Der Sparküche-Blog.

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18. Oktober: Hühnersuppe und Hirseauflauf mit Äpfeln und Birnen

Wie ich erwartet habe, ist mir wieder eine Tasse Suppengemüse zugefallen. Na, hab ich die Hendlknochen von letztens aus dem Tiefkühler genommen und ein fesches Supperl gekocht, mit allem, was mir sonst noch in die Hände fiel.

Außerdem habe ich einen Hirseauflauf mit Äpfeln und Birnen ins Rohr geschoben. Die Hirse muss nämlich weg, was ein ordentliches Projekt ist, es handelt sich nämlich um eine noch fast volle Kilopackung. Ich weiß auch nicht, warum ich immer zum großen Packerl greife.

Eh wie immer gestern die Hirse gedämpft und heute, weil es so viel Hirse war, drei Dotter mit je 12 Deka Butter und Zucker schaumig gerührt und am Schluss den Schnee von drei Eiklar untergehoben. Die Hälfte der Masse in eine gebutterte Auflaufform gequetscht, eine ordentliche Lage von blättrig geschnittenen Äpfeln und Birnen hinein, und den Rest der Masse drauf.

Hat bei 190 Grad eine Dreiviertelstunde gebacken. In der Zwischenzeit - wenn das Backrohr schon rennt, kann ich gleich noch was backen - habe ich aus einem Mürbteig (60 Deka Mehl, 40 Butter, 20 Deka Zucker, zwei Eier), den ich in der Früh noch gach geknetet hatte, Mürbe Schnitten gefertigt: drei Viertel des Teiges auf einem Backblech ausgerollt, ein Glas Marmelade drauf verstrichen, den restlichen Teig ausgerollt und zu Streifen geradelt, diese gitterförmig auf den Kuchen gelegt (und aus den verbliebenen Resten Schnüre gerollt und damit einen Rand gelegt. Es soll ja nix verkommen). 

Das Gitter nicht mit Eiklar bestrichen (wäre aber eine gute Idee gewesen). Den Kuchen bei 170 Grad Ober- und Unterhitze eine Dreiviertelstunde gebacken. Aber nur, weil ich ihn kurzzeitig vergessen hatte. Ein paar Minuten weniger hätten auch genügt. Der Kuchen wird erst übermorgen genussfähig sein, dann ist er richtig mürb. Bis dahin muss er, versteckt im Backrohr, ausharren.

18.10.18 20:14, kommentieren

19. Oktober

Fremdverpflegung durch den Asiaten war angesagt. Das war das einfachste, denn hierorts ist der Stress ausgebrochen, weil es ein Gastkind gibt.

Für die Verträglichkeit habe ich eine Erdäpfelcremesuppe mit wenig Knoblauch und Obers fabriziert, die gut angekommen ist. Die Nachspeise auch - Joghurt mit Feigenmarmelade, selbst gemacht -, aber alles andere hätte mich auch gewundert.

Und jetzt bin ich am Überlegen, was ich die nächsten Tage so alles kochen werde ...

1 Kommentar 19.10.18 19:56, kommentieren

20. Oktober: Hirsepfanne

Die liebe E hat sich heute zwei Kuchen von mir abgeholt. Von einem hab ich ein Stück für uns runtergeschnitten, vom anderen war so viel Teig da, dass ich einen zweiten kleinen Kuchen backen konnte. Auf beide Kostproben freuen wir uns schon sehr!

Mittags habe ich den Rest Hirse vom Donnerstag verwertet und zu einer Hirsepfanne verarbeitet. Vorher haben wir einen Rest Hühnersuppe gegessen. Und für den Abend koche ich ein Supperl aus einem Erdapfel, einer Karotte und einem Broccoli-Strunk. Und einem Stengel Petersil, um genau zu sein.

Mittags hab ich einen kleinen Löffel Kokosfett ins beschichtete Reinderl getan und eine Schalotte - die war beim Suppengemüse dabei - geschnitten und angebraten. Ebenso eine gelbe und eine rote Karotte, in dünnen Scheiben. Aus dem Tiefkühler kamen ein paar Erbsen dazu. 

Nach einigen Minuten habe ich gesalzen und mit heißem Wasser aufgegossen und das Gemüse bissfest geköchelt. Offen, damit viel von der Flüssigkeit verdampft. Dann vom Herd genommen und die Hirse dazugetan und alles gut vermengt. Dazu haben wir ein paar rohe Kirschparadeiser gegeben.

Lustig: Kind 2 kennt keine gelben Paradeiser. Hat aber gottseidank einen gekostet und ist jetzt ein Fan.

20.10.18 16:43, kommentieren

21. und 22. Oktober: ähem.

Gestern hat das Kind seiner Oma beim Kochen geholfen, konkret hat es diverse Köstlichkeiten auf Spieße gesteckt, die dann in der Pfanne gebraten und mit Trallala serviert wurden. Sehr schmackhaft.

Heute war wieder ich in der Küche, und entsprechend unaufwendig war das Mittagessen: Couscous gedämpft, Schinken klein geschnitten, Kirschparadeiser gewaschen, alles vermischt und serviert. Für mich wars zusätzlich eine Sauce namens "African Coco", die ich eh schon im letzten Winter beim Christkindlmarkt in Schloss Hof erstanden hatte.

Für den Abend köchelt gerade eine Broccolicremesuppe, die allerdings heute einen säuerlichen Stich haben wird. Ich muss nämlich ein Joghurtglas ausspülen, und das werde ich gleich direkt ins Suppenreinderl tun.

Danach gibts kaltes Zeugs, sehr unkompliziert. Außer dass der Gast kein Schweinefleisch essen soll. ... Ich sags euch, diese Sonderkost-Aufträge gehen mir langsam sonstwohin.

2 Kommentare 22.10.18 17:20, kommentieren

23. Oktober: Polenta mit African Coco und Paradeisern, Apfelmus

Ich fürchte ich bin vorübergehend zart überfordert. Aber es hat immerhin dazu gereicht, dem Gastkind heute mittags einige Löffel von der Broccolicremesuppe hinzustellen, die es vehement eingefordert hat. Gleichzeitig hatte ich eine Polenta am Köcheln und Quellen und habe darüber die Sauce aus dem Glas von gestern, "African Coco" gegeben und mit halbierten Kirschparadeisern ergänzt.

Das Highlight war das Apfelmus hinterher.

23.10.18 20:27, kommentieren

24.Oktober: Schlechtwetterprogramm

Das ist ja eigentlich eine Rezeptsammlung hier, aber zwischendurch streue ich meine Gartenerfahrungen ein. Gestern hatte ich eine solche. Wir waren dabei, einen Teil des Gemüses zu roden, weil die Hecke geschnitten werden muss und dem Gärtner nicht zugemutet werden kann, die Gemüsepflanzen zu verschonen.

Unter anderem waren wir beim Karfiol zugange. Den hatten wir ja längst geerntet (was größer klingt als es ist: vier Stück kriegten wir), aber ich hatte jeweils die Stümpfe in der Erde belassen, und bei zwei Pflanzen kam ein Büschel ganz junger Triebe. Die lassen wir, erklärten wir, vielleicht tu ich die kleinen Blätter bei Gelegenheit in einen Risotto. Notfalls freuen sich die Hendln drüber.

Als ich gestern die Sache wieder besichtigte, waren tatsächlich in zwei dieser Sprossen Mikro-Karfiole gewachsen. Einer so groß wie eine große Haselnuss, der andere etwas kleiner. Die lassen wir, entschied ich, und wehe! der Gärtner steigt drauf. Vor dem ersten Frost werde ich die Dinger jedenfalls ernten. Ich freu mich schon aufs Ergebnis!

Heute, bei Sturm und Regen, stehe ich in der Küche und erledige endlich alle Dinge, die längst geschehen sein sollten: eine Ladung Apfelsaft mit ein paar Uhudler-Trauben machen (steht schon auf dem Herd), die Aronien mit Äpfeln zu Marmelade verarbeiten (grad koche ich die Aronien, die quetsche ich später und koche sie mit Apfelstücken und Gelierzucker ein). Und einen Kuchen sollte ich auch wieder backen.

Das gestern geerntete Gemüse werde ich hoffentlich später auch noch sortieren und die Mikro-Karotten gleich verkochen und einige Portionen Suppengrün einfrieren. Das ist im Winter immer ein Hit, wenn ich Fleisch oder Knochen und Suppengrün aus dem Tiefkühler ziehen und mir stantepede ein wärmendes Supperl köcheln kann.

Fad wird mir also auch heute nicht werden ...

24.10.18 09:28, kommentieren

24. Oktober: Risotto

Gekocht hab ich natürlich auch. Aber wieder nur ganz frugal: einen Risotto mit Pilzen und Erbsen. Zu wenig Salz, kein geriebener Käse - kein Wunder, dass die Mahlzeit nicht auf große Resonanz gestoßen ist. Aber mir macht das ja nix: morgen kommt ein Ei dazu, Salz und geriebener Käse - und wenn ich dran denk, auch gehackter Petersil - und dann werden Laibchen gebraten. Oder gebacken.

 

3 Kommentare 24.10.18 13:44, kommentieren

25. Oktober: Selleriecremesuppe, Apfelspalten mit Zimtzucker

Da hab ich mir heute einen Orden verdient, mit der Selleriecremesuppe ja weniger, aber dann mit den Apfelspalten mit Zimtzucker.

Ich hab nämlich mit dem Gemüse begonnen und sechs kleine Portionen Suppengrün eingefroren. Die Sellerieknollen waren wieder pingpongballgroß, hatten aber unten noch dickere Wurzeln dran. Die hab ich geputzt und gemeinsam mit einem gewürfelten Erdapfel und einer Knoblauchzehe zu einer Suppe verkocht. Das Gastkind liebt nämlich Suppe genau wie meines.

Außerdem hab ich einen festen Palatschinkenteig gerührt und Äpfel geschält und in Spalten geschnitten. Der Rest ist eh klar: viel Öl in der Pfanne erhitzen (Schmalz ging leider nicht, weil das Gastkind leider kein Schweinefleisch isst), Apfelstücke in den Teig schmeißen, mit viel Glück wieder rausholen und unfallfrei in die Pfanne bugsieren und auf beiden Seiten goldgelb backen.

Staubzucker mit Zimt vermischen und bei Tisch drüberstreuen. Eines unserer Lieblingsessen.

26.10.18 13:33, kommentieren

Nationalfeiertag: Karottensuppe, Reislaibchen mit Rahm

Sehr gelacht habe ich heute, als ich mir die Mini-Ernte an Karotten vornahm. Eine Handvoll kleiner Karotten hab ich ungewaschen im Kühlschrank verstaut, die halten dort hoffentlich noch eine oder zwei Wochen.

Eine Handvoll Mini-Karotten - kleiner als mein kleiner Finger, und ich hab sehr kleine Finger - hab ich gebürstet und kurz in Salzwasser blanchiert. Die hab ich eingefroren für einen Wintertag, an dem ich beim Kochen wenig Aufwand haben will.

Eine Handvoll Mikro-Karotten - zwei bis drei von denen passen in einen Fingerhut - hab ich gewaschen und gemeinsam mit einem gewürfelten Erdapfel und einer Knoblauchzehe zu einer Karottencremesuppe geköchelt, gleich im selben Salzwasser, püriert und mit Obers vollendet.

Den Rest vom Risotto von letztens hab ich mit Salz, einem Ei, einem Rest gehacktem Fenchelgrün und einem Löffel geriebenem Pecorino zu einer Masse verrührt und portionsweise in dem Öl von gestern beidseitig herausgebacken. Jeweils ein gehäufter Esslöffel voll Masse in die Pfanne, flachgedrückt, und geht schon. Dann haben wir einfach die Reislaibchen mit glatt gerührten Rahm gegessen.

Heute waren es nur das Gastkind und ich. Für das Kind wars ein kurzes Vergnügen, denn es wurde zu wild geschaukelt, so dass sich das Essen auch mal die Gegend ansehen wollte ... schade, eigentlich.

26.10.18 13:42, kommentieren

27. Oktober: gebratener Leberkäse mit Couscous und Paradeisern

Heute habe ich eine Bank gesetzt: alle Komponenten Fixstarter beim Gastkind. Der Leberkäse war im Angebot, der Couscous ist in sieben Minuten fertig und die Paradeiser sowieso.

Vorher gabs einen Rest Karottensuppe, nachher Joghurt mit Marmelade.

Und weil mir heute schon wieder eine Tasse Suppengrün zugefallen ist, habe ich die Hälfte davon eingefroren und aus der anderen Hälfte mit einer Handvoll Linsen, Lorbeerblatt und Petersil ein Supperl gekocht. Da spare ich mir morgen das Kochen. Da wird morgen nur noch püriert und mit Obers verfeinert.

Außerdem steht gerade ein Topf mit gekochten Äpfeln auf dem Herd, die werde ich jetzt gleich pürieren und als Apfelmus einglasen. Das Wetter ist eh zum In-der-Küche-stehen.

1 Kommentar 27.10.18 15:39, kommentieren

28. Oktober: gefüllte Melanzani mit Salat (vielleicht)

Ehrlich gesagt, das mit dem Salat (Paradeiser und Gurke, wenn überhaupt) überlege ich mir noch. Aber die gefüllten Melanzani braten schon im Rohr. Vorher gibts die Linsen-Gemüsecremesuppe, die ich gestern geköchelt habe. Nachher können die Kinder, wenn sie brav gegessen haben, jedes eine Schwedenbombe haben.

Erst habe ich zwei Melanzani längs halbiert und das Fleisch aus der Mitte gekratzt. Die Hälften habe ich dann in der Handgeschmiedeten auf beiden Seiten einige Minuten gebraten und danach in eine geölte Auflaufform gelegt.

Die Fülle habe ich aus Restln gerührt, und aus 35 Deka Rinderfaschiertem. Mit dabei waren ein Ei, ein Rest geriebener Käse, der Rest vom Couscous und das Melanzanifleisch in kleinen Stücken. Und Salz natürlich. Diese Fülle habe ich in die Melanzani getan und auf jedes Stück einen Gupf gemacht, damit es sich auszahlt. 

Trotzdem ist noch genug von der Masse übrig geblieben, so dass ich die Pfanne wieder auf den Herd gestellt habe, mit nassen Händen kleine Laberln geformt und diese beidseitig gebraten habe. Wenn die ausgekühlt sind, friere ich sie ein und serviere sie bei Gelegenheit, vermutlich mit Paradeissauce und Erdäpfeln.

Um das Backrohr auszunutzen, habe ich vorher einen Topfenkuchen nach einfacher Art gebacken, in den ich natürlich als persönlichen Kick eine Lage Apfelstücke getan habe. (Irgendwie müssen die Vorräte ja weg, aber es waren halt nur zwei Äpfel.) Im wesentlichen ist das ein Mürbteig, der in eine Form gedrückt wird. Hinein wird eine Fülle aus Topfen, Milch, Öl und einem Packerl Vanillepuddingpulver  und natürlich Zucker gegossen. Wer das genaue Rezept braucht, kriegt es natürlich gern.

28.10.18 10:32, kommentieren

29. und 30. Oktober: Reispfanne nach Art der Sparköchin, Variante 31

Gestern habe ich voll Enthusiasmus schon in der Früh eine Pastinakencremesuppe gekocht und zwei Portionen Reis gedämpft. Mittags, als wir heimkamen, war alles so mühsam, dass ich dem Kind die zweite halbe Wurstsemmel zwischen die Finger zwängte und selber irgendeinen Rest aß.

Bald danach kam das Kind von OmaOpa nach Hause mit einem Schüsserl Reisauflauf, und das Gastkind und ich verzehrten ihn dankbar.

Heute früh hab ich es noch einmal probiert. Von der Suppe war noch ein Rest da, den wir gestern Abend nimmer geschafft hatten. Den hab ich mit Wasser verlängert. Und außerdem hab ich in einem Esslöffel Butter drei Gockelwürstel, scheibliert, gebraten sowie ein halbes Zwiebelhapperl und je eine Handvoll Karottenscheiben und Erbsen. Außerdem war ein Mini-Kürbis da, in der Größe eines überfressenen Golfballs, der kam auch gleich zum Gemüse.

Mittags habe ich dann den Reis von gestern dazugekippt und alles miteinander erwärmt. Bei Tisch haben wir uns dann das exzellente Lacrima-Olivenöl (ein Souvenir aus Apulien) drübergeträufelt.

Nach dieser Reispfanne nach Art der Sparköchin brauchten wir nix mehr, außer den letzten paar Stück der belgischen Nobelschokolade (ein Souvenir des letzten Gastes).

1 Kommentar 30.10.18 13:10, kommentieren

Weltspartag: Krautfleckerl

Heute haben wir uns den ultimativen Sparküchen-Luxus geleistet: Krautfleckerl mit selbstgemachten Fleckerl und Kraut aus dem eigenen Gemüsebeet.

Von der Menge her war das Kraut eine Enttäuschung, aber da folge ich dem Geheimnis der Tante Jolesch, deren Krautfleckerl auch legendär gut schmeckten. Weil sie immer um einen Tick zu wenig davon gemacht hat.

Das erste war der Nudelteig, den ich aus zwei Eiern, 20 Deka Mehl und einem Esslöffel Olivenöl, vom guten, geknetet habe. Während der gerastet hat, hab ich einige Esslöffel Öl im beschichteten Reinderl erhitzt und dortselbst das restliche halbe Zwiebelhapperl von gestern, fein geschnitten, glasig gedünstet. In der Zwischenzeit habe ich mich dem Kraut gewidmet und es ebenfalls fein geschnitten, ins Reinderl gegeben und mitgeröstet, bis es braun war. (Das kann schon 15 bis 20 Minuten dauern. Nur nicht die Geduld verlieren. )

Dann wurde es mit Salz, Zucker und Pfeffer gewürzt, nochmals gut durchgerührt und stehen lassen. Jetzt wars Zeit, den Nudelteig dünnst auszurollen und in kleine Vierecke zu schneiden. Ein bisserl was vom Teig hab ich dann auch auf Suppennudeln geschnitten, die trocknen noch bis morgen.

Die Fleckerl habe ich in Salzwasser gekocht und, ohne Wasser natürlich, zum Kraut gegeben, alles durchgerührt und bei Tisch noch mit Pfeffer nachgewürzt. Sehr köstlich, das.

Apropos Weltspartag: in Wien gibts tatsächlich ein Weltspartag-Museum. Ähnlich selten wie der Tag selbst sind auch die Öffnungszeiten, aber ich hab fest vor, hinzugehen und mir die Spargeschenke der letzten 60+ Jahre anzusehen ...

2 Kommentare 31.10.18 18:20, kommentieren