Der Sparküche-Blog.

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Archiv

1. bis 4. August: nur spärlich gekocht ...

Es tut mir Leid, aber im Moment kann ich euch nur wenige Rezepte anbieten. Der Sommer wird genossen und es wird kaum gekocht.

Am Donnerstag habe ich mir ein Kebab geleistet, derweil das Kind den Rest der Nudeln verdrückt hat. Freitags haben meine Mutter und ich spontan einen Apfelstrudel gezogen, weil ich zwei Kilo Äpfel gerettet hatte. (Das Rezept gibts schon, irgendwo weiter vorne, im Archiv. )

Gestern hatten wir lieben Besuch zu einem ausgiebigen Frühstück, das uns bis zum späten Nachmittag gesättigt hat. Mit Schinken und Wachteleiern - endlich gibts im Durchschnitt ein Ei pro Tag; wenn man da eine Woche lang sammelt, kann man sie schon mal zum Frühstück anbieten ... - und Apfelstrudel und Blitz-Marillenkuchen.

Fürs Abendessen habe ich dann eine Packung Leberkäse-Scheiben aus dem Tiefkühler genommen, zwei Portionen Erdäpfel gedämpft und die dann, geschälter- und zerteilterweise, mit Salz und Obers zu einer Art Erdäpfelstampf verarbeitet. Den Leberkäse hab ich mit wenig Öl in der Pfanne beidseitig gebraten. Ich habe Selleriesalat in Balsamico-Marinade (Eigenproduktion aus 2014, für den ist es auch langsam Zeit geworden!) dazu gegessen.

Davon ist für heute mittags noch ein Rest da. Den werde ich zu den geplanten Bratwürsteln mit Zucchinigemüse essen. (Das Kind wird drauf verzichten. )

Die Bratwürstel kommen ebenfalls aus dem Tiefkühler und werden in der Pfanne gebraten. Den Rest vom Zucchini werde ich wie neulich mit ein bisserl ausgebratenem Speck und Zwiebel in Halbscheiben scharf anbraten und dann weich werden lassen.

Vorher essen wir eine Zucchinicremesuppe. Für die habe ich den anderen Teil des Zucchini klein geschnitten und gemeinsam mit einem Teil vom Suppengrün (den Rest hab ich eingefroren) gekocht. Vorm Essen kommt noch der Rest vom gestrigen Erdäpfelstampf dazu, und alles wird püriert.

Hört sich alles ganz gut an, finde ich. Ich hoffe es wird uns auch schmecken.

1 Kommentar 4.8.19 07:42, kommentieren

5. August: Nudeln in Variationen ...

... wurden es heute, weil ein Rest einer Fusilli-Packung weg musste. Da hab ich gleich andere Reste auch dazugeschmissen. Aber der Reihe nach.

Mittags hab ich die Teigwaren gekocht. Auf der Nebenflamme hab ich im beschichteten Reinderl Olivenöl erhitzt und ein sehr kleines geschnittenes Zwiebelhapperl angebraten.

Dazu kam die Melanzani von gestern, die ich längs halbiert und angebraten hatte, um sie zu füllen. Gefüllte Melanzani hat sich dann leider nicht ergeben. Also hab ich sie heute quer in Scheiben geschnitten und zu den Zwiebeln gegeben und weich gebraten.

Außerdem ist von gestern ein Bratwürsterl übrig geblieben, das hab ich in dünne Scheiben geschnitten und dazugegeben. Das alles hat ein paar Minuten gebrutzelt, bevor ich den gestern gehackten Petersil, in einem Schnapsglas im Kühlschrank aufbewahrt, und die Hälfte der Teigwaren untergemischt habe.

Abends hab ich das beschichtete Reinderl samt Bratrückstand gleich wieder hergenommen und erhitzt und zwei angedepschte Eier (das eine Hendl hat offensichtlich ein Problem mit der Schalenbildung) drin gebraten, gesalzen und gepfeffert und die restlichen Fusilli samt ein paar Basilikumblättern untergehoben.

Dazu gabs eine Auswahl an Paradeisern aus eigener Ernte, die fast alle gut geschmeckt haben. Nur die schwarz-roten sind uns zu fruchtig und zu wenig süß.

Für die kommenden Tage entschuldige ich meine Schreibfaulheit schon jetzt, aber grad reichts mit der Kocherei und ich mag lieber den Sommer genießen.

1 Kommentar 5.8.19 17:07, kommentieren

21. August: Teigwaren-Gemüse-Pfanne mit Gurkensalat

Da bin ich wieder. Zwei Wochen haben wir uns in deutschen Landen herumgetrieben. Viel gelernt habe ich, vor allem bei Carsten Bothes Lagerfeuer-Kochschule. Sehr zu empfehlen, wenn man gerade zufällig am linken Rand vom Harz zu tun hat.

Heute habe ich erstmals wieder in Wien gekocht, und zwar gleich mit der aktuellen Ernte. Wir haben drei Zucchini-Keulen vorgefunden, zwei grüne und eine gelbe, und eine davon habe ich gleich verwertet. Außerdem gibt es reichlich Paradeiser: 14 Sorten habe ich dieses Mal durchgebracht.

Ein Wunder eigentlich, weil ich die Kerne immer samt Saft auf Papierzetteln trockne und dann im Frühling runterkletzle. Die sind sehr vital, die Paradeissamen.

Jedenfalls habe ich heute zwei Portionen Fleckerl gekocht. Auf der anderen Flamme habe ich das beschichtete Reinderl erhitzt, zirka fünf Deka Lardo gewürfelt und ausgebraten, ein kleines Zwiebelhapperl zerkleinert und dazugegeben, und dann schon die Hälfte der ersten Keule, der kleinsten, in Viertelscheiben.

Das hat bei ordentlich Hitze ein paar Minuten gebrutzelt, dann hab ich mit Kräutersalz gewürzt und zwei kleine Paradeiser zerteilt und dazugegeben. Alles zusammen hat noch ein paar Minuten gebraten bzw. geköchelt.

In der Zwischenzeit waren die Fleckerl fertig. Ich hab den größten Teil davon zum Gemüse gegeben, mit gehacktem Petersil und Basilikum bestreut und noch einmal gut durchgemischt.

Die Feldgurke hab ich geschält, halbiert, die Kerne entfernt und in Scheiben geschnitten. Das Kind hat gesalzen und mit Omas Marinade übergossen.

Als Nachspeise hab ich einen von den Pferdeäppeln genossen, die ich im Urlaub erworben hatte. Das Kind durfte nicht - Alkohol! -, hat aber auch was Süßes gefunden.

1 Kommentar 21.8.19 13:02, kommentieren

6. bis 20. August: Kochen im Urlaub

In den Tagen, als wir die Ferienwohnung hatten, habe ich ein bisschen gekocht: Broccolicremesuppe, einen Gemüseauflauf (der uns beiden nur solala geschmeckt hat), ein Apfel-Zwetschken-Kompott und eine Zucchinicremesuppe.

Beim Lagerfeuer-Kochkurs haben wir derart viele Sachen vor- und zubereitet, dass ich mich außerstande sehe, alles aufzuzählen. In Erinnerung geblieben ist mir vor allem das Spanferkel: es wurde aufgeklappt, auf einem riesigen Bräter gewürzt und ausgebreitet und wenig Wasser zugegossen. Für das arme Tier wurde aus Schalsteinen eine Art Mausoleum gebaut, so dass unterhalb und obendrauf Kohlen bzw. Holz kommen konnte und das Viech ziemlich unbehelligt einige Stunden garen konnte.

Es war auch ziemlich gleich wieder weg: jeder stach mit der Gabel mehrmals in das zerteilte Ferkel und, zack!, waren nur noch ein paar Fuzerl im Bräter. Die sollten weggeschmissen werden, aber wer die Sparköchin kennt, weiß: das geht gar nicht. Flugs holte ich meine Tupper-Dose und kratzte die Fuzerl samt ein bisserl vom Saft hinein. Die anderen schauten blöd. Sollten sie nur.

Am nächsten Tag, immer noch in der Ferienwohnung, hab ich gekochte Erdäpfel in Scheiben geschnitten und in der Pfanne angebraten, zerteilten Zwiebel dazu, einige übrig gebliebene Broccoliroserln auch und am Schluss das Spanferkel-Fleisch samt Saft.

Oh, war das köstlich. Fürs Kind weniger, aber ich hab eh fast alles allein gegessen.

Am darauffolgenden Mittwoch begannen ein paar kochintensive Tage, weil ich einen Freund bevorraten wollte. Striezel, Zucchinicremesuppe, Kokosbusserl, Erdbeerjoghurt und ein Erdbeerkuchen mit Gelee waren es. Außerdem hab ich mit einer Erdbeermarmelade begonnen.

Die hab ich am Donnerstag fertiggemacht, ebenso standen Hokkaido mit Feta und Speck, Mürbkeks, eine Gemüsecremesuppe, eine Portion Grießnockerl, Heidelbeerjoghurt sowie ein Zwetschkenkuchen auf dem Programm. Eine Rindsuppe ist sich auch noch gach ausgegangen.

Am Freitag habe ich einen zweiten Mürbteig für Kekse gemacht sowie eine Broccolicremesuppe, einen Heidelbeer-Schmarren mit Apfelkompott sowie einen Kakaokuchen mit Äpfeln. Aus dem Rest der Rindsuppe, in die ich am Vortag Grieß eingekocht hatte, fabrizierte ich aus Resten wieder eine Gemüsecremesuppe.

Samstags waren wir zum Grillen eingeladen. So hätte ich gar keine Arbeit gehabt, deshalb hab ich mir eine gesucht und erstens die Mürbkeks gebacken. Zweitens war noch ein halber Würfel Germ im Kühlschrank und das Backrohr eh heiß, da habe ich ein ganz einfaches Weißbrot gebacken, drei kleine Stangerl sind sich ausgegangen. Den Rest vom Hokkaido habe ich zu einer Kürbiscremesuppe verarbeitet.

Am Sonntag musste es schnell gehen. Zum Glück hatte ich eine Packung Blätterteig im Kühlschrank und einige Reste. Aus denen, namentlich 8 Deka Speckwürfeln, fast ebensoviel geriebenem Käse sowie zwei Eiern und Salz und Gewürzen habe ich schnell eine Fülle gebastelt, auf dem ausgerollten Teig auf dem oberen Drittel verteilt, mit den letzten blanchierten Broccoliroserln belegt, eingerollt und im Rohr gebacken.

In der Zwischenzeit habe ich die letzten Paradeiser vom Kind zerteilen sowie ein halbes Happerl grünen Salat zerpflücken lassen. Mariniert habe ich beides mit einem Rest Zitronensaft, den ich im Kühlschrank entdeckt hatte. Die Paradeiser wurden zusätzlich auch gesalzen.

Für den Nachtisch haben wir eine Packung Himbeeren gewaschen und einen Becher Joghurt drübergekippt. Reichlich Zucker dazu, umrühren, fertig.

21.8.19 13:24, kommentieren

22. August: Leberkäse mit Zucchinigemüse und Paradeisern

Jetzt ist sie wieder da, die Zeit, in der unsere Speisenzusammenstellung ziemlich unorthodox ist, weil wir essen müssen, was da ist.

Heute habe ich Paradeiser (in allen möglichen Farben und Formen) geerntet, Mangold, eine kleine Gurke und Feigen. Um letztere mache ich mir keine Sorgen, die kommen beim Frühstück zum Einsatz.

Erstmal habe ich begonnen, den gelben Zucchino zu verwerten. Einen Teil habe ich mit Erdäpfeln, Salz, Knoblauch und Wasser gekocht, das wird eine Zucchinicremesuppe werden.

Einen zweiten Teil habe ich geraspelt und mit Salz, Knoblauch und wenig Kümmel in wenig Wasser gekocht und dann mit einer Mischung aus Wasser, Rahm und Speisestärke zu einer "Zuspeise" gebunden.

Derweil brieten in der Pfanne drei Scheiben vom Käseleberkäse, und auf die Teller kamen auch einige rohe Paradeiser, halbiert und mit Fleur de Sel bestreut. Zum letzten Rest vom Leberkäse holte sich das Kind Ketchup und war dann tatsächlich zu voll mit gebratenem Käseleberkäse mit Zucchinigemüse und Paradeisern, um dem Nachtisch - Brombeerjoghurt - zusprechen zu können ...

22.8.19 13:19, kommentieren

23. bis 25. August: Reste, Grillen und Mangoldpackerl auf Paradeisern

Freitag und Samstag mittags waren Reste angesagt. Am Abend waren wir zum Grillen eingeladen und schmausten Koteletts vom Schopfbraten, Bauchfleisch und Ripperl mit Trallala.

Heute habe ich Mangoldpackerl auf Paradeisern gebastelt, die gerade im Backrohr schmoren.

Für die Fülle habe ich einen Rest Hirse gedämpft und auskühlen lassen. Außerdem habe ich vier Wachteleier gekocht und vier Mangoldblätter, groß wie Regenschirme, blanchiert.

Die Fülle bestand aus der Hirse, Salz und Gewürzmischung, geriebenem Parmesan und einem Ei. Die patzte ich auf drei der Blätter, das vierte zerriss. Jedenfalls verteilte ich die Wachteleier auf die drei Blätter, drückte sie in die Fülle und rollte die Blätter zu Packerln.

In der Auflaufform war Olivenöl und die vorrätigen Paradeiser, die dringend weg mussten, in Stücke geschnitten, mit Kräutersalz, Pfeffer und Zucker gewürzt.

Da drauf legte ich die Packerl, beträufelte sie noch einmal mit Olivenöl und schob sie ins Backrohr.

Als Nachspeise gibts Vanillepudding, davon ist für morgen auch noch was da.

Für den Abend werde ich noch aus einem Rest gelber Zucchini und Erdäpfeln mit Knoblauch eine Zucchinicremesuppe köcheln.

25.8.19 12:35, kommentieren

26. August: Salat, Hirseauflauf mit Brombeersauce

Der Salat bestand aus Gurken- und Paradeisstücken, mariniert mit Wiener Marinade und bestreut mit Fleur de Sel. Dazu gab es ein kleines Stück Gebäck.

Der Hirseauflauf funktionierte im Prinzip wie immer. Nur dass ich ein drittes Ei in den Abtrieb schlug, zu den Äpfeln in der Mitte auch ein paar Löffel abgetropfte Kompottpfirsiche (eigene Ernte) gab und außerdem eine Brombeersauce dazu servierte.

Weil die depperten Essigfliegen die Brombeeren ungenießbar machen und ich sie daher halbreif pflücke, um den Viechern zuvorzukommen. Dann sind sie - die Brombeeren, nicht die Fliegen - roh kaum zu essen, aber mit reichlich Zucker gekocht entwickelt die Sauce - dass es irgendwann einmal Marmelade wird, glaube ich mittlerweile eh nimmer - das typische Aroma.

Den übrigen Vanillepudding haben wir heute natürlich nicht als Nachspeise gegessen. Den hebe ich für morgen auf.

26.8.19 12:49, kommentieren

27. August: Kebab. Und eine Suppe, natürlich.

Das Wetter ist zu heiß, oder ich zu faul, oder beides. Jedenfalls gabs heute mittags einen Kebab.

Für den Abend habe ich gestern schon, in Verwertung des geernteten Gemüses, aus einem viel zu alten kleinen Kohlrabi, zwei kleinen Erdäpfeln, Knoblauch, Wasser und Salz eine Kohlrabicremesuppe geköchelt. Genau die zwei Portionen, die ich brauchte, mehr hätte der Kohlrabi nicht hergegeben.

Morgen werde ich versuchen, den Broccoli zu verarbeiten. Könnte eine Suppe werden und vielleicht als Mittagessen Nudeln mit Broccoli, Obers und Garnelen. Oder Speck statt der Garnelen.

Oder ganz was anderes.

27.8.19 23:16, kommentieren

28. August: Teigwaren mit Broccoli und Speck

Ich habe mich für die Kombination Broccoli-Speck-Zwiebel-Mangoldstiele entschieden. Dazu habe ich ein paar Deka vom Lardo klein gewürfelt und im beschichteten Reinderl ausgebraten, ein kleines Zwiebelhapperl in Halbringen dazugegeben, detto einige von den Mangoldstielen, klein geschnitten, und zum Schluss ein paar gekochte Broccoliroserln. Gewürzt habe ich mit Kräutersalz und Pfeffer.

Dazu gab es einen Salat aus Gurken- und Paradeisscheiben, mit Wiener Marinade begossen.

Aus dem Rest vom Broccoli - eigene Ernte, ich bin entzückt! - habe ich mit Müh und Not zwei Portionen Broccolicremesuppe geköchelt, eh wie immer als Drei-Stufen-Programm, inklusive Hendlfutter.

Außerdem habe ich ein Stück Zucchini verwertet und eine Erbsen-Zucchini-Cremesuppe begonnen. Die Erbsen sind Slow Food aus Italien, getrocknet, und ich hätte sie doch einweichen sollen. So aber habe ich sie mit einer Prise Hing, Kräutersalz und einer Knoblauchzehe fast zwei Stunden geköchelt, bevor ich den gewürfelten Zucchini zugeben und noch einmal zwanzig Minuten köcheln konnte, bevor das ganze püriert wurde.

Einen Teil dieser Suppenbasis hab ich heiß in ein Twist-Off-Glas gefüllt und sofort verschlossen, da werde ich in einigen Wochen nochmals Suppe machen können. Obwohl ich mir ziemlich sicher bin: diese Suppe wird dem Kind nicht schmecken.

Macht auch nichts.

Natürlich sind Teigwaren, es waren Fleckerl, übrig geblieben. Das war aber Absicht, denn ich habe auch ein kleines Krauthapperl ernten müssen, um es vor dem Auswachsen zu bewahren. Da wird es in den nächsten Tagen einmal Krautfleckerl geben!

5 Kommentare 28.8.19 12:35, kommentieren

29. bis 31. August: Krautfleckerl und so

Petri Heil ist den Anglern im Umfeld der Sparköchin hold, deshalb bringt man mir weitere Exemplare des Schuppenkarpfens, um mich das Schuppen und Ausnehmen perfektionieren zu lassen. Allein das Filetieren wird noch einiger Übungsvorgänge bedürfen. Den letzten, den ich gestern Abend traktierte, hab ich einigermaßen zerfitzelt.

Deswegen schlug meine Mutter auch gütig vor, diesen einen Fisch doch am nächsten Tag gleich als Karpfen gebacken mit Erdäpfelsalat zu verspeisen. Natürlich wieder mit Wiener Marinade. Wir WienerInnen sind die einzigen, die ihre Salate zuckern, ja.

Das Kind half, wie immer, beim Panieren, der Fisch schmeckte herrlich und ich war stolz auf mich.

Am nächsten Tag, als ich das vorzeitig geerntete Krauthapperl verwertete, war ich das schon weit weniger, weil das Kraut in der Pfanne nicht und nicht weich werden wollte. Immerhin blieb es wenigstens schön grün (laut Tante Jolesch der nächste Fehler).

Ich erhitzte das beschichtete Reinderl, schmolz einen guten Esslöffel Schmalz, briet ein geschnittenes Zwiebelhapperl drin an und danach das Mini-Krauthapperl, in feine Streifen geschnitten. Nach vielleicht zehn Minuten habe ich mit Salz, Pfeffer und Zucker gewürzt, worauf das Kraut Flüssigkeit bildete. Ich habe dann weiter gerührt, bis die verdampft war. Jetzt war der Zeitpunkt da, um die restlichen Fleckerl von vorgestern unterzuheben. Mehr wars nicht.

Und das, obwohl ich im Frühjahr der Tante Jolesch im Theater zugesehen hatte, wie man Krautfleckerl professionell macht. Na, egal.

Das Kind litt sehr und bat darum, keinen Nachschlag nehmen zu müssen.

Heute stand die Zwetschkenernte auf dem Programm, die die liebe E und ich auch schafften. Nachher allerdings mussten wir auf kürzestem Wege den Heurigen aufsuchen und uns dort stärken. Ich hab mich für ein Puten-Cordon Bleu entschieden und die Hälfte für morgen eingepackt.

Morgen werde ich nämlich den ganzen Vormittag im Obst stehen - es waren auch schon die ersten Falläpfel da - und keine Zeit zum Kochen haben. (Was wird eigentlich das Kind essen?)

Heute musste ich Platz im Magen lassen, weil wir am Nachmittag begrillt wurden, mit Schopfbraten, Lamm und Käsekrainern.

Für den Nachtisch schnitten wir zwei ungeschälte Bananen längs ein, füllten in den Schnitt Schokoglasur und legten die Dinger oben auf das Grillblech. Nach einer guten Viertelstunde konnten wir die Dinger auslöffeln.

Haben wir das also auch ausprobiert.

31.8.19 21:59, kommentieren