Der Sparküche-Blog.

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19. November: Maisauflauf mit Gemüsesauce

Heute stand ich vor dem Problem, mit ziemlich wenig Gemüse ein Reinderl voll Gemüsesauce machen zu sollen. Ich hab mich dafür entschieden, das Gemüse kurz anzubraten, mit Wasser zu bedecken und bissfest zu kochen und dann mit Maisstärke und wenig kaltem Wasser zu binden. Ein Schuss Obers durfte auch noch hinein.

An Gemüse war es eine kleine Hand voll Mini-Karotten, eine große Hand voll Gemüsestängel (Mini-Karfiol und Broccoli) und der Kopf samt Herzblättern von einem Kohlrabi. Alles wurde klein geschnitten, im restlichen Öl vom gestrigen Ofen-Kürbis angebraten, gesalzen und dann weiter wie oben.

Für den Maisauflauf hab ich zwei Eiklar zu Schnee geschlagen, dann zwei Dotter mit je 60 ml Obers und Milch, Salz und Kurkumapulver 7 Minuten cremig geschlagen, dann 10 Deka Maismehl drübergestreut, den Schnee zugegeben und alles gut vermengt. Die Masse kam in eine mit Kokosfett ausgestrichene Schüssel, und die mit wenig Wasser auf den Dämpfeinsatz im großen Reinderl.

Dort verblieb sie etwa 15 Minuten, was zu kurz war, denn der untere Teil des Teigs war noch roh. Hat uns aber nix ausgemacht: ich hab den oberen Teil des Auflaufs runtergenommen, und der Rest kam nochmals ins Reinderl.

Und wir aßen Maisauflauf mit Gemüsesauce

20.11.18 13:28, kommentieren

20. November: Grießkoch mit Marillenzeugs

-gatsch wollte ich schreiben, aber das macht sich als Überschrift nicht gut. Gemeint sind die Rückstände vom Dampf-Entsaften, die ich manchmal aus dem Entsafter kratze und in Gläser fülle.

Wenn es schnell gehen muss und wenig Arbeit sein soll, ist ein Grießkoch immer eine gute Wahl. Ich hab den letzten halben Liter Milch zum Kochen gebracht, dazwischen reichlich Zucker, etwas Zimt und zwei Kardamomkapseln dazugetan und beim Steigen der Milch hinreichend Grieß reingerührt, um nach einigen Minuten eine schnittfeste Masse zu haben.

Irgendwie erwische ich ein Grießkoch nie halbflüssig, wie er eigentlich sein sollte.

Und während wir den Grießkoch mit Marillenzeugs verspeisten, köchelte auf dem Herd schon eine Knochensuppe für den Abend.

20.11.18 13:33, kommentieren

21. November: Linsen-Gemüse-Curry mit Basmatireis, Apfelmus

Die Äpfel mussten weg. Endgültig. Also hab ich mich hingestellt und eine halbe Stunde lang Äpfel entkernt und geschält. Zuerst ein Reinderl voll Kronprinzen, was drei Gläser und ein Schüsserl voll Apfelkompott ergab, dann zwei Renetten, aus denen ich zwei Portionen Apfelmus produzierte, und jetzt sind sie weg, die angeschlagenen Äpfel, und das Gastkind und ich haben Apfelmus als Nachspeise. (Was das Gastkind außerordentlich empörte: dass es nämlich warten muss mit der Apfelmus-Schleckerei, und sich nicht sofort drin vergraben kann. )

Dafür hab ich mir das Kochen erspart, weil im Tiefkühler nämlich noch ein Behälter mit zwei Portionen "Curry mild, essfertig" auftauchte, vergraben unter Rindsbeuschel und Sauce Bolognese. (Immerhin in der richtigen Lade des Tiefkühlers, nämlich "Essfertiges, Nüsse, Reserveplatz". )

Das Curry taut gerade auf kleinster Herd-Stufe auf, während nebenan der Basmatireis dämpft. Natürlich hab ich zuviel vom Reis genommen, weil der uns morgen, mit einem Schluck Wasser und einem Stück Butter ergänzt, nochmals als Beilage dienen wird.

Heute gibts jedenfalls Linsen-Gemüse-Curry mit Basmatireis.

21.11.18 10:52, kommentieren

22. November: Hühnerleber nach Art der Sparköchin mit Reis

Den Reis habe ich ja noch von gestern. Außerdem hat sich in der Fleischlade des Tiefkühlers ein Packerl Hendlleber gefunden. Das hab ich gestern Abend in den Kühlschrank übersiedelt und werde es heute zu Hendlleber nach Art der Sparköchin mit Basmatireis verarbeiten.

Dazu werde ich großzügig Öl in der tiefen Pfanne erhitzen und ein großes grob geschnittenes Zwiebelhapperl drin anbraten. Dann kommt der Zwiebel an den Rand und die gewaschene Leber hinein in die Pfanne. (Das wird wieder spritzen, weil ich die Dinger nicht vorher abtrocknen mag. )

Die brät dann auch ein paar Minuten beidseitig an, bevor ein Glas gekochte Paradeiser drüber gekippt wird. Das Ablöschen mit Madeirawein hab ich mir bei zwei Kindern abgeschminkt. Gewürzt wird jedenfalls mit Salz, Pfeffer, Zucker und Rosmarin. Während schon alles leise schmurgelt, schäle ich zwei kleine Äpfel und schneide sie in Würfel. Die kommen auch dazu in die Pfanne. Ein paar Minuten noch ziehen lassen, dann ist die Sache essfertig.

1 Kommentar 22.11.18 11:09, kommentieren

23. November: Öhrchen mit Gemüsesauce

Wieder einmal sind mir Karotten zugefallen, von denen einige definitiv zu schön für die Hendln waren. Na, hab ich eine Portion Orecchiette gekocht und uns Öhrchen mit Gemüsesauce gegönnt. Außerdem hab ich für den Abend eine Gemüsecremesuppe aus jeweils einem Stück Karotte, Pastinake, Erdapfel und Knoblauchzehe mit einem Petersilstängel drin geköchelt.

Meinen Pürierstab, auch Stabmixer genannt, hab ich leider spenden müssen. Aber auch der andere tut seinen Dienst ziemlich gut. Er, der Kenwood, ist nur schlechter zu reinigen, leider. Aber der alte, also der uralte, der findet sich beim Braun-Ersatzteildienst nicht einmal mehr in der Rubrik "wird nicht mehr serviciert". Ich glaube, an den kann sich von den MitarbeiterInnen überhaupt niemand mehr erinnern ...

Also hab ich ihn zum R.U.S.Z. im Vierzehnten getragen, um vorsichtig anzufragen, ob vielleicht doch noch eine Reparatur geht. Die haben dort donnerstags ein Repair Cafe, wo eine das unter Anleitung selber machen kann, weil eine Profi-Reparatur nicht wirtschaftlich wäre. Allerdings muss man die Ersatzteile selber bringen. Und der sehr nette Herr, der auf einer Spezial-Website gesucht hat, hat auch nix gefunden.

Das Messer könnte ein Messerschleifer vielleicht mit viel gutem Willen noch schleifen. Aber dann hat er mein antikes Stück an den Strom gehängt und eingeschaltet, und das Störgeräusch war unüberhörbar. Also hab ich einen verabschiedenden Seufzer ausgestoßen und das Teil zum Ausbanln dagelassen. (Für die Gäste aus dem Norden: als Ersatzteillager gespendet. ) Nach 30 Jahren Dienst haben wir uns getrennt.

Aber ich schweife ab. Ich wollte von der Gemüsesauce erzählen, für die ich erst einmal ein kleines fein geschnittenes Zwiebelhapperl und ein ebensolches Knoblauchzeherl in reichlich Öl angebraten habe, nach ein paar Minuten zwei Handvoll klein gewürfelter Karotte und Pastinake dazugegeben und weitergebraten habe. Gewürzt habe ich mit Rosmarin, Salz, Zitronenpfeffer und Zucker. Weil ich nämlich nach ein paar weiteren Minuten den Rest von den gekochten Paradeisern reingeschüttet habe und alles noch ein bisserl köcheln lassen habe.

Für die oben erwähnte Suppe hab ich dann ein paar Schöpflöffel vom Pasta-Kochwasser abgezweigt. Den Rest hab ich für die nächste Suppe aufgehoben, nachdem ich das (leer gegessene) Reinderl von der Gemüsesuppe damit ausgeschwemmt habe. Wird eine gschmackige Kürbiscremesuppe ergeben. Hoffentlich.

24.11.18 13:30, kommentieren

24. November: Erdäpfel-Fisch-Gröstl mit Blattsalat

Vorgestern abends hats gefüllte Eier auf Blattsalat gegeben. Einige weitere Blätter von dem Happerl gab es heute als Erdäpfel-Fisch-Gröstl mit grünem Salat.

Dafür hab ich zwei Portionen speckige Erdäpfel gedämpft, geschält und auskühlen lassen.

Dann hab ich die letzten mickrigen fünf Eigenbau-Melanzani geschält und klein gewürfelt. Die hab ich im beschichteten Reinderl in reichlich Öl mit einer gehackten Knoblauchzehe und Rosmarin allseits angebraten und gesalzen und, mit wenig Wasser aufgegossen, zugedeckt schmurgeln lassen.

Wie die fertig waren, hab ich sie beiseite gestellt und zu dem Bratensatz noch etwas Wasser zugegeben und eine Portion "Karpfenreste, gekocht" - die positive Auslese von den Hendlfutter-Karpfenabfällen - drin aufgetaut. Dazu kamen die scheiblierten Erdäpfel und ein paar Blätter Petersil, grob zerzupft.Gesalzen und gut vermengt war das trotzdem eine eher trockene Angelegenheit, worauf ich mit einem Schluck Olivenöl beträufelt habe.

Der Salat hat dem Gastkind aber sowas von überhaupt nicht gemundet. Aber bei den Melanzani hats wacker mitgehalten. Joi!

 

Der Ausspruch des Tages übrigens, vor kurzem im Fernsehen gehört: Schokolade ist Gottes Entschuldigung für Brokkoli.

 

24.11.18 13:38, kommentieren

25. November: Kürbiscremesuppe, Zwetschkenknödel

Weil mich das größere Kind sehr anmaunzte - und die ihm aufgetragenen Aufgaben auch wirklich gut erledigt hatte -, hab ich mich erweichen lassen und uns nach dem obligatorischen Supperl eine Portion Zwetschkenknödel vergönnt. Mir, weil das relativ unaufwendig zu machen ist (und außerdem das längst fällige Topfenpackerl weg kam), und den Kindern wegen des Geschmacks.

Die Suppe hatte ein leichtes Raucharoma, weil sie beim Aufwärmen angebrannt war. Ich hatte sie aus dem Rückstand von vorgestern gemacht, was ihr zusätzlichen Pfiff verlieh. Obwohl, mit einer Kürbiscremesuppe kann ich bei den Kindern ohnehin kaum was falsch machen.

Die Knödel hab ich fast mit meinem bewährten Rezept gemacht: 25 Deka Topfen, 12,5 Deka Mehl, 6 Deka Butter, ein Ei, eine große Handvoll Grieß, eine Prise Salz. Weil mir aber wieder bewusst geworden ist, wieviel Dinkel wir noch vom Vorjahr im Keller haben, hab ich zwei Schaufeln voll genommen und gemahlen. Weil da eh auch immer ein Anteil Grieß dabei ist, hab ich den Grieß-Anteil verringert. Und super wars. 

Das Getreide wird ja nicht kaputt, wenn es trocken gelagert wird, aber ich hab immer die Restangst, dass mir Motten reinkommen. Deshalb mische ich seit einiger Zeit fast immer zum Mehl auch selbst gemahlenen Dinkel dazu. Vorgestern beim Striezel auch wieder. Schaut zwar gewöhnungsbedürftig aus, fällt aber geschmacklich kaum auf.

Der Striezel war überhaupt so eine Sache. Ich habe nämlich immer Germ eingefroren, aber manchmal funktioniert sie nach dem Auftauen nimmer. Überhaupt die Bio-Germ. Also hab ich ein Dampfl aus einem ganzen Würfel Germ gemacht, das genau nicht aufgegangen ist. Wurscht, habe ich mir gedacht, und habs trotzdem zu den anderen Zutaten gemischt und einen Teig geknetet.

Der hat sich grundsätzlich gut angefühlt, ist aber nach drei Stunden noch um keinen Zentimeter gewachsen gewesen. Gut, habe ich mir gedacht, ich lasse ihn noch über Nacht stehen, und wenn er morgen in der Früh noch genauso ausschaut, knete ich hemmungslos ein Packerl Backpulver unter. Aber: in der Früh war er so, wie er sein sollte. Er hat sich halt ein bisserl Zeit gelassen.

Ich hab den Teig dann zu einem Striezel geflochten und gebacken. Und jetzt vernichten wir ihn zum Frühstück mit Marillenmarmelade. Muss ja nicht immer Kuchen sein.

Siebzehn Zwetschkenknödel sind es geworden, mit Butterbröseln, natürlich, und bei Tisch fesch gezuckert. Genau zwei Knödel sind übrig geblieben. Man fragt sich, wo die Kinder das hin essen.

Und jetzt köchelt schon die nächste Suppe auf dem Herd, eine Hühnersuppe aus zwei Hühnerrücken (ihr erinnert euch?) und ein bisserl Gemüse und Gewürze. Ich plane, die übrig gebliebenen Butterbrösel zu einer Suppeneinlage zu verwerten, bin mir aber noch nicht schlüssig, wie. Ich werde berichten.

25.11.18 15:00, kommentieren

26. November: gekochtes Hendl mit Rotkraut und Erdäpfeln, Bröselknöderl-Suppe

Manchmal glaube ich, das hört nie auf mit der Arbeit. Gestern habe ich mich endlich des Sacks mit den Krauthapperln angenommen und sie geputzt. 90 Prozent der Blattmasse ist Hendlfutter, übrig geblieben sind drei Mini-Rotkräuter und vier Mini-Weißkräuter. Etwa die Hälfte der Blätter hab ich für die Hendln schon zusammengeschnitten, da fressen sie wochenlang dran.

Aber gut.

Heute hab ich das erste Rotkraut verarbeitet, weil ich schon solchen Gusto drauf hatte. Wir waren verspätet heimgekommen, deshalb war das Rotkraut noch ziemlich bissfest. Aber wenn man ordentlich hungrig ist, schmeckt fast alles ganz hervorragend, das fasziniert mich immer wieder.

Ich hab also drei große Erdäpfel geschält, zerteilt (damit sie schneller durch sind) und gekocht. Dann hab ich das Rotkraut geschnitten und derweil im Reinderl Öl erhitzt und ein kleines Zwiebelhapperl glasig gedünstet. Dann das Rotkraut dazu und tüchtig mitgebraten. Nach einigen Minuten gesalzen und weiter gebraten, dann mit einem Schluck Essigmarinade abgelöscht, mit etwas Apfel-Trauben-Saft aufgegossen, eine Gewürznelke dazugeschmissen und einen kleinen Apfel hineingeraspelt.

Durchgerührt, zugedeckt, Hitze reduziert, eine Viertelstunde köcheln lassen. Aufgegossen hab ich übrigens mit der Balsamico-Essigmarinade vom eingelegten Kürbis, der gerade unsere Abendessen bereichert. Dass die Firma Pick diesen Balsamico-Aufguss nicht mehr herstellt, nehme ich ihr übel, das sei hier gesagt.

Inzwischen waren die Erdäpfel weich, ich hab sie rausgenommen und im Kochwasser die Schalen für die Hendln gekocht. Jetzt wars höchste Zeit, das verwendbare Fleisch von den Hühnerrücken, die gestern die Basis unserer Hendlsuppe waren, abzukratzen und zu den Erdäpfeln auf den Teller zu legen.

Jetzt noch das Gemüse, und schon stand gekochtes Hendl mit Rotkraut und Erdäpfeln auf dem Tisch.

 

Kleiner Nachtrag zu gestern: die Bröselknöderl für die Suppe (Rezept von der Seite ichkoche.at) sind auch mit den Butterbröseln von den Zwetschkenknödeln sehr gut gelungen. Ich war ganz begeistert. Nie wieder werden überschüssige Butterbröseln von Mehlspeisen sinnlos vor sich hin gammeln müssen!

Das Rezept wollt ihr wissen? Na gut. Theoretisch sind es 4 Deka Semmelbrösel und 1 Esslöffel Butter, ein Ei, Prise Salz und gehackter Petersil (oder Schnittlauch, wer hat).

Ich hab mit dem Ei, dem Salz und dem Petersil begonnen und hab dann nach und nach Butterbrösel zugegeben, bis ich eine formbare Masse hatte. Die Mini-Knöderl (in der Größe von einem Rum-Kokos-Dragee) hab ich gleich in der Suppe gekocht.

Aber das Ärgste ist: heute wollte ich das Rezept nochmals nachschauen - und weg ist es! Also hebt es euch gut auf!

1 Kommentar 26.11.18 12:56, kommentieren

27. und 28. November: Gemüse-Hirse mit Anchovis

Gestern blieb nicht einmal die Zeit für ein schnelles Mittagmahl, so viele Termine hatten wir. Mehr als Semmeln mit Wurst und Aufstrichen war nicht drin. Abends gabs dann eine Zucchinicremesuppe und Räucherlachs mit Senf-Dill-Sauce.

Heute mittags haben wir erstens den Rest der Suppe verputzt (und für heute Abend hab ich eine Selleriecremesuppe vorbereitet) und zweitens habe ich einen Topf mit Gemüse-Hirse zu Tisch gebracht, zu der ich ein Sonderangebots-Glas Anchovis-Filets geöffnet habe, das wir zur Hälfte leer gegessen haben.

Für die Hirse habe ich einen Löffel Kokosfett im beschichteten Reinderl erhitzt und erstmal einen Esslöffel geschnittenen Zwiebel angebraten. Dann kam noch etwa eine Handvoll klein gewürfeltes Gemüse dazu (ich hatte Sellerie, rote und gelbe Karotten) sowie ein paar Erbsen, eher wegen der Farbe, und wurde gesalzen und mitgebraten. 

Nach einigen Minuten kamen ein paar getrocknete Kirschparadeiser samt dem Einweichwasser dazu und dann die gewaschene Hirse. Das köchelte ein paar Minuten, dann hab ich unter Rühren noch heißes Wasser zugegossen, den Deckel aufs Reinderl getan, die Hitze reduziert und eine Viertelstunde köcheln und dann noch eine Viertelstunde ziehen lassen. Vor dem Servieren rührte ich einen Esslöffel gehackten Petersil unter. Solange der auf dem Beet durchhält, begrünt er uns das Essen. Und die leeren Stengel koche ich immer in den Suppen mit. Und dann fressen sie die Hendln.

Bei Tisch haben wir geriebenen Pecorino drübergestreut.

Als Nachtisch gabs für das Gastkind Joghurt mit Marillenmarmelade und für mich, aus dem -50%-Regal, ein griechisches Joghurt mit Zucker. 

Diese Regale bzw. Kühlvitrinen liebe ich überhaupt an den Supermärkten. Erstens sind die meisten Lebensmittel länger haltbar als das Mindesthaltbarkeitsdatum angibt. Zweitens bin ich jederzeit bereit, für ein Schnäppchen das Mittagsmenü umzuplanen. Und drittens kann man vieles - das gilt für mich vor allem bei Fleisch - einfrieren und später mal gut brauchen. So wie ich gestern ein Packerl Hühnerrücken genommen habe, wieder sechs Stück, und in Zweierpacks eingefroren habe für kalte Wintertage, an denen ich akut ein fesches Supperl brauche.

28.11.18 12:34, kommentieren

29. November: Rindsuppe mit Hirseknöderl, Würstel mit Braterdäpfeln und Salat

Die Tatsache, dass ich heute früh ein erstens eiskaltes und zweitens angeditschtes Ei im Stall fand, hat mich zuerst frustriert (eh nur jeden dritten Tag eines, und dann auch noch kaputt!) und dann inspiriert. Weil ich das Ei sofort verwenden musste und mich in einer stilleren Minute an zwei Suppeneinlagen versuchte.

Die erste kennt ihr seit Jahren, war aber lang nimmer im Haushalt der Sparköchin zu finden. (Warum eigentlich? ) Käsekrusterl habe ich von einem halben Ei gemacht. Aber zuerst habe ich den Rest von der gestrigen Gemüse-Hirse mit dem Rest der Zwetschkenknödelbrösel vermengt, leicht gesalzen und, weil ich zuviel hatte, gehackten Petersil drübergestreut.

Dann hab ich das Ei in ein Häferl aufgeschlagen und verquirlt und die Hälfte davon zur Hirsemasse getan, alles zu einer Masse verrührt und die ziehen lassen. In den Rest vom Ei kam auch etwas Salz, Petersil natürlich und ein Rest vom geriebenen Pecorino. Der reichte nicht aus, um die Masse streichfähig zu machen, also hab ich mich herabgelassen und den vorhandenen Rest vom Pecorino auch noch gerieben. War eh höchste Zeit. Und ich hab für spontane Aktionen (wie der heutigen) gern geriebenen Käse in Reserve.

Vom gestrigen Weißbrot war auch noch ein Eck da. Da hab ich ein paar Scheiben abgeschnitten und die in Stücke, und da drauf hab ich die Ei-Käse-Masse verteilt und alles ins Rohr geschoben und bei 210 Grad dem Grill überantwortet. Diesmal hab ich die Dinger auch rechtzeitig wieder aus dem Ofen gezogen. Grad kühlen sie aus und werden uns die nächsten Suppen bereichern.

Der nächste Schritt waren die Hirse-Knöderln. Im kleinen Reinderl hatte ich zunächst die Erdäpfelschalen und dann die Erdäpfel selbst weich gekocht, und in dieses Wasser legte ich nun kleine Knöderl ein, vielleicht von der Größe einer Mozartkugel. Im siedenden, aber nicht kochenden Wasser verblieben die Dinger vielleicht zehn Minuten, was aber nicht genug war, denn innen sind sie noch ein bisserl cremig. Was ihnen nicht schadet, und das Ei war auch total frisch, also essen wir sie heute in der Rindsuppe (mit Petersil, falls das jemand fragen wollte), die grad am Herd steht. 

Mit einem feschen Stück Labonca-Beinfleisch und allerhand Gemüsen und Gewürzen. Sie kocht eh schon drei Stunden, aber ein bisserl Zeit geb ich ihr noch.

Für die Hauptspeise hab ich die Erdäpfel in der Handgeschmiedeten mit eher reichlich Öl allseitig gebraten und gesalzen. In den Plattengrill kommen je eine Packung Puten-Frankfurter und Mini-Bratwürstel und -Käsekrainer.

Dazu hab ich den Rest vom grünen Salat geplant, der im Kühlschrank schon eigenmächtig begonnen hat Sprossen auszutreiben. Ich gönne mir ein Glaserl vom mütterlichen Rote-Rüben-Salat und das Gastkind, dem beides nicht durch den Schlund gehen will, bekommt gehobelte Gurke.

Und ich will doch sehr hoffen, dass uns diese Menge an Würsteln mit Braterdäpfeln und Salat reichen wird!

 

Das Gastkind liebt es übrigens wirklich sehr, zu essen. Die Zeile im aktuellen Lieblings-Kinderlied "Häschen in der Grube" hat es dementsprechend abgewandelt zu " ... aß u-hund schlief ..."

1 Kommentar 29.11.18 11:45, kommentieren