Der Sparküche-Blog.

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15. und 16. Oktober: immerhin Hörnchen mit Lachspesto und Paradeisern, hoffentlich.

Wir haben Full House! Seit Montag lebt wieder ein Gastkind bei uns, und heute kommt eine schon ziemlich erwachsene Gästin für ein paar Tage.

Mit dem Gastkind den ganzen Tag unterwegs, habe ich es mir gestern gut gehen lassen und das Mittagessen in einer Kombination aus Pizzeria und Eissalon genossen. (Das Gastkind auch. )

Für heute mittags werde ich die restlichen Hörnchen, die immer noch da sind, vorsichtig im beschichteten Reinderl mit reichlich Lachspesto erwärmen und zerteilte Paradeiser dazu servieren, ob untergemischt oder extra, muss ich mir noch überlegen.

Das Abendessen wird hoffentlich nach dem Geschmack aller Beteiligten sein: erst eine Zucchinicremesuppe und danach Obstknödel. Dann kommen wieder zwei Resterl aus dem Tiefkühler, Marillen und Zwetschken. Wie immer ist der Teig ein Topfenteig, und es gibt Butterbrösel und reichlich Zucker dazu.

Bevor der Schnittlauch über den Winter einzieht, kommt heute welcher in die Suppe. Ich hab ja mal gelesen, dass man Schnittlauch geschnitten, dicht in Eiswürfelbehälter gefüllt und mit Wasser aufgegossen, einfrieren kann. Vielleicht probiere ich das mal aus, denn hin und wieder hätte ich schon auch im Winter gern Schnittlauch in der Suppe ...

1 Kommentar 16.10.19 08:24, kommentieren

17. und 18. Oktober: Linsencremesuppe und Ofenkürbis mit Käse

Gestern habe ich ein krankes Kind nach Hause bekommen, das andere macht sich zwar gut, aber ich war trotzdem froh, dass ich nicht auch noch für die Gästin kochen musste. So vernichteten wir einige Reste und aßen kalt.

Heute mittags, das Kind fühlt sich wieder gut und das Gastkind isst sowieso alles, habe ich zwei Packerl verbilligt gekaufte Garnelenspieße aufgetaut und zwei Portionen Erdäpfel gekocht. Außerdem hab ich je eine Handvoll bissfester Kohlsprossen und Karfiolrosen aus dem Tiefkühler genommen.

Das kam alles ziemlich zugleich in die Pfanne: zuerst die Sauce von den Spießen, dann die Erdäpfel und das Gemüse, das wurde gesalzen, und dann hab ich alles an den Rand der Pfanne geschaufelt und in der Mitte die Spieße heiß werden lassen. Wir haben alles restlos aufgegessen. Den Bratrückstand hab ich zum Wasser gegeben, in dem ich gestern die Würstel wärmte und heute die Erdäpfel kochte.

Für den Abend habe ich ohne Speck aus zwei kleinen Erdäpfeln, einer Handvoll gefrorener Karottenwürfeln, einer Knoblauchzehe und einer Handvoll roter Linsen mit Salz, Kreuzkümmel, Hing und einem Lorbeerblatt ein Linsencremesupperl geköchelt. Das werde ich nachher, ohne Lorbeerblatt, pürieren und mit Milch verlängern und nochmals wärmen.

Außerdem geh ich jetzt gleich, alle sind schon hungrig, und gebe Öl in eine Auflaufform, lege einen in Spalten geschnittenen Hokkaidokürbis drauf, salze und pfeffere und brösle ein Packerl Feta drüber. Ab ins Rohr damit, bei 180 Grad Ober- und Unterhitze eine halbe Stunde drin lassen. In der Zwischenzeit als Deko für den Ofenkürbis mit Käse ein bisserl Vorgerlsalat pflücken.

18.10.19 17:17, kommentieren

19. und 20. Oktober: Rindsuppe mit Käsekrusteln, Rindfleisch-Couscous-Salat

Gestern, nach der Gartenarbeit, waren das Gastkind und ich froh, dass wir bei meiner Mutter in ein Reindl voll Reisfleisch fallen durften. Das Gastkind kriegte zusätzlich einen ordentlichen Haufen Kirschparadeiser ins Schüsserl.

Heute hatte ich Lust, das vorrätige Beinfleisch zu kochen und holte es, samit der letzten Portion Suppengrün, aus dem Tiefkühler. Aufgepeppt mit den üblichen Kräutern und Gewürzen köchelte das Fleisch etwa drei Stunden in der Suppe.

Danach war es derart weich, dass ich mich traute, zwei Scheiben davon klein zu würfeln und mit zwei Handvoll zerteilten Paradeisern, einer Portion essfertigem Couscous, einer Handvoll gekochter scheiblierter Mangoldstiele und einem (ziemlich reichlichen) Rest Mayonnaise sowie Salz und Pfeffer zu vermischen und das Ergebnis Rindfleisch-Couscous-Salat zu nennen.

Er wurde restlos aufgegessen.

Auf die Käsekrusteln bin ich deshalb gestoßen, weil mir ausnahmsweise ein Scherzerl vom Kürbiskernbrot zu hart geworden war. Ich hab es in dünne Scheiben und diese in Stücke geschnitten und mit einer Mischung aus geriebenem Parmesan, einem kleinen Ei, etwas Salz und einem Teeflöffel gehackten Kräutern (Schnittlauch und Oregano) bestrichen. 

Das kam auf ein Backpapier und dieses auf ein Backblech und dieses wiederum bei 190 Grad Bräunungsgaren ins Rohr, bis der Belag schön goldbraun war. Und zwar direkt nach dem Blitz-Zwetschkenkuchen, den ich vorher gebacken hatte.

1 Kommentar 20.10.19 21:31, kommentieren

21. Oktober: alles anders als geplant

Weil der Vormittagstermin sich verzögerte und das Gastkind unterwegs schon dringend was zum Mittagessen brauchte, kochte ich für mich selbst auch erst gar nicht.

Geplant wäre gewesen: ein Teil vom Beinfleisch in Suppe wärmen, den in der Früh schon gedämpften Reis dazu essen und gach ein Mangoldgemüse dazu köcheln. Der Mangold liegt schon blanchiert im Kühlschrank - vielleicht koche ich ausnahmsweise heute Abend. Oder ich hebe alles für morgen auf. Hm.

Was ich gegessen habe? Zwei Scheiben vom Beinfleisch, allerdings kalt, mit kaltem Reis und einem Schüsserl Rote-Rüben-Salat, den ich im Kühlschrank gefunden habe.

Apropos Kühlschrank: den habe ich heute, eher unabsichtlich, auch wieder überfüllt. Diese Supermärkte erwischen mich immer wieder. Da kümmere ich mich am Abend drum, dass da wieder ein System reinkommt.

Habt einen angenehmen Tag!

21.10.19 13:43, kommentieren

22. und 23. Oktober: Zwetschken-Schmarren als Notlösung

Gestern haben wir alles vernichtet, was an Rindfleisch und Mangoldgemüse noch da war. Vom Reis ist ein Patzerl übrig geblieben, den haben wir heute zur Leber nach Art der Sparköchin gegessen; die hatte ich nämlich neulich eingefroren und heute früh aus dem Tiefkühler genommen.

Es wäre uns beiden eh zuwenig gewesen.

Weil wir eigentlich zur Nachbarin E auf ein Frühstück gehen wollten, habe ich in der Früh gach noch einen Schlagoberskuchen mit Zwetschkenbelag ins Rohr geschoben. Dann hatte ich anderes zu tun, und als ich nach einer knappen halben Stunde wieder ins Rohr schaute, traf mich fast der Schlag.

Es gibt für alles ein erstes Mal. Heute ist der Rost aus seiner rechten Verankerung gerutscht und auf dieser Seite auf den Boden des Backrohrs gefallen, und die Kuchenform mit ihm gerutscht. Das Gastkind hat mir höchst interessiert über die Schulter geschaut, als ich bei mittlerweile ausgeschaltetem, aber immer noch heißem Rohr vor demselben kniete und alles rausbeförderte, was Gefahr lief, das Backrohr wieder zu versauen. So lange ist die letzte Putzaktion nämlich noch nicht her.

Der Teig hatte sich also der schiefen Ebene angepasst. Die flacheren Teile auf der linken Seite waren bereits fertig gebacken, allerdings waren die Zwetschken nach rechts davongeschwommen. Dort war die Form natürlich übergegangen, und ein Teil des Teigs war im Rohr gelandet. Diese Teile waren übrigens auch fertig gebacken.

Blieb der Gatsch in der rechten Ecke der Form. Den hab ich einige Sekunden betrachtet und mich dann entschieden, ihn nicht zu entsorgen. Ich hab die Handgeschmiedete vom Haken genommen, ein kleines Stück Butter drin erhitzt - der Teig ist durch den Obers eh fett genug! - und den flüssigen Teil des Teigs in die Pfanne geleert.

Dann hab ich auf Kaiserschmarren-Manier weitergemacht: ständig geschaufelt und gerührt. Weil ja im Teig auch Zucker war, und der brennt sehr gern an. Das ist quasi sein Lieblings-Hobby. Sobald ich den Eindruck hatte, das Ding ist halbwegs durch, hab ich die Pfanne von der heißen Platte gezogen und wir sind ohne Kuchen abmarschiert, aber nicht in Richtung Frühstück, weil der Nachbarin eh was dazwischengekommen war.

Als Mittagessen hat sich der Zwetschken-Schmarren dann vorzüglich geeignet.

1 Kommentar 23.10.19 14:06, kommentieren

24. Oktober: Zucchini-Karotten-Gemüse mit Erdäpfeln

Weil ich das Mittagessen transportieren musste, habe ich mich für etwas Einfaches entschieden: zuerst habe ich eine große Portion Erdäpfel gedämpft und geschält. Während die etwas überkühlten, habe ich einen halben Zucchino und zwei übrige Karotten geraspelt, die Karotten fein und den Zucchino grob, damit ich beides zugleich ins Reinderl geben konnte.

Zuerst kam Obers ins Reinderl, dann das Gemüse mit Salz und einem letzten Rest osmanischer Gewürzmischung - gut, dass wir bei den Afrika-Tagen im Sommer für Gewürz-Nachschub gesorgt haben! - und das dünstete weich, bevor ich es mit einer Mischung aus Milch und Speisestärke gebunden habe.

Und schon aßen wir Zucchini-Karotten-Gemüse mit Erdäpfeln. Angereichert wurde das ganze dankenswerterweise noch um einige Teigwaren und etwas Rindsbraten-Sauce. Es schmeckte wunderbar, alles zusammen.

25.10.19 11:17, kommentieren

25. Oktober: Kohlrabi-Gemüse mit Reis und gefüllte Melanzani mit Paradeisern

Gestern war ich wieder im Gemüsebeet ernten, und unter anderem habe ich mir wieder einen Riesen-Kohlrabi mit meiner Mutter geteilt. Von meiner Hälfte hab ich heute das größere Stück grob geraspelt, eher schon gestiftelt (mit der Maschine geht das nicht anders) und in ein Reinderl getan, wo schon ein ordentlicher Schluck Obers drin war. Gewürzt habe ich mit Salz, wenig Hing und Kümmel und Paprikapulver.

Das dünstete vor sich hin, der letzte Rest vom aktuellen Rundkornreis ebenso, bis ich das Gemüse mit Milch und Speisestärke gebunden habe. Phantasielos beschrieben ist es Kohlrabi-Gemüse mit Reis.

Abends werde ich die letzte kleine Melanzani in diesem Jahr längs halbieren, aushöhlen und anbraten, das Innere auch, Aus letzterem werde ich mit dem Reis, einem Ei, geriebenem Käse und Gewürzen eine Füllung basteln und in die Melanzanihälften verteilen. Weil ich noch zwei Scheiben Gouda habe, die längst wegmüssen, lege ich die oben drüber.

In die Auflaufform kommt ein Glas gekochter Paradeiser, die mit Salz, Pfeffer und Zucker gewürzt werden, und da drauf die Melanzani und das ganze für eine gute halbe Stunde ins Rohr. Ich hoffe, dass uns diese gefüllte Melanzani mit Paradeisern munden wird.

 

Kleiner Nachtrag: es hat uns wunderbar gemundet, wir haben die Auflaufform ausgeputzt. Ich habe allerdings mehr Fülle gemacht und nicht nur die mickrigen Melanzanihälften gefüllt, sondern noch vier Knöderl auf die Paradeiser gelegt. Das merke ich mir fürs nächste Mal.

25.10.19 11:24, kommentieren

Nationalfeiertag: Ochsenschlepp mit Chutney und Baguette

Mittags ging sich nix anderes aus als ein fescher Rotschmierkäse vom Schaf als Ofenkäse, den wir mit einem halben Kornbaguette und einem bunten Salat  (Bittersalat, Vogerlsalat und Paradeiser) verzehrten. (Das Gastkind kriegte Reis mit Gemüse und war auch zufrieden. )

Immerhin hatte ich am Vormittag zwei Scheiben vom Ochsenschlepp als Suppe geköchelt. Den werde ich fürs Abendessen wärmen und mit selbstgemachtem Chutney und dem Rest von Brot servieren.

Vielleicht gibts nachher Rahmjoghurt mit Ahornsirup, und das sollte dann hinreichend nationalfeiertagswürdig sein.

2 Kommentare 26.10.19 17:12, kommentieren

27. bis 30. Oktober

Oh. Hier war ich auch schon länger nimmer. Tut mir Leid. Aber es gibt eh nur zu berichten, dass wir ständig auswärts essen.

Sonntag waren es überbackene Schinkenfleckerl mit Chinakohlsalat bei Muttern. Montag fielen wir nach etlichen Terminen in der Nordsee ein und vernichteten gebackenen Alaska-Seelachs mit Erdäpfelsalat. Dienstag suchten wir ein asiatisches Restaurant mit Buffet und Teppanyaki heim. Und heute haben wir uns im Einkaufszentrum beim Elch verköstigt. Einmal im Jahr dürfen es auch Köttbullar sein.

Im Kühlschrank vegetiert derweil das geerntete Gemüse vor sich hin. Wobei, zumindest koche ich jeden Tag fürs Abendessen eine Suppe. Da lassen sich allerhand Gemüsereste verwerten; heute waren es einige kleine Karfiol-Triebe mit weißen Knöllchen in Erdnuss-Größe. Aber geschmeckt hat die Suppe gut. Für morgen hätte ich noch vier Mini-Rote-Rüben. Und wir feuern den allerletzten Zucchino auf der Terrasse an, der sich bemüht, zu einem Standard-Exemplar heranzuwachsen. Aber bei dem Wetter wird er nicht weit kommen, fürchte ich.

Außerdem habe ich neulich jede Menge Lebensmittel gerettet. Aus einem Kilo Pflaumen - so runde schwere Dinger zwischen blau und lila - hab ich einen Kuchen gebacken und ein Schüsserl Kompott gekocht. Die Melone essen wir zum Frühstück, an den Weintrauben arbeitet das Gastkind mit Verve.  Und die Bananen kommen auch gut weg.

Ich kann euch nur auf Freitag vertrösten: zu Allerheiligen serviere ich für die ganze Familie gebratene Lammstelzen aus dem Rohr mit Trallala.

2 Kommentare 30.10.19 20:21, kommentieren

Weltspartag: Berner Würstel mit Mangoldgemüse, Rote-Rüben-Salat und Reis

Das Sonderangebot des Supermarkts bestimmte den heutigen Speiseplan. Eine Dreierpackung Bio-Berner Würstel zum halben Preis wanderte ohne Federlesens ins Körberl. Weil vom Vorjahr im Tiefkühler noch Mangold (blanchiert und geschnitten) vorrätig ist, hab ich die größte Packung gleich einmal rausgenommen und aufgetaut. Außerdem hab ich zwei Portionen Reis gedämpft. Ich selbst hab einen Rest Rote-Rüben-Salat aus dem Kühlschrank verputzt.

Während die Würsterl grillten, hab ich aus dem ersten Drittel vom Mangold ein schnelles Gemüse gekocht: Mangold mit wenig Milch, Salz und Curry langsam zum Kochen bringen und einen Esslöffel Grieß gut einrühren und damit die Flüssigkeit binden.

Außerdem hab ich für morgen die 2 x 2 Lammstelzen aus dem Tiefkühler  genommen, die tauen gerade im Kühlschrank langsam auf - und verringern so angeblich die Stromkosten für den Kühlschrank um ein Alzerl.

Aus dem zweiten Drittel Mangold hab ich für heute Abend gleich ein Mangoldcremesupperl geköchelt, eh wie immer mit einem Erdapfel und Gewürzen und mit Milch verfeinert. Morgen gibts aus dem letzten Drittel wieder ein Mangoldgemüse zu den Lammstelzen, außerdem Salate, Erdäpfel und eben den Rest Reis.

Aber heute Mittag aßen wir Berner Würstel mit Mangoldgemüse und Reis.

1 Kommentar 31.10.19 16:35, kommentieren