Der Sparküche-Blog.

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15. und 16. Jänner

Ähem. Gestern bin ich, natürlich völlig absichtslos, um die Mittagzeit bei meinen Eltern eingetroffen und konnte tatsächlich ein Mittagessen schnorren: Rehragout mit Semmelknödel. War rasch aufgewärmt und ersparte mir die eigene geplante Variante der Verpflegung, nämlich Pasta mit gebratenen Melanzani.

Heute war ich überhaupt völlig inaktiv. Das einzige, was ich geschafft habe, war: in der Früh hab ich das Packerl "3 Kohlpackerl mit Reisfülle auf Schmorparadeisern, essfertig" aus dem Tiefkühler genommen und auftauen lassen.

Das war mittags schnell aufgewärmt, und ich habe es geschafft, nur eine einzige Scheibe Weißbrot dazuzuessen. Als Nachtisch hab ich eine Pralinenschachtel restentleert, es waren aber eh nur mehr fünf Stück drin. Dafür gabs am Nachmittag eine Orange. Jetzt fiebere ich bereits dem Abendessen entgegen.

Die Waage schlägt nämlich schon ziemlich aggressiv aus, und in knapp drei Wochen beginnen meine Entschlackungstage. Wenn ich nicht jetzt schon versuche, wieder normale Portionen zu essen (und auch nur die und nicht Kalorienberge zwischendurch), überlebe ich die ersten beiden Reduktionstage erst gar nicht.

 

1 Kommentar 16.1.19 16:00, kommentieren

17. Jänner: Pasta mit Paradeissauce und gebratenen Zucchini

Das, was ich für einen Rest Teigwaren hielt, entpuppte sich als Monstermenge von 30 Deka. Ich hab sie trotzdem alle im kleinen Reinderl gekocht, was natürlich zuwenig Wasser war und außerdem dauernd überschwappte, so dass ich ordentlich genervt war von mir selbst und meiner Sturheit.

Ich hab das Gericht, dem Kind zuliebe, wieder zweigeteilt. Mir verordnete ich einen Löffel voll gebratener Zucchini in Olivenöl als eine Art Pesto, dem Kind bereitete ich eine Paradeissauce aus einem Glas gekochte Paradeiser, Salz, Pfeffer, Zucker und einem Gmachtl aus zwei Schluck Wasser (mit dem ich das Paradeiser-Glas ausgespült habe) und einem Löffel Speisestärke.

Bei Tisch haben wir uns geriebenen Parmesan drübergestreut, über die Pasta mit Paradeissauce oder gebratenen Zucchini.

So. Jetzt sind natürlich Hörnchen übrig geblieben, und ein Rest Paradeissauce auch. Also hab ich abends die Sauce über die Teigwaren geschüttet, mit ein bisserl Wasser und Salz verlängert und einen großzügigen Schuss vom Kräuteröl (wo letzte Woche die Frischkäsebällchen drin geschwommen sind) dazugeleert.

Das hab ich alles unter häufigem Rühren erhitzt, und wir habens auf Putz und Stingel aufgegessen. Baden könnte das Kind in dieser Art von Essen.

1 Kommentar 17.1.19 19:01, kommentieren

18. Jänner

In der Früh hab ich optimistischerweise eine Kürbiscremesuppe gekocht, aber nachdem ich mir heute das Kind geschnappt und erst asiatisch mit ihm essen war, wir uns dann stundenlang durch den Tiergarten geschlagen und uns im Anschluss in der Konditorei ausgetobt haben, hab ich die für morgen aufgehoben.

Abends haben wir nur noch einen Snack verzehrt. Allerdings - ich zumindest - einen köstlichen. Nämlich haben wir ja so gut wie immer Bio-Schlagobers im Haus. Mitunter schätze ich die benötigte Menge auch falsch ein, und es bleibt was über.

Und dann gibt es zwei Möglichkeiten. Manchmal wird das überfällige Schlagobers bitter und eignet sich nur noch als Hendlfutter.

Manchmal aber wird das Zeug einfach sauer und kriegt auch eine cremige Konsistenz und schmeckt dann wie eine Mischung aus Frischkäse und Mascarpone. Die reine Wonne. Sogar das Kind hat sich heute davon auf sein Brot geben lassen, obwohl es sonst bei allem abwinkt, was sich zum aufs-Brot-streichen eignet. (Ausgenommen Butter natürlich, die am besten fingerdick aufs Brot. Weißbrot selbstverständlich. )

Diese Herrlichkeit währt natürlich nicht ewig, aber länger als eineinhalb Tage ist so ein Becher eh nicht in meinem Kühlschrank verblieben ...

18.1.19 18:09, kommentieren

19. und 20. Jänner: Spießerl mit Tralala

Fünfzig Jahre alt musste ich werden, bevor ich Einfluss bekam auf die familiären Spießerl. Mein Vater legt nämlich nur Wert auf Fleisch und Speck. Allenfalls Pfefferoni. (Der wiederum derart scharf ist, dass es besser ist, sein Spießerl in einer extra Pfanne zu braten.)

In meiner Kindheit hat meine Mutter es noch mit Zwiebelstücken und Leberstücken versucht. Nach mehrmaliger Ablehnung hat sie auch darauf verzichtet. Fleisch und Speck also, jahrzehntelang.

Als ich erwachsen wurde, hab ich dann in verschiedenen Rezepten von Zutaten für Spießerl gelesen - - also, auf die Idee wäre ich erst gar nicht gekommen!

Allein, meine Forderungen blieben ungehört und unerfüllt. Bis das Kind ins spießerlfähige Alter kam. Das Kind legte keinen Wert auf das Fleisch, fraß der Familie den Speck weg und monierte vehement das Fehlen von Würsteln.

Seit einigen Jahren also darf ich meine Vorschläge einbringen. Manches muss ich selber aufstellen, das nehme ich aber gern in Kauf, denn auf unseren (des Kindes und meinem) Spießerln steckte heute: Schweinslungenbraten (in kleinen Mengen), Leberkäse, Würstel, Speck, Paradeiser, Hühnerleber und Halloumi.

Serviert wurden die individualisierten Spießerl mit Braterdäpfeln, Senf, Ketchup, Chutney und gehackten Zwiebeln.

Köstlich, kann ich euch sagen. Übrigens: Mein Vater musste seinen Höllenpfefferoni aus dem Glas separat dazu essen. Und alle blieben unverletzt.

 

Am Nachmittag begab ich mich kurz ins Gemüsebeet, um mir eine Portion Kohlsprossen, eine Portion Broccoli und vier Petersilstängel zu sichern. Nur damit ihr vorbereitet seid.

2 Kommentare 21.1.19 18:37, kommentieren

21. Jänner: Kohlsprossen mit Speck und Erdäpfeln

Ursprünglich wollte ich das Gemüse aufheben und mir heute ein Stöckelkraut mit Erdäpfeln machen. Ich hab mich dann umentschieden, denn ich sollte froh sein, mit so einem frischen Gemüse mitten im Winter arbeiten zu können. So wurden es gedünstete Kohlsprossen mit Speck und Erdäpfeln, als Nachspeise Birnenkompott.

Also hab ich einige kleine speckige Erdäpfel ungeschält in Wasser gekocht und die Schalen von zwei mehligen Erdäpfeln gleich mitgekocht.

Derweil hab ich im beschichteten Reinderl einen Löffel Olivenöl erhitzt und einen kleinen Rest Beinschinken sowie einen gehäuften Löffel Speckwürfel drin angebraten und dann die Kohlsprossen dazugegeben, alles einige Minuten angebraten, mit Salz und Pfeffer gewürzt und mit wenig Wasser aufgegossen. Deckel drauf, Hitze reduziert, zwanzig Minuten dünsten lassen.

In der Zwischenzeit hab ich den Broccoli und die Mehligen klein geschnitten. Nachdem die Speckigen und die Schalen durch waren, kamen erst ein paar kleine Roserl Broccoli ins Wasser und wurden blanchiert. Rausgefischt und die Mehligen und den restlichen Broccoli rein, mit Salz und zwei Knoblauchzehen gewürzt, Deckel drauf, Hitze reduziert und eine Viertelstunde köcheln lassen. (Abends dann pürieren und mit dem Bratrückstand vom Gemüse und mit Milch endfertigen und die Roserl als Einlage dazutun. )

Weil ich schon dabei war und das Reinderl heiß, hab ich das vergammeltere der beiden Mini-Krauthapperln dann doch noch geputzt, halbiert und die Hälften beidseitig im Kohlsprossen-Rückstand angebraten, zugedeckt und für eine halbe Stunde sich selbst überlassen. Dann musste ich nur noch mit Fleur de Sel würzen. Die hab ich dann zwischendurch vernascht.

Abends hab ich aus gegebenem Anlass das Kind verwöhnt. Zähneknirschend hatte ich ja am Freitag bei den Bauern sechs Eier gekauft (in meinem Stall war heute eines ohne Schale und dementsprechend leergefressen, aber immerhin: das erste Ei seit Wochen! ). Von denen hab ich drei in die Pfanne gehauen, aber erst nachdem ich in Olivenöl eine Handvoll Speckwürfel gebraten hatte. Salz, Pfeffer und Weißbrot, und köstlich.

Ihr ahnt es schon: das Packerl mit den Speckwürfeln muss dringend leer werden.

21.1.19 18:52, kommentieren

22. und 23. Jänner: Gedünsteter Kohl mit Speck und Brot

Analog dem Kraut gestern habe ich mir heute das Innere von einem kleinen Kohlkopf gedünstet. Dazu habe ich, weil ansonsten leider dauernd beschäftigt, Brot gegessen. Hat mir auch gut geschmeckt, nur war es zuwenig, weshalb ich danach noch ziemlich alles gegessen habe, was Kühlschrank und Kuchlkastl hergegeben haben.

Typisches Beispiel für einen schlechten Tag.

Gestern war ich auch beschäftigt, fand aber zumindest zwischendurch Zeit, um ein indisches Fast-Food-Chicken-Madras mit gelbem Reis zu mir zu nehmen, welches unvorhergesehen scharf war - ich sollte mich mehr mit den Geheimnissen der indischen Küche beschäftigen ...

23.1.19 14:30, kommentieren

24. Jänner: Selleriecremesuppe und Grießschmarren mit Kompotten

Gestern Abend haben wir irgendwie die Suppe vergessen. Da brauche ich mich heute vormittags nimmer drum zu kümmern. Suppe ist heute Pflicht, nachdem es danach einen feschen Grießschmarren mit Kompotten gibt. Ich hab da so ein Brombeerzeugs, das ich im Sommer eingeglast habe, und außerdem gibts noch Apfel- und Marillenkompott. Da wird sich ja wohl was kombinieren lassen.

Für den Schmarren hab ich vor einer Stunde 3/8 Liter Milch und eine Prise Salz in den Becher getan und hinreichend Grieß hineingeleert, umgerührt und das Zeug stehen lassen. Wenn ich zu kochen beginne, kommen noch zwei kleine Eier dazu - die letzten gekauften, denn meine Damen haben schon zwei Eier gelegt! - und der Teig wird in eine heiße Pfanne mit reichlich Butter gegossen und erstmal einige Minuten backen gelassen. Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, um ein paar Rosinen auf den Teig zu streuen und sie einsinken zu lassen.

Was das Kind gerne hätte. Aber ich mag keine Rosinen im Schmarren. Außerdem verlangt das Kind dann auch meine Rosinen, und dann wird's eine blöde Klauberei.

Theoretisch gehört der Teig dann im ganzen gewendet und fertig gebacken und dann in mundgerechte Happen zerzupft. Weil mir das aber sowieso nie gelingt, teile ich den Teig gleich in der Pfanne und drehe die einzelnen Stücke um, und dann Schaufeln und Rühren, bis der Schmarren durch ist. Ein paar Minuten ziehen lassen, auf die Teller schaufeln, mit Staubzucker einschneien und Kompott oder Apfelmus dazu essen.

1 Kommentar 24.1.19 11:56, kommentieren

25. bis 28. Jänner: gebratene Lammbrust mit Trallala

Tut mir Leid, ich bin mit meinen Einträgen schon wieder im Hintertreffen. Aber großteils gilt eh: nix gekocht.

Am Freitag haben wir ein für uns neues Lokal ausprobiert, nämlich Gustl kocht, im dritten, in der Erdbergstraße. Die Karte ist klein, aber fein, das Ambiente rustikal und das Essen schmeckt gut. Serviert wird österreichische Küche und ein Angebot aus dem östlichen Bereich: ukrainisch, georgisch, russisch. Wir waren sehr zufrieden, die verlockend aussehenden Nachspeisen aus der Vitrine konnten wir aus Kapazitätsgründen nimmer verkosten.

Am Samstag hab ich irgendwelche Reste gegessen (fragt mich aber bitte nicht im Detail, welche, ich habs verdrängt).

Sonntag aber habe ich mich in die Küche gestellt und eine Lammbrust gebraten und Zeug dazu gereicht.

Die Lammbrust hatte ich unterschätzt. Das vakumierte Ding war nicht einsehbar, und als ich es aus der Folie zupfte, stellte es sich als komplette Seite eines Tiers heraus, fast 60 cm lang, aber ziemlich dünn. Die Knochen waren alle noch dran.

Na gut. Hab ich sie so zubereitet wie meinen Karpfen, die Lammbrust. Zuerst wurden Erdäpfel geschält und längs geviertelt und auf ein Backblech mit Olivenöl getan. Salz und Rosmarinnadeln drüber. 

Von der Lammbrust hab ich das Eck abgeschnitten, das nimmer aufs Blech gepasst hätte, das kam dann extra in eine Ecke des Blechs. Jedenfalls hab ich das Fleisch beidseitig gesalzen und mit gehacktem Knoblauch gewürzt, auf die Oberseite kam noch Rosmarin. Und zack! hinein ins Backrohr, und bei 180 Grad Ober- und Unterhitze gute eineinhalb Stunden gebraten.

In der Zwischenzeit haben das Kind und ich Salat gewaschen und zerzupft, aus gehackten Kräutern, Salz, Paprikapulver und Rahm einen Kräuterrahm gerührt und einen Topf Reis gedünstet. Außerdem hab ich ein paar Rote-Rüben-Blätter fein geschnitten und eine Handvoll Vogerlsalat geerntet.

An der gebratenen Lammbrust essen wir heute noch. Ursprünglich hatte ich vor, die Knochen gemeinsam mit dem Bratrückstand zu einer Suppe zu verkochen, aber wir haben noch derart viel von der Knochensuppe, die ich am Samstag gekocht hatte, dass ich mir noch nicht sicher bin, obs dazu kommen wird. Oder ich koche sie und friere sie ein.

Außerdem gibts ein Häferl voll Bratenfett, das im Kühlschrank auf zukünftige Einsätze beim Kochen wartet. Aber die nächsten Tage werden Reste gegessen, denn ab Sonntag finden die jährlichen Entschlackungstage statt, eh schon wieder dringend notwendig.

Das Lammbratenschmalz wird also noch länger warten müssen.

29.1.19 07:28, kommentieren

29. Jänner: Blattsalat, danach Grießkoch

Geht schon los mit dem Reste-essen. Weil ich am Freitag nämlich eine Flasche Milch bei den Bauern gekauft habe. Da geht sich ein Grießkoch aus, vermutlich mit Kardamom.

Vorher rücke ich dem zweiten Salathapperl zu Leibe, das ich am Samstag vorsichtshalber beim Supermarkt habe mitgehen lassen. Übrigens: den Strunk vom letzten Salat habe ich, wie man das in diversen Anleitungen immer häufiger sieht, in einen Becher mit Wasser gestellt. Angeblich treiben die Dinger nach einiger Zeit frische kleine Blätter aus. Das ist doch einen Versuch wert!

Über den Salat kommt jedenfalls ein bisserl was vom Kräuterrahm. Der kam am Sonntag nicht so gut an, und ich will ihn nicht komplett den Hendln verfüttern ...

(Sag nicht dauernd "Biotonne" zur Mama!)

29.1.19 07:33, kommentieren

30. Jänner: Blattsalat mit gegrilltem Halloumi und Gebäck

Heute habe ich erstens endlich die Lammbraten-Suppe gemacht. Erst im verdünnten Bratenrückstand die Knochen ausgekocht, die dann rausgenommen und dann einen Teller voll gewürfeltem Gemüse drin gekocht. Ein paar Kräuterstängel waren auch drin. Die zugehörigen Petersilblätter hab ich gehackt. Ein Teil davon kam auf den mittäglichen Salat, der Rest landet abends in der Suppe.

Für mich habe ich das Kühlschrankfach, das ich geistig mit "zum Verkochen" beschriftet habe, ausgeräumt. Ein Rest Kräuterrahm, ein halbes Salathapperl, ein halbes Packerl Halloumi (noch von den Spießerln - der muss dringend weg!), zwei Sardellenfilets, zwei Mini-Snack-Gurken.

Na gut. Die Sardellenfilets hab ich wieder zurückgestellt. Den Salat hab ich zerzupft, eine der Gurken scheibliert, den Kräuterrahm mit einem Schluck Wasser verdünnt und als Dressing drübergegossen, den Halloumi in dünne Scheiben geschnitten und auf den Plattengrill gelegt. Als er fertig war, bereicherte er den Blattsalat mit gegrilltem Halloumi und Gebäck.

Es ist ein Kommen und Gehen, eher grad ein Gehen und Kommen. Jetzt ist neben dem Gürklein noch eine halbe Packung Suppengemüse in den Kühlschrank dazugekommen. Aus dem wird wohl morgen ein Gemüserisotto mit Tsatsiki werden, dann wäre nämlich der Rest vom Rahm auch endlich weg. Verfeinert wird der Risotto wohl mit Lammbratenschmalz werden, denn von dem ist ja reichlich da.

1 Kommentar 30.1.19 15:23, kommentieren

31. Jänner: Gemüserisotto mit Salamistreifen

Resteverwertung, gnadenlos. Leider hat der Supermarkt gerade das Bio-Suppengrün im Angebot, da musste ich drei Tassen kaufen; es ist also gerade mehr ein Kommen als ein Gehen. Trotzdem müssen die bösenbösen Lebensmittel bis Samstag früh weg. Leider gibts noch einiges davon. So zum Beispiel ein angefangenes Packerl mit Salami-Enden. Solche Packerl, sortiert nach Wurst- und Schinkensorten, gibts beim Supermarkt um einen Spott. Für ein Viertelkilo hab ich einen Euro bezahlt.

Wir essen die Dinger  normalerweise abends, aber heute habe ich den Rest vom Packerl in feine Streifen geschnitten - also, den Inhalt natürlich, nicht die Folie - und in den Risotto getan. Jede Menge Gemüse war auch dabei, nämlich die zweite halbe Packung vom letzten Suppengrün, klein gewürfelt, und ein Esslöffel Erbsen aus dem Tiefkühler. Drübergestreut über diesen Gemüserisotto mit Salamistreifen haben wir uns reichlich Parmesan. Die letzte verbliebene Snack-Gurke hab ich scheibliert und auf die Tellerränder verteilt.

Jetzt aber ganz was anderes. Heute früh, des Kindes Milch-Tag, bin ich draufgekommen, dass die Milch sauer geworden ist. Als Ersatz wollte ich dem Kind eine Freude machen und hab im Supermarkt zu einem Packerl "Schärdinger VanilleTraum" gegriffen.

Zum Glück hab ich mich rechtzeitig erinnert, die Zutatenliste zu lesen. Und dann hat mir derart gegraust, dass ich das Packerl wieder hingestellt habe und einen Kakao genommen habe, der mit sechs Zutaten auskommt: Milch, Zucker, Kakaopulver Carrageen, Salz und Aroma. Auch schon zuviel, aber immer noch besser als die gelbe Alternative.

Folgendes ist im VanilleTraum drin: Milch, Zucker, Glucose-Fructose-Sirup, Karamelsirup, modifizierte Stärke, Stabilisatoren Guarkernmehl, Carrageen, Farbstoff Beta Carotin, Aroma, Vitaminmischung mit Vitamin B1, B2, B6, E und Folsäure.

Allerdings bin ich nicht die einzige, der das aufgefallen ist. Als ich im Internet die Zutatenliste suchte, bin ich gleich auf der Seite konsument.at gelandet. Die haben dort auch allerhand ausstalliert. Dass nämlich zum Beispiel auf der Packung eine Vanilleschote samt Blüte abgebildet ist. Was nur dann gesetzlich zulässig ist, wenn auch tatsächlich Vanille drin ist. Ist aber nicht.

Ganz ungesund sind außerdem die Komponenten mit Sirup und die modifizierte Stärke. Hände weg, sag ich euch.

31.1.19 19:04, kommentieren