbutter und Vogerlsalat

Klingt super, ist aber spar pur. Das Fleisch hab ich zum Halbpreis erstanden, Bärlauchbutter und Vogerlsalat sind aus eigener Erzeugung. Das Steak wird beidseitig gepfeffert und scharf angebraten, beidseitig nachgegart und vorm Servieren wenig gesalzen und mit einer Scheibe Bärlauchbutter belegt.

Dazu schäle ich die paar Mini-Erdäpfel, die ich mit der Bärlauchcremesuppe, der heutigen Abendsuppe, mitgekocht habe. Und den Vogerlsalat hab ich mit drei kleinen Paradeisern (gekauft) und Himbeeressig aufgemotzt.

Und schon kann ich mit Hüftsteak, Erdäpfeln, Bärlauchbutter und Vogerlsalat prahlen.

Gestern hab ich mir, nach einem anstrengenden Messe-Besuch, ein gutes Papperl bei eat-bio.at gegönnt. Köstlich, die pakistanische Küche.

Habt ein schönes Wochenende!

7.3.20 11:45, kommentieren

Frauentag: Karpfen unter der Haube mit Vogerlsalat

Wir konnten es uns aussuchen: entweder wir sind immer noch für heute zum Frühstück bei Freunden eingeladen und fangen uns eine Magen-Darm-Geschichte ein, die dort gestern überraschend Einzug gehalten hat. Oder wir entsagen sowohl der Fresserei als auch der Speiberei. 

Das Kind verdrückte ein paar Tränen, folgte aber dann meiner Entscheidung, das Frühstück heute daheim zu essen, ohne Trallala, aber auch ohne Viren.

Die beiden Karpfenstücke, die ich in der Folge heute früh dem Tiefkühler entrissen habe - viel zu spät natürlich! -, hatten die Wirbelsäule noch dran. Deshalb - und auch, weil sie am späten Vormittag noch nicht vollständig aufgetaut waren - habe ich mich entschlossen, das Kind zu entlasten und den Fisch im Backrohr zu braten.

Also war der erste Schritt, die restlichen speckigen Erdäpfel zu dämpfen, die schlechten für die Hendln auszusortieren und die guten zu schälen und in Scheiben zu schneiden, gleich direkt in die Auflaufform, von der der Boden schon mit Olivenöl benetzt war.

Die Erdäpfel wurden mit Kräutersalz bestreut, und darauf kamen die Fischstücke. Aus Semmelbröseln, einem Ei, Kräutersalz und einem Rest Rahm hab ich eine Masse gerührt, die ich auf den Fischen verteilt habe. Über die frei liegenden Erdäpfel kamen noch ein paar Tropfen  Olivenöl. Dann kam die Form ins Backrohr und blieb dort bei 180 Grad Ober- und Unterhitze eine Dreiviertelstunde lang.

In der Zwischenzeit hab ich einen kleinen Haufen Vogerlsalat gepflückt und geputzt und auf zwei Schüsseln aufgeteilt. Garniert hab ich mit zwei jungen Blättern der roten Rüben, die noch vom Herbst im Topf auf der Terrasse stehen (Frühlingsgrün im Salat ist wichtig!), mariniert mit Balsamico.

Nach dieser Eiweißbombe von einem Karpfen unter der Haube empfahl sich einzig ein Marillenkompott als Nachspeise. Mit nur ganz wenig Obers drin.

 

Abends werden wir die Bärlauchcremesuppe essen, die schon für gestern vorgesehen war. Für morgen hätte ich eine Topinamburcremesuppe geplant, aber wer weiß, was wieder dazwischenkommt.

2 Kommentare 8.3.20 13:49, kommentieren

9. März: Trost-Essen für das Kind

Das Gute an der Sonntagskocherei ist, dass immer was für das Mittagessen am Montag übrig bleibt. Nur den Vogerlsalat muss ich neu pflücken gehen, der ist restlos aufgegessen worden.

Das Kind musste am Wochenende einiges an kleinen Tiefschlägen hinnehmen. Deshalb werde ich den Karpfen-Rest selber essen und dem Kind nur die Bärlauchcremesuppe wärmen. Danach kriegt es einen Grießkoch mit viel Schokolade.

Ach herrje.

9.3.20 09:03, kommentieren

10. März: Gemüsereis

Das Trost-Essen war gestern sehr notwendig, weil zusätzlich noch eine schlechte Note kam. Abends habe ich keine Suppe gekocht, das Kind wollte aber plötzlich eine (eh klar), also hab ich ein Glas aus dem Kühlschrank genommen, Fisch-Erdäpfel-Fond stand drauf, und habs aufgewärmt, ordentlich Kräutersalz hineingestreut und mit Backerbsen serviert.

Die Topinambur hab ich verschoben, weil ich gestern einen Mini-Brokkoli und zwei auswachsende Mini-Kohlpflanzen aus dem Gemüsebeet geschnitten habe. Heute ist also eine Brokkolicremesuppe dran (mit Erdapfel, Salz, Hing und einer Knoblauchzehe). Vorher hab ich die Gemüseschalen ausgekocht und die kleinen Roserln als Suppen-Deko blanchiert, jetzt köchelt der Rest.

Danach gehts aber noch weiter, denn für heute mittag bereite ich einen Gemüsereis vor. Erst werde ich ein paar Speckstreiferl ausbraten und dann allerhand Gemüse aus dem Tiefkühler mitbraten: Erbsen, Kürbis, Karotten und Lauch. Ein paar in dünne Streifen geschnittene Kohlblätter kommen auch hinein. 

Nach einigen Minuten gieße ich mit Wasser auf, salze und stäube wenig Hing drüber und lasse das Gemüse bissfest dünsten. Das darf dann auskühlen, während ich einen kleinen Rest Basmatireis dämpfe.

Zum Mittagessen muss ich meinen Gemüsereis dann nur noch zusammenmischen. Und vielleicht eine Handvoll Vogerlsalat pflücken, das weiß ich aber noch nicht. Aber ein Löfferl vom ungarischen Teufelszeugs muss auf jeden Fall hinein.

1 Kommentar 10.3.20 07:43, kommentieren

11. und 12. März: Was-ich-im-Kühlschrank-so-finde-Teller

 Gestern war ich wirklich motiviert, mir was zu kochen. Das fing am Vormittag schon an, als ich die Polenta kochte. Großzügig leerte ich den großen Rest des Pakets ins beschichtete Reinderl, weil ja noch eine fast volle Kilopackung Maisgrieß wartete. Die dann allerdings mit Gespinst durchzogen war, worauf sie ziemlich unmittelbar als Hendlfutter im Schuppen landete.

Egal, wir haben halt gerade viel Polenta im Haus. Gestern habe ich mir eine Portion der frischen cremigen Polenta über einen Rest Reis geleert und einen Esslöffel mit Gupf vom Pistazien-Pesto draufgeklatscht. Hat als Kombination nicht besonders gut geschmeckt.

Der heutige Tag war außerordentlich erschöpfend. Der seelisch anstrengendste Teil war, dass ich meine zwei Hendln geschlachtet habe. Meine Mutter hat sie gerupft, gemeinsam haben wir uns dann dem Innenleben der Tiere gewidmet - beide ziemlich aus der Übung, um es freundlich auszudrücken.

Nach zwei Stunden war dann ein Teil des einen Hendls im Suppentopf. Dem Kind hab ich am Abend erst mal nicht gesagt, von welchem Tier genau jetzt die Suppe ist. Wobei, die Suppe hat unauffällig geschmeckt, und das Kind sieht Essensangelegenheit eh pragmatisch.

Danach gab es übrigens einen Schafcamembert als Ofenkäse mit Baguette, und der immer noch üppige Rest der Polenta ruht weiterhin im Kühlschrank. Mittags habe ich mir zwar eine Scheibe davon abgeschnitten und mit wenig Hausgeselchtem und einem halben Glas vom selbst gemachten Krautsalat von neulich verspeist, aber es ist immer noch viel Gelb da. Vielleicht kann ich die Sache morgen bereinigen.

12.3.20 22:55, kommentieren

13. März: Polenta mit Hendlfleisch und gebratenem Schwammerl mit Salat

Fängt schon an mit Corona. Heute kam das Kind früher nach Hause und wollte unvermutet ein Mittagessen. Also teilte ich das Vorhandene auf und komponierte Polenta mit Hendlfleisch und gebratenem Schwammerl mit Salat.

Das war auch das letzte Mal, dass ich versuche, das Fleisch von den eigenen Hendln zu essen. Keine Ahnung, wie ich das kochen müsste, damit es weich wird - ja, ich weiß, Natron soll helfen, aber das klingt ein wenig barbarisch für meine Ohren. Jedenfalls hab ich wenig vom Fleisch in sehr kleine Stücke geschnitten, die wir letztendlich im ganzen schluckten.  Aber die Suppe hat einen hervorragenden Geschmack.

Jedenfalls hab ich Öl in die Pfanne getan, ein kleines Zwieberl in Halbringe und das Schwammerl, nämlich einen Kräuterseitling, den meine Mutter überzählig hatte, scheibliert. Das hab ich im Öl gebraten und nach kurzer Zeit das Fleisch zugegeben und nach ein paar Minuten Polentawürfel. Wieder nach einigen Minuten hab ich das ganze für fertig erklärt. Nur dass ich das Salz und den Pfeffer vergessen hatte, das streute ich bei Tisch drüber.

In der Zwischenzeit hat das Kind einen Salat aus Vogerln und ein paar Blättern von Hirschhornwegerich, roter Rübe und Bittersalat gezupft und mit Himbeeressig mariniert. War ein schmackhaftes Essen.

Nur mir zu wenig, weshalb ich mich noch bei den alten harten Nougatkrapfen bedient habe, die eigentlich den Hendln spendiert worden waren.

Apropos spendiert. Das Coronavirus sperrt uns seit neuestem ja auch die Lokale ab 15.00 Uhr zu. Weswegen ich von den Nachbarn, die ein Lokal führen, einen ordentlichen Haufen Reis gereicht kriegte.

Kein Wunder, dass die beiden Damen so unglaublich viel Fett angesetzt hatten. Grammeln werde ich machen können!

1 Kommentar 13.3.20 16:31, kommentieren

14. März: Rostbratwürstel und Hühnerleber mit Mangold und gebratener Polenta

Langsam beginne ich mich mit meinem Kühlschrank zu beschäftigen, in den ich die letzten drei Tage mehr und mehr Zeugs hineingestopft habe. Heute zum Beispiel hab ich mir die drei Schüsserln mit den Hendl-Resten vorgenommen, die Innereien für eine Suppe eingefroren und das Fett, in kleine Würferl geschnitten, in der Pfanne ausgelassen. Herausgekommen ist ein Eierbecher voll Grammeln und ein Viertelliter flüssiges Fett, mit dem ich im nächsten Monat werde kochen können.

Die Hühnerleberstücke allerdings, die hab ich mir zum heutigen Mittagessen gebraten. Dem Kind hab ich eine Kleinpackung Rostbratwürstel aus dem Tiefkühler geholt, und für beide hab ich einen Becher Mangold aufgetaut. Und dann gings los mit Rostbratwürsteln und Hühnerleber mit Mangold und gebratener Polenta:

Eine Pfanne mit Bratenrest mit wenig Fett ergänzt und ein kleines Zwieberl hineingeschnitten und gebraten. Den blanchierten geschnittenen Mangold zugegeben, mit Salz und African Rub mild gewürzt und fesch weitergebraten, dann mit einem Schluck Milch aufgegossen und so lange offen köcheln lassen, bis die Flüssigkeit fast verkocht war.

Nebenan derweil die Handgeschmiedete erhitzt, Öl reingetan und eine Hälfte mit den gewaschenen Würsterln belegt, die andere mit Polentascheiben (endgültig die letzten). Nach nicht einmal zehn Minuten war alles beidseits gebraten, wurde auf die Teller verteilt und ich habe die Hühnerleber in die heiße Pfanne gelegt, vielleicht eine Minute gebraten, gesalzen und gewendet und vielleicht zwei Minuten weitergebraten und dann glasig auf meinen Teller gehievt.

Von den Würsterln hat das Kind die meisten abgestaubt, Mangold und Polenta haben wir gerecht geteilt. Das Kind hat sich zusätzlich Curryketchup gegönnt, und ich eben die Leber.

Nach meiner Mittagspause (inklusive Corona-Diskussion mit den NachbarInnen) werde ich jetzt das Geschirr samt Küche säubern und die ausgewachsenen Kohlpflanzen, die viel zuviel Platz im Kühlschrank brauchen, zu einem Gemüse verkochen. Bei der Gelegenheit sollte ich vielleicht das gestern erstandene Suppengrün auch gleich putzen und einfrieren.

Heute brauch ich es nicht, weil ich für heute Abend einen selbst geernteten Brokkoli mit einem Erdapfel und dem Rest von der Milch zu einem herrlich grünen Supperl verkocht habe.

Wünscht mir Glück, dass ich das alles heute noch schaffe ...

2 Kommentare 14.3.20 15:35, kommentieren

15. März: gebackene Knackwurstscheiben mit Braterdäpfeln und Blattsalat. Und Ketchup.

Es geht fröhlich weiter mit Corona. Als ich am späten Vormittag das Kind dazu gebracht hatte, die gestern spottbillig erworbenen Knackwürste in dünne Räder zu schneiden und wie Mini-Schnitzerl zu panieren und ich selber gerade die Finger in der Erde hatte, um meine Gemüsesamen in Töpfe zu säen, klingelte es.

Die Nachbarn, die ein kleines asiatisches Restaurant betreiben und ab sofort geschlossen haben, hatten einen Kofferraum voll frischem Gemüse anzubieten. Fast alle Nachbarn wurden unvermutet versorgt. Ich hab dann alles genommen, was keinen Abnehmer fand, mit dem Versprechen, einiges fürs kommende Sommerfest einzukochen. Aber es ist auch genug Frisches da, das ich mit meinen Eltern teilen musste. Ich hab einfach keinen Platz mehr in Tiefkühler und Kühlschrank.

Gottseidank hat das Kind seine Aufgabe bravourös gemeistert, so dass wir nach meiner Aktion ziemlich flott essen konnten. Drei der von gestern übrig gebliebenen gekochten Erdäpfel hab ich geschält, in dünne Scheiben geschnitten und beidseitig scharf angebraten, als die Wursträder schon fertig waren (und das meiste Fett schon aufgesaugt hatten, ähem) und gesalzen. So hatten wir gebackene Knackwurstscheiben mit Braterdäpfeln und Blattsalat (aus Happerlsalat und Vogerln, mit Wiener Marinade). Dem Kind hab ich erlaubt, das Curryketchup zu leeren, damit die Flasche endlich weg kommt. Das hat es sich nicht zweimal sagen lassen.

Nach dem Essen hab ich das Grünzeug sortiert und aufgeteilt. Vom Großteil der Champignons hab ich mit den restlichen Erdäpfeln und einem halben roten Zwiebelhapperl (und Salz) eine Suppe geköchelt, die nur mehr püriert und mit Obers verfeinert werden muss. Da haben wir heute und morgen davon.

Das verbliebene Ei und die Brösel vom Panier en hab ich mit Dotterresten und wenig Wasser versetzt, gesalzen und mit gehacktem Schnittlauch und Fenchelgrün zu einer Masse gerührt. Parmesan zu reiben ist sich einfach nicht ausgegangen. Aus der Masse hab ich kleine Laibchen geformt, diese auf ein Backblech mit Backpapier gelegt und bei 180 Grad Ober- und Unterhitze ins Rohr geschoben.

Und komplett vergessen.

Zum Glück waren sie nach mehr als einer halben Stunde noch nicht verbrannt, sondern gut braun. Diese Brösellaibchen werden uns bei Gelegenheit als Suppeneinlage dienen. Ich hab nämlich vergessen, neue Backerbsen zu kaufen.

Das Kind habe ich grad wieder in die Küche geschickt, um einen Kuchen zu backen. Ich glaube es geht allen Beteiligten gut.

Das nächste wird sein, die kleinsten Champignons in Essig einzulegen. Da muss ich mir aber erst ein Rezept suchen. Für morgen sind zwei Dinge angedacht. Erstens werde ich fürs Mittagessen die blanchierten Sojasprossen und die letzten vier großen Champignons mit dem blanchierten Kohl aus eigener Ernte zu einer pseudo-asiatischen Pfanne komponieren. Zweitens werde ich aus einem Krautkopf, drei riesigen Paprikaschoten in allen Farben und einer weißen Riesenzwiebel eine Art Pußtasalat kochen und in Gläser tun.

Aber Müßiggang ist eh überbewertet.

15.3.20 15:49, kommentieren