Der Sparküche-Blog.

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1. März: Kürbiscremesuppe und Marillenknödel ...

.. gibt es erst abends, aber die Vorbereitungen laufen, immer wieder zwischendurch, seit gestern. Mittags wärme ich mir den Rest vom Risotto (zwei Esslöffel) auf und mache eine Mini-Portion Gemüse dazu. Ob es Karotten werden oder doch Mangoldstiele, entscheide ich später noch. Wichtig ist die Zubereitung: Gemüse aus dem Tiefkühler ins Reinderl, salzen, würzen und mit 100 ml Milch umgießen (die Milch muss nämlich dringend weg) und erhitzen, zwischendurch rühren. Wenn die Sache kocht, einen Esslöffel Stärke in wenig Milch glattrühren und ins Gemüse rühren und damit die Sauce binden. Ich muss Kalorien sparen fürs Abendessen.

Die Kürbiscremesuppe hab ich ja gestern schon gemacht, die schmeckt auch köstlich. Heute Abend kommen die gebratenen Speckwürferl als Einlage rein. Und wenn ich das Gefühl habe, der Hunger ist groß  - es kommen Gäste, deren Appetit ich nicht einschätzen kann -  backe ich eine Portion Pizzabrot auf und jeder kriegt ein Stangerl zur Suppe.

Für die Knödel bereite ich den Teig schon nachmittags zu, wie immer aus einem Viertel Topfen, 12 Deka Mehl, 6 Deka Butter, einer Prise Salz, einem Ei und einer großen Handvoll Grieß. Der rastet in der Tupperschüssel im Kühlschrank bis am Abend und wird dann portionsweise um Marillen aus dem Tiefkühler gewickelt und in Salzwasser gar ziehen gelassen.

Die Semmelbrösel röste ich auch schon am Nachmittag in Butter und erwärme sie abends nur noch. 

Und so sollten Kürbiscremesuppe und Marillenknödel relativ entspannt vonstatten gehen.

1 Kommentar 1.3.19 07:56, kommentieren

2. und 3. März: ähh

Der Freitagabend verlief tatsächlich entspannt. Suppe und Knödel wurden gut angenommen. Zwei Stück sind übrig geblieben, die lagern immer noch im Kühlschrank. Aber ich musste am Samstag Kalorien sparen - mittags nur den Rest der Suppe und abends leichtes Brot mit Leberaufstrich und Balsamicozwiebeln, alles in kleinsten Mengen - und das Kind buk Krapfen mit der Oma.

Und heute musste die Familie in die Au zum Schneeglöckerl-Pflücken, das Kind muss ein Herbarium abliefern. Der Wirt in der Au bot einen Braten-Sonntag an, und ich schmiss mich ins gerollte Spanferkel. 

Eure Schadenfreude ist aber verfrüht, denn ich hab zwar den ganzen Krautsalat mit Speck verputzt, aber sonst nur ein Drittel der Portion. Den Rest friere ich für zweimal Essen ein. Salat dazu gibts hier schließlich immer in irgendeiner Form.

Das Kind traf eine Fehlentscheidung, es wollte unbedingt ein Schnitzel essen und kriegte dann, was die Erwachsenen alle vorhersahen, lange Zähne auf das Schwarterl vom Spanferkel. Aber schließlich kam auch das Schnitzel gut weg, bis auf einen Rest (der selbstverständlich auch mit uns den Heimweg antrat). Schließlich musste noch Platz bleiben für zwei Schwarzwälder Palatschinken: bestrichen mit roter Marmelade, gefüllt mit Kompottkirschen, besprüht mit Schokosauce und garniert mit reichlich Schlagobers.  Da blieb nix übrig fürs Mitnehmen. (Außer der Schokorand rund ums Mäulchen. )

Heute Abend haben wir den Rest vom Mangoldgemüse, püriert und mit zwei Schluck Wasser verlängert, als Suppe gegessen. Der Curry hat sich leider geschmacklich durchgesetzt, was für mich in Ordnung war, aber dem Kind leider zuviel. - Aber die Mangoldcremesuppe ist grundsätzlich eine gute Idee, die werde ich wieder einmal machen. Anders gewürzt.

Morgen am Vormittag muss ich mir einmal eine Übersicht über den Kühlschrank-Inhalt verschaffen. Danach werde ich vermutlich einen fertigen Speiseplan für die kommende Woche zur Hand haben.

1 Kommentar 3.3.19 21:18, kommentieren

4. und 5. März: Kohlsprossenkopf mit Speck und Erdäpfeln

Nachdem ich gestern mit dem Reste-Essen vom Wochenende begonnen habe und mir zum Drittel Schnitzel eine Schüssel gemischten Blattsalat (Grüner, Vogerl, Rote Rübe und Radicchio - von allem halt nur jeweils ein paar Blatterln) mit Balsamico serviert habe, wollte ich heute eine Fleischpause einlegen.

Allerdings müssen die Speckwürfel weg, also werde ich zumindest eine Aromatisierung des Gemüses haben.

Eigentlich ist vorgesehen, von der Kohlsprossenpflanze nur die Sprossen am Stamm zu pflücken (was ich heute im Garten auch wieder tun muss, bevor sie zu blühen beginnen). Oft wird geraten, den Kopf der Pflanze abzuschneiden, damit alle Kraft in die kleinen Sprossen fließe. Ich hab die Pflanze aber nicht deswegen geköpft, sondern weil ich so ein Ding im letzten Jahr gekostet und für genauso schmackhaft erklärt habe. Wäre doch schade, es wegzuwerfen!

Die speckigen Erdäpfel sind schon gekocht und geschält. Mittags werde ich im beschichteten Reinderl die Speckwürferl langsam ausbraten und sodann den Kopf einer Kohlsprossenpflanze dazugeben, rundum anbraten, salzen und pfeffern, wenig Wasser dazugießen, den Deckel aufs Reinderl tun und alles bei mittlerer Hitze zehn Minuten dünsten lassen.

Dann kommt der Deckel wieder weg, die Flüssigkeit ist hoffentlich verkocht, und ich schneide die Erdäpfel in Scheiben dazu, erhitze sie unter öfterem Rühren und esse heute Kohlsprossenkopf mit Speck und Erdäpfeln.

Weil das insgesamt trotz der Speckwürferl eine Kalorien-Spar-Angelegenheit bleibt, kann ich mir wieder zwei Bissen vom Krapfen runterzupfen.

Das Kind hat nämlich am Wochenende mit der Oma Krapfen gebacken und einen Teil der Beute auch heimgebracht. Es wäre beleidigt, wenn ich gar nix davon essen würde. Und so komme ich mit einem Marmeladekrapfen drei Tage aus, ähem.

5.3.19 07:06, kommentieren

noch immer 5. März

Ja genau. Leben ist das, was rund um dich passiert, während du damit beschäftigt bist, Pläne zu machen.

Der Kohlsprossenkopf war wegen Überlagerung vergilbt, den haben sogar die Hendln verschmäht. Gottseidank war im Gemüsefach auch noch der allerletzte kleine Krautkopf, den ich eh auch schon seit längerem im Visier hatte. Von dem hab ich die äußeren kaputten Blätter entfernt, und innen war er zwar nur mehr tennisballgroß, aber sehr zart. 

Und so wurde es Stöckelkraut mit Speck und Erdäpfeln. Einfach das Kraut samt Strunk vierteln, in die Pfanne geben, wo schon die Speckwürferl brutzeln ... ach so, die brutzeln gar nicht? Na, dann halt ein bisserl Öl in die Pfanne. Jedenfalls rundherum scharf anbraten, salzen und pfeffern - und ein Haucherl Hing, um Blähungen zu vereiteln -, mit ganz wenig Wasser aufgießen, zudecken und eine Viertelstunde schmurgeln lassen.

Die letzten Minuten wieder ohne Deckel garen, damit die Flüssigkeit verkocht.

Das Essen hat richtig gut geschmeckt, die Hälfte vom Kraut ist übrig geblieben. Da esse ich morgen den letzten Rest vom Spanferkel dazu.

Am Nachmittag haben wir im Gemüsebeet die finale Ernte der Kohlsprossen erledigt: die Pflanzen entfernt und die Sprossen und die Köpfe eingesackt. Auch eine Handvoll Broccoli hab ich gefunden (wird morgen zur Suppe) und einen kleinen Chinakohl, der schon Knospen hat. Den werde ich auch in der Pfanne dünsten, denke ich.

Nur als Nebenbemerkung: das Stück Semmelknödel vom Sonntag und den übrig gebliebenen Erdapfel von heute werde ich klein schneiden und zu einer Frittata verarbeiten: wenig Zwiebel mit wenig Fett in der Pfanne glasig dünsten, Erdapfel und Knödel dazu, würzen und ein versprudeltes Ei drüberschlagen und stocken lassen. Das werden wir zum Nachtmahl essen, sonst werden wir unsere Vorräte überhaupt nicht los.

5.3.19 16:15, kommentieren

6. März: Heringssalat. Gekauft.

Typisch ich. Nehme ich mir vor, alle Restln weiterzubringen bis zum Wochenende. Und dann geh ich in den Supermarkt, mit Aktionspickerln. Oh. Welche Angebote!

Also, den Heringssalat heute hatte ich sowieso eingeplant. (Das letzte Stück vom Spanferkel samt dem Kraut von gestern esse ich morgen. Oder übermorgen.) Aber dass die Jakobsmuscheln nur die Hälfte kosteten - und ich eh schon seit ein paar Wochen zum ersten Mal welche ausprobieren will -, war natürlich Tagesglück. Hab ich vier Stück genommen, die gibt es heute, nach einer Broccolicremesuppe, in Butter gebraten auf Blattsalat. Für mich kommt der eine Esslöffel von der Heringssalat-Sauce über den Salat, das Kind wird vermutlich Balsamico nehmen. In Butter gebratene Jakobsmuscheln auf Blattsalat mit Baguette, welch unvorhergesehener Luxus zwischendurch!

Außerdem hab ich heute die Kohlsprossen-Ernte verarbeitet. Zwei Portionen hab ich blanchiert und eingefroren, den Rest an kleinen und kleinsten Exemplaren hab ich auch blanchiert und in den Kühlschrank getan, da möchte ich morgen eine Art Auflauf damit machen. (Memo an mich selbst: nicht vergessen, den Schinken aufzutauen!)

Außerdem hab ich von einem fast schon blühenden Chinakohl die besten Blätter für heute Abend fein geschnitten (dazu wieder Vogerlsalat und für mich Rote Rüben-Blätter und Radicchio), die restlichen für die Hendln zerkleinert und die jungen Achseltriebe ins Gemüsefach getan, die können gedünstet werden. Die Köpfe von den Kohlsprossen-Pflanzen habe ich auch wieder im Kühlschrank. Bin gespannt, ob ich diesmal rechtzeitig dran bin, um sie auch zu dünsten. Und wer sie wann essen wird.

1 Kommentar 6.3.19 15:38, kommentieren

7. März: gratinierte Kohlsprossen

Die Kocherei für heute hat gestern Abend schon begonnen, als ich die letzten sehr kleinen mehligen Erdäpfel kochte, ein kleines Schüsserl Parmesan rieb und tatsächlich daran dachte, den Schinken aus dem Eis zu nehmen.

Heute früh dann die zweite Etappe: wenig Öl in die Auflaufform schmieren,  die Erdäpfel schälen und in Scheiben in der Form verteilen. Salzen und die blanchierten Kohlsprossen drauf verteilen, salzen und ein Haucherl Hing drüber stauben. Schinken in kleine Würfel schneiden und drüberstreuen, mit geriebenem Parmesan bedecken. Form in den Kühlschrank stellen.

Mittags aus dem Kühlschrank nehmen und bei 180 Grad Ober- und Unterhitze für eine halbe Stunde ins Rohr stellen, danach ein paar Minuten "Bräunungs-Garen" einstellen (und das Ding fast verschmoren lassen, ähem). Ich hab die gratinierten Kohlsprossen eh noch rechtzeitig aus dem Backrohr gezogen. Das Kind hat die Hälfte mittags gegessen und sich den kleinen verbliebenen Rest für abends reserviert.

Natürlich kann eine sich die zweite Etappe sparen, aber ich war vormittags unterwegs und wollte nach dem Heimkommen keine Zeit verlieren.

Den Rest vom Spanferkel werde ich morgen essen. Wenn er sich bis dahin nicht davon gemacht hat.

7.3.19 16:49, kommentieren

Weltfrauentag: Spanferkel mit Stöckelkraut und Vogerlsalat

Endlich. Heute habe ich den Rest vom Spanferkel mit Stöckelkraut und Vogerlsalat vernichtet. Als Nachtisch gab es eine kleine Orange. Abends eine kleine Suppe aus Rindsknochen und danach Schinkenbrot mit Zwiebeln in Balsamico. Und am Abend, wegen eines akuten Heißhungeranfalls auf was Süßes, einen selbst gemachten Keks.

Das Wochenende wird hart werden. Für eine Freundin backe ich nämlich. Heute waren es Mürbe Schnitten, morgen möchte ich eine Partie Butterkekse gewinnbringend in eine Topfentorte verwandeln. Und es sollte sich noch ein Rhabarberkuchen ausgehen.

Allein schon dem Kind zuliebe muss ich von den Mürben Schnitten und vom Kuchen eine Kostprobe abzweigen. Die Topfentorte kann ich sehr gerne komplett an die Freundin abtreten. Die geht dem Kind nicht durch den Schlund.

Außerdem habe ich heute, nachdem ich gestern Abend die letzten Reste eine formidablen Leberaufstrichs wegen Schimmels wegschmeißen musste, dem Verderb ein Schnippchen geschlagen und die Kohlsprossenköpfe blanchiert und eingefroren. Nicht dass sie mir im Kühlschrank wieder hin werden.

8.3.19 19:49, kommentieren

9. März: gebratene Kräuterseitlinge mit Reis und Blattsalat

Puh.

Heute bin ich froh, dass ich mit meiner Arbeit zu Ende bin. Nicht nur, aber auch mit der Küchenarbeit. Die gebratenen Kräuterseitlinge mit Reis und Blattsalat, die es mittags gab, waren da nur ein Nebenschauplatz. Außerdem habe ich einen kleinen Topfenkuchen samt einer Portion Soufflé sowie einen Schokokuchen mit Rhabarber gebacken. Und abends noch, schon für morgen, eine Karottencremesuppe.

Aber der Reihe nach. Ich hatte seit längerem 20 Deka Bio-Dinkel-Butterkekse im Kasten, die irgendwie keiner mochte. Die hab ich heute zerbröselt und mit 7 Deka geschmolzener Butter zu einem Kuchenboden vermengt. War zu wenig Butter, hab ich ein paar Esslöffel Milch zugegeben, hat dem ganzen nicht geschadet. Von der Fülle - ein Packerl Topfen, ein Dotter, zwei Klar Schnee, 10 Deka Zucker, 1 Deka Speisestärke sowie Abrieb und Saft einer halben Orange - war für den kleinen Kuchen viel zuviel da. Da hab ich noch gach ein kleines Förmchen mit Kokosfett ausgestrichen und mit Kristallzucker ausgebröselt und den Rest der Masse reingefüllt und mit dem Kuchen ins Rohr geschoben (175 Grad Ober- und Unterhitze). Nach einer halben Stunde war das Möchtegern-Soufflé gut aufgegangen, aber nachdem ich es aus dem Rohr genommen hatte, ist es fein zusammengefallen. Wir haben es aber trotzdem als Nachspeise gegessen (also vor allem das Kind, eigentlich), denn der Geschmack war super.

Fürs Mittagessen hab ich endlich die letzten bereits gebratenen Speckwürferl in die Handgeschmiedete getan und erhitzt, musste aber Olivenöl zufügen. Die Dinger wurden trotzdem ziemlich dunkel. Die Schwammerl hab ich längs in Scheiben geschnitten und in der Pfanne verteilt, dazu ein halbes Zwiebelhapperl in Halbringen. Nach ein paar Minuten hab ich alles gewendet und gesalzen und fertig gebraten.

Vorher hat auf der Herdplatte der Reis gedünstet; während ich die Pilze briet, hat er schon hinten am Herd vor sich hin gezogen. So ist sich alles ausgegangen. Bei Tisch haben wir uns noch Bärlauchbutter über die Schwammerl und den Reis getan. Die Mahlzeit war unerwartet köstlich. Das Kind hat vorher noch den Rest von der Knochensuppe verdrückt, mit einer Ladung Backerbsen.

Für den heutigen Salat hab ich das erste Mini-Happerl Bittersalat geschnitten und ein paar Vogerln gepflückt. Also, der ist schon herb, der Bittersalat. Die vielen Pflanzen sind ja wild aufgegangen, aber nachdem mehrere Sorten ausgesamt hatten, hab ich keine Ahnung, was genau das jetzt für eine Sorte oder für ein Bastard ist. Sehr gesund jedenfalls, mit der Menge an Bitterstoffen. Ich hab ihn fein geschnitten und in Balsamico-Marinade ertränkt, aber wirklich milder ist er dadurch auch nicht geworden.

Nach dem Essen hab ich das Kind gefragt, ob ihm die Kräuterseitlinge samt Reis und Salat geschmeckt hatten. Ganz erstaunt war es: ja eh, aber was du kochst, schmeckt immer gut!

Abends musste ein Scheiberl Bärlauchbutter weg. Das Kind und ich haben uns geeinigt, dass die nächste Suppe eine Karottencremesuppe werden darf. Also habe ich den Bratrückstand von mittags mit heißem Wasser gelöst und aufgekocht. Darin hab ich die Schalen eines mehligen Erdapfels gekocht, dann die Schalen für die Hendln gerichtet und in den Topf Wasser und Salz zugegeben und den gewürfelten Erdapfel und zwei Handvoll Karotten aus dem Tiefkühler. Das hab ich eine Viertelstunde geköchelt, sodann püriert und die Bärlauchbutter reingeschmissen. Morgen wird die Suppe vermutlich mit Milch verlängert werden. Wenn welche übrig ist. Sonst mit Obers.

9.3.19 18:35, kommentieren

10. und 11. März: Gemüse-Reis-Laibchen mit Blattsalat

Am Sonntag hatte ich die Ehre und das Vergnügen, einen Luxus-Brunch zu genießen. Es war wie immer köstlich, allerdings ist mein Magen derartige Mengen nimmer gewöhnt, so dass er hin und her drückte und ich am Abend nur eine halbe Suppe schaffte - und die hätte ich in Wirklichkeit auch nicht gebraucht.

Der Montag ist eine Gelegenheit zur Resteverwertung. Auf der Abschussliste stehen der Reis, der vom Samstag übrig geblieben ist, die Schösslinge vom Chinakohl, die ich dünsten will und allerlei Salatblätter, die gepflückt werden müssten.

Da bieten sich Gemüse-Reis-Laibchen mit Blattsalat geradezu an. Ich werde also die Chinakohl-Reste in wenig Butter oder Olivenöl bissfest braten - und vermutlich eine Handvoll geraspelter Karotten aus dem Tiefkühler sowie den letzten Esslöffel eines Erbsenpackerls dazugeben (keine Angst, es gibt noch ein weiteres Packerl Erbsen!) - und danach klein schneiden.

Das alles sowie ein großes Ei und ein Rest vom geriebenen Parmesan sowie Salz und vielleicht Gewürzmischung kommen dazu. Alles wird gut vermischt. Dann werden aus der Masse mit nassen Händen kleine flache Laibchen geformt und auf einem Blech mit Backpapier verteilt. Die Laibchen backen dann bei ca. 180 Grad Ober- und Unterhitze, bis sie goldgelb sind. Vielleicht wende ich die Dinger nach der Halbzeit.

In der Zwischenzeit pflücke ich mich draußen durchs Angebot.

Abends wird das Kind auch welche von den Laibchen essen. Die werde ich in der Pfanne, in der ich das Gemüse gebraten habe, erwärmen. Vom Salat kriegt das Kind nur die milden Vogerln und Rote-Rübe-Blätter. Die Bittersalate erspar ich ihm.

10.3.19 18:07, kommentieren

12. März: kleine Planänderung

Gestern war zu wenig Zeit zum Kochen. Daher hab ich gach die Chinakohl-Sprösslinge klein geschnitten und in wenig Butter angebraten, gesalzen und eine kleine Portion Reis gleich dazu in die Pfanne gegeben, zwei Schluck Wasser dazu und gewartet, bis der Reis heiß ist, und das ganze hab ich dann als gebratene Chinakohl-Sprösslinge mit Reis gegessen. Und gut wars.

Die Laibchen hab ich heute gebacken, nur mit Erbsen und Karotten als Gemüsebeitrag. Dafür ist die Schüssel mit dem Blattsalat heute etwas größer. Der Vogerlsalat wächst und wächst, und demnächst wird er blühen, und da muss ich ihn vorher ernten. Vielleicht, wenn ich wirklich gut drauf bin, mache ich aus dem Überschuss ein Pesto, vielleicht mit einem Rest Pistazien oder Pinienkernen. Und Olivenöl. Und geriebenem Parmesan, der müsste eh auch schön langsam weg ...

Aber ich träume vor mich hin. In Wirklichkeit waren es heute nur die Laibchen. Die Masse war so "flüssig", dass ich sie in kleinen Häufchen auf dem Blech verteilt habe und mit dem Löffel halbwegs gleichmäßig geformt habe. Nach einer Viertelstunde bei 180 Grad Ober- und Unterhitze hab ich sie gewendet, den Ofen ausgeschaltet und noch zehn Minuten im Rohr belassen. Die Hoffnung war, dass sie so weniger austrocknen.

Also gibt es heute Reis-Gemüse-Laibchen mit Blattsalat.

12.3.19 07:45, kommentieren

13. März: Reislaibchen mit Fleischlaibchen und Blattsalat

Manchmal bin ich zu optimistisch. Als ich heute früh ein Packerl mit gemischtem Faschierten aus dem Tiefkühler nahm, war ich fest davon überzeugt, dass das Fleisch bis mittags aufgetaut sein würde. Und mittags stampfte ich selbiges, noch halbgefroren, dann mit dem Kochlöffel, damit ich für meine Fleischbällchen in Paradeissauce eine ordentliche Masse zusammenkriegte.

Es wurde aber ganz ein anderes Essen, nämlich Fleischlaibchen mit Reislaibchen und Blattsalat. Fleischbällchen hab ich im Anschluss auch noch fabriziert, weil viel zuviel von der Masse da war. Aber die werde ich gekochterweise einfrieren, für meinen nächsten akuten Fleisch-Hunger.

Begonnen hab ich damit, den Blattsalat zu pflücken (weil es ziemlich nach Regen aussah). Am Vormittag hab ich die Fleischmasse gefertigt, indem ich zum Faschierten ein Ei und ein paar Gewürze gegeben habe: Salz, Pfeffer, Rosmarin und Heckenzwiebelschlotten. Dann hab ich den Plattengrill aufgeheizt und insgesamt neun Mini-Laberln dort gebraten, in zwei Portionen. Bei der ersten Charge hab ich auch ein Reislaibchen von gestern mit auf den Grill gelegt.

In der Zwischenzeit hat auf dem Herd ein kleines Reinderl mit Wasser und einer kleinen Portion Suppengrün sowie Rosmarin, Salz und einer Knoblauchzehe insgesamt eine Stunde lang gekocht. Dann hab ich das Grünzeugs rausgenommen und die restliche Fleischmasse in kleine Knöderl gewuzelt und in dieser Suppe gekocht, herausgenommen und auskühlen lassen. 

Die Karotten sind wieder in die Suppe gekommen (den Rest kriegen die Hendln) und auch die Bratrückstände vom Grill hab ich zur Suppe getan, so gut das eben möglich war.

Die restlichen sechs Mini-Laibchen hab ich zu den restlichen drei Reislaibchen in den Kühlschrank getan. Da werde ich uns morgen eine ordentliche Portion Paradeissauce dazu machen und die Dinger drin aufwärmen, und schon ist wieder gekocht.

13.3.19 12:39, kommentieren

14. und 15. März: Rotkraut mit Erdäpfeln

Die Suppe schmeckt sooo gut, jammerte das Kind, sich der Tatsache bewusst seiend, dass es gerade die unwiderruflich letzte Portion davon in sich hineinlöffelte. Es konnte ja nicht wissen, dass es sich um das vortägige Experiment mit den Fleischbällchen handelte. Welches ich offensichtlich gerne wiederholen darf.

Vorerst aber hatten wir gestern tatsächlich Fleischlaberl und Reislaibchen in einem See aus Paradeissauce. Alles verschwand restlos. 

Heute herrscht eine Diskrepanz zwischen dem, worauf ich Gusto habe und dem, was weg muss. Seit Tagen schau ich mir das Glas mit Grossauers Saiblingspesto an und würde einen großzügigen Löffel davon gern auf eine halbe Portion Teigwaren tun. 

Leider muss das Rotkraut aus dem Tiefkühler, und so hab ich mich seufzend für Rotkraut mit Erdäpfeln entschieden. Ersteres hab ich essfertig eingefroren, das muss mittags nur erhitzt werden. Wie genau sich die Erdäpfel gestalten werden, kann ich noch nicht sagen. In einer Obers-Sauce? Als Erdäpfelschmarrn, mit Zwiebel? 

Da werde ich mich erst beim Kochen entscheiden.

Abends gibts jedenfalls Bärlauchcremesuppe, da hab ich das Kind schon vorbereitet. Aber wenn von heute mittags Erdäpfel übrig bleiben, könnte ich auch eine Suppe panschen aus eben jenen und einer Portion aus dem Glas "Gebratene Zucchini in Olivenöl mit Knoblauch".

Das überleg ich mir noch.

1 Kommentar 15.3.19 07:56, kommentieren

16. März: gedünstete Chinakohl-Sprösslinge mit Obers-Erdäpfeln

Gestern gabs tatsächlich Obers-Erdäpfel zum Rotkraut. Sehr simpel: Erdäpfel schälen und in dünne Scheiben schneiden, in ein Reinderl tun und salzen. Mit Wasser knapp bedecken. Aufkochen, köcheln lassen. Wenn sie knapp davor sind, bissfest zu werden, Deckel abnehmen, mit Obers begießen, gut verrühren und offen ein paar Minuten weiterköcheln lassen. Bei Bedarf würzen.

Natürlich hab ich viel zuviel gekocht. Also hab ich nachher getrickst: eine kleine Portion samt Sauce hab ich für den nächsten Tag in ein Reinderl getan und gekühlt. Den Rest hab ich abends auf den Herd gestellt und zum Kochen gebracht, eine Handvoll geschnittenen Bärlauch dazugetan, Wasser und Salz zugegeben und das ganze zwei Minuten köcheln lassen.

Dann wie üblich mit dem Pürierstab traktiert, und schon hatten wir eine fesche Bärlauchcremesuppe.

Die Erdäpfel hab ich heute mit ganz wenig zusätzlichem Wasser aufgekocht und ziehen lassen. Derweil hab ich die Triebe vom ausgewachsenen Chinakohl von der Pflanze geschnitten, auf Länge gebracht und gewaschen. Derweil wurde auf der Herdplatte das beschichtete Reinderl heiß. Einen Esslöffel Olivenöl rein, die Sprösslinge dazu, salzen, gut durchmischen und rundum anbraten lassen. Nach vielleicht fünf Minuten zwei Schluck Wasser dazu, Deckel drauf, Herd abdrehen und die Dinger ein paar Minuten ziehen lassen.

Alles auf den Teller tun und gedünstete Chinakohl-Sprösslinge mit Obers-Erdäpfeln genießen.

Ist natürlich schwierig nachzukochen ohne das Grünzeugs. Wer aber wie wir auf dem spätwinterlichen Gemüsebeet Chinakohl-Pflanzen stehen hat, die langsam ins Blühen anfangen, der oder die sollte sich überlegen, nicht alles auszureißen und zu entsorgen, sondern wirklich die jungen Triebe zu verkochen. Erhitzt schmecken sie nicht nach Senf und scharf, sondern mild und süßlich.

Ich muss das bei Gelegenheit auch mit normalen Kopfsalat-Pflanzen ausprobieren. Aber die wachsen noch nicht aus, im Gegenteil, die werden jetzt alle zizerlweise erntefähig.

16.3.19 12:09, kommentieren