Der Sparküche-Blog.

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1. April: Kürbiscremesuppe

Nach dem gestrigen Gelage habe ich mir heute einen schlanken Tag verordnet. Ich habe auch gar nicht viel Hunger, eher Durst.

So habe ich, nach einem ereignisreichen Vormittag, gach einen mehligen Erdapfel geschält und die Schalen ausgekocht und währenddessen ein Eck von der vorrätigen Butternuss geschält und zerkleinert und beides mit Salz und Knoblauch gekocht.

Schnell den Pürierstab rein und ein bisserl Milch dazu und Gewürzmischung und einen Rest von einem Blatt Putenschinken (das Gastkind lässt mehr übrig als es isst!) als Einlage. Fertig war die Kürbiscremesuppe, und für den Abend ist auch noch was da.

Dafür habe ich heute wieder einmal einen Kuchen-Nachmittag. Gerade sitzt ein Topfenkuchen im Rohr, für dessen Boden ich meine letzten Kekse mit einem Lackerl Milch (weil: fett waren die ohnehin schon von selber) befeuchtet und ziehen lassen habe. Die Fülle war so wie beim letzten Mal; ich bin schon gespannt, wie mein Backrohr ausschauen wird. Letztes Mal habe ich aus dem Rest Fülle ein Souffle gebacken, aber heute habe ich alles auf den Boden draufgeklatscht und hoffe, dass nix übergeht.

Außerdem ruht ein Mürbteig im Kühlschrank, den ich zu mürben Schnitten weiterverarbeiten werde. Dazwischen aber wird noch ein Schlagoberskuchen gerührt und mit Rhabarber belegt ... allerdings, frage ich mich beim Schreiben gerade selber: in welcher Backform eigentlich?

Das werde ich mir gut einteilen müssen!

1.4.19 13:28, kommentieren

2. und 3. April: Salatschüssel mit Trallala

Ich bemühe mich weiterhin, kalorienarm und gesund zu leben. Aber vor allem muss ich meinen bitteren Blattsalat im Frühbeet reduzieren, und verschiedene Vorräte auch. Und es ist kaum Zeit zu kochen.

Jedenfalls habe ich gestern und heute aus Gurke, Radieschen, Salat und Mini-Paradeisern Salatschüsseln komponiert. Heute waren auch Sonnenblumenkerne und Kresse dabei sowie scharfe asiatische Salate.

Scharf waren auch die Chiliflocken, die ich drübergestreut habe. Mariniert habe ich mit Balsamico. Dazu gabs Aufbackweckerl, die weg mussten. Salatschüsseln mit Trallala also.

Gestern habe ich drei Eier gekocht, damit einige von denen wegkommen. Zwei habe ich geschält und mir auf den Salat gelegt. Geblieben sind mir die beiden Dotter, denn das Eiweiß hat das Gastkind verzehrt, unvorhergesehenerweise.

Heute habe ich vier Scheiberl vom luftgetrockneten Puten-Schinken dazugegeben - was eine alles kauft, wenn sie kein Schweinefleisch nehmen soll! -, der dem Kind auch geschmeckt hätte, aber zu faserig war. Es ist dann beim Eiweiß, vom dritten Ei, geblieben.

 

Gestern habe ich übrigens bereits ein paar wenige Stangerl vom Grünspargel schneiden können. Da wird es heute eine Suppe geben, das Kind und ich freuen uns schon!

3.4.19 13:14, kommentieren

4. April: Fleischbällchen in Paradeissauce mit Teigwaren

"Fleischbällchen in Paradeissauce mit Teigwaren" klingt hochtrabend, war aber in einer Viertelstunde fertig. Musste es auch sein, denn wir waren knapp heimgekommen und hatten alle drei ordentlich Hunger.

Schon in der Früh habe ich aus dem Keller zwei Gläser gekochte Paradeiser geholt und eine große Portion essfertige Fleischbällchen aus dem Tiefkühler genommen. Die Teigwaren und die Kresse hab ich zum Herd gestellt.

Mittags dann: Nudelwasser salzen und aufsetzen, beschichtetes Reinderl heiß werden lassen. Gläser öffnen. Spiralen ins Wasser geben, knapp zehn Minuten köcheln. Derweil die gekochten Paradeiser mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen und zum Kochen bringen, derweil einen gehäuften Esslöffel Speisestärke mit wenig Paradeissaft glatt rühren.

Wenn die Paradeiser kochen: Stärke einrühren, einmal aufkochen lassen, Herd abdrehen, Fleischbällchen in die Sauce tun und erhitzen. Teigwaren und Sauce auf den Tisch stellen, Kresse abschneiden und auf den vollen Tellern verteilen.

 

Das Abendprogramm: im Teigwaren-Kochwasser zerkleinerte Karotten und einen ebensolchen mehligen Erdapfel mit etwas zusätzlichem Salz einige Minuten köcheln, dann einen kräftigen Schluck (oder zwei) Kokosmilch zugeben, weiter köcheln. Pürieren und mit Curry würzen und als Karotten-Kokos-Suppe servieren.

4.4.19 21:19, kommentieren

5. April: Kürbis-Kokos-Suppe

Genau. Die angefangene Dose Kokosmilch muss weg. - Hat übrigens allen gut geschmeckt, die gestrige Suppe. Na, hab ich mir gedacht, koche ich gleich weiter in dieser Richtung, und hab einen Schnitz vom Butternuss-Kürbis genommen, einen mehligen Erdapfel, zwei Knoblauchzehen und Salz.

Alles Gemüse zerkleinern und mit dem Salzwasser zum Kochen bringen, ein paar Minuten köcheln lassen, wieder ordentlich von der Kokosmilch zugeben (es war wieder ungefähr ein Drittel der Dose) und weiter köcheln lassen. Abgeschmeckt hab ich nach dem Pürieren mit Salz und Gewürzmischung. Das Kind brauchte zusätzlich Kräutersalz, ich Chiliflocken.

Von dieser Kürbis-Kokos-Suppe ist für morgen auch noch was da, ich freu mich schon.

Mittags gab es die bescheidenen Reste von gestern mit einer kleinen Schüssel Salat dazu (worauf ich nachmittags einen solchen Hunger kriegte, dass ich akut mein Abendessen vorziehen musste).

Für morgen hab ich heute aus dem Gemüsebeet ein paar Salatblätter geerntet und einige Sprossen von verschiedenen Kohlpflanzen, die knapp vorm Aufblühen waren. Die werden vermutlich gebraten werden. Vielleicht kombiniere ich das alles mit ein paar Speckfrüchten von Vulcano - wobei die, die ich aus der Auswahl erstanden habe, keine klassischen Früchte sind.

Es handelt sich nämlich bei unserem Vorrat um Käsestücke, die in Speck eingewickelt sind (gibt sie aber mit Datteln und Zwetschken auch). Man kann die kalt essen oder im beschichteten Reinderl oder Pfanderl ohne Fett rundherum anbraten. So machen sie sich zum Beispiel sehr gut auf einer Salatschüssel.

Ich seh schon: das wird ein nettes Mittagessen werden morgen!

5.4.19 18:06, kommentieren

6. April: Basmatireis mit grünem Gemüse

Den Namen dieses Rezepts habe ich neulich in der Werbezeitschrift des Supermarkts gelesen, und heute hat es sich angeboten, mich davon inspirieren zu lassen. Allerdings hab ich den Spargel und den Broccoli stehen lassen und die Sache etwas vereinfacht.

Nämlich habe ich vom Bittersalat drei große Blätter gepflückt. Die Sprossen waren ja auch noch da. Also hab ich den Salat in Streifen geschnitten, zwei Kirschparadeiser klein gewürfelt und einen Deka Lardo ebenfalls.

Erst hab ich den Speck ausgebraten, dann das Grünzeugs dazugegeben, gesalzen und tüchtig angebraten. Nach ein paar Minuten hab ich gepfeffert und wenigst Wasser zugegeben und die Flüssigkeit verkochen lassen.

Zum Schluss hab ich drei Löffel Basmati, den ich in der Früh schon gedämpft hatte, untergemischt und als Deko die Paradeiser und einen Teelöffel Kressesprösslinge drübergestreut.

Dieser Basmatireis mit grünem Gemüse war köstlich und hatte hoffentlich nicht allzu viele Kalorien.

6.4.19 12:36, kommentieren

7. April: Fliegender Jakob mit Reis

Das Gastkind hat uns wieder verlassen, und ich habe die spontan entstandene Ruhe genutzt, um mich im Tiefkühler und im Kühlschrank ein bisserl umzusehen. Und aufzuräumen. Na, da hab ich ein paar Dinge gefunden, die schon viel zu lang unser Gast waren. Jetzt ist aber wieder halbwegs Ordnung, weil ich nämlich gebacken und gekocht habe.

Im Prinzip ist das, was gerade im Rohr schmort, ein fliegender Jakob mit Reis (also der Reis schmort nicht mit, der wärmt gerade auf dem Herd langsam auf). Der Fairness halber sollte ich euch aber das Original-Rezept - aus der Werbezeitschrift des Supermarkts - geben, denn ich hab sehr viel herumgetauscht.

Theoretisch sollte eine 15 Deka Jausenspeck klein würfeln  und ein Dreiviertelkilo Hühnerfilets mit Salz, Pfeffer, Oregano und Thymian würzen und beides in der beschichteten Pfanne im heißen Sonnenblumenöl brutzeln, sodann in eine Auflaufform geben und eine Mischung aus einem Viertelliter Obers und 70 ml Ketchup drüberleeren und auf mittlerer Schiene im auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorgeheiztem Rohr garen. Derweil sind 8 Deka geröstete gesalzene Erdnüsse grob zu hacken und 40 Deka Bananen in dünne Scheiben zu schneiden.

Nach zwanzig Minuten sind Erdnüsse und Bananen auf dem fliegenden Jakob zu verteilen und das ganze ist weitere zehn Minuten zu garen, mit Petersile zu bestreuen und zu servieren. 

Na, ich hab eine Packung Putenschnitzel aus dem Tiefkühler gefischt, eine Scheibe vom Mangalitzaschinken mit ordentlichem Fettrand genommen, gebrutzelt hat beides bei mir im Olivenöl. Verrührt hab ich viel mehr Ketchup (die Flasche muss dringend weg) mit dem Rest vom sauer gewordenen Obers (weshalb ich einen Löffel Zucker dazugetan habe) und etwas vom frischen Obers, so dass es viel zuviel Sauce wurde.

Bei den Erdnüssen und den Bananen hab ich mich ans Rezept gehalten, aber zum Bestreuen gibts die letzten noch vorhandenen Kresse-Blatterln.

Ich bin ja gespannt, wie uns das schmecken wird.

Zur Not gibts einen Obstkuchen als Nachspeise.

7.4.19 11:04, kommentieren

8. und 9. April: Spargel-Reis-Pfanne mit Kichererbsen

Gestern hat uns der ortsansässige Türke verpflegt. Ich hab mir einen Bauernsalat mit Weißbrot gegönnt und war dann vollgestopft mit Vitaminen und Schafskäse. Aufs Eisgeschäft danach haben Freundin K und ich heldenhaft verzichtet.

Heute gibt es die Reste vom Wochenende. Das beschichtete Reinderl mit dem Bratrückstand wird erhitzt, und hinein kommen erstens die geschnittenen Grünspargel-Teile, die ich laufend aus dem Gemüsebeet ernte und im Kühlschrank sammle, zweitens eine Handvoll gekochter Kichern und drittens ein Rest vom Reis.

Das alles wird gebraten - der Spargel vorher nicht gekocht, pfeif drauf - und zumindest mit Salz gewürzt, vielleicht auch noch ein bisserl geschärft. Und dann nenne ich es Spargel-Reis-Pfanne mit Kichererbsen und esse vielleicht noch einen Blattsalat dazu.

Als Nachspeise gibts einen Pudding.

 

Der fliegende Jakob war fast ein Erfolg. Dem Kind hat das Fleisch nicht geschmeckt. Aber die Sauce mit Reis war der Renner. Vielleicht wandle ich das ganze bei Gelegenheit zu einer Spaghetti-Sauce um.

8.4.19 17:47, kommentieren

immer noch 9. April: Hirn mit Ei

Ich weiß ja gar nicht, ob ich euch das Rezept überhaupt schreiben soll. Vielleicht mögt ihr keine Innereien. Dann lest lieber nicht weiter. Ich mag Innereien schon, und ich hatte schon ewig kein Hirn mit Ei mehr gegessen, und ich wollte es in guter Qualität. Also hab ichs beim Thum bestellt (wie übrigens zwei Schweinsherzen auch, aber dazu später mehr).

Meine Mutter hat mir dann gezeigt, wie es geht. Und demnächst werde ich es nachkochen. Es waren fünf Stück Schweinshirn, insgesamt vielleicht ein guter Viertelkilo.

Erst hat sie von den Dingern die Haut runtergezogen, was ziemlich gut ging, nachdem sie sie in lauwarmem Wasser eingeweicht hatte. Dann wurden sie vorsichtig gewaschen und grob gehackt. In einer beschichteten Pfanne mit fast fünf Deka Butter - und sie meinte, sie ist immer sparsam mit Fett! - hat ein klein geschnittenes Zwiebelhapperl gebrutzelt, dann kam das Hirn dazu und Salz, und alles wurde durchgerührt und brutzelte ordentlich weiter.

In der Zwischenzeit haben wir eine Portion Erdäpfel gekocht.

Nachdem das Hirn seine Konsistenz verändert hatte, hat meine Mutter zwei große Eier drübergeschlagen und wieder gut durchgerührt und die Eier stocken lassen. Auf gehackten Petersil oder Salat haben wir verzichtet. Es hat uns auch so köstlich geschmeckt, wir haben nur ein bisserl mit Salz und Pfeffer nachgewürzt.

Ein kleines Resterl ist geblieben, das durfte ich einpacken. Morgen mittag werde ich das auf einem Stück Weckerl platzieren und ins Rohr schieben. Ich freu mich schon.

10.4.19 08:13, kommentieren

10. April: Rahmherz. Ohne Semmelknödel.

Weiter gehts mit den Innereien. Die beiden bestellten Nieren hat meine Mutter geröstet, mit denen hatte ich nix zu tun.

Aber heute hat sie mir gezeigt, wie man ein Rahmherz fabriziert, auf das ich phasenweise regelrecht süchtig bin. Allerdings habe ich darauf verzichtet, die klassische Beilage, Semmelknödel nämlich, zu machen. Wenn das Kind morgen mittags mitessen will, koche ich vielleicht welche, ansonsten portioniere ich das Rahmherz und friere es ein, für akute Bedürfnisse.

Jedenfalls hab ich schon in der Früh die beiden Schweinsherzen, zusammen vielleicht 35 - 40 Deka, in Salzwasser mit Suppengrün und Gewürzen (Lorbeerblatt, Rosmarin, Pimentkörner, Pfefferkörner, Knoblauchzehe und Zwiebelschlotten) weich gekocht. Das hat zweieinhalb Stunden in Anspruch genommen, weil ich das Fleisch wirklich weich haben möchte. Bissfest interessiert mich nicht. Al ponte mag ich es, nicht al dente.

Ich hab das Fleisch in der Suppe auskühlen lassen. Meine Mutter hat mir dann gezeigt, was man wo wegschneiden muss. Eh nicht viel, im Grunde genommen. Vielleicht das Fett und die Ansätze der Blutgefäße und alles, was so aussieht, als könnte es zäh sein.

Die Herzen hab ich dann blättrig geschnitten, das Suppengemüse ebenfalls, und ein kleines Zwiebelhapperl hab ich fein geschnitten.

Dann kam ein kleiner Löffel Schmalz ins beschichtete Reinderl und wurde erhitzt und darin der Zwiebel angeröstet. Darauf kam ein Esslöffel Mehl und wurde verrührt und ebenfalls kurz geröstet, und dann zwei kleine Schöpfer von der Suppe drauf, und das ganze wurde, o Wunder, zu einer sämigen Sauce. Da hinein kamen Fleisch und Gemüse.

Alles gut durchgerührt, mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt, noch Suppe zugegeben, bis das Fleisch knapp bedeckt war. Dann drei Esslöffel Rahm (für euch gerne mehr, je nach Geschmack) glatt gerührt, einen halben Schöpfer Sauce zugegeben, glatt gerührt und das ganze zum Herz gegeben und gut eingerührt. Noch einige Minuten durchziehen lassen.

 

Und das mit den Semmelknödeln werde ich auch noch schaffen.

10.4.19 15:41, kommentieren

11. April: Salatteller mit gebratenen Speckfrüchten

Das Rahmherz findet des Kindes Gnade nicht. Mit Obers müsste ich es probieren, dann vermutlich schon. Aber es muss ja nicht immer nach dem Gusto vom Kind gekocht werden. Manchmal darf es auch das Original-Rezept sein.

Somit sind heute endlich die Speckfrüchte dran. Wobei wie erwähnt in unserem Fall die Frucht ein Stück Käse ist, um das ein Scheiberl Speck gewickelt ist.

So werde ich aus Blattsalaten, Zwiebelröhrln, Paradeisern, ein bisserl Gurke und vielleicht ein paar Waldmeisterblüten eine Salatschüssel komponieren, mit Balsamico marinieren und in der Pfanne die Speckfrüchte rundherum braten. Und danach allerliebst auf dem Salat drapieren.

Das gestern erstandene Schwarzbrot werde ich in dünne Scheiben schneiden und auf dem Plattengrill bräunen. Oder besser in der Pfanne? Zusammen ergibt das jedenfalls zwei Salatteller mit gebratenen Speckfrüchten und geröstetem Schwarzbrot.

Als Nachspeise darf das Kind sich das vorletzte Stück Kuchen genehmigen (und ich das letzte), bevor der noch von selber aus dem Kühlschrank kommt. 

2 Kommentare 11.4.19 07:12, kommentieren

12. und 13. April: Ofenkäse mit Pizzabrot und Salat

Heute habe ich meine Tagesration an Kalorien beim Mittagessen verfressen. Ich habe nämlich ein Experiment gemacht und versucht, einen - im wahrsten Sinne - stinknormalen Camembert zum Ofenkäse zu machen. Das gute Stück hatte ich, no na, verbilligt gekauft, weils nahe am Ablaufdatum war.

Ich hab alles so gemacht wie immer. Grundsätzlich war auch alles so wie immer. Der Käse hat, vermutlich aufgrund seiner Reife, würziger geschmeckt, fast scharf. Und die Reste haben sich schwerer aus dem Glasgeschirr lösen lassen, in das ich ihn getan hatte.

Zum Auftunken habe ich eine Portion Pizzastangerln aus dem Tiefkühler (nehme ich aus der Pizzeria immer mit) gleich zum Käse ins Backrohr getan. Und ich habe zwei kleine Schüsserln Salat zusammengestellt. Blätter, Gurke, Paradeiser für das Kind und, ha!, je ein Mini-Radieschen aus eigener Ernte. Sehr stolz war ich.

Und so hatten wir heute Ofenkäse mit Pizzabrot und Salat. Gestern gabs Reste aus dem Tiefkühler, ich hab den fliegenden Jakob vernichtet. Und ich habe eine Broccolicremesuppe geköchelt, in der ich diesmal die Rindenstücke vom Parmesan mitgekocht habe. Die übliche Knoblauchzehe hab ich mir gespart, aber das Supperl hat auch so ziemlich würzig geschmeckt.

Außerdem hab ich noch einen schnellen Kuchen mit Apfelbelag gebacken und eine Portion Topfenkipferln. Ihr wisst schon: der Teig aus gleichschwer Topfen, Butter und Mehl, dann rasten lassen, ausrollen, in Quadrate schneiden und mit einem Tupf Marmelade gefüllt zu Kipferln formen und heiß backen.

Wobei, da spreche ich ein großes Wort gelassen aus, denn aus dem widerspenstigen Teig und der - meist ist es viel zu viel - Marmelade ordentliche Kipferl hinzubiegen, ist gar nicht so einfach. Manchmal geraten die Dinger noch auf dem Backblech aus der Fassung. Einige Teigstücke hab ich dann auch einfach nur aufgerollt und als Röllchen gebacken. Jedenfalls werden die fertigen Stücke noch heiß mit Staubzucker bestreut.

Heute habe ich auch wieder gebacken, einen Schokokuchen nach einem Rezept von meiner Oma, und auch nur ganz leicht abgewandelt. Und am Abend werde ich mich nochmals zu einem Gebacke aufschwingen, aber das bleibt vorerst mein Geheimnis, denn vielleicht wird es danebengelingen und dann breite ich den Mantel des Schweigens darüber.

Für den Abend habe ich Kürbis mit Parmesan und Speck geplant. Ihr seht: ich meine es ernst mit der Reduktion meiner Vorräte!

13.4.19 12:24, kommentieren

noch immer der 13. April: Gemüseomelett ... und eine Premiere!

Schlagt die Trommeln, schmettert einen Tusch, öffnet den Champagner - vor zwanzig Minuten habe ich meinen ersten Apfelstrudel aus dem Rohr gezogen! Ohne Mithilfe oder Aufsicht einer Begleitperson habe ich das geschafft! Obwohl: das Kind hat die Äpfel gerieben.

Vor einigen Jahrzehnten hatte ich schon einmal einen probiert, der ist aber ziemlich danebengelungen. Der jetzige schwimmt natürlich auch weit entfernt von der Perfektion. Aber der Teig war halbwegs dünn und hat auch nur zwei Löcher gekriegt. Und, das wichtigste, ich hab den Strudel unfallfrei vom Strudeltuch aufs Backblech gekriegt.

Mein Gott, bin ich grad stolz auf mich. Die dicken Enden des Teigs hab ich abgeschnitten, wie es sich gehört. Meine Mutter kocht den immer als Zupf-Nockerl in die Suppe ein. Da hatte ich grad keine Lust drauf und hab das kleine Teig-Knöderl eingefroren. Damit mach ich mir bei Gelegenheit einen Ein-Personen-Strudel.

Abseits der Selbstbeweihräucherung wollte ich unser Gemüse-Omelett mit Gebäck vorstellen. Weil ich nämlich wieder ein paar Stangen Spargel ernten musste. Aus den unteren Enden und den Schalen hab ich, wie ihr euch sicher lebhaft vorstellen könnt, ein Supperl gekocht, mit wenig Obers verfeinert.

Fürs Omelett habe ich erst drei Deka Lardo in Streiferl geschnitten und in der Handgeschmiedeten langsam ausgebraten. Ins Fett kam eine Scheibe von der Butternuss, in kleine Würferl geschnitten. Nach einigen Minuten kamen die zarten Stücke und die Spitzen vom Spargel dazu. Und nach einigen weiteren Minuten, zack!, zwei Eier und Salz.

Den Herd hab ich abgedreht und die Eier unter mehrmaligem Wenden stocken lassen und am Schluss hab ich zwei Handvoll geriebenen Parmesan drübergestreut.

Da hat sogar das Kind gesagt, das Ding sei ihm zu fettig. Den verbliebenen Rest werde ich morgen als Einlage in der Kürbiscremesuppe servieren. (Das Kind fürchtet sich schon.)

13.4.19 18:02, kommentieren

14. bis 18. April: Reste-Essen und Prag!

Den Sonntag vor unserer Abfahrt nach Prag hab ich euch unterschlagen: Da hab ich den Teil vom Apfelstrudel, den ich nicht verschenkt habe, nochmals im Rohr aufgewärmt und eine simple Vanillesauce dazu gekocht: Milch mit Zucker und Vanillepulver aufkochen, weniger Speisestärke als für einen Pudding einrühren, fertig.

Vor dem Apfelstrudel in Vanillesauce haben wir alles an Gemüseresten zu einem Salat zusammengestoppelt, inklusive der ersten eigenen Radieschen. Im Beet wachsen die ja gar nicht - und wenn, werden sie ein Raub der Schnecken, so schnell können die gar nicht schauen. Aber im Topf, wo im Vorjahr die Melanzani und der Paprika drin waren, da wachsen sie mit großem Hallo.

Jedenfalls haben wir uns die letzten Tage in Prag herumgeschlagen. Um beim Kulinarischen zu bleiben: die Küche ist tatsächlich deftig, und die Portionen sind groß. Oft haben wir zu zweit eine Portion mit Müh und Not geschafft. Trdlnik (Baumkuchen) ist eine sehr süße und klebrige Angelegenheit. Oft werden sie mit Schokolade oder mit Eis gefüllt angeboten, das kann ich mir dann überhaupt nimmer vorstellen.

Das Kind und ich sind froh, wieder daheim zu sein. Komisch, eigentlich.

19.4.19 08:22, kommentieren