Der Sparküche-Blog.

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1. Juni: Reste gegessen

Gestern habe ich mich spontan für einen Kochsalat mit Erbsen entschieden, den ich selber seit meiner Kindheit liebe, der aber bei allen drei anderen auf volles Unverständnis gestoßen ist. Aber von den Knödeln haben sie gegessen. Fünf Stück hab ich eingefroren.

Der Kochsalat ruhte im Tiefkühler, von meiner Mutter vorbereitet - wofür ich ihr sehr dankbar bin - und gestern nur gach mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss aufgetaut und zum Kochen gebracht, mit blanchierten Erbsen versehen und in bewährter Weise mit Speisestärke gebunden.

Heute habe ich den Rest von der Lasagne und die Knöderl samt Kochsalat im Backrohr erhitzt. Von den Knöderln ist jetzt noch eine Portion da, die kriegt das Gastkind morgen, wenn wir Schnitzerl essen, denn das Gastkind verweigert ja so gut wie jedes Fleisch. Als Nachspeise gönnte ich den Kindern je einen Eismarillenknödel.

War eh gut, dass ich nicht auch noch kochen musste. Nachdem ich am Vormittag fertig geputzt hatte, kam das Kind heulend vom Einkaufen: das Mehl und der Obers waren in der Stofftasche aufgeplatzt (wie schafft man das?) und haben das Handy durchweicht (warum ist das Handy nicht, wie vereinbart, im Rucksack, sondern in der Einkaufstasche?).

Nachdem ich mich wieder halbwegs beruhigt hatte - vor allem auch deshalb, weil der Nachbar Ruhe bewahrte und uns erklärte, was zu tun sei -, kam ich drauf, dass das Kind (entgegen der Vereinbarung) seine Taschen nicht geleert hatte und eine Waschmaschinenladung dunkler Wäsche voller Fuzerln war.

Ich bin eigentlich immer noch krank, he!!!

Das hab ich allerdings kurzfristig vergessen müssen, denn um die Mittagszeit kamen endlich die versprochenen Arbeiter, die das Hendlgehege sanierten. Zack, zack, zack übrigens. Jetzt sollte die Sauerei und Stinkerei auch beim nächsten anhaltenden Regen beendet sein. (Beneidet hab ich die Arbeiter nicht.)

Abends werden wir den Rest von der Knochensuppe essen, in der übrigens ein Markknochen schwimmt. Auf den freu ich mich - als einzige in der Gruppe - besonders, denn das Mark tu ich mir aufs Brot, salze es und lasse es mir schmecken. In der Suppe schwimmen auch ein paar Nudeln, aber vermutlich werden die Kinder nach zusätzlichen Backerbsen schreien. Und welche bekommen.

Die Gästin ist übers Wochenende auswärts; da bin ich nicht beleidigt, muss ich sagen. Erst am Montag wird sie wieder mit uns essen.

1.6.19 12:44, kommentieren

2. und 3. Juni: Schnitzel mit Reis und Salat sowie Rindsragout mit Couscous

Gestern haben wir es uns einfach gemacht und sind bei OmaOpa auf Schnitzel mit Reis und Salat eingefallen. Heute musste ich - mit wenig Lust - wieder selbst kochen und ließ mich im Supermarkt von den Sonderangeboten inspirieren.

Rindsgulaschfleisch war im Angebot. Hab ich ein knappes halbes Kilo genommen, gewaschen, in mundgerechte Happen weiter geteilt. In eher mehr Olivenöl hab ich zuerst einen frisch geernteten Zwiebel, klein geschnitten, glasig gedünstet und dann das Fleisch drin scharf angebraten.

Gewürzt hab ich mit Salz, Pfeffer und einer Prise von der Kräutermischung des Kindes, die eigentlich einmal zu Kräutersalz werden sollte. Dann hab ich mit drei Schöpfern von der Gemüsebouillon aufgegossen, wo ich vom Rest, den ich pürierte, mit Milch eine Fenchelcremesuppe fertigte (die erstaunlicherweise alle Beteiligten mit Appetit aßen) .

Aber zurück zum Ragout. Das köchelte eine halbe Stunde vor sich hin, bevor ich einen ordentlichen Schuss Rahm mit einem Esslöffel Speisestärke verrührte, vom Ragoutsaft einige Esslöffel dazugab und das ganze dann ins Ragout leerte, gut einrührte und anschließend noch zwanzig Minuten köchelte.

Da blieb genug Zeit, um drei Portionen Couscous zu salzen und mit kochendem Wasser zu übergießen und ziehen zu lassen. Der übrig gebliebene Couscous wird morgen entweder zu einem Taboule werden oder als Fülle für die heute abgezupften Weinblätter (langsam kommt wieder Ordnung in den vernachlässigten Garten) dienen.

Heute war es jedenfalls ein säuerliches Rindsragout mit Couscous. Das als Dessert angebotene Pfirsichkompott schlug die Gästin aus, was ich gehofft hatte.

Für morgen hab ich sie eingeteilt, die Pasta zu kochen, damit sie ihr italienisch genug ist. Ich hoffe sie klatscht sie als Probe nicht an die Wand. Essen werden wir sie, habt ihr etwas anderes gedacht?, al pesto. Die Kinder mit Ketchup.

3.6.19 20:10, kommentieren

4. Juni: Pasta al pesto, vorher Salat, nachher Dessert

Gestern hatte ich ja mit der Gästin vereinbart, dass sie die Pasta nach italienischem Geschmack zubereitet, mit dem Rest vom Pesto Genovese. Und wisst ihr, was? Sie hat sie "overcooked", die Pasta.

Schuld war sie natürlich nicht - auf der Packung (Barilla) stand 6 Minuten Kochzeit, daran hat sie sich gehalten, da muss das Rezept anders sein! - und sie hat fast keine Pasta gegessen, aber danach meinen Vorspeisensalat aufgepickt.

Wir anderen drei waren klammheimlich froh, dass uns die bissfesten Dinger erspart geblieben sind und die kleinen Spiralen weich wie immer waren, mit wenig, nach Meinung der Gästin zu wenig, Pesto. Fast alles ist weggekommen. Die einzig Unzufriedene war die Gästin. Darum konnten wir uns aber nicht kümmern, haha!

Als Nachspeise komponierte ich etwas, was in den Kochzeitschriften immer so professionell aussieht: in einem Glas unten Müsli (ein Werbegeschenk vom Frauenlauf), darüber eine Creme aus Topfen und Rahm und (zu) viel Zucker, und oben drüber eine Schicht Pfirsichpüree.

Es hat gut ausgesehen und allen wunderbar geschmeckt. Na schau.

1 Kommentar 4.6.19 20:19, kommentieren

5. Juni: Salat mit Mozzarella, Kaiserschmarren mit Saucen

Mich freut das Kochen nicht. Trotzdem habe ich heute zuerst einen Vorspeisensalat mit Mozzarella zu Tisch gebracht (Blattsalat, Paradeiser, Gurke und Radieschen) und danach einen Kaiserschmarren mit zwei Sauchen, nämlich Pfirsichpüree und Erdbeersauce, beides aus gerettetem Obst natürlich.

Ich schneide das Obst immer in kleine Stücke in ein Reinderl, tu Zucker dazu und koche alles auf und köchle es dann je nach Zeit und Lust länger oder kürzer weiter. Manchmal kommt der Pürierstab zum Einsatz, dann wieder bleibt das Zeugs stückig. Und dann wirds in Gläser abgefüllt und gut verschlossen und bei Gelegenheit ins Joghurt, auf eine Topfencreme oder eben zum Kaiserschmarren gegeben.

Den Schmarren habe ich mit 2 großen und einem kleinen Ei und fast einem halben Liter Milch gemacht, und entsprechend Mehl natürlich. Die Eier habe ich getrennt und den Schnee am Schluss in den Teig gezogen.

Dann das übliche Prozedere: Teig in eine Pfanne mit reichlich zerlassener Butter gießen, unterseits backen, dann mit der Backschaufel in Teile schneiden und einzeln umdrehen, weiterbacken lassen, dazwischen immer wieder teilen und umdrehen.

Der Kaiserschmarren wurde trotz meiner Unlust wunderbar flaumig, die beiden Saucen passten sehr gut dazu und sogar die Gästin hat einen Nachschlag genommen. (Das Kind hat dann den kompletten Rest verdrückt, ich war beeindruckt. )

7.6.19 11:41, kommentieren

6. Juni: Mangoldcremesuppe, gebackener Feta mit Paradeisern, Pudding

Heute ist sie wieder nicht satt geworden, die Gästin, glaub ich. Na gut, die Suppe (ein Packerl Mangold aus dem Tiefkühler, zwei kleine Erdäpfel, Salz, Curry, Milch) war wirklich sehr grün. Aber geschmeckt hat sie gut, ich schwörs!

Danach der gebackene Feta mit Paradeisern und Weißbrot war nicht sehr üppig, zugegeben. Ich hab wieder ein neues Rezept ausprobiert und adaptiert: den Boden einer Auflaufform mit Olivenöl bedecken, das Backrohr auf 220 Grad vorheizen. Paradeiser in mittlere Scheiben schneiden und gemeinsam mit einem großen Zwiebelhapperl, in Ringen, drin verteilen.

Mit Salz, Pfeffer und Knoblauch würzen - auf den Knoblauch musste ich ja gästinnenbedingt verzichten. Dann eine Packung Feta (15 Deka) entweder in vier gleiche Stücke teilen (ich wünsche euch viel Glück dabei!) oder zerbröseln und jedenfalls auf den Paradeisern verteilen.

Mit ein paar Esslöffeln Olivenöl beträufeln und ins Rohr schieben, bis der Käse braune Spitzen kriegt. Wir haben Weißbrot dazu gegessen. Das Rezept sagt, man soll mit Basilikumblättern dekorieren, aber nachdem die Dame diese gestern schon aus dem Salat aussortiert hat, konnte ich mir die Mühe sparen.

Als Nachtisch habe ich den vorletzten aller Pistazienpuddinge serviert. Ein Portionssackerl hab ich dann noch, dann war es das. Man kriegt ihn einfach nimmer zu kaufen.

Also mir schmeckt er eh nicht, weil die Konsistenz eher stichfestes Joghurt ist als cremiger Pudding, aber das Kind liebt ihn sehr.

Hat vielleicht jemand von euch einen Tipp, wo Pistazienpudding zu erwerben ist? Auch deutsche Adressen helfen!

1 Kommentar 7.6.19 11:50, kommentieren

7. Juni: Lachs-Quiche und Bratäpfel mit Joghurt

Jetzt pfeif ich drauf und serviere vorschriftswidrig nur noch zwei Gänge. Keine Lust, dass von drei Gängen eine Menge übrig bleibt. Der erste Gang wird eine Lachs-Quiche werden. Danach serviere ich Bratäpfel, wer will, kriegt Joghurt drauf. Vanilleeis gibts nicht.

Für den Teig der Quiche habe ich 20 Deka Universal-Mehl mit 11 Deka kalter Butter, je einem TL Salz und Kristallzucker und einem Ei rasch zu einem Teig geknetet. Auf die Prise Backpulver vom Rezept hab ich verzichtet.

Den Teig hab ich in eine bebutterte Tarteform gedrückt und zehn Minuten bei 180 Grad Ober- und Unterhitze gebacken. Ohne Hülsenfrüchte.

In der Zwischenzeit habe ich für den Guss 20 Deka Lachs (ihr habt natürlich recht, es war ein Sonderangebot) in Würfel geschnitten und von den heute geernteten Spargelstangen zwei in Stücke gebrochen. Den vorgeschriebenen Zwiebel und die hauchdünnen Zitronenscheiben hab ich weggelassen.

Dann hab ich mit dem Mixer einen Rest Rahm, einen Rest Frischkäse mit Kräutern und ein halbes Packerl (also 10 Deka) Frischkäse mit zwei Eiern verrührt. Den Teig hab ich aus dem Rohr genommen, den Guss reingeleert, gesalzen, Lachs und Spargel drauf dekoriert und das Ding wieder reingeschoben, diesmal für zwanzig Minuten bei 195 Grad.

Und jetzt bin ich gespannt, wie die Quiche aussehen (und schmecken) wird, wenn sie wieder rauskommt aus dem Backrohr.

Außerdem hab ich drei Äpfel gewaschen und das Kerngehäuse ausgestochen. Unten habe ich je eine Dattel als Verschluss reingestopft, Marzipan ist nämlich aus. Gefüllt hab ich mit einer Mischung aus dem Rest vom Müsli von neulich, einem Rest gehackter Pistazien und dem Rest des Pfirsichpürees.

Die Äpfel hab ich in eine angeblich feuerfeste Form mit wenig Wasser gestellt und braten lassen, musste sie aber zwischendurch rausnehmen, um Platz für die Quiche zu machen. Wenn die wieder draußen ist - was sie demnächst sein sollte, ähem! -, stell ich die Äpfel wieder rein, bis sie weich und runzlig sind.

1 Kommentar 7.6.19 17:45, kommentieren

9. Juni: Erdäpfelpaunzen mit Schwammerlsauce

Langsam aber doch arbeite ich meine Liste ab. Im Original verlangen die Erdäpfelpaunzen allerdings eine Sauce mit Brunnenkresse und allerlei an Salaten. Mir ist aber gestern ein Packerl Stein-Champignons ins Einkaufswagerl gefallen, also habe ich eine einfache Schwammerlsauce dazu serviert.

Für die Erdäpfelpaunzen habe ich die vier gekochten Erdäpfel (ca. 30 Deka) von gestern durch die Presse gedrückt, mit etwa 13 Deka Universal-Mehl, Salz, Pfeffer, Muskat und einem Ei vermengt - auf die flüssige Butter hab ich verzichtet. Aus dem Teig hab ich eine lange Rolle geformt und relativ dünne Scheiben abgeschnitten. Die entstandenen Tatschkerln, also die Paunzen natürlich, hab ich in heißem Öl beidseitig goldbraun gebraten.

Das war aber eher der letzte Schritt. Vorher hab ich ein Zwiebelhapperl geschnitten und eben die Champignons blättrig geschnitten. Erst hab ich den Zwiebel in Öl glasig gedünstet, dann die Schwammerl dazugegeben und geröstet, dann mit Salz und Pfeffer gewürzt und die entstandene Flüssigkeit verkochen lassen.

Dann hab ich einen halben Becher Obers hineingegossen und wieder ein bisserl einreduziert. Zum Schluss hab ich ein Vierterl Milch mit einem gehäuften Esslöffel Speisestärke glatt gerührt und in die Sauce gerührt. Das hab ich noch einmal aufkochen lassen und zwei Minuten geköchelt. Vor dem Servieren kam noch ein Esslöffel gehackter Petersil rein.

Dem Kind haben die Erdäpfelpaunzen mit Schwammerlsauce gut geschmeckt (vielleicht wegen der gewöhnungsbedürftigen Mungbohnensuppe vorher), das Gastkind hat zumindest die Erdäpfeltatschkerln gegessen und von der Gästin rede ich jetzt mal nicht. Als Nachtisch hatten wir Pfirsichkompott, das ist gut weggekommen.

2 Kommentare 9.6.19 18:26, kommentieren

8. Juni: Hendl-Spieße mit Erdäpfeln und Salat

Den Salat hab ich als Vorspeisen-Salat komponiert, aus Blättern, Paradeisern, gekochten Karottenscheiben und Radieschen. Wir haben uns aber dann entschieden, den Salat zu den Hendl-Spießen dazu zu essen. Als Beilage gabs gekochte heurige Erdäpfel, Chutney für mich und Ketchup für die Kinder.

Für die Spieße hab ich eine Packung "Hühneroberkeulenfleisch ohne Haut und Knochen" aus dem Tiefkühler genommen und endlich die Packung mit dem aufgeschnittenen Frühstücksspeck geöffnet. Das Fleisch hab ich in Happen geschnitten, gesalzen und gepfeffert, jeden in eine Scheibe Speck gewickelt und auf Spieße gesteckt.

Die hab ich auf ein Backblech mit Backpapier gelegt und mit dem Umluftgrill zwanzig Minuten traktiert. Derweil kochten die Erdäpfel. Sehr praktisch, das.

Als Nachspeise servierte ich Joghurt mit Ahornsirup, das kommt allermeistens gut an.

9.6.19 18:34, kommentieren

10. Juni: Brennnessel-Soufflé mit Garnelen in Sauce

Ein uraltes Rezept (Gusto 05a/2012) hab ich da ausgegraben, um die Brennnessel-Ecke vor dem Hendlgehege endlich auszuputzen. Es hat allen geschmeckt, ganz was Neues. Oder besser gesagt: es wurde alles aufgegessen. Das muss nicht unbedingt dasselbe sein.

Vorher hatten wir einen Salatteller (Blätter, Paradeiser, Radieschen, Portulak) und danach ein Joghurt mit Erdbeermarmelade.

Natürlich hab ich das Rezept leicht abgewandelt, auch um Geschirr zu sparen. Also: Erst hab ich die Brennnesseln gewaschen und in Salzwasser abgekocht, abgeschreckt und eher fein gehackt. Die gröbsten Stiele hab ich entfernt.

Im Reinderl hab ich wenig Butter erhitzt, ein kleines Zwiebelhapperl reingeschnitten und die Brennnesseln dazugegeben. Nach ein paar Minuten braten kamen sie in die Schüssel. Im selben Reinderl hab ich aus je 2 Deka Butter und Mehl sowie ein Vierterl Milch und ein Stamperl Obers eine Roux gekocht, sie mit Salz und Pfeffer gewürzt und etwas abkühlen lassen. Dann hab ich drei Eidotter und einen Teelöffel Zitronenschale eingerührt.

Inzwischen hab ich den Schnee der drei Eiklar geschlagen und die Brennnesseln gesalzen. Außerdem hab ich sechs Förmchen zu je 150 ml ausgebuttert und mit Semmelbröseln ausgestreut.

Dann kam die Sauce zu den Brennnesseln und der Schnee auch vorsichtig dazu. Mit dieser Masse hab ich die Förmchen gefüllt und bei ausnahmsweise vorgeheizten 180 Grad Ober- und Unterhitze auf die mittlere Schiene gestellt und dort 20 oder 25 Minuten backen lassen.

Jetzt wars aber Zeit, um den Salat zu richten und mich den Garnelen zu widmen. Die angetauten Garnelen hab ich in Butter beidseitig erhitzt und zur Seite gestellt. Von einem Viertelliter Garnelenfond - es ist ja immer gut, wenn man alles aufhebt! - hab ich den Großteil zum Bratensatz gegossen und zum Kochen gebracht. Zum Rest hab ich einen Schluck Obers getan und einen Löffel Speisestärke, und damit hab ich die Sauce am Ende gebunden.

Was die Gewürze betrifft, hab ich mich an mein Lieblingsessen bei Luis an der Algarve erinnert, der hat mit Korianderblättern und Lorbeerblättern gewürzt. Blätter hab ich im Garten leider keine mehr gefunden, dafür kamen ein paar Körner in die Sauce. Das hat dann einige Minuten geköchelt vor dem Binden, und der Geschmack war auch sehr gut.

Das Rezept ist zwar ein bisserl eine Patzerei und eine Extraladung Geschirr zum Abwaschen, schmeckt aber richtig gut und bringt auch etwas Abwechslung. Original sollte eine Kokossauce dabei sein (Kokosmilch, Weißwein und eine Knoblauchzehe), vielleicht probiere ich das beim nächsten Mal.

10.6.19 18:22, kommentieren

noch immer der 10. Juni

Weil es mir langsam wirklich egal ist, habe ich heute ein Experiment gestartet. Vor längerer Zeit nämlich hat mir eine liebe Freundin zwei Packerl mit Karpfenstücken gegeben. Einfach zu erkennen: ihre sind mit Frischhaltefolie umwickelt. Das erste Packerl war tatsächlich Fisch.

Beim zweiten war ich mir bei oberflächlicher Begutachtung nimmer sicher. Durch die Folie sieht man ja nicht so gut durch, aber meiner Meinung sieht der Inhalt eher wie Bauchfleisch in Scheiben aus.

Einige Monate hat das ominöse Packerl im Tiefkühler geruht, aber heute hab ich es rausgenommen und zum Auftauen in den Kühlschrank getan.

Was auch immer es ist: ich werde morgen damit kochen. Fisch oder Bauchfleisch. Oder vielleicht ja auch ganz was anderes.

10.6.19 18:34, kommentieren

11. Juni: Serbisches Reisfleisch nach Art der Sparköchin

Als wir heute früh um halb neun zu dritt nicht einmal im durchschnittlichen Frauenlauf-Tempo zum Autobus unterwegs waren, hab ich mir in Gedanken auf die Schulter geklopft: Wäsche gewaschen, Rhabarber aufgekocht (für eine Marmelade, die morgen zu machen wäre), Rindsuppe zugestellt und fast fertig gekocht.

Es waren übrigens drei Scheiben Bauchfleisch in der Folie, knapp über 30 Deka, mit Pfeffer und Knoblauch mariniert. Was mir ein wenig Arbeit ersparte. Nach einer kurzen Diskussion mit meiner Mutter habe ich mich für ein Reisfleisch entschieden. Genau genommen für ein serbisches Reisfleisch nach Art der Sparköchin, weil ich mich zwar an einem Rezept von ichkoche.at orientiert habe, aber im Endeffekt wieder eigene Wege gegangen bin.

Nämlich hab ich im beschichteten Reinderl einen großen Esslöffel Schmalz erhitzt und ein mittleres Zwiebelhapperl, klein geschnitten, drin glasig gedünstet. In der Zwischenzeit hab ich das Bauchfleisch klein gekriegt und im Anschluss dazugeschmissen.

Das hat ein paar Minuten gebrutzelt, bevor ich ordentlich Salz, ordentlich Paprikapulver und sehr wenig Kümmel zugegeben habe. Pfeffer und Knoblauch hab ich mir erspart. Paradeismark kommt in meinem Haushalt nicht vor, also hab ich drei frische klein gewürfelt und zugegeben. Und dann hab ich mit soviel von der inzwischen fertigen Rindsuppe aufgegossen, dass das Fleisch gut bedeckt war.

Das hat dann eine gute halbe Stunde schmurgeln dürfen, bis ich 13 Deka Basmatireis reingeleert habe und umgerührt und mit wenig heißem Wasser aufgegossen habe. Jetzt schmurgelts noch eine halbe Stunde. Zwischendurch schau ich, ob ich noch Wasser zugeben muss oder ob das ganze eh ohne gröbere Widerrede dick-cremig einkocht.

Am Ende werde ich das Reisfleisch verkosten und bei Bedarf nachwürzen. Dazu reiche ich grünen Salat. Essen werden wir drei vermutlich eher wenig, weil wir uns mittags in ein asiatisches Buffet gelegt haben. Dass wir nicht geplatzt sind, war eher Zufall.

1 Kommentar 11.6.19 16:37, kommentieren

12. Juni: Salatteller, Gemüse-Gratin, Vanillepudding

Es ist Sommer! Das hindert mich nicht, das Backrohr anzuwerfen. Ich musste ohnehin einen neuen Kuchen fürs Frühstück backen - irgendwie scheinen die derzeit regelrecht zu verdampfen -, da hab ich gleich im geschnorrten Kochbuch "Aufläufe" nachgesehen und mir das Rezept für ein Kartoffel-Apfel-Gratin rausgesucht.

Als Vorspeise habe ich einen Salat komponiert - aus Eissalat, Bittersalat, Kirschparadeisern und geraspelten Karotten mit Zitronensaft - und für die Nachspeise habe ich schon heute früh gesorgt, indem ich vorm Fortgehen noch gach einen Vanillepudding gezaubert habe.

Das Gratin hab ich ziemlich original gemacht, nur habe ich es um Karotten erweitert und statt Frischkäse mit Kräutern der Provence (hä?) Frischkäse natur genommen und getrocknete Kräuter (aus der Sammlung des Kindes) drübergestreut. Und gesalzen und gepfeffert hab ich auch, sonst hätte es meiner Meinung nach nach nix geschmeckt.

Jedenfalls hab ich die Auflaufform mit Öl gefettet und mit einem Rest Semmelbröseln ausgestreut und fürs Topping 20 Deka Frischkäse mit einem Drittel Becher Obers und einem großen Ei vermischt. Außerdem hab ich die letzten fünf vorrätigen Erdäpfel gedämpft, geschält und auskühlen lassen.

Dann gings los: die letzten drei Paradeiser in dünne Scheiben schneiden. Zwei Äpfel schälen, entkernen und in dünne Scheiben schneiden. Zwei große Karotten schälen und mit dem Sparschäler lange dünne Streifen abhobeln. Die Erdäpfel in dünne Scheiben schneiden.

Begonnen hab ich mit einer Reihe Erdäpfeln, dann dachziegelartig die Äpfel, die Paradeiser und die Karotten, dann wieder die Erdäpfel und so weiter. Die letzte Reihe waren wieder Erdäpfel. Jetzt hab ich mit Salz und Pfeffer gewürzt und das Topping übers Gemüse gelöffelt und die Kräuter drübergestreut.

Kurz hatte ich überlegt, zusätzlich geriebenen Parmesan drüberzustreuen, hab mich aber dann dagegen entschieden.

Weil ich vorher meinen Marmorkuchen gebacken hatte, war das Rohr gut vorgeheizt. Das Gratin hat bei 190 Grad Ober- und Unterhitze eine gute halbe Stunde gebacken, dann hab ich vorschriftsmäßig zwei Esslöffel Sonnenblumenkerne drübergestreut, wieder ins Rohr geschoben, den Herd abgedreht und das ganze noch zehn Minuten nachziehen lassen.

Wir haben das Gratin lauwarm gegessen. Den Kindern hats geschmeckt, das ist die Hauptsache. Morgen haben wir noch was fürs Mittagessen.

Als letztes Essen wird die Gästin morgen, das ist mit ihr abgesprochen, Putenschnitzerl Wiener Art mit Salat bekommen, mit irgendeiner Suppe vorher. Für die Nachspeise überleg ich mir noch was, aber notfalls wird es wieder ein Joghurt. Ich werde euch berichten.

12.6.19 18:32, kommentieren

13. Juni: Kürbiscremesuppe, Putenschnitzel mit grünem Salat, Melone

Das Kind hat paniert wie wild. Das Putenfleisch war auch wirklich zart, und verbrannt ist auch nix. Ich bin stolz auf uns.

Für den Salat hab ich Reste vom Eissalat und vom Bittersalat in dünne Streifen geschnitten und mit Olivenöl und Zitrone zum Selber-marinieren serviert.

Die Basis für die Kürbiscremesuppe hatte ich im Schraubglas im Kühlschrank, die habe ich mit Wasser und Milch und einem Rest Obers verdünnt, nachgewürzt und erhitzt.

Aus den Resten vom Panieren habe ich, mit Milch verdünnt, einen Nockerlteig gebastelt und ihn fuzerlweise in Salzwasser reingeschabt und gekocht - das Wasser kam dann gleich samt Nockerln zum Rest der Suppe. Wie mir das morgen mittags schmecken wird, weiß ich noch nicht.

Aber es ist sowieso Trauertag - das zuckersüße Gastkind verlässt uns wieder. (Dass zeitgleich auch die Studentin geht, stört mich jetzt weniger, muss ich sagen. )

Und die übrig gebliebenen Schnitzel können dann auch ein Trostessen sein.

14.6.19 06:58, kommentieren