Der Sparküche-Blog.

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23. und 24. Dezember: Mangoldstiele in Bechamelsauce mit Couscous und Polenta

Gestern konnten wir uns einen hausgemachten Schweinsbraten mit Reis und Salaten schmecken lassen. Da hatten wir den direkten Vergleich zwischen Schopfbraten und Karree. Ersteres schmeckt uns definitiv besser, aber am besten ist ja doch das Bauchfleisch.

Heute dann, dem Anlass entsprechend, eine Fastenspeise als Mittagessen: Mangoldstiele in Bechamelsauce mit Couscous und Polenta, beides Restln im Kuchlkastl. (Natürlich ist vom Couscous trotzdem was übrig geblieben. Vermutlich endet er als Suppeneinlage.)

Die Bechamel ist mir klumpenfrei gelungen, auch etwas Seltenes. Ich hab einen gehäuften Esslöffel Butter zerlassen und von der Menge ebensoviel Mehl hineingestaubt und eine helle Einbrenn gebrutzelt. In diese habe ich, in mehreren Portionen, etwa drei Achtel Milch gegossen und langsam aufkochen lassen, und fortwährend gerührt. Gesalzen habe ich auch. Als die Sauce schön dick war, hab ich eine Portion noch halb gefrorener Mangoldstiele, blanchiert und klein geschnitten, dazugetan und noch ein paar Minuten leise köcheln lassen.

Parallel dazu hab ich den Couscous gesalzen und mit kochendem Wasser übergossen und den Rest vom Maisgrieß in einer Mischung von gesalzener Milch und Wasser zuerst aufkochen und dann quellen lassen.

Abends gibts dann eine Erdäpfelcremesuppe mit Linsen und gebratenem Speck und danach eine kalte Platte. 

 

26.12.18 13:41, kommentieren

25. und 26. Dezember: gebratene Ente mit Semmelauflauf, Rotkraut und Salaten

Sicher habt ihr euch schon gedacht, dass ich die Ente nicht selbst gebraten habe. Immerhin habe ich die Reste heute selbst aufgewärmt, und sogar ein neues Rotkraut dazu gekocht - wenn auch nicht so schmackhaft wie das meiner Mutter. Und heute habe ich auf die Preiselbeeren verzichtet.

Sonst aber war es wie gestern: gebratene Ente mit Rotkraut und Semmelauflauf. Die Fülle hat meine Mutter nämlich nicht ins Tier gestopft (da kamen Äpfel hinein), sondern der Knusprigkeit halber in einer extra Auflaufform im Rohr gebraten.

Übrigens habe ich einen heiteren Tipp für Geflügel in Übergröße im Radio gehört: Profiköche füllen das Tier mitunter mit einer Glasflasche, weil diese die Wärme besser ins Innere des Bratens leitet und somit die Garzeit verkürzt.

Sogar einen zusätzlichen großen Knochen konnte ich mir gestern erschnorren, aus dem und aus einem Rest vom Bratensaft und -fett wird morgen ein Supperl geköchelt.

Heute allerdings habe ich das restliche Fett vom gebratenen Speck von gestern zerlassen, darin ein halbes Zwiebelhapperl (fein geschnitten) angebraten, ein kleines Happerl Rotkraut (fein geschnitten) sowie einen Löffel vom Entenbratlfett dazu gegeben und alles gut angebraten.

Nach vielleicht acht oder neun Minuten habe ich gesalzen, gezuckert, mit ein wenig von der aktuellen Frühstückssaftflasche ("Apfelsaft mit ein paar Aronien" ) aufgegossen und einen kleinen Apfel hineingeraspelt.

Umgerührt, Deckel drauf, bei kleiner Flamme köcheln lassen. Zwischendurch umgerührt, ein paar Tropfen Balsamico und noch was vom Apfelsaft zugegossen, wieder umgerührt, Deckel drauf, weiter köcheln lassen, insgesamt eine Dreiviertelstunde. Dann hab ichs für fertig erklärt, den Rest der Heiligabend-Suppe aufgewärmt sowie die Ente samt Zubehör, und serviert.

1 Kommentar 26.12.18 13:59, kommentieren

27. Dezember: gebratener Wels mit Erdäpfeln und gedünsteten Karotten

Das Abendessen fiel heute anders aus als erwartet. Ich war der Meinung gewesen, ich hätte Matjes gekauft und mir voller Vorfreude einen in Spalten geschnittenen kleinen Kronprinzen und ein in Ringe geschnittenes halbes Zwiebelhapperl auf den Teller gehäuft und kräftig mit Mayonnaise bedeckt. Die Dinger stellten sich ausgepackterweise eher als saure Heringe heraus. Na egal, ich benannte das Abendessen um von "Matjesfilet nach Art der Sparköchin" in "Heringssalat nach Art der Sparköchin", legte die Heringe auf den Teller und verzehrte alles mit Toastbrot.

Beim Einkauf hatte ich aber auch ein kleines Wels-Filet aus Österreich erstanden. Eh schon in Aktion, und dann auch noch (vermutlich weil das Verbrauchsdatum näherrückte) um die Hälfte verbilligt. Der Fisch fürs heutige Mittagessen kostete für uns eineinhalb weniger als einen Euro fünfzig.

Außerdem dämpfte ich fünf mittlere speckige Erdäpfel und nahm ein kleines Packerl mit rohen Karottenscheiben aus dem Tiefkühler. Um letztere kümmerte ich mich zuerst: etwas Kokosfett ins kleine Reinderl und ein wenig Kreuzkümmel dazu, dachte ich, erwischte aber soviel, dass mir kurz die Luft wegblieb. 

Ich hab die Karottenscheiben dann trotzdem dazugetan und bei starker Hitze angebraten, später gesalzen, mit wenig Wasser begossen und zugedeckt auf kleiner Flamme einige Minuten gedünstet.

In der Zwischenzeit habe ich die Handgeschmiedete mit hinreichend Öl erhitzt und die Erdäpfel an den Rand gelegt. Danach hab ich das Filet geteilt (in einen dicken und einen dünnen Teil), gesalzen und auf einer Seite mit Zitronenpfeffer gewürzt und dann in der Pfanne bei moderater Hitze beidseitig gebraten, den dickeren Teil natürlich länger. Den dünneren Teil hab ich derweil auf den Erdäpfeln gelagert.

Dann blieb nur noch das Salzen der Erdäpfel und das Servieren  von gebratenem Welsfilet mit Erdäpfeln und gedünsteten Karotten zu tun.

Und mich zu wundern, denn der Kreuzkümmel war überhaupt nicht zuviel. Vermutlich hat er im Laufe der Zeit einfach einen Teil seiner Würzkraft verloren. Ich muss wieder einmal mein Gewürzladl näher besichtigen.

27.12.18 19:24, kommentieren

28. Dezember: Pasta mit zweierlei Pesto und Blattsalat

Klingt nach mehr, als es war. Aber geschmeckt hat es uns beiden, und beide hätten wir das auf dem anderen Teller nicht gegessen. Die Kocherei musste heute drei Voraussetzungen erfüllen:

- fleischfrei
- Reste verwenden
- nennenswerter Gemüse-Anteil

Das mit den Resten hab ich nur ansatzweise hingekriegt, weil sich das Kind nämlich den gesamten Rest des geriebenen Pecorino über seine Nudeln schüttete. Aber ein kleines Glas gekochte Paradeiser ist aus dem Kühlschrank gekommen, und beim Kernöl und den gebratenen Melanzani sind auch nur noch kleine Reste im Glas bzw. in der Flasche. Die schaffen wir demnächst.

Den nennenswerten Gemüse-Anteil hatte zumindest das Kind. Bevor ich die Teigwaren, in diesem Fall Hörnchen, ins kochende Wasser schmiss, hab ich das Glas mit den gebratenen Melanzani (eigene Produktion natürlich) aus dem Kühlschrank genommen, damit das Olivenöl flüssig wird.

In die kleine Pfanne hab ich die gekochten Paradeiser geleert, mit Salz, Pfeffer und Zucker gewürzt und diese Mischung bei eher großer Hitze einkochen lassen, bis die Flüssigkeit zu zwei Dritteln verdampft war. Auf Kräuter hab ich um des lieben Friedens Willen verzichtet. Aber umgerührt hab ich zwischendurch, damit diese Paradeismarmelade nicht anbrennt.

Das Kind hat in der Zwischenzeit ein halbes Happerl Batavia gewaschen und zerzupft, bei Tisch haben wir individuell mit Balsamico und Kernöl mariniert.

Ich selber hab meine Pasta nur mit großzügig Melanzani aus dem Glas vermischt und käselos gegessen. So erklärt sich die Pasta mit zweierlei Pesto und Blattsalat.

 

Heute Abend mach ich aus den von gestern gebliebenen Erdäpfeln, dem Pasta-Kochwasser und noch einigen Gemüseresten sowie einer Handvoll Linsen einen Gemüseeintopf.

28.12.18 12:34, kommentieren

29. Dezember: Weißwürste mit Senf und Brezen

Heute habe ich es mir einfach gemacht, die Würste waren im Billig-weil-fast-schon-abgelaufen-Regal, den Rest habe ich heute besorgt.

Nachtisch war ein Rest Jogurt mit Marillenmarmelade. Vorher habe ich den Rest des gestrigen Eintopfs, mit Wasser zur Suppe verlängert, gegessen. 

Gestern hatten wir deswegen großes Drama, weil mir der Eintopf zu scharf geraten war. Lieber Himmel, wie sich das Kind echauffieren kann ...

Außerdem haben wir gemeinsam eine Kiwi gegessen, damit wenigstens ein bisserl Vitamin C im Spiel ist ...

29.12.18 13:25, kommentieren

30. Dezember: Grenadiermarsch mit Salat

Warum, glaubt ihr, bin ich heute so fleißig in der Küche unterwegs? Richtig. Weil ich eine andere Arbeit habe, die mich überhaupt nicht freut. Prokrastinations-Sonntag heute.

Also habe ich bereits aus einem Rest Milch und einem kleinen Schoko-Nikolaus (und einem Rest Speisestärke) einen flotten Pudding für zwei gemacht. Weil aber der Rest Speisestärke für den Rest Milch zu groß war, ist der Pudding eher ein Wurfgeschoss geworden als eine Nachspeise. (Vielleicht darf ich ja beide Portionen essen, das Kind liebt keine festen Puddings. ) (Aber nicht, dass mir hier Berechnung unterstellt wird! )

Dann habe ich aus etwa einem halben Kilo frisch gemahlenem Dinkel, einem überfälligen Packerl Topfen, zwei Schluck Olivenöl, hinreichend Salz und einem Dampfl aus einem aufgetauten halben Germ-Würfel einen Brotteig geknetet. Der geht grad in der Küche auf dem Herd ganz hinten, dort wo die Selleriecremesuppe in spe noch leise köchelt.

Diese habe ich wie folgt gemacht: Im Wasser von den Weißwürsten gestern hab ich vier große speckige Erdäpfel gekocht. In den letzten Minuten kamen die Schalen eines großen mehligen Erdapfels dazu. Dann alles raus aus dem Reinderl und folgendes hinein: den mehligen Erdapfel, gewürfelt. Etwa zwei Esslöffel Sellerie, kleinklein gewürfelt. Eine Knoblauchzehe, ebenso. Zwei Petersilstängel und zehn Zentimeter Rosmarinzweig. Salz.

Und das köchelt jetzt noch. Später kommen die Stängel raus, alles wird püriert und eventuell nachgesalzen und mit Obers verlängert.

So. Jetzt endlich zur Hauptspeise. Den Rest vom Salathapperl hab ich gewaschen und zerzupft und auf zwei Schüsseln verteilt. Darüber kommt jeweils die Hälfte eines kleinen Glases Rote-Rüben-Salat. Das Kind motzt schon die ganze Zeit antizipativ.

Wenn das hier fertig geschrieben ist, wird folgendes passieren: Ich erhitze in der Handgeschmiedeten einen gehäuften Esslöffel Schmalz. Ich brate drin ein Zwiebelhapperl, in Halbringe geschnitten, an. Ich gebe einen Löffel Paprikapulver dazu, damit die Sache nicht so schaßblass aussieht. Die in Scheiben geschnittenen Erdäpfel kommen dazu und braten ebenfalls einige Minuten. Umgerührt wird fast dauernd. Zum Schluss kippe ich den Rest von den geköchten Hörnchen von vorgestern in die Pfanne und lasse alles gemeinsam noch ein paar Minuten durchziehen. (Manche KöchInnen geben auch klein geschnittene Schinken- oder Bratenreste dazu, aber mir schmeckts ohne Fleischanteil besser. )

In der Zwischenzeit ist das Kind hoffentlich mit dem Tischdecken fertig, und wir können den Grenadiermarsch mit Salat essen.

30.12.18 11:56, kommentieren

noch immer der 30. Dezember

Zwei Kleinigkeiten habe ich euch unterschlagen. Erstens habe ich für den Grenadiermarsch nur drei der vier Erdäpfel verwendet. Der vierte wird höchstwahrscheinlich als Einlage in der abendlichen Selleriecremesuppe landen.

Die Blatterln von den Petersilstängeln hab ich selbstverständlich gehackt und dem Grenadiermarsch zugefügt. War ein netter optischer Tupfer.

Der Kommentar des Kindes zum heutigen Essen: "Hätte ich nicht gedacht, dass mir das heute so gut schmecken wird!" Sogar der Salat samt Roten Rüben hat ihm gemundet. Vom Pudding ist leider auch keine Zusatzportion für mich übrig geblieben.

1 Kommentar 30.12.18 12:53, kommentieren

Silvester: Fischstäbchen mit Mayo-Erdäpfelsalat

Das Kind kocht. In der Früh schon war ich auf Krautfleckerl fixiert und habe, bevor ich mich auf den Weg zum Einkaufen gemacht habe, einen Nudelteig aus einem Ei, einem Schluck Olivenöl, einem Schluck Wasser und hinreichend Mehl (vielleicht 12 Deka?) geknetet und zum Rasten unter eine Schüssel gelegt.

Im Supermarkt gabs immer noch den 50-%-Fisch. Diesmal hab ich ein Kabeljau-Filet erstanden - um 4 Euro für uns eineinhalb. Als ich heimkam, hab ich dem Kind freigestellt, ob es panieren möchte oder ob ich die Krautfleckerl machen soll. - Ich habs eh vorher schon gewusst, was passieren wird. Macht aber nix, die Fleckerl mach ich heute nachmittags trotzdem. Ich stehe sowieso in der Küche, um die traditionellen Glücksfische zu backen.

(Die blöde Arbeit hab ich immer noch nicht erledigt, ich prokrastiniere also weiter vor mich hin. )

Ich hab also den Fisch gewaschen, noch einige Gräten rausgepopelt und fischstäbchenartige Streifen geschnitten. Das Kind hat die Dinger gesalzen, dann in Mehl, verschlagenem Ei und Bröseln gewendet und auf einem Teller gesammelt. Und ich geh jetzt und backe die Fischstäbchen in heißem Öl raus. (Aus dem Rest von den Panierzutaten werde ich nach dem Essen wahrscheinlich wieder Nockerl oder Knöderl fabrizieren.)

Vorher schon hab ich ein paar Erdäpfel gedämpft, geschält und scheibliert (den einen von gestern gleich dazu), Marinade drüber gegossen, ein kleines Zwiebelhapperl dazugeschnitten, den Rest einer Mayonnaise-Tube drüber ausgedrückt, gesalzen und alles gut, aber vorsichtig vermengt und mit ein paar fein geschnittenen kleinen Rote-Rüben-Blättern vermengt.

Und ich gratuliere mir zu unkomplizierten Fischstäbchen mit Mayo-Erdäpfelsalat

Habt einen schönen Silvester und rutscht dann gut hinüber ins Neue Jahr!

31.12.18 12:21, kommentieren