Der Sparküche-Blog.

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20. August: Quinoa mit Melanzani

Heute mittags habe ich die Blätterteigreste verwertet und mit einer Mischung aus allem gefüllt, was weg musste: die letzten beiden Scheiben vom Gouda, eine Handvoll Mangoldstiele, ein paar Oliven, ein Esslöffel Semmelbröseln. Gebunden mit einem Ei und gewürzt mit einer türkischen Mischung: fertig. Mit einem Klecks Joghurt und einer Handvoll Paradeisern dazu eine komplette Mahlzeit.

Abends dann habe ich Quinoa mit Melanzani serviert. Sehr einfach: den Quinoa nach Packungsangabe zubereiten. Ein kleines Zwiebelhapperl klein schneiden und in reichlich Olivenöl glasig dünsten, eine klein gewürfelte Melanzani zugeben und eine Viertelstunde braten, salzen und noch ein paar Minuten weiterbraten. Getrennt zu Tisch bringen und Chilistreifen und Paradeiser dazu reichen.

Nachtisch brauchten wir keinen, weil es als Vorspeise schon die Gemüsecremesuppe von gestern gab, mit Backerbsen drin.

Apropos: hab ich euch erzählt, was ich aus den Resten vom Panieren mache? Mehl, Ei und Bröselreste vermenge ich, salze leicht und gebe soviel kaltes Wasser dazu, bis ein Nockerlteig entsteht, und die koche ich dann in siedendem Salzwasser, bis sie aufsteigen.

Das Kochwasser ist auch in der Suppe gelandet, und die Nockerln selber haben wir mittags vor den Blätterteigtaschen in der Suppe verzehrt.

Morgen mittags werde ich die Reste als Quinoa Bowl essen: Quinoa, Melanzani, Chili, Paradeiser, noch ein paar Oliven dazu. Mehr brauchts nicht.

21.8.18 08:08, kommentieren

21. August: Griechischer Salat und Apfelstrudel

Am Apfelstrudel war ich so gut wie nicht beteiligt, aber was ich in den griechischen Salat getan habe, weiß ich noch: Salatblätter, Paprika, Paradeiser, Oliven, Gurke, Schafkäsewürfel, Essig, Olivenöl. An die Kräuter hab ich nicht gedacht. Und vorsichtshalber kein Zwiebel.

Für die Verfertigung des Apfelstrudels ist meine Mutter zu uns gekommen, um den aktuellen Gast in die Geheimnisse des Apfelstrudels einzuweihen. (Und ich war froh, weil die Äpfel wieder weniger wurden. Ich hoffe aufs verregnete Wochenende, um der Obstmengen Frau zu werden.)

Jedenfalls haben die beiden aus einem Viertelkilo Mehl, einem Ei, einer Prise Salz, einem Pups Essig und hinreichend lauwarmem Wasser einen weichen Teig gegatscht, gezwickt, gerollt und geknetet, diesen unter eine vorgewärmte Schüssel gelegt und sich an die Fülle gemacht: Äpfel geraspelt, haufenweise, drei Esslöffel Semmelbrösel in Butter geröstet. Derweil bin ich in den Supermarkt gehirscht, um ein Packerl Rosinen zu erwerben.

Nach etwa einer Stunde haben wir den Teig genommen (konkret meine Mutter) und haben begonnen, ihn zu ziehen. Aufgelegt wurde er auf dem Wohnzimmertisch auf einem uralten, nicht mehr ganz fitten Tischtuch. Dann haben wir uns zu dritt von der Mitte weg vorgearbeitet und den Teig dünn gezogen, bis er halb so groß war wie das Tischtuch. Das Tischtuch war nicht sehr groß.

Da drauf kamen die abgekühlten Semmelbrösel, die Äpfel, etwas Zucker, etwas Zimt und die Rosinen. Wenn wir gehabt hätten, wären auch gehackte oder geriebene Nüsse drauf gekommen. Dann jedenfalls die übliche Zeremonie mit dem Einrollen, die ich allerdings verpasste, weil ich dazu verdonnert wurde, das Backblech zu bebuttern.

Am Ende wurde der Strudel zu einem U geformt und mit zwei Händen und Unterarmen aufs Blech befördert und bei 180 Grad Ober- und Unterhitze etwa eine Dreiviertelstunde gebacken.

Ja, übrigens: beim Formen des Strudels hat meine Mutter einige unschön überstehende Ecken vom Teig abgeschnitten. Mit diesen kann man folgendermaßen verfahren: nochmals gut durchkneten und einen Tag im Kühlschrank lagern oder einfrieren und zu einem weiteren, sehr kleinen, Struderl verarbeiten. Oder den Teig in kleine Fuzerln zupfen und diese in eine Suppe einkochen. Ist eine meiner Lieblings- Suppeneinlagen.

Wir haben uns für Variante eins entschieden, der Gast muss üben. Zwei Antworten vielleicht noch, zum Schluss: wenn man ein Loch in den Teig reißt, kann man dieses meist mit einem kleinen Teigstück flicken. Und wenn der Teig einmal dünn ausgezogen war,  trocknet er zu sehr aus, als dass man ihn nochmals zu einem Klumpen schlagen und nochmals ausziehen könnte. Wenn der Restteig schon zu spröde sein sollte, kann man ihn mit etwas Öl bestreichen, damit er wieder ziehbar wird.

So. Auf alles andere müsst ihr selber draufkommen.

1 Kommentar 21.8.18 20:53, kommentieren

22. und 23. August: Karottenstrudel, Austro-Hummus, Kürbiscremesuppe. Salat

Weil sich gestern der Gast unerwartet abgemeldet hatte und wir mittags sowieso geholfen hatten, im Schweizerhaus eine Stelze zu verdrücken, musste ich nix kochen. Sehr erholsam, das.

Heute aßen wir zu viert, und ich stellte einfach alles auf den Tisch, was ich hatte, und irgendwie wurden alle satt. 

Erst blanchierte ich tiefgefrorene Karottenscheiben, dann kochte ich im selben Wasser die Schalen eines Erdapfels aus (für die Hendln), dann wurde darin die Kürbiscremesuppe gekocht: Erdäpfel- und Hokkaidowürfel, Salz, zwei Knoblauchzehen. Nach 20 Minuten püriert und einen knappen halben Becher Obers hineingegossen. Ein paar Karottenscheiben und Backerbsen als Einlage.

Heute früh hatte ich eine Mischung aus weißen Bohnen und Sojabohnen weich gekocht. Die goß ich ab, gab Sonnenblumenöl, Salz, Zitronensaft, eine Knoblauchzehe, Kreuzkümmel und einen Hauch Hing dazu (das ist die Stinkwurz, die Blähungen verhindern soll) und pürierte das alles. Wobei trotzdem Stückerl blieben, aber das machte nichts. Zu diesem Austro-Hummus reichte ich Weißbrot.

Nebenbei hatte ich aus Butter, Salz, Pfeffer, Mehl und Milch eine Art Bechamelsauce geköchelt und abkühlen lassen. Jetzt war es nimmer möglich, mich ums Teigziehen zu schrauben. Ich hatte ja den Rest vom Strudelteig aufgehoben, den ich jetzt mit meinen Fingern traktierte. Ein Loch musste ich flicken, aber das Ding wurde groß genug, um den Großteil der Bechamel und fast alle Karotten drin unterzubringen. (Die restlichen Karotten kamen, siehe oben, in die Suppe.)

Das kleine Karottenstruderl habe ich auf ein Blech mit Backpapier gehievt und bei 180 Grad Ober- und Unterhitze eine knappe halbe Stunde gebacken.

Außerdem mischte ich unter Blattsalat-Streifen ein paar Jungpflanzerl von roten Rüben (weil ich die gesät habe und ausdünnen musste - wär ja schad, die wegzuwerfen!) und zwei Handvoll Kirschparadeiser und marinierte mit Wiener Marinade.

Als Nachtisch gab es für jeden Esser noch ein kleines Stück Apfelstrudel. Ich fand nix zu meckern. Die anderen Großen auch nicht, höflicherweise. Dem Kind war der Strudel zu sehr gepfeffert. Aber damit kann ich leben.

23.8.18 20:00, kommentieren

24. August: Überbackenes Gemüse mit Schafkäse

Der Gast will nur Gemüse, also kriegt er nur Gemüse. Heute war es nach einem gemischten Salat überbackenes Gemüse mit Schafkäse. Als Nachtisch servierte das Kind selbstgebackene Milchschnitten. - Wobei: Milch ist in dieser, von Oma unterstützter, nach einem Supermarkt-Rezept gebackener, Milchschnitte genauso wenig drin wie im käuflichen Original (außer vielleicht Milchpulver, aber das zählt meiner Meinung nach nicht). Aber das wissen wir eh schon, dass gekauftes Zeugs tunlichst zu vermeiden ist.

Für die Hauptspeise jedenfalls habe ich erstmal ein paar Erdäpfel gekocht. Eine Stunde vorm Essen habe ich eine Auflaufform mit Öl ausgestrichen und die geschälten Erdäpfel, in Scheiben geschnitten, darauf verteilt und gesalzen. Jetzt war der Rest Bechamel von gestern dran, den hab ich drübergestrichen. Sodann hab ich einen Mini-Zucchini in Scheiberl gefitzelt und drauf verteilt sowie ein paar dünne Spalten vom Hokkaido. 

Zum Schluss kam noch ein halbes Packerl Feta, fein zerbröselt, drüber und das ganze bei 190 Grad Ober- und Unterhitze für eine knappe Dreiviertelstunde ins Rohr.

Nix ist übrig geblieben davon.

1 Kommentar 25.8.18 08:30, kommentieren

25. bis 27. August: Fischnudeln (sagt das Kind)

Kaum ist der Gast aus dem Haus, bleibt die Sparküche großteils kalt. Nur gestern habe ich mich aufgerafft und Teigwaren mit Karpfen und Brokkoli zu Tisch gebracht. Ich mag keine Fischnudeln, sagte das Kind, hat sie aber gottseidank trotzdem gegessen. Vorher haben wir den Rest der Kürbiscremesuppe von neulich gegessen.

Heute speisen wir getrennt (Kaiserschmarrn bzw. Melanzani-Pizza) und sind beide glücklich.

Fürs gestrige Mittagessen habe ich die wenigen Roserl vom Brokkoli und ein paar vom Karfiol in Salzwasser gekocht, die Abschnitte sowie die Schalen eines Erdapfels detto, und dann im selben Wasser einen üppigen Rest Fleckerln aus dem Packerl.

Das Gemüse hab ich in Öl angebraten, eine Handvoll aufgetauten gekochten Karpfen zugegeben und mitgebraten, mit Salz und Pfeffer gewürzt und letztendlich die gekochten Teigwaren untergemischt.

Ins Kochwasser kamen die gewürfelten Gemüsestängel sowie ein ebensolcher Erdapfel und eine Knoblauchzehe. Das köchelte eine halbe Stunde vor sich hin und wird demnächst als Basis für eine Gemüsecremesuppe dienen.

1 Kommentar 27.8.18 11:01, kommentieren

28. bis 30. August: nix Gscheits

Naja, heute schon, aber nicht von mir gekocht: gebackener Karpfen mit Salat. Erdäpfelsalat für die Mehrheit, Blattsalat mit Kirschparadeisern für mich. Wobei ich diesmal auch Miniblätter von Roten Rüben untergemischt habe. Ich habe nämlich für eine Herbsternte vor einigen Wochen nochmals Rote Rüben in einen Topf gesät und habs wohl zu gut gemeint; jedenfalls muss ich die Dinger kräftig ausdünnen. Und weil das jetzt eh der letzte Schrei ist, hab ich den Überschuss verzwickt.

Und jede Menge vom Zwetschkenkuchen, dem ich (weil ich ihn endlich los sein wollte) einen Rest geriebenen Mohn beigemischt hatte. Die Kinder waren not amused. Auch gut, das ist ein Kuchen für Erwachsene.

Gestern Kebab mit Wespen, vorgestern überhaupt kalte Küche.

Ich hoffe, morgen gibt es wieder was Normales zu essen. (Wann lernt das Kind endlich kochen?)

30.8.18 21:20, kommentieren

31. August: Polenta mit Paradeissauce und gebratenen Melanzani

Heute habe ich mich aufgerafft und Polenta mit Paradeissauce und gebratenen Melanzani auf den Tisch gestellt. Sonst aber nix.

Eigentlich sollte die Polenta nur mit den Melanzani sein, aber das Kind verweigert diese Köstlichkeit ziemlich total, also hab ich einen Rest gekochte Paradeiser aus dem Kühlschrank gefangen und erhitzt, mit Salz, Pfeffer und Zucker gewürzt und mit ganz wenig Mehl gebunden. 

Die Melanzani hab ich gewürfelt, ebenso wie eine Knoblauchzehe, dann hab ich zuerst den Knoblauch und dann die Würfel in Olivenöl angebraten und einige Minuten unter ständigem Rühren gebraten, dann gesalzen und weitergebraten, bis die Dinger gut weich waren - was immer länger dauert, als ich annehme. So 20 - 25 Minuten werden es schon gewesen sein.

Derweil hat die Polenta geschmurgelt. Dafür hab ich im beschichteten Reinderl Maisgrieß angeröstet, mit kochendem Wasser aufgegossen und fest gerührt, noch einen ziemlichen Schuss Obers dazugegossen, gesalzen, die Hitze reduziert, noch einmal kräftig durchgerührt und zugedeckt vielleicht eine knappe halbe Stunde schmurgeln lassen. Die letzten zehn Minuten bin ich eh mit der Restwärme durchgekommen.

Zu dem ganzen haben wir Salat gegessen. Ich einen Bittersalat mit ein paar Kirschparadeisern, das Kind Kirschparadeisern mit ein paar Gurkenwürfeln.

2 Kommentare 31.8.18 19:48, kommentieren