Der Sparküche-Blog.

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Allerheiligen: Lammstelzen aus dem Ofen mit Trallala

Aber heute endlich. Die Lammstelzen waren gut aufgetaut. Ich hab Omas Uralt-Bräter ausgepackt und ein Achterl Wasser reingegossen. Da hinein kamen die Stelzen, drei mit einem Rosmarinzweig gespickt, alle mit Salz und Knoblauch eingerieben. Deckel drauf, bei 200 Grad Ober- und Unterhitze ins Rohr.

Den Rest vom Bittersalat in schmale Streifen geschnitten, gesalzen und mit Wiener Marinade übergossen, einen Glockenpaprika, fein geschnitten, drübergestreut. (Diesmal wars ein höllisches Exemplar. ) Die Gurke geschält und grob geraspelt, den Saft ausgedrückt, mit Salz und Knoblauch gewürzt, mit griechischem Joghurt verrührt und in den Kühlschrank getan. Die Temperatur auf 160 Grad reduziert.

Aus dem Rest vom Mangold wie gestern ein Gemüse gekocht. Ein Happerl grünen Salat gewaschen und zerzupft und mit Wiener Marinade übergossen. Ein halbes Kilo speckige Erdäpfel geschält, die großen zerteilt und alle in den Bräter geschupft.

Den Rest vom Reis mit einem Ei, geriebenem Parmesan, Gewürzmischung, Schnittlauch und Salz vermengt.  Von einigen Paradeisern eine Kappe abgeschnitten und ausgehöhlt, zwei Eierparadeiser längs halbiert. Die Reisfülle in die Paradeiser gestopft und auf ein Blech gelegt.

Das Blech in die unterste Schiene eingeschoben, den Deckel vom Bräter abgehoben, die Temperatur auf 150 Grad Heißluft korrigiert. Da waren die Stelzen schon eineinhalb Stunden im Rohr gewesen. Jetzt blieben sie noch eine halbe Stunde drin, dann wurde ausgeschaltet und noch ein paar Minuten ziehen lassen.

Eine kleine Stelze ist komplett übrig geblieben von unseren Lammstelzen aus dem Ofen mit Trallala, die habe ich für demnächst reserviert. Aus zwei Knochen, dem Bratensaft, etwas Wasser und Gemüse köchle ich gerade eine starke Suppe.

Jetzt geh ich wieder in die Küche und hänge die Etiketten (das Kind hat sie dankenswerterweise geschrieben) an die Gläser, die ich gestern eingekocht habe: 11 x Chutney und 4 x Feigenmarmelade. Weil jetzt nur mehr die Karotten und die Kraut-Triebe zu verarbeiten sind, wäre mir ja demnächst fad geworden. Deshalb hat mir meine Mutter vorsichtshalber einen Sack Äpfel mitgebracht. Damit ich wieder weiß, was ich tun könnte ...

1.11.19 14:50, kommentieren

Allerseelen: unvermuteter Apfelstrudel

Meine Mutter hat nicht alle Äpfel mir gebracht. Sie hat selber genug behalten, um heute einen formidablen Apfelstrudel zaubern zu können. So sind wir unvermutet - eigentlich hatte ich nur Gemüse ernten wollen - zu einem Mittagessen gekommen.

Vorher gabs Broccolicremesuppe, die meine Mutter allerdings ganz anders macht als ich. Ich denke, sie fabriziert aus Fett und Mehl eine Einbrenn, röstet darin zerteilten Broccoli und Erdäpfel an, Zwiebel und Knoblauch natürlich auch, gießt dann mit Wasser auf, würzt und kocht alles, gibt Rahm dazu und püriert alles. Obenauf kommen gehackte Kräuter. Die Suppe ist weit flüssiger als unsere, hat aber, wenn es Apfelstrudel gibt, die beste aller Einlagen: Zupfnockerl.

Weil vom Teig immer wieder was übrig bleibt. Weil meine Mutter die dicken Ränder vom gezogenen Teig immer wegschneidet. Diesen Rest könnte man einfrieren und bei Gelegenheit einen Zweipersonenstrudel machen. Aber meine Mutter zupft von diesem Teigrest kleine Stücke ab und kocht sie in der Suppe ein.

Schmatz.

Gemüse geerntet hab ich natürlich. Ein paar Pastinaken waren es, die könnte man als Ernte bezeichnen. Und einige Selleriepflanzen, wo statt der Knolle unten nur eine unscheinbare Verdickung ist. Die muss ich demnächst einmal putzen und dem Tiefkühler zuführen.

2 Kommentare 2.11.19 15:06, kommentieren

3. November: Gemüse-Eintopf mit Lammstelze, Blätterteig-Schnecken

Es ist immer gut, wenn man alles aufhebt. Aus unterschiedlichsten Resten habe ich heute einen Gemüse-Eintopf mit Lammstelze und Weißbrot komponiert. Außerdem habe ich das vermeintliche Mittagessen für morgen vorbereitet. Weil sich aber herausgestellt hat, dass ich den Auswärts-Termin morgen doch nicht habe, werden die Blätterteig-Schnecken zum heutigen Abendessen umdefiniert.

Für den Eintopf hab ich zwei Schluck von dem Olivenöl, in dem ich den Schafkäse und die getrockneten Paradeiser eingelegt hatte, ins Reinderl gegeben und drin drei gewürfelte Erdäpfel und vier Mini-Karotten (insgesamt eine mittlere) in Scheiben angebraten. Nach einigen Minuten habe ich mit Salz und Paprikapulver gewürzt und mit einem Rest gekochter Paradeiser (vielleicht drei Esslöffel) abgelöscht.

Dazu kamen dann etwa zwei Handvoll Zucchiniwürfel und ein Esslöffel Kürbiswürfel sowie heißes Wasser, bis alles bedeckt war. Umgerührt, Deckel drauf, schmurgeln lassen. Nach einer Viertelstunde habe ich eine Handvoll geschnittener blanchierter Mangoldstiele sowie die kleine Lammstelze von vorgestern, ebenfalls klein gewürfelt, hineingegeben, um sie zu erwärmen.

Gebunden hab ich die Sauce mit einem Schuss Obers und einem Gmachtl aus einem gehäuften Teelöffel Speisestärke und einem Schluck Wasser. Das Weißbrot hat gut dazu geschmeckt. Dem Kind waren es anteilsmäßig zu viele Erdäpfel, aber den Geschmack hat es sehr gelobt. Das Gastkind hat sein Schüsserl schweigend geleert, aber Schweigen ist bei diesem Kind bei Tisch als Zustimmung zu werten.

Parallel dazu und zwischendurch habe ich aus einem Teil der geschenkten Äpfel einen Apfelkuchen aus Mürbteig gemacht. Dies deshalb, weil der erst in zwei Tagen genussreif sein wird und wir bis dahin sowieso noch den Allerheiligenstriezel vernichten müssen.

Und die erwähnten Blätterteig-Schnecken. Lieber Himmel, ich sollte beim Einkaufen besser achtgeben. Ich hab nämlich irrtümlich nicht die viereckige, sondern die runde Version erwischt, was die Schnecken ziemlich unterschiedlich hat werden lassen. Aber eigentlich waren es eh Nicht-Schnecken, was ich da produzierte.

Schon in der Früh hatte ich fünf kleine mehlige Erdäpfel gedämpft und auskühlen lassen. Die habe ich durch die Presse gedrückt und mit Salz und Muskatnuss gewürzt und mit einem kleinen Ei, geriebenem Käse und gewürfelten Speck-Resteln angereichert. Auf Gemüse hab ich diesmal verzichtet (wir werden Salat und Paradeiser dazu essen).

Als ich den Teig zu einer Maxi-Palatschinke aufrollen wollte, war er schon etwas aufgeweicht. Deshalb blieben die Streifen, die ich schnitt, auch nicht schnecken-rund, sondern quatschten zu einer Art schmaler Tascherl zusammen, die ich aber ohne Zögern ebenfalls aufs Blech (mit Backpapier) legte und bei 180 Grad Heißluft goldbraun buk.

Das Kind lauerte schon die ganze Zeit, ob es wohl heute schon eins schnorren konnte, aber jetzt ist ihm seine Portion als Abendessen ja gewiss.

3 Kommentare 3.11.19 13:17, kommentieren

4. und 5. November

"Ich hab Hunger!" und "Ich will was essen!" ist nicht dasselbe. Ist aber im Grunde egal, weil gebrüllt wird in jedem Fall. Also war die Sparköchin gefordert, das Essen rasch auf den Tisch zu bringen. Was damit endete, dass es eine Kombination aus Pasta, Käsewürfeln und Paradeisern wurde, garniert (eher: geschmiert) mit Olivenöl (wieder das aus dem Glas von dem selbst Eingelegten).

Der Käse war im Falle des Gastkinds irgendein Almkäse, die Sparköchin selbst hat sich einen feschen Blauschimmelkäse über die Teigschneckerln gebröselt und einen Rest vom grünen Salat vom Wochenende dazu gegessen.

Das war gestern. Heute war ich klüger, hab ich mir gedacht, und kaufte rechtzeitig einen Thunfisch-Sandwich für das Gastkind. Selber habe ich die restlichen Teigwaren von gestern verspeist, ohne alles, aber egal.

Es war eine schlechte Entscheidung, die ich da getroffen habe. 

Erstens war keiner in der Vitrine, und statt einfach irgendeinen anderen Sandwich zu nehmen, ließ ich zu, dass die Verkäufern ins Lager lief, um welche zu holen. So habe ich wertvolle Zeit verbraten und den Autobus aber sowas von gerade noch erwischt.

Zweitens ist mir erst nach der Kassa eingefallen, dass der Supermarkt vermutlich keinen Bio-Thun aus Angelfang verarbeitet so wie der aus der Dose, die ich manchmal kaufe. Abgesehen davon, dass Thun eh überfischt ist. Meine Befürchtung hat sich bewahrheitet. Wenigstens die Verpackung hatte das FSC-Zeichen.

Warum allerdings das, blieb mir schleierhaft. Erstens war die Verpackung plastik-kaschiert und zweitens kriegte ich sie anweisungsgemäß nicht auf, riss daher ungeduldig daran und hatte den Sandwich unversehens auf dem Tisch liegen.

Und weil der Thunfisch - vermutlich ist Billa stolz auf die hohe Qualität seines Produkts - nicht zu einer Creme verarbeitet im Sandwich prangte, sondern als Filet, bröselten mindestens zehn Prozent des Fischs auf allen Seiten raus. Wie jemand das unfallfrei essen möchte, ist mir ein Rätsel.

Das nächste Mal nehme ich wieder eine Viertelstunde Gebrüll in Kauf und koche was.

5.11.19 22:54, kommentieren

6. November: Couscous mit Paradeiskraut nach Art der Sparköchin

Heute habe ich mir einen Tag ohne Termine gegönnt und meinen Haushalt halbwegs wieder in Ordnung gebracht. Unter anderem habe ich die Übersichtlichkeit in meinem Kühlschrank wieder hergestellt. Nicht, dass keine Arbeit mehr da wäre, aber jetzt sieht man sie wenigstens wieder auf den ersten Blick, ohne graben zu müssen.

So habe ich die Pastinaken-Ernte verwertet: die Wurzeln gewaschen, geputzt und geschält und klein gewürfelt, die dünnen Wurzeln und unregelmäßige Stücke habe ich getrennt für die Suppe (als Ersatz für leider nicht vorhandene Petersilwurzeln) eingefroren. Die Lade für Gemüse ist schon wieder gut voll, was auch notwendig ist, denn für die abendlichen Supperln geht ordentlich Gemüse drauf.

Das Kind liebt ja auch die klaren Fleischsuppen, weil es sich da Frittaten oder Backerbsen reinschmeißen kann, aber leider nicht das Fleisch, das darf dann immer ich essen. Deswegen gibt es meist Gemüsecremesuppen. Gestern und heute zum Beispiel die Selleriecremesuppe - die Sellerie-Ernte habe ich nämlich gestern verarbeitet.

Jedenfalls habe ich endlich das Sackerl mit den Mini-Kohl-Pflanzerl geleert, das Kraut gewaschen und fein geschnitten und mit einem ebensolchen kleinen Zwiebelhapperl in ausgelassenem Speck einige Minuten bei großer Hitze angebraten. Dann habe ich gesalzen und mit Hing hoffentlich die Blähungen vermieden und einige zerteilte Paradeiser zugegeben und die, weil nicht ganz reif und damit sauer, mit einem Löffel Zucker gewürzt.

Das ganze hat zugedeckt noch vielleicht 10 - 15 Minuten gedünstet, währenddessen hab ich zwei Portionen Couscous mit kochendem Wasser übergossen, gesalzen und ziehen lassen. Dann hab ich wieder bei großer Hitze die Flüssigkeit vom Gemüse verkochen lassen und diesen abgewandelten burgenländischen Klassiker zu Paradeiskraut mit Couscous erklärt.

Bei Tisch habe ich mir einen Rest Blauschimmelkäse über den Couscous gebröselt, was überhaupt nicht zum Kraut gepasst hat, leider. Dem Gastkind hab ich geriebenen Parmesan drübergestreut, was hoffentlich die bessere Variante war. Gemeckert hat das Kleine jedenfalls nicht.

Als Nachspeise gabs Joghurt mit Zucker bzw. Brombeermarmelade. Und jetzt überlege ich gerade, ob ich wohl mit einer Bananenmilch die diesbezüglichen Vorräte reduzieren soll.

6.11.19 15:01, kommentieren

7. November: Couscous-Laibchen mit Roten Rüben

Weil gestern nur eine Portion Couscous übrig geblieben ist, wir aber zu zweit essen wollten, musste ich experimentieren. Schnell gehen musste es auch. Also habe ich die Couscous-Laibchen mit Roten Rüben nicht ins Rohr getan, sondern gach in der Pfanne in Öl beidseitig gebraten.

Die Roten Rüben waren der Ausschuss der heurigen Ernte: vier Stück Miniaturen, insgesamt eine großzügige Handvoll. Ich wollte sowieso zwei Eier kochen, weil das Kind Aufstrich machen möchte. Die hab ich gleich mit den Roten Rüben mitgekocht. (Aber ich hab sie natürlich früher wieder rausgenommen. )

Die gekochten Roten Rüben hab ich nur geschält und gewürfelt. Für die Masse der Laibchen habe ich den Couscous in eine Schüssel getan und ein kleines Ei dazugetan. Gewürzt habe ich mit Salz und Gewürzmischung aus der Türkei, die auch bald zu Ende sein wird. Dann werden wir in den nächsten Monaten oder Jahren afrikanisch essen ...

Ein Packerl Feta ist mir auch in die Hände gefallen, da hab ich ein Stück rausgenommen und zerdrückt. Nach dem ersten Verrühren war klar: die Masse ist zu flüssig. Nach einer kurzen intraindividuellen Diskussion - Semmelbrösel oder Haferflocken? -  hab ich mich für die Haferflocken entschieden (die Semmelbrösel hätte ich aus dem Keller holen müssen). Eine Handvoll reichte, um die Masse konsistenztechnisch so hinzukriegen, dass ich in der Pfanne Laibchen formen konnte.

Aber so ganz ohne Gemüse wollte ich die Laibchen auch nicht haben. Hab ich von den geraspelten Karotten, die eigentlich für die Hendln vorgesehen waren, eine Handvoll abgezweigt und in die Masse gemischt.

Vier Laibchen sind sich ausgegangen, eines hat sich das Gastkind einverleibt, die anderen drei hab ich verzwickt. Die Roten Rüben haben wir redlich geteilt.

7.11.19 19:13, kommentieren

8. November: Grießkoch

Wir sind aufgehalten worden. Also war nix mit Kochen, Essen musste möglichst schnell verfügbar sein. Da bot sich ein Grießkoch mit Vanille an, der auch Beifall vom Gastkind kam. Da dachte ich mir: den möchte ich verlängern, den Beifall, und wärmte dem Kind zunächst die Zucchinicremesuppe von gestern, bevor ich ihm ebenfalls einen Grießkoch mit Vanille offerierte.

Der Beifall ist auch nicht ausgeblieben.

 

Gedankliche Notiz: Die weißen UFO-Kürbisse, genannt Patissons, werden wir nächstes Jahr möglichst frisch verwerten. Ich hatte ja ein Exemplar aufgehoben, das habe ich heute angeschnitten. Besser gesagt, ich habs versucht, aber die Schale ist sehr hart geworden, was mir mühsame Schälarbeit eintrug. Hoffentlich schmeckt wenistens die Suppe am Abend unauffällig ...

8.11.19 14:01, kommentieren

9. und 10. November: Martinigansl und Schweinsrahmherz mit Erdäpfelknödel

Vom gestrigen Ausflug nach Neustift zum besten Gansl wienweit sind erstens Knochen mit ein bisserl Fleisch (für die nächste Suppe und einen Mayonnaisesalat) und zweitens eineinhalb Erdäpfelknödel übrig geblieben. (Das Gastkind hat übrigens nicht mitgegessen, sondern vorher schon Nudeln mit Mangoldgemüse und geriebenem Parmesan verdrückt. )

Außerdem hatte ich gestern schon das Schweinsherz aus dem Tiefkühler genommen und mit Gemüse und Gewürzen wie eine normale Suppe gekocht. Das hab ich über Nacht gut kühlen lassen. Die Suppe selbst hat uns, mit Backerbsen, gestern schon gut geschmeckt.

Heute habe ich das Fett von der Oberfläche geschöpft und mit etwas Schmalz ergänzt, und dieses erhitzt und drin eine gehackte Knoblauchzehe und ein kleines Zwiebelhapperl gebraten. Nach ein paar Minuten hab ich mit Mehl gestaubt und mit einem Teil der restlichen Suppe aufgegossen und alles ein paar Minuten köcheln lassen. Dann kam ein ordentlicher Schuss Obers rein und ein gehäufter Esslöffel glatt gerührter Rahm.

In der Zwischenzeit hab ich das Herzfleisch blättrig geschnitten, das Suppengemüse ebenso. Das kam dann in die Sauce und wurde erwärmt, die Lorbeerblätter hab ich auch aus der Suppe gefischt und zum Herz gegeben. Das Saucerl hab ich noch ein bisserl gepfeffert und gesalzen, und obenauf kamen die Erdäpfelknödel, in Stücke geteilt, zum Aufwärmen.

Übrigens: auf den obligatorischen Schuss Essig, der in österreichischen Rezepten vorgeschrieben ist, hab ich sowohl bei der Suppe wie auch bei der Sauce verzichtet. Und es hat gar nicht geschadet!

Das Gastkind hat nur die Sauce mit den restlichen Nudeln von gestern gegessen, nachher ein Stück Knödel. Das Kind und ich haben den Rest restlos vernichtet. Das ist ein Zeichen, dass das Schweinsrahmherz mit Erdäpfelknödel wirklich schmackhaft war.

10.11.19 12:15, kommentieren

11. November: Lachsfilet auf Erdäpfeln und Kochsalat

Ich dachte ich hätte heute keine Termine. Was mittlerweile obsolet ist: die Liste werde ich nach dem Mittagessen abarbeiten. Aber des Morgens war ich entspannt in der Küche unterwegs. Ich habe die letzten Feigen mit Zucker zu einer Art Mus verkocht, das wird unser nächstes Joghurt bereichern. Dieses Jahr sind die Feigen recht ergiebig, weil die letzten kleinen, die bisher immer erfroren sind, auch noch halbwegs weich geworden sind. Aus denen konnte ich in den letzten Wochen zwei kleine Portionen Feigenmarmelade machen, eine dritte Portion habe ich mit Apfelstücken erweitert. Was auch gut schmeckt.

Aus einem Überschuss an Milch und sehr reifen Bananen habe ich - nein, keine Bananenmilch! - einen Bananenpudding gekocht. Ich habe zwei der Bananen mit etwas Milch püriert, das Püree zur Milch ins Reinderl gegeben und gezuckert, alles zum Kochen gebracht und dann, eh wie immer, mit einem Gmachtl aus wenig kalter Milch und zwei Esslöffeln Speisestärke gebunden und abgefüllt. Die Verkostung durch die Sparköchin verlief positiv. Mal sehen, was die Kinder sagen.

Außerdem hab ich die Ganslknochen, wie angedroht, mit Gewürzen längere Zeit ausgekocht. Heute Abend essen wir sie einmal mit Sternchen, den Rest werde ich irgendwie anders aufwerten. Überleg ich mir noch.

Für das heutige Mittagessen war ich im Tiefkühler einkaufen. Ein Lachsfilet mit beigepacktem Gewürz und eine Portion Kochsalat (längst überfällig) habe ich gezogen. Zuunterst in die Auflaufform kam der aufgetaute Kochsalat mit Salz und Pfeffer. Darauf vier kleine speckige Erdäpfel, in Scheiben geschnitten, die hatte ich in der Ganslknochensuppe mitgekocht. Und da drauf das aufgetaute Lachsfilet, mit der Hälfte vom Gewürz gut eingerieben. Bin gespannt, wie das schmecken wird.

Aber das Gastkind isst eh so gut wie alles, und ich werde das schon aushalten, unser Lachsfilet aus dem Ofen auf Erdäpfeln und Kochsalat.

11.11.19 10:40, kommentieren

Noch immer Faschingsbeginn

Ihr habt natürlich völlig recht: da ist - außer im Lachs selber - kein Fett in dem Essen. Dem Gastkind habe ich bei Tisch in seine Portion zwei Esslöffel vom Olivenöl druntergemischt, ich hab darauf verzichtet.

Geschmeckt hat uns das sehr gut, es ist wieder einmal nix übrig geblieben. Aber sehr ausgiebig wars nicht, das Abendessen muss wohl etwas üppiger ausfallen ...

11.11.19 17:17, kommentieren

12. November: Eintopf mit Ganslfleisch ...

... für das Gastkind für unterwegs (noch ein Thunfisch-Sandwich kommt wie gesagt nicht in Frage).

Das Essen muss einfach zu füttern sein, mit Gemüse versetzt und im Schüsserl Platz haben. Na, wird es ein Eintopf mit Ganslfleisch werden.

Ausnahmsweise werde ich aus wenig Schmalz und Mehl eine Einbrenn machen, salzen und ein kleines Happerl Zwiebel und Gemüsewürferl drin anbraten. Nach einigen Minuten werde ich mit Ganslknochensuppe aufgießen und alles weich köcheln lassen. In der Zwischenzeit schneide ich das Ganslfleisch fein, das kommt zum Schluss hinein und wird aufgewärmt. Gewürzt wird auch am Ende.

An Gemüse habe ich ein Stück UFO-Kürbis, Erdäpfel, eine Handvoll Karottenwürfel aus dem Tiefkühler. Kohlrabiwürfel müssten auch noch irgendwo sein, und ein paar Mangoldstiele werde ich auch auftauen und schneiden. Zwei Esslöffel Erbsen sollten sich ebenfalls noch in den Tiefen des Gefrierschranks finden lassen.

Wenn Zeit ist, renne ich um ein paar Schnittlauchhalme als Dekoration.

Ich selber werde, wenn kein Eintopf übrig bleiben sollte, Würsterln mit Ketchup und Weißbrot essen, aber erst, wenn das Gastkind schläft.

 

Kleiner Nachtrag: der Eintopf ist so viel geworden, dass ich meine Würsterl samt Ketchup verschieben hab müssen. Und, nachdem ich heute früh schon einen Zwetschkenkuchen ins Rohr geschmissen habe, im obersten Tiefkühlfach zeigt sich langsam etwas, was Eingeweihte schon fast als Lücke bezeichnen würden ...

Es kommt eh noch die letzte Ladung Gemüse zum Einfrieren - Mangold, Kohlrabi -, da brauch ich eh wieder Platz.

1 Kommentar 11.11.19 17:31, kommentieren

noch immer der 12. November: Maronicremesuppe. Meine erste.

Das Packerl mit den gekochten, geschälten Maroni musste dringend weg. Einen Teil hat das Gastkind verputzt, mit dem Rest hab ich gach eine Maronicremesuppe komponiert, so völlig ohne Rezept. Für mich ist der Geschmack in Ordnung. Mal sehen, was das Kind kommentieren wird.

Ich hab in einem Teelöffel Butter ein kleines geschnittenes Zwiebelhapperl scharf angeröstet, mit Mehl gestäubt und mit Ganslsuppe aufgegossen, gesalzen und einen gewürfelten mehligen Erdapfel und eben die etwa 60 Gramm Maroni zugegeben. Das hat eine gute Viertelstunde geköchelt und ist dann langsam ausgekühlt.

Vor dem Essen hab ich ein Achterl Milch zugegeben und alles püriert. Das hat zwei Portionen ergeben, die ich heute Abend servieren werde.

2 Kommentare 12.11.19 18:02, kommentieren

13. November: Würsterl mit Erdäpfelpüree und Vogerlsalat. Und Ketchup.

Um die Lücke im Tiefkühler möglichst zu vergrößern, habe ich heute ein Packerl Bio-Putenfrankfurter gezogen. Und dann hab ich wieder improvisiert.

Drei große Erdäpfel im Reinderl mit Wasser gekocht. No na, werdet ihr sagen, aber normalerweise dämpfe ich meine ja immer. Nach einiger Zeit zwei kleine Erdäpfel zugegeben (damit sind sämtliche Vorräte verbraucht) und die Schalen vom letzten Teil vom letzten UFO. Also Patisson.

Die Erdäpfel und die Kürbisschale rausgenommen, die Erdäpfel geschält (alle Schalen gemeinsam zum Hendlfutter), die kleinen Erdäpfel und die Würsterl wieder ins Wasser gegeben, die großen Erdäpfel mit Milch und Salz gestampft.

Die erhitzten Würsterl rausgenommen und den gewürfelten Kürbis sowie eine Knoblauchzehe und Salz ins Wasser gegeben und noch eine Viertelstunde geköchelt und dann auf der Herdplatte auskühlen lassen. Daraus wird am Abend ein Supperl werden.

In der Früh schon, in einer Regenpause, hab ich eine kleine Schüssel voll Vogerlsalat geerntet, die ich geputzt, gesalzen und mit Balsamico beträufelt zu den Würsterln mit Erdäpfelpüree gegessen habe. Natürlich durfte das im Deutschland-Urlaub erstandene Curry-Ketchup nicht fehlen, das auch das Gastkind mit Begeisterung gegessen hat. 

2 Kommentare 13.11.19 13:45, kommentieren