Der Sparküche-Blog.

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1. Dezember: Zwiebelkuchen mit grünem Salat

Wir haben den ersten Adventsonntag vergessen. Hui! Naja, dafür haben wir Gastkinds Geburtstag gefeiert. Mit einem kleinen Kuchen mit knallblauer Zitronenglasur. Den haben wir zur Jause komplett vernichtet. Den Rest des Teiges hab icih zu einem stinknormalen Zwetschkenkuchen verarbeitet, der uns die kommenden Frühstücke versüßen wird.

Fürs Mittagessen hat das Kind ziemlich ohne Hilfe einen formidablen Zwiebelkuchen mit Käse und Speck gebastelt - ein dreifaches Hoch auf Kinder-Kochzeitschriften! -, und ich hab einen Teil vom aktuellen Bittersalat fein geschnitten und mit Wiener Marinade übergossen.

Das Kind hat eine Rolle Blätterteig in eine ofenfeste Form gelegt und da hinein eine Masse aus Ziegenfrischkäse mit Kräutern, etwas Rahm, wenig Salz und zwei Eiern hineingegossen. Da drauf wurde geriebener Parmesan gestreut; oben drauf kamen gebratene Speckwürferl und Zwiebel-Halbringe. Das Original-Rezept sagte partiell was anderes, aber so waren halt die häuslichen Vorräte.

Jedenfalls buk das Ding bei 180 Grad Ober- und Unterhitze eine knappe halbe Stunde. Der Zwiebelkuchen mit grünem Salat hat uns frisch aus dem Rohr hervorragend geschmeckt und war auch am Abend, bei Zimmertemperatur, durchaus köstlich.

Das können wir jetzt öfter machen, sagte das Kind. Aber wir haben uns drauf geeinigt, dass wir es mit selbstgemachten Teigen, Mürbteig oder Topfenteig, versuchen. Dann wird die Sache vielleicht eine Spur weniger ungesund.

2 Kommentare 2.12.19 07:32, kommentieren

2. Dezember: Polenta mit Mangoldgemüse

Sehr einfach, sehr gut vorzukochen, sehr schmackhaft, gewürzt mit rötlichem Pulver mittlerweile unbekannter Herkunft aus einer Dose auf dem Regal. In die Polenta kam etwas Milch, zum Mangold etwas Obers, und hat schon gepasst.

 

Kleiner außerkulinarischer Exkurs: ... and suddenly found myself bingeing Schwarzwaldklinik. Die ich in den Achtzigern nie gesehen hatte. Jetzt ziehe ich mir alle Folgen in Rekordzeit rein, erkenne Schauspielergesichter, weiß aber die Namen nicht, grabe im Internet, schaue auf die Uhr: viertel Zwölf.

Morgen werde ich wieder nicht ausgeschlafen sein. Aber während ich jetzt gleich einzuschlafen versuche, werde ich drüber nachdenken, was ich morgen kochen soll.

2.12.19 23:13, kommentieren

3. Dezember: Polenta und Semmelauflauf mit gedünsteten Bärlauch-Karotten

Zum Glück hatte ich heute die Option, ein großes Stück Zwetschkenkuchen nach diesem frugalen Mahl zu schnabulieren.

Schon in der Früh hatte ich im ausgebratenen Schmalz vom sonntäglichen Zwiebelkuchen ein kleines geschnittenes Zwiebelhapperl glasig gedünstet und danach vier klein gewürfelte Karotten - je zwei orangefarbige und violette - zugegeben, gesalzen und mit Wasser aufgegossen. So dünsteten die Karotten weich. Am Ende hab ich noch Reste der ältesten Bärlauchbutter-Charge drübergegeben (jetzt ist wieder ein Becher leer).

Außerdem hab ich die Reste von Polenta und Semmelauflauf aus dem Kühlschrank genommen, damit sie bis mittags Zimmertemperatur annehmen konnten. Und, aber das sage ich nur euch, ich bin in den Diskonter eingefallen und hab mir eine Dreierpackung Gabelbissen gekauft, von denen ich auch gleich einen gegessen habe. Sehr ungesund, aber für mein angeschlagenes Selbst genau das richtige Futter.

Aber vorher aßen wir Polenta und Semmelauflauf mit gedünsteten Bärlauch-Karotten. Für mich habe ich ein paar Blätter vom vermeintlichen Bittersalat geschnitten. Der hat sich übrigens als astreiner Radicchio (grüne Sorte mit roten Einsprengseln - ich erinnere mich dunkel daran, die vor einem Jahr ausgesät zu haben) entpuppt. Leicht bitter, aber sehr zart und insgesamt mild. War ich nicht beleidigt.

Die heutige Abendsuppe ist der Rest der gestrigen Zucchinicremesuppe (aus einem Glas aus dem Kühlschrank), verlängert um einen Erdapfel, ein paar Stängel von Sellerieblättern, Salz und Wasser. Das muss dann neu püriert werden und verlangt vielleicht nach Backerbsen.

Weil die Lücken im Tiefkühler schon wieder gut gefüllt sind, habe ich heute ein Packerl mit zwei Stück Karpfen rausgenommen und zum Auftauen in den Kühlschrank gelegt. Damit werde ich morgen kochen.

3.12.19 16:50, kommentieren

4. Dezember: Karpfen mit Kürbis und Erdäpfeln aus dem Ofen, Radicchio-Salat

Die Karpfenstücke habe ich gewaschen und beidseitig mit einem Fischgewürzsalz eingestäubt. Dann hab ich in unsere kleine Auflaufform mit würzigem Olivenöl großzügig eingefettet und drei große Erdäpfel, die ich in der Früh schon gedämpft und geschält hatte, hineinscheibliert.

Diesmal hab ich dran gedacht, die Erdäpfel zu salzen, immerhin. Drauf kam ein Stück vom Trombetta-Kürbis, in dünne Spalten geschnitten, und wieder etwas Salz. Jetzt waren die Fischstücke dran, und dann ab damit ins Backrohr mit dem Karpfen mit Kürbis und Erdäpfeln, bei 185 Grad Ober- und Unterhitze hab ich alles eine knappe halbe Stunde drin lassen. In der Zwischenzeit hab ich vom Radicchio die Hälfte geschnitten und mit Fleur de Sel und Balsamico, dem guten, verfeinert.

Wir haben alles aufgegessen. Von der Wirbelsäule hab ich das Fleisch nur teilweise runtergehoben (zu viele Gräten) und nach dem Essen alles mit Salz, Kräutern und Gewürzen ausgekocht. Danach hab ich das Zeug rausgenommen und ein paar Kohlrabiwürfel mit einer Prise Hing und zwei Portionen Sternchen drin gekocht. Hat uns gerade für heute Abend gereicht.

Natürlich habt ihr Recht: die Kohlrabiwürfel waren fehl am Platz. Aber als ich heute mit Gewalt ein allerletztes Gemüsepackerl in die Lade vom Tiefkühler dremmeln wollte, ist das Kohlrabi-Sackerl geplatzt und einige Würferl rausgekugelt. Die hab ich dann halt gleich mitgenommen mit einer gedanklichen Notiz, dass ich mich mit dem Gemüsezeugs im Tiefkühler auch wieder einmal auseinandersetzen werde müssen.

1 Kommentar 4.12.19 19:37, kommentieren

5. bis 7. Dezember: Selchfleischfleckerl und Reis mit Gemüse

Schon wieder bin ich im Hintertreffen mit meinen Eintragungen. Am Donnerstag habe ich einen Rauchschopf, der mir zugekommen ist, verwendet, um dem Gastkind und mir einen Haufen Selchfleischfleckerl zu servieren. Ich hab den letzten Rest vom Radicchio mit Balsamico dazu gegessen, dem Gastkind hab ich drei Paradeiser klein geschnitten.

Während die Fleckerl gekocht haben, hab ich im restlichen Schmalz von neulich ein kleines geschnittenes Zwiebelhapperl angebraten, den klein gewürfelten Selchschopf reingetan und mitgebraten und alles gesalzen und gepfeffert. Dann kamen die fertig gekochten Fleckerl dazu und alles wurde vermischt und auf die Teller geschaufelt. Und von dort direkt in die Baucherln.

Gestern waren das Gastkind und ich auf Kürbiscremesuppe und Zwetschkenknödel eingeladen. Das neidische Kind habe ich am Nachmittag mit einer Portion gebackener Garnelen von der Nordsee besänftigen können.

Heute wollte ich wieder einmal Österreis verwenden. Weil mir bewusst war, dass noch eine Portion frischer Kräuterseitlinge im Gemüsefach lagerten, hatte ich zuerst an einen Safranrisotto mit gebratenen Schwammerln gedacht. Als ich aber nach den Schwammerln grub, fielen mir die blanchierten Kohlsprossen von neulich in die Hände.

Positiv ist, dass der Kühlschrank jetzt wieder leerer ist. Andererseits musste ich die Kohlsprossen schleunigst loswerden. Also habe ich mich für Kohlsprossengemüse und gebratene Kräuterseitlinge mit Reis entschieden.

Den Reis hab ich gedämpft wie immer, allerdings deutlich länger als Basmatireis. In die kleine Pfanne und ins Reinderl hab ich den Rest vom Würzöl aufgeteilt, endlich ist das Glas leer. Die Schwammerl hab ich scheibliert und angebraten, gesalzen und gepfeffert und weitergebraten und zum Schluss drei Esslöffel Obers hineingecremt. Die Kohlsprossen wurden ebenfalls im Öl angebraten, gesalzen und gepfeffert und im Anschluss zehn Minuten zugedeckt mit wenig Wasser gedünstet.

Vom Reis ist eine Beilagenportion übrig geblieben, alles andere haben wir verputzt.

7.12.19 12:33, kommentieren

8. und 9. Dezember: Kaiserschmarrn und Kohlrabigemüse mit Erdäpfeln

Insgesamt war das Wochenende erfolgreich, aber auch sehr anstrengend. Immerhin ist es mir gelungen, zwischen den Weihnachtskeksen und der Lernunterstützung fürs Kind auch eine Pfanne voll Kaiserschmarrn mit Birnenkompott zu Tisch zu bringen.

Weil ich nicht wusste, ob wir heute am Vormittag zu Hause sein werden, habe ich sicherheitshalber schon in der Früh zwei Portionen Erdäpfel gedämpft und geschält und dazu ein einfaches Kohlrabigemüse vorbereitet. Das Gastkind könnte aber, wenn es das lieber mag, auch eine Portion Österreis dazu essen.

Ich habe die Kohlrabiwürfel (aus dem Tiefkühler) mit wenig Wasser, Salz und Hing gedünstet und am Schluss die Flüssigkeit mit einem Gmachtl aus Milch und Speisestärke gebunden. Da hinein hab ich auch gleich die zerteilten Erdäpfel gegeben, das wärme ich dann alles gemeinsam auf. Vermutlich werde ich entweder eine Scheibe Bärlauchbutter einrühren oder gehackte Kräuter zugeben zu unserem Kohlrabigemüse mit Erdäpfeln.

Wir sind übrigens doch nicht unterwegs, was gut ist für das Vorankommen mit den Keksen, und gekocht ist dann auch schon. Also ein entspannter Start in die Woche. Einen ebensolchen wünsche ich euch auch!

9.12.19 08:49, kommentieren

9. Dezember: lieber Himmel.

Gerade hat mich ein letzter Blick davor bewahrt, Quatsch zu machen. Nämlich war die zweite Aufgabe (erste: Geschirr waschen) für heute: reibe alle Nüsse/Kerne und die Schokolade für die noch ausständigen Weihnachtskekse. Als letztes waren die Kürbiskerne dran.

Die Kürbiskernkipferl beleben den Keksteller der Sparköchin wegen der intensiv grünen Farbe, die ohne Chemie zustandekommt. Sie sind aber ziemlich heikel in der Herstellung und haben mir schon oft Probleme gemacht. Jedenfalls hab ich die Packung schon geöffnet gehabt und wollte sie gerade in die Maschine leeren, als ich las "geröstet und gesalzen".

Na, das wäre eine Überraschung geworden. Dunkel hab ich in Erinnerung, dass es die - natürlich ungesalzenen - Kürbiskerne im Supermarkt auch gemahlen gibt. Wenn ich dort in den nächsten Tagen hinkomme, nehme ich welche mit. Ansonsten müssen die Kürbiskernkipferl heuer leider entfallen.

Was ich mit den gesalzenen Kürbiskernen machen werde? Muss mich mal in der Nachbarschaft umhören, ob die jemand gerne knabbert.

Schon fertig eingedost sind jedenfalls: Husarenkrapferl, Glückspilze, Früchtezwieback, Spritzgebäck, Marillenherzen, Kokosbusserl, Marzipankrapferl und Rahmstangerl. Für heute sind geplant: Admonter Krapferl und Schokostangerl.

Ich halte euch auf dem laufenden.

3 Kommentare 9.12.19 10:31, kommentieren

10. Dezember: Gemüse-Eintopf mit Leberkäse

Heute musste ich in der Früh wieder vorkochen und hab mich für einen Gemüse-Eintopf mit Leberkäse entschieden. Erst dachte ich, ich verwerte nur einige Resterln (zum Beispiel vier gekochte Erdäpfel von gestern, aber die sind dann, ähem, im Kühlschrank liegen geblieben), aber dann bin ich im Tiefkühler shoppen gegangen und hab Zeugs für ein ganzes Reinderl voll gefunden.

An Gemüse waren es zwei große Erdäpfel, eine große Karotte, ein Zwiebelhapperl, je eine Handvoll Pastinaken- und Kohlrabiwürferl, ein paar Selleriewürferl und eine Handvoll Mangoldstiele. Gewürzt habe ich nur mit Salz und dem roten Gewürz aus dem Regal, von dem ich echt nimmer sagen kann, was und woher es ist. Aber schmecken tuts gut.

Das Gemüse hab ich in einem Löffel Schmalz angeröstet und dann mit Wasser aufgegossen, bis es knapp bedeckt war. Das ganze hat dann eine knappe halbe Stunde geköchelt.

Dazu eine Scheibe Leberkäse aus dem Tiefkühler, ebenfalls in kleinen Würferln. Der kam ganz am Schluss dazu. Meine Portion hat noch ein bisserl Pfeffer vertragen, aber sonst hats wirklich gut geschmeckt, auch dem Gastkind.

 

Bei den Honigbusserln - ihr wisst ja: Weihnachtskekse! - hab ich heute eine interessante Entdeckung gemacht. Das Rezept hat mir vor fast zwanzig Jahren eine Arbeitskollegin gegeben. Ich mach die seither jedes Jahr, weil einige liebe Menschen in meinem Umfeld die gerne essen. 

Bisher war es immer so: Kugerl geformt, in die Mitte eine Haselnuss gestopft, gebacken. Fertigerweise sind die Dinger immer total auseinandergelaufen; große flache Pletschen,  und die Haselnuss ist etwas verloren oben drauf gelegen. Jedesmal beim Formen hab ich mir gedacht: warum können die Dinger nicht so schön bleiben, wie sie jetzt sind?!

Heute habe ich sie, aus Zeitnot, erstmals mit Heißluft statt Ober- und Unterhitze gebacken. Und wisst ihr was? Die Busserln sind fast überhaupt nicht auseinandergelaufen und schauen genauso aus, wie sie sollen.

Und ich hab fast zwei Jahrzehnte gebraucht, um das zu behirnen. Das hat mich ein bisserl geschreckt.

1 Kommentar 10.12.19 15:50, kommentieren

11. Dezember: Schopfbraten in Obers-Sauce mit Polenta und Salat

Heute bin ich meinem Keks-Ziel entscheidend näher gekommen: die Vanillekipferl sind fertig. Der Teig für die Zuckersterne und die Kaffeekekse ruht bereits im Kühlschrank, also auch da bin ich guter Dinge.

Zwischendurch musste ich natürlich auch kochen. Im Tiefkühler hab ich zwei Scheiben vom Schopfbraten wiederentdeckt, die hab ich gach aufgetaut und in dünne Scheiberl geschnitten und in einem Löffel Schmalz (ihr vermutet richtig: der Rest vom Schmalz muss weg!) in zwei Portionen angebraten. Das Fleisch hab ich rausgenommen und den Bratrückstand mit heißem Wasser gelöst, reichlich Obers zugegossen und mit dem Kräutersalz, das das Kind selbst verfertigt hat, gewürzt.

Da hinein kam das Fleisch wieder und dünstete in der Sauce, die nebenbei gleich ein bisserl einkochte, noch 20 oder 25 Minuten leise vor sich hin. Einmal hab ich einen Teelöffel Mehl drüber gestäubt und untergerührt.

Während der ganzen Prozedur köchelte auf der Nebenplatte eine Polenta, aufgegossen mit Wasser und wenig Obers.

Außerdem hab ich die letzten vier Paradeiser (im Supermarkt erstanden fürs Gastkind, sonst mach ich sowas nicht!) geschnitten und ein Mini-Glas Sellerie julienne in Balsamico geöffnet und mit leiser Melancholie auf das Gastkind und mich aufgeteilt. (Weil die Firma den Balsamico-Aufguss leider nimmer erzeugt. )

Außer einer Portion Polenta ist nix übrig geblieben von unserem Schopfbraten in Obers-Sauce mit Polenta und Salat.

3 Kommentare 11.12.19 12:01, kommentieren

12. und 13. Dezember: Ofen-Kürbis

Fast hatte ich gefürchtet, ich müsste eine Pizza bestellen, aber dann kamen wir doch noch rechtzeitig heim, um einen Hokkaido zu schlachten und Ofen-Kürbis auf den Tisch zu bringen. Gestern hatten wir uns kalt verpflegt, da war ich froh ums heutige Mittagessen.

Es begann damit, dass ich ein paar mehlige Erdäpfel dämpfte. Währenddessen holte ich einen Hokkaido aus dem Keller und schnitt ihn geputzterweise in Spalten. Die Restln kochte ich nachher zusammen mit einem weiteren Erdapfel, einer Knoblauchzehe, Salz und Wasser zu einem Supperl für den Abend.

Die geschälten Erdäpfel schnitt ich, so gut es ging, in Scheiben und verteilte sie in einer Auflaufform mit Olivenöl auf dem Boden. Salz drauf, die Kürbisspalten drauf, Gewürzmischung und Salz drauf, den Rest vom Packerl mit den Speckwürferl drauf, ein Packerl Feta drauf, Olivenöl drüber. Ab ins Rohr zu 190 Grad Ober- und Unterhitze, für eine gute halbe Stunde.

Das reichte für das Gastkind und mich als Mittagessen, für das Kind als Abendessen und wird mir morgen als Mittagessen auch noch dienlich sein. Es war ein eher großer Hokkaido.

13.12.19 18:23, kommentieren

14. bis 17. Dezember: pseudo-asiatisches Supperl mit Garnelen

Bedingt durch die Tatsache, dass sich das Gastkind verabschiedet hat und ich außerdem Kekse gebacken habe wie die Wilde, gabs tagelang mangelhafte Ernährung. Meist kalt, und gestern mittags hab ich aus lauter Verzweiflung zwei Portionen Fleckerl gekocht und eine davon in Curry-Ketchup (einem Import aus deutschen Landen) ertränkt und mit Käse begraben.

Heute habe ich beschlossen, mir ein kindfreies Mittagessen zu gönnen und bin bei eat-bio.at eingefallen. Das Ambiente der Lokalität ist bescheiden, aber das Essen köstlich. Pakistanisch bis indisch. Man kriegt einen Haufen Reis auf den Tisch und holt sich die verschiedenen Saucen vom Buffet. Ich hatte zwei Stunden nachher noch ein wohlig-wärmendes Gefühl im Magen. Ich muss da wirklich öfter hin.

Für den Abend habe ich das Teigwaren-Kochwasser von gestern zu einem pseudo-asiatischen Supperl mit Garnelen ausgebaut, eher unabsichtlich. Ich wollte eine Karottencremesuppe machen und jedem vier Garnelen als Einlage gönnen. Ihr wisst schon, die, die ich neulich zum halben Preis gekauft, gekocht und eingefroren habe.

Also hab ich die Flüssigkeit leicht nachgesalzen und einen großen Erdapfel und die letzten zwei großen Karotten, beides gewürfelt, drin gekocht. Dann ist mir eingefallen, dass ich neulich zu gierig war - immer diese Aktionspickerl! - und mittlerweile drei Dosen Kokosmilch im Keller auf Verwertung warten. Na, hab ich die älteste gezogen und einen ordentlichen Schuss Kokosmilch zur Suppe getan. Passt doch zu Karotten und Garnelen.

Dann aber wäre ein kleines Stück Ingwer auch nicht schlecht, und zufällig hatte ich auch welchen da. Also rein damit.

Und dann noch einmal in den Keller, weil auch eine Handvoll Glasnudeln im Supperl kein Fehler wären. Ich hab dann die Garnelen in einem zweiten Reinderl in Wasser erhitzt und gleich die Nudeln dazugebröselt und eingeweicht. Nach fünf Minuten hab ich alles rausgefischt und das Wasser aufgehoben. Für die Suppe von morgen. In der Zwischenzeit hat das Kind (das übrigens letzte Woche zwei Kuchen backen musste, weil ich selber hinten und vorne keine Zeit hatte) die Suppe auf zwei Teller aufgeteilt und ich gab die Nudeln und die Garnelen dazu. Ein bisserl Pfeffer drüber, und fertig.

Hat uns sehr gut geschmeckt, und danach haben wir nix mehr gebraucht, so ausgiebig war die Suppe.

2 Kommentare 17.12.19 18:39, kommentieren

18. und 19. Dezember: Stöckelkraut mit Fleckerln

Von wegen gönnen: gestern hat das große italienische Frühstück im Teehaus auch als Mittagessen gereicht. Aber heute habe ich mich endlich den drei Mini-Krauthapperln aus dem Kühlschrank gewidmet, von denen ich so viel wegschneiden musste, dass nur eine Portion Krautzeugs übrig blieb. Daraus hab ich Stöckelkraut mit Fleckerln komponiert.

Das Kraut wird mitsamt Strunk geviertelt, damit es in Stücken bleibt. Ich habe den Luxus einer gestreiferlten Scheibe italienischen Guanciale ins Reinderl getan und ausgebraten, dann das Kraut zugegeben und beidseitig angebraten. Währenddessen habe ich mit Salz und Pfeffer gewürzt.

Nach drei Minuten habe ich mit wenig Wasser aufgegossen, die Hitze reduziert, und jetzt schmurgelt das für etwa 20 Minuten zugedeckt vor sich hin. Die Fleckerl könnte ich extra in Butter schwenken und dazu servieren, aber ich fürchte die hungrige Sparköchin wird sie einfach zum Kraut werfen (dazu müsste allerdings der Großteil der Kochflüssigkeit verdampft sein) und untermischen.

Der Hunger ist groß, also stehen die Chancen gut, dass es mir schmecken wird!

1 Kommentar 19.12.19 10:59, kommentieren

20. Dezember: Hendl in Gemüse-Kokos-Sauce mit Teigwaren

Ja, genau: Hendl in Gemüse-Kokos-Sauce mit Teigwaren, weil ich mich nämlich gestern spontan umentschieden hatte und zum Kraut den Reis gegessen habe. Was mir natürlich nicht genug war, so dass ich hinterher noch einen Rest Weißbrot mit dem Rest der Zitronen-Buttercreme von den Keks einwerfen musste, aber das ist eine andere Geschichte.

Jedenfalls nahm ich heute früh erstens die Fleckerl aus dem Kühlschrank und setzte zweitens mit zwei Hendlrücken und allerhand Gemüse und Gewürzen eine Hühnersuppe an. Nach dem Heimkommen am späten Vormittag erhitzte ich einen Esslöffel Öl in der Pfanne und briet ein Mini-Zwiebelhapperl drin an und schmiss eine Handvoll Erbsen sowie einen in Ringe geschnittenen Pfefferoni, letzte Ernte dieses Jahres, dazu und knusperte alles an. Dann tat ich die Hälfte der restlichen Kokosmilch dazu und Salz und Pfeffer und ließ alles kurz aufkochen. 

Die Sache war mir noch zu farblos, deswegen kam ein Schuss Obers dazu und köchelte ebenfalls ein, während ich in einem ungenauen Schnellverfahren das Hendlfleisch ablöste und dazugab und kurz mitkochen ließ.

Diese Sauce schüttete ich dann über die Fleckerl und verspeiste alles mit Freude. Als Nachtisch mischte ich Reste von Topfen, Joghurt und Obers mit einem Rest Marillenmarmelade zusammen. Köstlich.

20.12.19 14:07, kommentieren