Der Sparküche-Blog.

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30. April und Tag der Arbeit

Gestern habe ich ein Frühstück in der Konditorei Oberlaa als Mittagessen verzehrt. Den restlichen Käse hab ich mir einpacken lassen und bei der Bahnhofsbäckerei ein Weckerl erstanden. Das war dann, am mittleren Nachmittag, mein zweites Mittagessen. Das Abendessen bestand aus einem Eis vom Tichy.

Es war kein typischer Dienstag.

Ich war nämlich unterwegs, um sieben neue Mitbewohnerinnen abzuholen. Wir haben seit gestern Wachteln. Durch die Umstellung wird es einige Zeit dauern, bis die Damen wieder Eier legen, aber eine hatte noch eines geladen, so dass jetzt das erste und einzige Wachtelei bei uns in der Küche liegt.

Heute waren wir auf gebackenen Karpfen mit ÖsterReis, Blattsalat und Erdäpfelsalat eingeladen. Vorher gabs eine Gemüsecremesuppe mit Nockerln (vermutlich aus den Resten vom Panieren, mit Wasser oder Milch verlängert - aber das entzieht sich meiner Kenntnis, denn ich war derweil draußen und habe Paradeiser gepflanzt), danach Eiscreme. Alles war sehr köstlich.

Und jetzt sollte ich mir was fürs morgige Mittagessen überlegen, aber grad küsst mich die Muse nicht.

1 Kommentar 1.5.19 16:35, kommentieren

2. Mai: Nudelpfanne mit Gemüse und Krainerwurst sowie Blattsalat

Gach musste es heute gehen. Nach dem Heimkommen ein bisserl Salat gepflückt und vom Happerl im Kühlschrank auch ein paar Blätter runtergezupft. Alles gewaschen. Dann das Kochwasser für die Teigwaren, Hörnchen heute, zugestellt. Auf der Nebenplatte das beschichtete Reinderl erhitzt.

Ein Stück von der Osterkrainer von Labonca gehäutet und scheibliert, einen Deka Lardo gestreiferlt und ins Reinderl gegeben und ausgebraten. Die Hörnchen ins Wasser geschmissen und weich geköchelt. Die heute früh schon aufgetauten Kohlsprossen und Karfiolröslein, zusammen ein kleines Salatschüsserl voll, vorbereitet. War eh beides bissfest und musste nur noch erhitzt werden.

Die Wurstscheiben ins beschichtete Reinderl zum Speck gegeben und braten lassen. Den Salat zerzupft, aufgeteilt und mit Balsamico mariniert.

Eigentlich hatte ich zu Wurst und Gemüse einen Schuss Obers geben wollen, aber nachdem ich gesehen hatte, wieviel Fett sich da aus Speck und Wurst ausgebraten hatte, hab ich das schön sein lassen. Ich hab das Gemüse hineingekippt, den Deckel draufgetan, die Herdplatte abgedreht und das ganze fünf Minuten in Ruhe gelassen. 

Die Teigwaren aus dem Wasser gehoben und zu den Nudeln geschaufelt. Alles gut vermischt, ein wenig gesalzen und serviert. - Und was mir jetzt gerade erst einfällt: den Parmesan hab ich vergessen auf den Tisch zu stellen. Aber die Nudelpfanne mit Gemüse und Krainerwurst sowie Blattsalat war auch so würzig genug.

Das Kochwasser werde ich heute für die Abendsuppe weiterverwenden. Ich plane eine Brennnesselsuppe, aber sicher bin ich mir noch nicht.

3 Kommentare 2.5.19 13:15, kommentieren

3. Mai: Nudelpfanne, Variante zwei, mit Blattsalat

Heute habe ich die vorhandenen Reste zu einer weiteren Nudelpfanne mit Blattsalat verkocht.

Weil ich gestern im Tiefkühler ein Sackerl gefunden habe mit kleinwürfelig geschnittenen rohen gelben und orangen Karotten sowie Sellerie. Da muss ich irgendwann überschüssiges Suppengemüse eingefroren haben.

Na jedenfalls hab ich von dem Block eine Handvoll runtergeklopft und auftauen lassen. Mittags hab ich ins beschichtete Reinderl einen Löffel von dem Öl gegeben, wo die Sardellenfilets drin schwimmen, die ich gerade in Raten verzehre. Als das heiß war, kam das Gemüse rein und briet ordentlich, wurde dann gesalzen und zugedeckt und schmurgelte ein paar Minuten.

Dann kam die eine übrig gebliebene Handvoll Teigwaren von gestern dazu, Herd aus, Teigwaren erhitzt, alles auf den Teller geleert und die restlich vorhandenen Sardellenfilets oben drauf drapiert. Vom ungarischen Teufelszeugs hab ich heute definitiv zuviel erwischt.

Dazu gabs den restlichen Salatkopf, zerzupft und mit Balsamico mariniert. Da muss ich übrigens bei Gelegenheit auch wieder einen nachkaufen. Essig, nicht Salat. Das wird eine größere Investition, weil ich in dem Geschäft dann wieder einige Köstlichkeiten sehe, an denen ich nicht vorbeikomme ...

Als Nachspeise gabs griechisches Joghurt mit Erdbeermarmelade. Sehr fein. Fein übrigens auch die Brennnesselsuppe, die wir gestern und heute aßen. Ich hab in meine Portion ordentlich Curry reingestäubt, und weil die Suppe für meine Verhältnisse eher dünn geraten ist, haben wir uns Backerbsen reingetan.

3.5.19 18:54, kommentieren

4. Mai: Leberkäse-Gemüse-Spießerl mit Trallala (aber ohne Blattsalat!)

Eigentlich wollte ich das Hendlfleisch (15 Deka) aus dem Tiefkühler nehmen und Spießerl aus Fleisch, Jausenspeck und Kohlsprossen kreieren und eine nette Beilage dazu machen. Reis zum Beispiel.

Das war, bevor ich in den Supermarkt ging. Dort war der Leberkäse stark vergünstigt. Daheim musste eigentlich der Lardo zuerst weg, der Jausenspeck hält noch länger. Und außerdem kamen mir die Orangen dazwischen, die ich am Vormittag schälte, würfelte und aufkochte - nein, die kamen nicht auf die Spießerl.

Aber ich hab dann jeweils ein paar Stück kleiner Kohlsprossen und Karfiolrosen aufgetaut und ein paar Scheiberl Lardo abgeschnitten. Und ein paar kleine Streiferl extra, die hab ich ausgebraten, um die Pfanne, die handgeschmiedete, zu fetten. Und dann kam ein Teil des Leberkäses, vielleicht 12 oder 13 Deka insgesamt, in dünnen Scheiben, abwechselnd mit Speck, Kohlsprossen und Karfiolrosen auf dreieinhalb Spießerl.

Zum Glück ist mir rechtzeitig eingefallen, im Garten nach dem Spargel zu sehen. Vier Stangen hab ich geerntet, da kamen die Spitzen auch gleich je eine auf ein Spießerl. Gleich roh, da kenn ich nix. Die sind eh so zart, und "knackig" ist ja auch mal ganz schön.

Rein in die Pfanne mit den Spießerln. Nach vier Minuten auf der ersten Seite hab ich sie gewendet, gesalzen und gepfeffert und nochmals drei Minuten braten lassen. Danach war alles leicht angebräunt und gut heiß. Wir haben unsere Leberkäse-Gemüse-Spießerl mit Trallala verspeist, also mit Ketchup, Senf und Chutney sowie einer Semmel.

Das Kind war entzückt. Mir hats auch gut geschmeckt.

Für den Abend habe ich nur, wenn ich schon im Tiefkühler war, einen halben Liter Hühnersuppe ohne Einlage rausgenommen; da werde ich den kleinen Rest der Suppen-Buchstaben einkochen. Danach gibts den letzten vorrätigen Ofenkäse. Gut, dass die Semmeln im Supermarkt auch verbilligt waren ...

1 Kommentar 4.5.19 12:00, kommentieren

5. Mai: Spargelcremesuppe und Grießschmarren mit Apfelmus

Ich sollte dringend bügeln. Dementsprechend ist heute viel in der Küche weitergegangen. Begonnen habe ich damit, in einer Regenpause die letzten Äpfel aus dem Schuppen und ein paar Stangen Rhabarber aus dem Beet zu holen.

Dann wollte ich dem Kind, wie vereinbart, aus dem Riesen-Lebkuchenherz vom letzten Herbst eine Portion Lebkuchencreme machen. Das Kind hat abgelehnt, also musste ich mir was anderes einfallen lassen. So hab ich das Herz komplett zerstückelt, es war 24 Deka schwer, und mit Butter und Milch sanft erwärmt und alles zu einer teigähnlichen Masse vergatscht.

Der Rest ist einfach zu erraten: ich habe eine Topfenfülle bereitet, die Lebkuchenmasse in eine gefettete Form gestrichen und die Fülle drübergegeben. Bei 180 Grad Ober- und Unterhitze für eine gute halbe Stunde ins Rohr, und fertig.

Gestern nachmittags (da hätte ich auch schon bügeln sollen) hab ich mit den Orangen begonnen (und fünf Gläser Marmelade gemacht), einen Blitz-Apfelkuchen gebacken und, gottseidank, die Spargelcremesuppe aus den vier Stangen gekocht. Die musste ich heute nur noch mit Obers vollenden.

Heute vormittags habe ich fürs Mittagessen den restlichen Grieß mit einer Prise Salz, zwei Eiern und hinreichend Milch zum Quellen hingestellt und mich den Äpfeln gewidmet. Aus denen hab ich einen Topf voll Apfelmus mit wenig Zucker, Nelken- und Zimtpulver gekocht. Den Teil, den wir nicht zum Grießschmarren gegessen haben, hab ich kochend heiß in Schraubgläser gefüllt.

Den Grießschmarren hab ich dann wie folgt gemacht: in der Handgeschmiedeten ein Stück Butter zerlassen, den gut durchgerührten Teig hineingegossen und ein paar Minuten backen lassen, dann in Stücke geteilt und gewendet und zerzupft und ausdampfen lassen. Er ist ziemlich fest geworden, aber mit Staubzucker bestreut und mit dem Apfelmus war er ein feines Mittagessen.

Für den Nachmittag bleiben mir jetzt nur noch ein paar Orangen und der Rhabarber. Und die Bügelwäsche natürlich.

5.5.19 12:05, kommentieren

6. Mai: Rotkraut mit Reis und Blauschimmelkäse

Ich bin sehr stolz auf mich. Gestern habe ich nicht nur mit der zweiten Charge der Orangenmarmelade begonnen, sondern auch gebügelt. Und nachdem ich heute vormittags die Orangen finalisiert habe - sehr schmackhaft! - und auch den Rhabarber zu fünf mittelgroßen Gläsern Marmelade verarbeitet habe, bin ich fast ein wenig unterbeschäftigt hier.

Na, so schlimm ist es nicht. Immerhin hab ich das heutige Mittagessen vorbereitet: Rotkraut mit Reis und Blauschimmelkäse nämlich, danach ein Stück vom Lebkuchenherz-Topfen-Kuchen. Der schmeckt gar nicht schlecht, sogar das Kind hat ihn widerspruchslos gegessen.

Im kleinen Tiefkühler hab ich jetzt wieder halbwegs den Überblick. Eine kleine Portion Rotkraut hab ich rausgenommen. Dann hab ich überlegt, was meine Lieblingsbeilage wäre - musste ich nicht lang überlegen: Reis natürlich. Und dann ist mir noch rechtzeitig eingefallen, dass ich ja am Freitag eigentlich zuviel Käse gekauft hatte und Blauschimmelkäse auch gut zur lila-weißen Kombi passen würde. 

Also hab ich zwei bis drei Portionen Reis zum Dämpfen gestellt, in den letzten Minuten den Teller mit dem Rotkraut draufgestellt, zum Erwärmen, und hab bei Tisch einen Schnitz Käse auf Reis und Rotkraut gelegt.

Für morgen hab ich mir überlegt, dass ich zum Reis ein Mangoldgemüse essen werde, wo natürlich auch wieder Blauschimmelkäse super dazu passt. Und dann isser weg, nur noch vom Taleggio haben wir  dann noch.

6.5.19 13:56, kommentieren

7. Mai: wieder kein Blattsalat. Dafür Mangoldgemüse mit Reis und Blauschimmelkäse.

Heute wieder zweigeteiltes Kochen. In der Früh hab ich wieder klein gewürfeltes Wurzelgemüse entnommen und gemeinsam mit einem zerkleinerten mehligen Erdapfel, einem halben getrockneten Paradeiser, Salz, Knoblauch und einem Lorbeerblatt weich gekocht und anschließend - ohne Lorbeerblatt - püriert. Das ergab am Abend mit Obers eine feine Suppe, garniert mit Kresse aus dem Hochbeet.

Außerdem hab ich eine Portion blanchierten gehackten Mangold aufgetaut. Mittags hab ich den dann mit sehr wenig Wasser, Salz und Harissa geköchelt, hab Obers zugegossen und ein bisserl Mehl drübergestäubt, noch ein bisserl geköchelt und auf einen Teller gegeben, wo wieder ein Teil vom Reis drauf war. Und den Rest vom Blauschimmelkäse hab ich wie angekündigt auf den heißen Mangold gegeben: es war köstlich. Wenn man Mangoldgemüse mit Reis und Blauschimmelkäse halt mag.

Im Supermarkt waren heute wieder die Riesengarnelen verbilligt. Ich hab ein Dutzend genommen und nach dem Heimkommen gleich gekocht. Wenn sie ausgekühlt sind, schäle ich sie und friere sie in zwei Portionen ein. Die erste Portion gibt es gleich am Donnerstag. Da stelle ich uns einen Salatteller hin mit Gebäck und eben drei Garnelen für jeden.

7.5.19 17:57, kommentieren

8. Mai: gebratene Schwammerl mit Reis und Garnelensauce. Und Blattsalat.

Köstlich war das heute. Als Nachspeise verzwitschere ich gerade ein Glas Waldmeister-Saft - das erste Jahr seit langem, dass ich den beim Blühen erwischt und gleich, zusammen mit Orangen, einen Sirup angesetzt habe.

Fürs Mittagessen hatte ich gestern schon eine Packung Kräuterseitlinge (15 Deka) erstanden. Die habe ich heute zu gebratenen Schwammerln mit Reis und Garnelensauce mit Blattsalat verarbeitet.

Erst hab ich die halbierten Schwammerl in wenig Butter im beschichteten Reinderl beidseitig gebraten - eine ganz junge kleine Knoblauchpflanze hab ich mitgebraten -, nach ein paar Minuten gesalzen und mit ein paar Esslöffeln Obers aufgegossen. Während der wieder verkocht ist, hab ich ein Achterl Garnelenfond mit einem Teelöffel Maisstärke glatt gerührt und dann zu den Schwammerln gegossen, einmal aufkochen lassen und dann alles auf einen Teller geleert.

Ins Reinderl hab ich einen Schluck Wasser gegossen und damit den Saucen-Film gelöst und darin dann den Reis kurz erwärmt.

Der Fond ist mir von gestern übrig geblieben. Ich hab das wieder so gemacht wie letztens: zuerst die Garnelen samt Schale kochen, auskühlen lassen, schälen und die Schalen im Kochwasser nochmals ordentlich auskochen. Davon hab ich drei Becher eingefroren, und das Achterl war zuviel, also hab ich es in den Kühlschrank gestellt.

Den Reis hab ich zusammengegessen. Wäre ein Rest geblieben, hätte ich für heute Abend eine Paradeiscremesuppe gekocht und den Reis als Einlage reingebröselt. So aber hab ich zwei von den Schwammerln aufgehoben, mit denen werde ich später eine Erdäpfelcremesuppe mit Schwammerln komponieren.

8.5.19 12:33, kommentieren

9. Mai: Knoblauchcremesuppe und Salatteller mit Gebäck

Rapid-Fans hätten heute ihre Freude an meiner Küche: alles grün-weiß. Das Regenwetter hat mich dazu gezwungen, die gestrige Ernte zu verarbeiten. Zum Glück hab ich die Hälfte vom Mangold und der Dille einem Nachbarn anhängen können, sonst wäre ich noch immer nicht fertig.

Weil die Psychologinnen sagen, man soll mit einer einfachen Arbeit beginnen (in amerikanischen Konzernen sagen sie Quick Hit dazu), hab ich ein paar junge Knoblauchpflanzen geputzt, die grünen Spitzen abgeschnitten und den Rest im Kühlschrank verstaut, für demnächst.

Aus den grünen Teilen hab ich mit zwei Erdäpfeln, Salz und einer Handvoll gewürfeltem Wurzelgemüse (die Hälfte vom Packerl ist schon weg!) eine Knoblauchcremesuppe geköchelt. Ein kleines Speckschwarterl hab ich auch mitgekocht und vor dem Pürieren rausgenommen (und den Hendln klein geschnitten). Da kommt vorm Essen noch ein Rest Obers dazu. Die Suppe reicht für den Abend auch noch, ich hoffe sie schmeckt auch hinreichend gut, damit ich mir allfälliges Gemotschgere nicht zweimal anhören muss.

Das nächste war die Dille, die ich gestern ausgerissen habe (sie war im Weg, dort müssen die Roten Rüben hin). Die Wurzeln stehen im Wasser, ich möchte versuchen sie ins Frühbeet zu setzen. Sobald ich dort nicht mehr hinschwimmen muss. Die Dille hab ich von den Stängeln gezupft und geschnitten und wieder im Becher eingefroren. Einen Teil hab ich gewässert und werde ich in den kommenden Tagen frisch verbrauchen. Sag ich jetzt einmal.

Der Mangold wurde verlesen und gewaschen. Ich war ziemlich wählerisch - kein Wunder, ich hab ja auch noch zehn oder elf Päckchen blanchierten Mangold im Tiefkühler. Trotzdem fällt mir das Wegschmeißen so schwer. Zum Glück isst das Kind auch Mangoldcremesuppe.

Jedenfalls hab ich den Großteil blanchiert und gehackt. Die größten Blätter habe ich im ganzen blanchiert. Die hebe ich auf und schaue, ob wir vielleicht in den nächsten paar Tagen Lust auf Mangoldpäckchen haben. Falls nicht, haben die Hendln Abwechslung beim Futter.

Ein paar Stängel hab ich essfertig gekocht. Die kommen auf den heutigen Salatteller mit Gebäck. Dass dessen Zutatenliste heute so lang ist, liegt daran, dass ich wieder ein paar Restln loswerden wollte. Auf den Tellern wird also landen: Salatblätter in zwei Sorten, für mich zusätzlich Asia-Salate. Jeweils ein Radieschen. Ein paar Kressesprossen. Die letzten Pistazien aus Barcelona. Ein paar Basilikum-Blätter. Einige halbierte Kirschparadeiser. Und eben die Mangoldstiele. Der nahrhafte Teil besteht aus jeweils drei Garnelen und zwei Wachtel-Spiegeleiern mit Speck. Dann wird der letzte Balsamico drübergeträufelt, das Kind wird vielleicht Kernöl brauchen. Hoffentlich nicht. Dazu gibts Sonnenblumenweckerl.

2 Kommentare 9.5.19 10:52, kommentieren

10. Mai: Blätterteigtascherl mit Mangold-Schinken-Fülle. Und Blattsalat.

Vorgestern hab ich einen verbilligten Blätterteig gekauft. Den musste ich heute wegkriegen, sonst hätte der von selbst die Flucht ergriffen. Also hab ich einen Teil vom Mangold, gut, dass wir immer welchen haben, mit einer Scheibe Schinken, etwas geriebenem Parmesan und dem kleinsten vorhandenen Ei - von der neuen Henne - sowie Salz und Gewürzmischung zu einer Fülle gerührt. Einen Teil vom Eiklar hab ich aufgehoben.

Den Blätterteig hab ich in Streifen geschnitten, auf eine Seite zwei Löffel Fülle gegeben, die andere Hälfte drübergeklappt und gut verschlossen. Den letzten Streifen hab ich zweigeteilt und mit Orangenmarmelade gefüllt. Was eine schlechte Idee war, weil die Marmelade ungeniert ausgeronnen ist.

Jedenfalls hatte ich dann vier große und zwei kleine Tascherl auf dem Blech, die hab ich mit dem Rest vom Eiklar bestrichen und dann im Rohr bei 180 Grad Heißluft eine knappe halbe Stunde gebacken. Da war genug Zeit, um ein Schüsserl Blattsalat zu zerzupfen, einen Klacks Rahm glattzurühren und draufzupatzen, Fleur de Sel und Harissa drüberzustreuen und das ganze mit fünf Schnittlauchblüten zu dekorieren.

So konnte ich mich über Blätterteigtascherl mit Mangold-Schinken-Fülle und Blattsalat freuen. Die restlichen Tascherl haben wir zum Abendessen verzwickt. Vorher gabs am Abend eine Mangoldcremesuppe mit eher mehr Milch (zuviel davon vorrätig).

11.5.19 11:28, kommentieren

11. Mai: Nudeln mit Mangoldgemüse und Parmesan. Kein Blattsalat. (Warum eigentlich nicht?)

Wir haben wieder ein Gastkind. Ein süßer Schnuckel, der sich gestern bei uns nur von Obst und Weißbrot ernährte. Für das heutige Mittagessen hab ich eine Portion Teigwaren, Hörnchen sind immer noch da, gekocht und die eine Portion blanchierten gehackten Mangold, die noch im Kühlschrank lagerte, mit Milch, Salz und Gewürzmischung aufgekocht, ein bisserl Mehl drübergestäubt und eindicken lassen. Jetzt sind nur noch die ganzen Mangoldblätter da, und ich befürchte, die werde ich tatsächlich den Hendln überantworten müssen.

Ich glaube nicht, dass der Schnuckel morgen Mangoldpackerl essen wird, der hat schon um das heutige Gemüse erfolgreich drum rum gegessen. Und außerdem hab ich mir für den Muttertag gebackenen Fisch gewünscht. Mit Blattsalat. Und da passen beim besten Willen keine Mangoldpackerl dazu.

Aber heute hatten wir immerhin Nudeln mit Mangoldgemüse und Parmesan.

11.5.19 11:34, kommentieren

Muttertag ...

... und das Kind paniert den Kabeljau. Es wird immer selbständiger, jetzt verquirlt es auch die Eier schon ohne meine Hilfe. Für mich blieb nur der Salat zu machen: Blätter waschen und zerzupfen, die letzten sechs Kirschparadeiser halbieren, das einzige Radieschen detto, und dann über den Salat Wiener Marinade zu gießen. Und den Tisch hab ich gedeckt.

Damit auch die Nachspeise unanstrengend bleibt, habe ich gestern schon einen Becher mit Weihnachtskeksen aufgetaut.

So haben wir heute gebackenen Kabeljau mit Blattsalat. Ich freu mich schon!

Aus den Resten von Mehl, Eiern und Bröseln werde ich wieder versuchen, kleine Knöderl zu formen und zu kochen, damit sie uns als Einlage für die abendliche Spargelcremesuppe dienen können.

Außerdem habe ich am Vormittag - ich hatte ja Zeit! - aus 25 Deka Mehl, 1/2 Packerl Backpulver, 14 Deka kalter Butter, einem Ei und 5 Deka Zucker rasch einen Mürbteig geknetet. Der rastet im Kühlschrank.

Am Nachmittag wird sich das Kind bereiterklären, die von mir geschälten und geviertelten Äpfeln durch die Reibe zu drücken, damit ich einen Apfelkuchen damit machen kann. Die Äpfel hab ich gestern gerettet, ich werde sie zuckern und mit Zimt anreichern. Vom Teig drücke ich zwei Drittel in eine Form, aus dem restlichen Drittel forme ich dünne Rollen, die ich über die auf dem Teig verteilten Äpfeln in Gitterform anbringe.

Leider schmeckt dieser Kuchen am besten, wenn er - fertig gebacken natürlich - zwei bis drei Tage geruht hat. Wir werden uns also gedulden müssen.

12.5.19 11:04, kommentieren

13. und 14. Mai: Fast Food und Rindfleisch mit Gemüse und Nockerln

Gestern waren wir am Vormittag länger unterwegs als gedacht. Dann wollte ich dem Gastkind mein Lieblings-Running-Sushi präsentieren, allein dieses hat wegen Umstrukturierung geschlossen.

Blieb uns nix anderes übrig, als beim neuen Lieblings-Kebab-Standl (weil der alte Liebling ebenfalls geschlossen hat, leider) eine Kebab-Box mit Reis zu erstehen. Wider Erwarten hat das Gastkind ordentlich zugegriffen, auch beim Salat.

Für den Abend hab ich einen Behälter aus dem Tiefkühler geholt, der mit "Rindsuppe mit eineinhalb Portionen Rindfleisch" beschriftet war. Die Suppe hab ich uns gestern erhitzt und mit Backerbsen bereichert, was den Kindern sehr gefallen hat.

Vom Rindfleisch werden wir einen Teil heute mit Gemüse als Mittagessen haben, vermutlich werde ich Nockerl dazu machen (mehr als benötigt, wenn ich schon dabei bin; für den Rest mache ich morgen hoffentlich eine Brimsen-Sauce und gebratenen Speck). Für die Nockerln rühre ich aus Mehl, etwas Milch und Ei sowie Salz einen zähflüssigen Teig, den ich durchs Nockerlblech in siedendes Salzwasser schabe. Und hoffentlich rechtzeitig wieder rausfische, bevor die Dinger zerfallen.

Den Rest vom Rindfleisch werde ich klein schneiden und mit ein paar Esslöffeln Gemüsewürfeln (gekocht, in der Suppe für heute Abend, deren Basis übrigens das Kochwasser von den Käseknöderln vom Sonntag ist, die uns ganz wunderbar geschmeckt haben) und gekochten Erbsen sowie einem Plurps Mayonnaise und vielleicht wenig Curry verrühren, das ganze Rindfleischsalat nennen und mit Gebäck zum Abendessen servieren. Eh nur eine Kostprobe für jeden.

Gestern Abend hab ich eine Avocado zerdrückt, gesalzen und mit einem Spritzer Zitronensaft zu einer Paste vergatscht und mit Brot auf den Tisch gestellt. Das Kind hat heldenhaft davon gegessen, aber das Gastkind hat mich angeschaut, als hätte ich ihm gebratene Schuhsohlen angedient.

Musste es das Brot leider trocken essen.

Die Sache ist die: wir haben noch eine Aavocado im Kühlschrank. Ich glaube, die werde ich exklusiv für mich haben.

14.5.19 08:27, kommentieren