Der Sparküche-Blog.

Werbung

Gratis bloggen bei
myblog.de

Archiv

19. April: legierte Gemüsesuppe und Salatteller mit Schinken und Gebäck

Auch in unserer Abwesenheit wuchs der Gemüsevorrat. Eine große Portion Suppengrün wollte verwertet werden. Na, hab ich mich in der Früh gleich hingestellt und zwei Portionen Gemüsesuppe geköchelt. Mit einem kleinen Erdapfel dabei. Die Suppe schaut aber trotzdem sehr wassrig aus - so gehört sie eh, wir sind nur einfach die Cremesuppen gewöhnt - und schreit danach, mit einem Esslöffel Grieß legiert zu werden.

Danach gibts einen Salatteller mit luftgetrocknetem Schinken und Gebäck. Eines der Bittersalat-Happerln stößt nämlich schon am Deckel vom Frühbeet an, so geht das nicht. Radieschen und Zupfsalat (Asia-Mix, Basilikum und Rucola) gibts auch, aus Prag hab ich ein paar kleine Paradeiser mitgenommen, und vom Suppengrün sind drei Karotten übrig geblieben.

Mit letzteren bin ich wie folgt verfahren: geschält, mit dem Gurkenhobel in dünne Scheiben geschnitten, in Salzwasser vier Minuten gekocht (den Sud für morgen aufgehoben), mit Wiener Marinade übergossen. Die verteile ich dann auf dem Salat.

Der luftgetrocknete Schinken und das Gebäck sind ebenso wie die Paradeiser Reste vom Rückreise-Proviant. Da freu ich mich schon drauf!

Unser Besuch in der Prager Fleischerei MUUU war sehr interessant. Während ich in der Schlange stand, die mich an die Zeiten des Eisernen Vorhangs erinnerte, hatte ich Zeit zu gustieren und die Namen meiner Auswahl zu memorieren und im Geiste die Aussprache zu üben. Vom Geldschein wusste ich die Zahl 100, und das Wort Gramm hab ich einfach improvisiert. Die anderen Ziffern hab ich mit den Fingern gezeigt. Beim Zahlen hab ich absichtlich einen zu großen Geldschein hingegeben und gehofft, dass uns die Dame nicht bescheißt. Wie eine richtige Analphabetin halt.

Und so haben wir die, zugegeben nicht über uns erfreute, Verkäuferin auch nicht zu lange aufgehalten.

Die Auswahl an Würsten, Aufschnitt und Speck war übrigens phänomenal. Ich habe sehr bedauert, keine Kühltasche mitgehabt zu haben.

19.4.19 08:35, kommentieren

20. April: Garnelen mit Spargelsauce und Erdäpfeln

Gestern vormittags habe ich das Spargelbeet durchgeputzt und vielleicht zwanzig Deka - Stangen in unterschiedlichster Länge und Stärke - geerntet. Dachte ich, ich werde heute irgendwelche Teigwaren mit Spargelsauce zaubern. Am Nachmittag war ich dann im Supermarkt, und man hat mir Riesengarnelen zum halben Preis angeboten. Musste ich natürlich sechs Stück nehmen. Die waren allerdings aufgetaut, also musste ich mir was überlegen.

Ich hatte ja das Karottenkochwasser vom gestrigen Salat aufgehoben. Darin hab ich gleich die Garnelen gekocht. Als sie abgekühlt waren, habe ich sie geschält und mir gedacht: jetzt ist es auch schon wurscht. Und habe die Schalen eine gute halbe Stunde im Sud ausgekocht.

Heute war es dann einfach. Erst hab ich zwei Schüsserln mit Blattsalat und Radieschen vorbereitet. Dann hab ich die letzten speckigen Erdäpfel zum Kochen aufgestellt. Danach hab ich mich dem Spargel gewidmet und so wie immer ein Supperl gekocht (für wann auch immer). Zuerst die Schalen, dann die Spitzen blanchiert, dann die weniger schönen Stücke vom Spargel samt Erdapfel und Salz.

Inzwischen hab ich den Garnelenfond, wie ich ihn jetzt nannte, im beschichteten Reinderl auf die Hälfte eingekocht, darin die schönen Spargelstücke geköchelt, wenig gesalzen (was leider immer noch zuviel war) und zum Spargel ein gutes Achterl Milch mit einem Esslöffel Speisestärke gegossen und gut gerührt. Das wurde ziemlich sofort zu einer kompakten Sauce. 

Da drauf haben wir dann die Garnelen gelegt, mit der Sauce bedeckt und zugedeckt, ferne von der Herdplatte, so lange ziehen lassen, bis ich die Erdäpfel geschält hatte, und fertig waren die Garnelen in Spargelsauce mit Erdäpfeln.

Das war heute also wirklich ein erlesenes Mittagessen. Fast schon ein Oster-Essen!

20.4.19 12:12, kommentieren

Frohe Ostern!

Gestern, am Sonntag, waren wir bei meinen Eltern eingeladen, wo meine Mutter uns eine Lammkrone mit Reis und Salat servierte. Sehr köstlich, das. Die Karreestücke wurden rundherum im Bräter angebraten und dann mit Kräutern und Knoblauch für eine knappe Viertelstunde ins Rohr gestellt. Der Reis kam aus Österreich - ÖsterReis - und schmeckte uns hervorragend. Die Salate kamen aus dem Garten und schmeckten uns auch.

Heute habe ich uns beiden Mangoldpackerl auf Paradeissauce serviert, als Vorspeise gabelten wir ein kleines Schüsserl Salat (Blattsalat, gekochte Mangoldstiele, Radieschen).

In die Paradeissauce schnitt ich die restlichen zwei gekochten Erdäpfel, die uns von den Garnelen übrig geblieben waren. Für die Fülle kochte ich Hirse (zuviel, natürlich) und schnitt einen Rest vom Schinken aus Prag hinein. Sonst: geriebener Parmesan, ein Ei, Salz und Gewürze, etwas Milch, zwei klein geschnittene getrocknete Paradeiser (wiederentdeckt bei der Kontrolle des Kuchlkastls).

Sonst eh alles wie immer. Sechs Mangoldpackerl sinds geworden, drei haben wir übrig lassen, die friere ich vermutlich ein. Wenn von den Paradeisern Flüssigkeit übrig bleibt, verwende ich sie für die nächste Suppe.

So schauts aus.

22.4.19 12:15, kommentieren

23. April: Reste gegessen.

Heute haben wir die letzten drei Mangoldpackerl samt Beilagen verspeist. Danach hab ich mir den Kühlschrank näher angeschaut und die Milch entdeckt, die dringend weg muss. Hab ich noch gach zwei Portionen Schokopudding gemacht.

In der Früh hab ich aus den letzten Broccoli-Resten eine Suppe gekocht, da werde ich später meinen neuen Pürierstab ausprobieren können.

Und vielleicht kann ich mich später überwinden, mich einem Teil der Orangen zu widmen. Gelierzucker hätte ich schon reichlich daheim.

Das Wetter ist ja sehr einladend, sich in der Küche an den Herd zu stellen ...

23.4.19 13:33, kommentieren

24. April: Karpfen-Hirsepfanne mit Kohlsprossen, dazu Salat

Erst wollte ich schreiben: in Bärlauchbutter gebratener Karpfen mit Hirse und Kohlsprossen, aber das wäre ein Euphemismus gewesen. In Wirklichkeit habe ich gekochte Karpfenreste und eine Handvoll blanchierter Kohlsprossen aus dem Tiefkühler gezogen und auftauen lassen. Hirse ist ja noch genug da.

Dann hab ich im Tiefkühler jede Menge Bärlauchbutter gefunden und zwei kleine Scheiben von der ältesten Charge im beschichteten Reinderl erhitzt und die Kohlsprossen drin angebraten. Kurz danach hab ich drei Esslöffel Hirse und die Karpfenreste zugegeben, gesalzen und alles gut verrührt und heiß werden lassen.

Bei Tisch hab ich mir zur Karpfen-Hirsepfanne einen Löffel vom ungarischen Teufelszeugs gegönnt. Dazu gabs einen Salat aus Bittersalatblättern, gekochten Spargelstücken und Radieschen. Die werden langsam wurmig, die Dinger, jetzt wirds Zeit für eine organisierte Vernichtung.

Die heute Abendsuppe habe ich wild kombiniert, aber sie hat gut geschmeckt. Zuerst habe ich nämlich eine Portion Spargelschalen ausgekocht, dann die Schalen eines mehligen Erdapfels und dann den Erdapfel selbst sowie einen Rest blanchierten und gehackten Mangold sowie eine Handvoll ebensolcher Brennnesseln.

Die Farbe der Suppe war phänomenal grün, aber hallo. Der Geschmack hat gewonnen, als ich ordentlich nachgesalzen habe, Obers in die pürierte Suppe tat und kräftig mit Curry würzte. Das Kind hat Kräutersalz verwendet und war genauso zufrieden.

2 Kommentare 24.4.19 20:55, kommentieren

25. April: Hirse, letzte Folge

Der Rest von der Hirse, eh schon Stammgast im Kühlschrank, musste heute dran glauben. Ich hab ihn zu einem Hirseauflauf mit Äpfeln verarbeitet. Vorher gabs einen Rest Spargelcremesuppe (mit Schnittlauch) und noch vorher ein Schüsserl Salat. Aber ich muss sagen, der Bittersalat ist jetzt nur noch was für Erwachsene. Ich verstehe das Geraunze des Kindes und hoffe, dass die andere Sorte bald erntereif ist.

Heute aber hab ich drei Äpfel geschält und gespaltelt, zwei Eiklar zu Schnee geschlagen, die Dotter mit weicher Butter und Zucker sowie einer Prise Salz und Zimt cremig geschlagen, die gekochte Hirse untergemischt und den Schnee untergehoben.

Die Hälfte der Masse in eine mit Kokosfett ausgeschmierte Form gegeben, die Äpfel drauf verteilt, den Rest der Masse draufgestrichen, bei 190 Grad Ober- und Unterhitze ins Rohr geschoben und dortselbst eine Stunde lang belassen.

Inzwischen den Schnittlauch und den Salat gepflückt, zerkleinert und aufgeteilt. Und fertig.

25.4.19 18:49, kommentieren

26. April: gebratener Radicchio mit Erdäpfelpüree

Nicht nur wegen des Hirseauflaufs war der gestrige Tag einigermaßen üppig. Nachmittags kam eine Geburtstagstorte dazu und abends mussten einige Betthupferl sein. Der heutige Tag, zumindest die erste Hälfte, muss schlanker sein. Das ist eine gute Gelegenheit, um die Häupter der Bittersalate, die ich der Einfachheit halber alle zum Radicchio erkläre, weiterzubringen.

Ich werde also ein paar mehlige Erdäpfel dämpfen und derweil die Salate längs halbieren und beidseitig in der Handgeschmiedeten mit wenig ausgebratenem Speck (sagte ich was von einem schlankeren Essen, eigentlich?) braten und salzen.

Die Erdäpfel schäle ich, salze sie, vielleicht kommt etwas Muskatnuss dazu - schlecht wärs nicht, wenn die wegkommt, die stammt, glaube ich, noch von meiner Karibik-Kreuzfahrt im Jahr 2000 -  und jedenfalls Milch, und alles wird zu einer möglichst homogenen Masse zerquetscht.

Weil ich heute auch den letzten bzw. ersten Mangold des Jahres (der ist noch vom Vorjahr und wieder ausgetrieben, aber bald wird er blühen, und dann hau ich ihn raus) verarbeiten werde, kommen vielleicht auch ein paar Mangoldstängel zum Essen dazu. Trotzdem nenne ich das ganze gebratenen Radicchio mit Erdäpfelpüree und freu mich schon drauf.

An Nachspeisen haben wir gerade derart viel im Programm, dass ich gar nicht weiß, wofür ich mich entscheiden soll. Schon wieder so viel, was weg muss! Wahrscheinlich wird es ein Mango Lassi werden.

2 Kommentare 26.4.19 06:57, kommentieren

27. April: Ofenkürbis mit Feta, Hirseauflauf

Heute haben wir einem weiteren Stammgast in unserem Kühlschrank gekündigt. Dem Feta nämlich. Den haben wir heute vernichtet.

Mittags habe ich als Vorspeise ein Schüsserl Salat gegessen, das Kind musste das nicht. Danach gabs Ofenkürbis mit Feta, und als Abschluss haben wir den Rest vom Hirseauflauf verputzt. Abends haben wir dann den Rest vom Käse mit Gebäck verzehrt. (Leider hatte ich verabsäumt, Oliven zu kaufen. )

Fürs Mittagessen hab ich wenig Olivenöl in die Auflaufform gegeben und verteilt, dann den Rest vom Butternuss-Kürbis in sehr dünne Scheiben geschnitten und drin ausgebreitet, alles gesalzen und eine Hälfte mit Gewürzmischung bestreut und zum Schluss ein halbes Packerl Feta, also etwa acht Deka, drübergebröselt.

Bei 190 Grad Ober- und Unterhitze ins Rohr, nach einer Viertelstunde auf 150 Grad zurückgeschaltet und noch eine knappe halbe Stunde im Rohr lassen. Und mit der Restwärme hab ich dann auch noch den Hirseauflauf temperiert.

Das Kind war offensichtlich nicht begeistert, hat sich aber verbal zurückgehalten, was auch einmal ganz angenehm war.

1 Kommentar 27.4.19 18:45, kommentieren

28. April: Essen vom Feinsten.

Mit schlechtem Gewissen. Weil wir beim Verzehren der aufgetischten Köstlichkeiten (im Hotel beim Brunch) keine Fragen stellten, woher die Produkte kamen, unter welchen Umständen sie produziert, geerntet und transportiert wurden. Wie es den Menschen geht, die beteiligt sind.

Aber es hat alles traumhaft geschmeckt, wie immer. Man hätte uns beinahe nach Hause rollen können. Und über den Brennwert machen wir uns erst einmal überhaupt keine Gedanken.

Morgen geht das Leben wieder normal weiter.

28.4.19 22:19, kommentieren

29. April: Aufräumungsarbeiten

Essen wird für mich heute von untergeordneter Bedeutung sein, hoffentlich. Ich muss den gestrigen Tag verarbeiten.

Damit mir nicht fad wird, habe ich mit dem Aufräumen angefangen. In der Küche natürlich.

Vorgestern hatte ich nämlich zwei Sirupe angesetzt: einen Bund Zitronenmelisse und Waldmeisterblüten, jeweils mit einer halben Orange in Stücken und ein bisserl Zitronensäure.

Heute hab ich sie verkostet und mit entsprechend Zucker versetzt und abgefüllt. Den Waldmeister kriegen nur Erwachsene. Leider fürchte ich, dass auch der Melissensirup für das Kind zu herb geraten ist. Die Orangenschalen geben schon ein intensives Aroma ab.

Danach hab ich mich dem Spargel gewidmet, der noch im Kühlschrank lagerte. Es waren ja nur noch die Unterteile da. Ich bin gach noch in den Garten gehirscht und hab zwei Stangen abgeschnitten, die schon wieder gewachsen sind. Aus den Unterteilen hab ich eine Basis für ein Supperl gefertigt und in ein Glas abgefüllt und gut verschlossen, für irgendwann nächste Woche.

Was vom Spargel noch frisch war, hab ich blanchiert und auf mein Salatschüsserl gegeben, wo schon die restlichen Rote-Rüben-Blätter, die restlichen Radieschen und ein Bittersalat-Blatt lagerten. Den esse ich heute mittags, mit Soletti-Salz und Balsamico gewürzt. Danach gibt es gebratene Bittersalate mit irgendeiner Beilage.

Weil ich schon dabei war, habe ich die letzten Topinambur aus dem Gemüsefach genommen - hurra, das Gemüsefach ist leer! - und köchle gerade eine Suppe daraus, mit Erdapfel, Salz und einer Prise Hing zur Vermeidung von Blähungen.

 

Außerdem mache ich hier eine Anmerkung, weil ich mir die Kohlsprossen-Spieße mit Speck und Erdäpfeln merken möchte, von denen ich neulich gelesen habe. Das wäre eine gschmackige Beilage, finde ich.

29.4.19 08:35, kommentieren

noch immer der 29. April

Ich kann jetzt "irgendeine Beilage" präzisieren: ein Maisauflauf ist es geworden. Damit ist das Resterl vom Maismehl endlich weg - und ich habe mir versprochen, in Zukunft auf Maismehl zu verzichten (ein Sackerl weniger im Kuchlkastl) und das nächste Mal den Auflauf einfach mit Weizenmehl zu probieren. Funktioniert sicher auch. Kukuruz ist generell nicht unser Fall. Das einzige Rezept, das das Kind aus Mais gut akzeptiert, sind Popcorn.

Weil ich den gesamten Rest verwerten wollte, ist der Auflauf zu fest geraten, aber zum gebratenen Bittersalat hat er trotzdem gut gepasst. Ich habe einfach ein Ei getrennt und den Schnee geschlagen und danach zum Dotter einen Rest Obers und etwas Wasser gegeben (das Originalrezept spricht von Milch und Rahm), mit Soletti-Salz - ärgert euch das auch immer, wenn so viel davon im Sackerl bleibt? - und Kurkuma gewürzt und cremig geschlagen. Dann das Mehl (6 Deka laut Rezept) und den Schnee dazu, kurz vermischen und in eine gefettete Form ziemlich voll einfüllen und zugedeckt im Wasserbad garen.

Das ist mir natürlich zuviel Aufwand, deshalb tu ich das Schüsserl in einen Dämpfeinsatz in ein Reinderl und dämpfe das ganze, das klappt auch bestens.

Den Rest vom Auflauf hab ich abends in kleine Würfel geschnitten, in der Pfanne vom Mittagessen nochmals einen Deka Speckstreifen ausgebraten und die Würferl drin allseitig knusprig gebraten.

Mit dieser Suppeneinlage hat das Kind sogar die - für diese Saison letzte! - Topinamburcremesuppe widerspruchslos gelöffelt, die drum rum war.

30.4.19 07:00, kommentieren