Der Sparküche-Blog.

Werbung

Gratis bloggen bei
myblog.de

Archiv

Sopherl: Speck-Nockerl mit Käsesauce und Salat

Heute hat das Gastkind mittags derart viel in sich hineingeschaufelt, dass es anschließend kaum noch den Weg vom Tisch zur Bettbank schaffte. Jetzt ruht es und verdaut. Das Essen war aber auch wohlschmeckend: Speck-Nockerl mit Käsesauce und Salat habe ich gezaubert, nachdem wir von einem anstrengenden Vormittag nach Hause gekommen waren.

In der Handgeschmiedeten habe ich einen Löffel Schmalz zerlassen und ein paar Deka Speck drin gebraten - kein guter Tag heute fürs Kalorienzählen! - und dann die Nockerl von gestern reingegeben. Die waren, ehrlich gesagt, schon teilweise verklebt, aber ich hab die Masse so gut es ging zerkleinert und unter Rühren erhitzt.

Derweil habe ich im Reinderl nebenan fast einen halben Becher Obers erhitzt und den bereits heute früh aus dem Tiefkühler gezogenen Brimsen (etwa 15 Deka) dazugetan und unter Rühren drin aufgelöst. 

Dem Kind hab ich zweieinhalb Paradeiser klein geschnitten, die restlichen eineinhalb sowie ein bisserl Blattsalat hab ich für mich mit Balsamico mariniert. Jetzt wirds echt Zeit, dass ich zum Nachkaufen komme.

Die übrig gebliebene Käsesauce werde ich morgen mit Kohlrabi aus dem Tiefkühler, einem Erdapfel und dem Nockerl-Kochwasser zu einer Suppe ausbauen.

Den gestrigen Rindfleischsalat durfte ich ganz alleine essen, übrigens. Er war köstlich. 

15.5.19 12:05, kommentieren

16. Mai: Hühnerleber nach Art des Hauses mit Reis

Zuallererst eine Erfolgsmeldung: die Kohlrabicremesuppe mit Brimsen ist bei den Kindern unvermutet gut angekommen. Ich hab noch ein bisserl was von der Brimsen-Obers-Mischung, da werde ich morgen gleich noch einmal eine Suppe ausprobieren.

Mittags gabs heute Hühnerleber nach Art des Hauses mit Reis. Die habe ich länger nimmer gemacht und mich schon richtig drauf gefreut.

Ich hab in dem Restschmalz von gestern in der Handgeschmiedeten erst die Leber beidseitig angebraten, dann rausgenommen, Olivenöl zugegossen und eine Handvoll geschnittenen Zwiebel und ein paar halbierte Kirschparadeiser gebraten. Dann kamen zwei klein gewürfelte geschälte Äpfel dazu und Salz und zerzupfter Rosmarin.

Nach ein paar Minuten hab ich mit einem Glas gekochte Paradeiser aufgegossen, umgerührt, die Leber wieder reingelegt und alles einige Minuten köcheln lassen. 

Parallel dazu habe ich zwei Portionen Reis gedämpft, von dem nix übrig geblieben ist. Von der Leber aber wohl, das werden das Gastkind und ich morgen als Mittagessen verzwicken, da gibts wieder neuen Reis dazu.

16.5.19 17:53, kommentieren

17. und 18. Mai: Pasta all' Asparagus mit Blattsalat

Gestern haben wir Reste von der Hühnerleber gegessen, Reis habe ich neu dazu gedämpft. - Wobei: da ist doch was übrig geblieben vom Reis, wo ist eigentlich dieser Rest hin verschwunden?

Kein Wunder, dass es in meinem Kühlschrank stinkt. Ich hab den Überblick verloren. Seit einer Woche stinkts nach Fisch, ich hab schon dreimal das Gebiet gewischt, wo der Fisch von voriger Woche hin getropft haben könnte, allein es stinkt noch immer. Spätestens am Montag wird ein Aktionstag erfolgen müssen. (Und dann gehts wieder los mit der Verwertung von Fundstücken. )

Heute hab ich von einem Nachbarn unvermutet und kostenfrei ein Packerl Solospargel bekommen. Da haben wir dreimal Essen davon. Aus den Schalen und Abschnitten hab ich einen Sud gekocht, aus dem dann mit einem Erdapfel und den Spargelresten sowie dem Rest Brimsen-Sauce ein Supperl geworden ist. Das haben wir heute Abend mit Backerbsen gegessen.

Mittags hab ich zwei Portionen Hörnchen gekocht und von fünf Spargeln die schönen Stücke in wenig Salzwasser gedünstet und dann einen Rest Obers und auch Käse-Sauce dazugetan. Ein Hauch Pfeffer drüber, ein Gmachtl aus Wasser und Maisstärke zum Binden, und fertig war das Mittagessen - weil das Kind inzwischen den Salat gewaschen, zerzupft, auf zwei Schüsseln verteilt und mit Balsamico beträufelt hat.

Pasta mit Spargel in Käsesauce und Blattsalat also, das war etwas für das vegetarische Gastkind.

Die restlichen Spargeln werde ich morgen Abend gratinieren.

18.5.19 18:42, kommentieren

19. Mai: gebratenes Lamm mit Zeugs und gratinierter Spargel

Eine Wahnsinnskocherei heute, aber geschmeckt hats uns. Mittags hab ich meine Eltern eingeladen, und weil ich nicht sicher war, ob die neue Gästin auch mitessen wird, habe ich neben den zwei hinteren Lammstelzen auch einen Teil Schulter gekauft. Grad, dass noch alles ins Pfannderl gepasst hat. Es gab also gebratene Teile vom Lamm mit Petersilerdäpfeln, Kräuterbutter und Blattsalat. Das Gastkind kriegte Butterreis und Paradeiser. Nachher für alle ein Stück frisch gebackenen Marillenkuchen, und dann rasteten alle.

Das Lamm hab ich nur mit Salz gewürzt und kleine Rosmarinzweigerl und Zitronenscheiben draufgelegt. Ein paar Karotten, in Streifen geschnitten, kamen auch hinein. Zuerst hab ich alles eine Stunde lang im geschlossenen Bräter - ich will von der Bratfolie weg - bei 220 Grad Ober- und Unterhitze gebraten, dann den Deckel weggenommen und noch eine Dreiviertelstunde offen gebraten, dann aber nur mehr bei 200 Grad.

Derweil kochten die heurigen Erdäpfel - ein Ausnahmekauf, die kamen aus Marokko! - und wurden geschält, und aus dem Reinderl kam das Wasser und ins Reinderl kamen Butter, gehackter Petersil und Salz und die Erdäpfel. Das Kind hat sich dem Blattsalat gewidmet. Das wars auch schon.

 

Abends dann für die Gästin mitgekocht, und zwar: in dem Reinderl, wo wir die Erdäpfel verputzt hatten, hab ich mit einem gerettenen Suppengrün und ein paar Kräutern und Gewürzen von mir und einem der Lammknochen eine Suppe gekocht. Da kamen bei Tisch Backerbsen rein. 

Als Hauptspeise habe ich mir den letzten Teil vom Spargel gedacht, und zwar als gratinierten Spargel mit Erdäpfeln. Danach nur noch eine Banane.

Das hab ich ziemlich unprofessionell gekocht, muss ich zugeben. Ich hab nämlich in die kochende Suppe die Unterteile der geschälten Spargelstangen reingestellt und fünf Minuten mitkochen lassen. Dann hab ich sie nebeneinander in eine geölte Auflaufform gelegt und einen halben Becher glatt gerührten Rahm drauf verteilt, gesalzen und klein gewürfelten Käse und Schinkenreste drübergestreut. Die übrig gebliebene Bärlauchbutter von mittags hab ich drauf verteilt.

Das kam bei 180 Grad Heißluft für eine gute halbe Stunde ins Rohr, derweil waren die Erdäpfel gekocht und geschält und alles war gut. Die Gästin mag keinen Spargel (aber sie hat mir sonst auch noch eine ganze Liste an Dingen aufgezählt, die sie nicht isst, das wird wieder heiter werden in den kommenden Wochen) und hat sich nobel zurückgehalten, aber das Gastkind ist auf den Geschmack gekommen und hat normal mitgegessen und auch den Schinken nicht verschmäht.

Find ich gut.

1 Kommentar 19.5.19 19:51, kommentieren

20. Mai: Zucchinicremesuppe und Salatteller mit Gebäck

Lang ist die Liste der Dinge, die die neue Gästin nicht essen mag. Heute habe ich daher ziemlich neutrale Sachen auf den Tisch gestellt. Und alles kam weg.

Die Vorspeise war eine "normale" Zucchinicremesuppe: viel Zucchini, wenig Erdapfel, eine Knoblauchzehe, Salz. Gekocht, püriert, mit Milch verlängert.

Als Hauptspeise habe ich Salatteller individuell komponiert. Das Gastkind kriegte die einfachste Variante: Frischkäse vom Schaf und Kirschparadeiser. Das Kind und ich kriegten Blattsalat, Kirschparadeiser, Avocado, Frischkäse vom Schaf, Wachteleier und Sonnenblumenkerne. Die Gästin dasselbe ohne Wachteleier, sie mag keine Eier. (Leonie war nicht beleidigt. Sie durfte die Ration der Gästin essen. )

Dazu habe ich ein Körberl mit gemischtem Gebäck hingestellt sowie Apfelessig und Olivenöl.

Als Nachspeise spendierte ich uns Eismarillenknödel vom Tichy, lebensnotwendiger Vorrat im Tiefkühler

21.5.19 07:12, kommentieren

21. Mai: Nudelsuppe, Blätterteigtaschen mit Mangoldfülle

Für die heutige Nudelsuppe verwende ich den Rest der Lammsuppe vom Sonntag. Den Teig für die Nudeln hab ich aus zwei kleinen Eiern, 15 Deka Mehl und 2 Esslöffeln Olivenöl schon geknetet, jetzt rastet er und wartet auf meinen Energieschub am Nachmittag.

Für die Fülle hab ich einen Becher blanchierten geschnittenen Mangold aufgetaut, den werde ich mit Schinkenresten, einem kleinen Ei, Salz und Gewürzen sowie ein bisschen Käse vermischen und Blätterteig-Stücke damit füllen. Ich hoffe ich denke dran, vom Eiklar ein bisserl aufzuheben, um die Tascherl damit bestreichen zu können.

Backen werde ich die Dinger bei 180 - 190 Grad Heißluft, bis sie goldgelb sind. In der Zwischenzeit werde ich eine Gurke schälen und hacheln und mit Salz und Rahm zu einer Art Tsatsiki vermengen, wobei ich auf die Minze verzichte. Auf den Knoblauch würde ich gerne nicht verzichten, vielleicht stelle ich für die Gästin eine nicht knoflierte Portion zur Seite. Falls sie Gurke und Rahm isst.

Und so haben wir Blätterteigtaschen mit Mangoldfülle und Tsatsiki. Als Nachspeise werde ich vermutlich Birnenkompott reichen. Weiß ich aber noch nicht.

21.5.19 07:21, kommentieren

22. Mai: Mit Käse gefüllte Hühner-Oberkeulen auf Schmorparadeisern

Kleiner Nachtrag zu gestern: ich habe mich umentschieden und einen Strudel gemacht statt einzelner Taschen. Das war eine richtig gute Idee, nachträglich betrachtet.

Heute mittags gabs das letzte Stück Strudel mit einem Rest Gurken, und als Ergänzung hab ich aus einem Rest Rundkornreis, einem Esslöffel geraspelter Karotten und einem Mini-Zwieberl eine Art Risotto gekocht, das haben wir mit geriebenem Parmesan und dem Chutney der lieben E dekoriert und restlos verputzt.

Am Nachmittag habe ich dann ziemlich viel Zeug nach Hause geschleppt, gerettetes und gekauftes. Hab ich dann auch gleich das Abendessen umgeplant. Als Vorspeise gabs Blattsalat mit eingelegtem Feta und Weißbrot. Die Hauptspeise waren mit Käse gefüllte Hühner-Oberkeulen auf Schmorparadeisern, und als Nachtisch konnte ich Joghurt mit Erdbeeren servieren.

Weil nämlich die Oberkeulen verbilligt waren, hab ich ein Viererpackerl gekauft. Im Rezept stand: Oberkeulen entbeinen. Da sprachen die aber ein großes Wort gelassen aus. Eine Viertelstunde hab ich herumgefitzelt, und an den Knochen ist einiges an Fleisch dran geblieben.

Da hab ich die Gelegenheit ergriffen und ein Packerl Suppengemüse aus dem Tiefkühler genommen, ein paar Nadeln vom Rosmarin abgezupft und aus alledem eine Suppe für morgen geköchelt. Die Fleischreste kamen, klein geschnitten, in die Suppe.

Das Keulen-Fleisch hab ich gesalzen und jeweils mit einem Stück Butterkäse gefüllt und mit einem Spieß verschlossen. In dem Reinderl, wo ich nachher die Suppe gekocht habe, hab ich in Olivenöl die Keulen beidseitig angebraten und in der Zwischenzeit ein Glas gekochte Paradeiser in die Auflaufform gegossen, mit Salz, Pfeffer und Zucker gewürzt und das Backrohr auf Ober- und Unterhitze 210 Grad vorgeheizt. Das Fleisch hab ich dann auf die Paradeiser gelegt und alles ins Rohr geschoben und dort eine gute halbe Stunde belassen. Wir haben wieder Weißbrot dazu gegessen.

Ich fands gelungen, aber der Gästin scheints nicht geschmeckt zu haben, leider.

24.5.19 18:28, kommentieren

23. Mai: Hühnersuppe mit Nudeln und überbackene Palatschinken

Heute musste ich erstmal meine Vorräte und meine Gedanken sortieren. Dann habe ich mich entschieden, heute Abend die Hühnersuppe, die ich gestern gekocht habe, mit einem Rest optisch zweitklassiger Nudeln anzureichern und als Vorspeise zu servieren. Danach essen wir überbackene Palatschinken mit Erdbeermarmelade.

Dafür werde ich im Laufe des Nachmittags einen Palatschinkenteig machen, aus entweder einem sehr großen oder zwei sehr kleinen Eiern, Milch und Obers (es gibt drei gerettete Becher), hinreichend Mehl und einer Prise Salz. Aus denen werde ich mit Schmalz möglichst viele möglichst große Palatschinken backen, die das Kind mit Erdbeermarmelade (aus geretteten Erdbeeren) füllen und aufrollen wird.

Diese wiederum kommen in eine gefettete Auflaufform und werden gezuckert und mit einer Mischung aus Ei und Obers beträufelt (eher begossen) und bei 190 Grad Ober- und Unterhitze für eine Dreiviertelstunde ins Rohr geschoben. Oder kürzer, das entscheide ich nach der Optik.Mittags gab es klassische Resteverwertung. Als Trägermaterial hab ich einige Portionen ziemlich cremige Polenta mit reichlich Obers – wer hat, der hat! - produziert. Dem Gastkind hab ich die Paradeiser, die es gestern Abend nimmer schaffte, in Öl geschmolzen und bei Tisch geriebenen Parmesan über alles gestreut.

Ich selber habe die Reste von gestern Abend mit Polenta und einer Portion Blattsalat gegessen. Und dem Kind hab ich zur Polenta und der restlichen Paradeissauce von gestern noch eine Mischung aus Öl, Speck, Paradeisern und aufgetauten erwärmten Kohlsprossen serviert. Keine Frage, dass auch da drüber geriebener Parmesan kommen musste. Aber es ist nix übrig geblieben. Außer Polenta natürlich, aber das war ja Absicht, die brauche ich demnächst.

Als Nachspeise haben wir noch eine gekaufte Topfencreme verkostet, aber das Kind und ich waren der Meinung, dass das Ding auf die ziemlich lange Liste der Sachen kommt, die wir genau nicht brauchen. Nur das Gastkind hat gelöffelt wie ein Weltmeister.

Und jetzt ruht es, und verdaut.

24.5.19 18:31, kommentieren

24. Mai: Polentalaibchen mit gebratenen Melanzani

Als Vorspeise habe ich heute den verbilligt gekauften Saibling gedrittelt und auf Blattsalat drapiert, mit je einem halben Paradeiser und ein paar Tropfen Balsamico dekoriert und mit Weißbrot serviert.

Für die Hauptspeise habe ich zu der Polenta von gestern ein Ei, ein paar Esslöffel geriebenen Parmesan, wenig Salz und etwas von der Gewürzmischung getan, alles gut vermengt und in kleinen Häufchen auf ein Blech mit Backpapier gesetzt. Die hab ich dann zu flachen Laibchen verstrichen und ins auf 190 Grad Ober- und Unterhitze vorgeheizte Backrohr geschoben. Dort blieben sie eine halbe Stunde.

Dazu hab ich eingelegte gebratene Melanzani und Es Chutney serviert. Ich fürchte ich habe wieder zu wenig gekocht, aber als Nachspeise gab es einen Teller voll Topfenkipferl, und das war dann ein guter Abschluss. Der Teig für die Topfenkipferl besteht aus gleichschwer Butter, Mehl und Topfen sowie einer Prise Salz. Gefüllt hab ich sie mit Erdbeermarmelade und, als das Glas leer war, mit Powidl, beides schon antike Stücke in meiner Sammlung.

Heute hat das kleine Gastkind definitiv mehr gegessen als ich.

24.5.19 18:34, kommentieren

25. Mai: Gefüllte Zucchini mit Erdäpfeln

Hab ich erwähnt, dass mein Browser abgestürzt ist und ich vier Internet-freie Tage hatte? Nur emails konnte ich schreiben. Grad weiß ich nicht, ob es nicht eh eine Erleichterung war, mir die Nachrichtensendungen zu ersparen. Aber froh bin ich doch, dass ich seit gestern Abend die Sparküche wieder füllen kann. Es klappt nicht alles, aber schreiben kann ich immerhin.

Zum Beispiel, dass wir heute mittags Würsterl mit Erdäpfelpüree hatten, mit ohne Würsterl für das Gastkind, aber dafür mit Paradeisern und geriebenem Parmesan. Für das Kind und mich waren gebratene Melanzani aus dem Glas und Spargelspitzen dabei.

Weil ich gestern im Gemüsefach zwei Zucchini wiedergefunden habe und im Tiefkühler eh noch Hühnerfaschiertes lagerte, hab ich für den Abend gefüllte Zucchini mit Erdäpfeln geplant. Als Vorspeise gibt es grundsätzlich Spargelcremesuppe, aber die Gästin mag keinen Spargel, also werde ich ihr vermutlich einen Salat hinstellen.

Die Zucchini werde ich längs halbieren und auskratzen und eine Fülle komponieren aus allerhand Sachen, die weg müssen. Ein Rest vom Erdäpfelpüree, ein Esslöffel gebratene Melanzani, ein Stück vom Hirtenkäse aus Montenegro, der leider nicht die Offenbarung ist, die wir erwartet haben. Würzen werde ich mit Oregano. Das Innere vom Zucchini hebe ich für die nächste Suppe auf, und bestreuen werde ich die gefüllten Dinger vermutlich mit geriebenem Parmesan.

Dann kommen sie in eine Auflaufform, deren Boden mit Olivenöl bedeckt ist. Außerdem werde ich einige Erdäpfel schälen und längs teilen und dazu geben, ich werde sie salzen und einen Rest vom Rosmarinzweig abzupfen und drüberstreuen.

Das ganze sollte zwischen 45 und 60 Minuten bei 190 Grad Ober- und Unterhitze braten und uns dann schmecken. Was ich hoffe. Als Nachspeise kann die Gästin gerne einen Pfirsich haben. Wir anderen haben eh schon tagsüber genascht.

25.5.19 13:35, kommentieren

26. Mai: Essen von gestern

Nach einer Weile, als ich das Hühnerfaschierte schon aus dem Tiefkühler genommen hatte, meldete sich am Samstagnachmittag die Gästin und sagte das Abendessen ab. Na, ich hab keine Freude gehabt. Ich habe also das Faschierte gewürzt und in Salzwasser als kleine Bällchen verkocht, auskühlen lassen und in den Kühlschrank getan. Wir drei haben kalt gegessen an dem Abend, was auch mal ganz nett war.

Solcherart veränderte sich das Rezept von heute. Ich hab die Zucchini nämlich ausgehöhlt und die Erdäpfel längs geteilt und beides in eine Auflaufform mit Olivenöl getan. Das kam bei 190 Grad Ober- und Unterhitze für eine halbe Stunde ins Rohr.

Dann hab ich das ganze wieder rausgenommen, den Rest Püree auf die Zucchini verteilt, in jedes Teil ein paar Käsebrösel gedrückt und vier Fleischbällchen gesetzt und die Auflaufform wieder ins Rohr geschoben und dort noch eine gute Viertelstunde belassen.

Was hätte ich sonst tun sollen?

Zuvor hatten wir noch eine Suppe aus dem Kochwasser, in dem ich ein Suppengrün und Gewürze gekocht hatte, mit Frittaten. Eine Nachspeise, ein Pfirsich, war nur für die Gästin vorgesehen, den wollte sie sich lieber fürs Frühstück am Montag aufheben. Wo sie ihn dann auch nicht gegessen hat.

27.5.19 12:00, kommentieren

27. Mai: Mangold-Käse-Pastete an Paradeissauce

Heureka - eine weitere Verwendungsmöglichkeit für Mangold! Eigentlich heißt das Ding Spinat-Gorgonzola-Pastete, aber ich habs natürlich den häuslichen Vorräten angepasst, und das ist eben Mangold. Gorgonzola hätte ich gekauft, wenn ich ihn im Supermarkt gefunden hätte. So wurde es ein Bavaria Blue. Hat auch gepasst. Übrigens würde ich die Pastete jederzeit auch mit einem anderen Rest geriebenem Käse, durchaus auch Parmesan, ausprobieren.

Ich habe zwei Packerl blanchierten Mangold aufgetaut und drei Scheiben Toastbrot in kleine Brösel zerzupft. Außerdem hab ich zwei der letzten drei Mini-Zwieberl klein geschnitten und in wenig Olivenöl glasig gedünstet. Auf den Lauch und Knoblauch habe ich verzichtet, sonst isst die wählerische Gästin das wieder nicht.

Die Zwiebeln hab ich zum Brot und Mangold gegeben, mit Petersil, Thymian, Salz und Pfeffer gewürzt, den klein geschnittenen Käse dazugegeben und zwei große Eier auch. Das alles hab ich sehr gut durchgemischt und dann in vier 150-ml-Förmchen - mit Kokosfett ausgestrichen - verteilt und gut angedrückt.

Die Förmchen kamen bei vorgeheizten 180 Grad Ober- und Unterhitze für eine halbe Stunde im Rohr. (Nach dem Rausnehmen sollten sie wohl einige Minuten rasten, bevor sie aus der Form gestürzt werden. Mir ist ein Teil der Masse picken geblieben. )

In der Zwischenzeit hab ich mich um die gelbe Paradeissauce gekümmert, was kein Mirakel war. Von meiner Mutter hab ich ein großes Glas gelber passierter Paradeiser bekommen, dessen Inhalt hab ich in bewährter Form mit Salz und Zucker gewürzt (die Gästin aus Italien hat natürlich fast der Schlag getroffen) und zum Kochen gebracht und mit Speisestärke gebunden.

Das Kind hat sich derweil an die Vorspeise gemacht: Salat mit Ziegenfrischkäse und Weißbrot. Der Salat neben den üblichen grünen Blättern aus Paradeisern, je einem Radieschen und Balsamico.

Danach habe ich die Hauptspeise serviert: Mangold-Käse-Pastete an Paradeissauce. Erstaunter Ausruf des Kindes: "Das schmeckt ja gut?!"

Als Nachspeise gabs einen Vanillepudding. Und wieder einmal hat das Gastkind von allem mehr gegessen als die Sparköchin.

1 Kommentar 28.5.19 13:11, kommentieren

28. Mai: Mangold-Grießkoch

Heute Abend gibt es nach einer Spargelcremesuppe mein berüchtigtes Linsen-Gemüse-Curry mit Reis. Mit der Nachspeise hab ich mich noch nicht auseinandergesetzt, aber zum Glück habe ich eine Liste mit bewährten Dingen.

Das Gemüse vom Curry werden Karotten, das letzte Zwieberl und ein paar Erbsen sein, vielleicht auch ein kleiner Erdapfel. Den Rest vom Rezept kennt ihr eh schon. Einziger Zusatz: vielleicht streue ich heute Erdnüsse rein, es gibt nämlich ein paar. Und Rosinen, wenn ich dran denke, dem Kind zuliebe.

Dazu werden wir Es Chutney essen.Heute mittags habe ich aber ein Tabu gebrochen. Nämlich hab ich den Rest vom blanchierten Mangold gesalzen und mit Milch aufgegossen und alles zum Kochen gebracht. - Mir ist dann, weil ich gerade das Gastkind versorgte, die Milch übergekocht und hat den Herd versaut und ich musste Milch und Salz nachfüllen. Diese Ehrenrunde könnt ihr euch ruhig sparen.

Dann hab ich wie bei einem Grießkoch Grieß einrieseln lassen, einmal aufkochen lassen und dann noch einige Minuten leise köcheln bzw. ziehen lassen.

Gegessen hab ich diesen Mangold-Grießkoch mit ungarischem Teufelszeugs. Das Gastkind hat auf beides dankend verzichtet.

28.5.19 13:18, kommentieren